FÜR NEUE MUSIK ZÜRICH
Programm

PROGRAMM 2017

   

Januar

         
21.01.
22.01.
20:00
17:00
  Zofingen, Palass
Schaffhausen, Haberhaus



Masterdiplom in Komposition

Ombres de l’invisible
für Sopran und Kammerensemble UA
von Lukas Stamm


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner   Flöte
Martin Sonderegger   Klarinette
Viktor Müller        Klavier
Sebastian Hoffmann   Schlagzeug
Urs Bumbacher        Violine
Nicola Romanò        Violoncello

Catriona Bühler      Sopran
Jürg Henneberger     Leitung

Infos:
         
         
27.01. 20:00   Zürich, Kunsthalle

Eine Musikinstallation von Hans-Peter Frehner
in der Ausstellung der englischen Künstlerin Phyllida Barlow
(Ausstellung 29.Okt 2016 - 19. Februar 2017

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte/Konzept/Komposition/Leitung
Manfred Spitaler   Klarinetten
Philipp Schaufelberger E-Gitarre
Viktor Müller      Fender Rhodes/Keyboard/Crotales
Sebastian Hofmann  Elektronik/Turntables/Percussion
Lorenz Haas        Schlagzeug
Urs Bumbacher      Violine
Nicola Romanò      Violoncello


Während des Aufbaus von Phyllida Barlows raumgreifender Skulptur über die ganze Etage des 2. Stock der Kunsthalle Zürich und den Interaktionen der Bildhauerin mit den Bauarbeiten in der Aufstockung macht der Zürcher Komponist Hans-Peter Frehner Audioaufnahmen der dabei entstehenden „Klang-Emissionen“. Anschliessend im Studio produziert entsteht eine 8-Kanal-Klang-Collage, die in der Uraufführung von in allen „kunstbebauten“ Räumen verteilten Musiker/innen als Klanginstallation IX bespielt wird.



         

März

         
11.03.
12.03.
18.03.
19.03.
20:00
17:00
18:00
17:00
  Zürich, Kirche St. Jakob
Solothurn, Jesuitenkirche
Heilbronn, Kilianskirche
Schwaigern, Evangelische Stadtkirche

Stimmen der Nacht
Symphonie nach Joseph von Eichendorff
von Jochen Neurath
für Schulchor und Ensemble
(2015/16)

„… mein irres Singen hier ist wie ein Rufen nur aus Träumen.“

Kammerchor des Mönchsee-Gymnasiums Heilbronn

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner    Flöte
Manfred Spitaler      Klarinette
Lorenz Raths          Horn
Sebastian Hofmann     Schlagzeug
Viktor Müller         Klavier
Urs Bumbacher         Violine
Nicola Romanò         Violoncello
Anna Trauffer         Kontrabass

Claus Hutschenreuter  Musikalische Leitung
Claus Düwel           Szenische Einrichtung
         

Juni

         
 3.06. 20:00   Festival Forum Wallis, Schloss Leuk

ZUHOEAN
von CHRISTOPH COBURGER und SEBASTIAN GOTTSCHICK




ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner   Flöten
Manfred Spitaler     Klarinetten
Viktor Müller        Klavier
Daniela Müller       Violine
Nicola Romanò        Violoncello
Lorenz Haas          Perkussion
Anna Trauffer        Stimme

Sebastian Gottschick Leitung

Raum Zeitung Liebe Jahrzehnt Gegend Eigentum Schlaf Poesie Arbeit Reise
Größe Leben Klappe Mensch Wüste Eigenart Weg Kind Unwucht ZUHOEAN
Anspruch Ballung Gehen Kritik Sachen Moment Rede Tuch Film Welt
Punkt Stellung Haufen Wirkung Kahn Wendung Handel Vater Bahnfahrt Zustand
Öffnung Ende Zeit Straße Abend Haut Wert Fall Schwarz Wort.

Eine Frau sitzt am Tisch in der Nähe eines großen Kühlschranks und übt und schreibt und baut für ihre ZUHOERA. Sie schmiert und isst und schreibt und spielt und läuft und singt was das Zeug hält. Kein Bach, Gottschick, Purcell, Schaufelberger, Vulpius, oder Coburger ist vor ihr sicher. Gestochert wird mit der Stimmgabel in abgelaufenen Walsergedichten - Pudding. Die Eieruhr klingelt verspätet - Garstedter Dämmerung. Schneiden tut unser Goldstück alles, was das Klavier verändert - Toast Hawaii. Licht kommt aus dem Theaterhimmel - Grand Vin de Bordeaux. Das begabte Kind blättert sich durch das Klanggestrüpp der modernen Moderne und findet Schnipsel, Scherzi, Bauten, Blasmusiken, Fragmente, Kanons, heiße Luft, schnelle Veränderungen, hohe Stimmen, morsche Stücke, flotte Trios, und Haufen von Quintparallelen nach Texten von Dichtern und ohne solche. Seien Sie öffentlich. Werden Sie Mitglied. Lassen Sie sich verändern.

*

Angeblich wächst die Sentimentalität mit dem Alter, aber das ist Unsinn.
Mein Blick war von Anfang an auf die Vergangenheit gerichtet.
Als in Garstedt das Strohdachhaus abbrannte, als meine Mutter mir
die Buchstaben erklärte, als ich Wachsmalstifte zur Einschulung bekam
und als ich in der Voliere die Fasanenfedern fand, immer dachte ich zurück,
und immer wollte ich Stillstand, und fast jeden Morgen hoffte ich,
die schöne Dämmerung würde sich noch einmal wiederholen.



         
11. November 2016
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