FÜR NEUE MUSIK ZÜRICH
Programm

PROGRAMM 2020

   

August

         
29.08. 16:00   St.Gallen, Kesselhaus Josephsohn

Hommage à Josephsohn von Hanspeter Frehner
Version VI
Eine Klanginstallation für Flöte, Klarinette, Saxophon, Violoncello und 3 Percussionisten

ensemble für neue musik zürich

Hanspeter Frehner  Flöten
Manfred Spitaler   Klarinetten
Raphael Camenisch Saxophon
Nicola Romanò      Violoncello
Viktor Müller      Crotales
Lorenz Haas        Plattenglocken
Sebastian Hofmann  Buckelgongs
 
         

September

         
26.09. 20:00   Zürich, Kunstraum Walcheturm

AN MIT FÜR EUCH, UA
von und mit Christoph Coburger

ensemble für neue musik zürich

Hanspeter Frehner  Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Viktor Müller      Klavier
Sebastian Hofmann  Schlagzeug
Daniela Müller     Violine
Nicola Romanò      Violoncello

Christoph Coburger Leitung/Tasten/Gesang etc.
         

Oktober

         
31.10. 20:00   Zürich, Kunstraum Walcheturm

Memorial zum 10. Todestag

Franz Furrer-Münch (1924-2010)

Spiegel in Wachs, 1992, rev. 2005
für Flöte und Klarinette

Canzona
für Sopran und Ensemble

Legenden/Melismen, 2004
für Violoncello, Marimba und Schlagzeug

Aus dem Skizzenbuch
für Ensemble

Barbara Böhi     Sopran
Jürg Henneberger Leitung

ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner  Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Viktor Müller      Klavier
Lorenz Haas        Schlagzeug
Daniela Müller     Violine
Nicola Romanò      Violoncello
 
         

November

         
19.11.
20.11.
21.11.
22.11.
20:00
20:00
20:00
17:00
  Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm

„NEUES VOM WELTUNTERGANG“ UA
(nach einer Formulierung von Thomas Mann in Doktor Faustus)

Eine Operette von Johannes Marks für 4 Singende und kleines Ensemble

Johannes Marks / Musik und Regie
Florian Erdl / Leitung
Michael Eigenmann/Szene

Viviane Hasler/Sopran
Ruth Theresa Fiedler/Alt
Paul Lyon/Tenor
Chasper C. Mani/Bariton

ensemble für neue musik zürich

Hanspeter Frehner/Flöte
Manfred Spitaler/Klarinette
Junko Shioda /Klavier/Korrepetition
Lorenz Haas/Schlagzeug
Daniela Müller/Violine
Nicola Romanò/Violoncello

Gesetzt den Fall, dass wir tatsächlich in einer Zeit leben, in der es zum Äußersten kommt - sei es zur Klimakatastrophe, sei es zum Faschismus; dass wir tatsächlich Zeugen eines Phänomens werden, das man ein wenig großzügig den Weltuntergang nennen kann - welches Bild hätten spätere Generationen vom Leben in unserer Zeit?
Sie wären wohl überrascht, wenn sie sähen, wie alltäglich wir das aufziehende Grauen erleben - dass wir 'einfach so' weitermachen, arbeiten, fernsehen, telefonieren ... . Wo ist das Entsetzen? Wo bleibt das Aufbegehren?
Ein kleiner Beitrag des Aufrüttelns soll das Stück "Neues vom Weltuntergang" sein. Das Genre: nicht von ungefähr eine Operette, die ihren morbiden Charme ganz im Sinne des Tanzes auf dem Vulkan versprüht - denn szenisch wie musikalisch soll es nicht an den klassischen Zutaten Champagner, Kaviar und Liebe fehlen!
J.M.
         

Dezember

         
12.12. 20:00   Zürich, Kunstraum Walcheturm

Doppel-CD Taufe

Sebastian Gottschick

Programm nach Ansage
und
Die fünf Vokale (Purcell)
Reisekorb (Vulpius/ Bach)
Ich wollt’, ich hätte (Strauss)
Die Jungfrau und ihr Befreier (Wagner u.a.)


ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner  Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Philipp Meier      Klavier
Lorenz Haas        Schlagzeug
Daniela Müller     Violine
Nicola Romanò      Violoncello

Jeannine Hirzel        Sopran
Anna Trauffer          Kontrabass
Philipp Schaufelberger E-Gitarre
Sebastian Gottschick   Leitung

Charles E. Ives
Another Songbook


Sebastian Gottschick
Notturni


         

PROGRAMM 2021

   

Februar

         
 5.02. 20:00   Zürich, Kunstraum Walcheturm

Bruno Stöckli: «Getönt» (1997) Neufassung
für Flöte, Klarinette, Klavier, Schlagzeug, Violine, Violoncello

Galina Iwanowna Ustwolskaja: «Sonate Nr 4» für Klavier solo

Bruno Stöckli: «Souvenir» (2016) Neufassung
für Flöte, Klarinette, Klavier, Schlagzeug, Violine, Violoncello

Yoshua Neuman: „Klang aus der Steppe“ UA
für Flöte, Klarinette, Horn, Schlagzeug, Violine, Violoncello, Kontrabass

Bruno Stöckli: "Makadam" (2019) UA
für Flöte, Klarinette, Horn, Klavier, Schlagzeug, Violine, Violoncello, Kontrabass




ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner     Flöte
Manfred Spitaler      Klarinette
Aurélien Tschopp      Horn
Viktor Müller         Klavier
Lorenz Haas           Schlagzeug
David Sontòn-Caflisch Violine
Nicola Romanò         Violoncello
Daniel Sailer         Kontrabass

Bruno Stöckli         Leitung



Bruno Stöckli (1960) studierte am Konservatorium Zürich (Horn) und absolvierte die Ausbildung zum Kapellmeister an der Musikhochschule Basel. (Unterricht bei Antal Dorati, Horst Stein, Lothar Zagrosek, Raiph Weikert u.a.) Er studierte Komposition bei H. U. Lehmann und nahm an Kompositions-Workshops von Mauricio Kagel und Luciano Berio teil. Viele Jahre arbeitete er mit dem Ensemble für neue Musik, Zürich zusammen und leitete daneben das Ensemble Theater am Gleis TAG in Winterthur. Neben seiner kompositorischen Tätigkeit leitet er heute das Orchester der Stadt Burgdorf und unterrichtet an der alten und neuen Kantonsschule in Aarau, sowie an diversen Musikschulen. Lebt und arbeitet in Lenzburg.
 B.S.

Mit Bruno Stöckli arbeiten wir seit 1990 als Dirigent zusammen und wir haben seit 1994 9 Werke von ihm uraufgeführt. Makadam wird die zehnte UA sein.HPF

SOUVENIR I-III (2016)
Bruno Stöckli schreibt:
Souvenir: Erinnerungsstück.
Se souvenir (frz.): sich erinnern, gedenken.
Im Verlauf von Edgard Varèses Hyperprism taucht ein Akkord auf, der mich schon seit einigen Jahren beschäftigt. Nicht der Akkord als solcher fesselt unsere Aufmerksamkeit – seine Struktur ist nicht besonders interessant – vielmehr ist es die Art und Weise seines Auftauchens, die scheinbare Unmittelbarkeit, mit der er – wie viele Klangobjekte in Varèses Musik – in das zeitliche Gefüge eintritt: als reine Präsenz sozusagen, wie ein Meteorit, der scheinbar ohne Herkunft in die Ebene der Zeit einschlägt und der in Souvenir I-III einen vielfältigen Echo-Raum findet: so zu Beginn, wenn er, als erinnertes Objekt, in ritueller Wiederholung nichts als sich selbst erinnert (bis allmählich ein komplementäres Element das statische Geschehen belebt und schließlich mit seiner ornamentalen Gestik überwuchert); so in Souvenir II, wenn unser Akkord ein neues harmonisches Material generiert oder im dritten Teil seine homophone Struktur ganz in Figurationen auflöst.


„getönt“ (1997)
für Flöte, Klarinette, Klavier, Schlagzeug, Violoine, Violoncello

No.1 Qin
No.2 –
No.3 A Yaoshan Weiyan (751-834)
No.4 A Yaoshan Weiyan
No.5 –
No.6 A Anton Webern (1883-1945)
No.7 A Wolfgang Schulze (1913-1951)
No.8 Augenblick

Makadam (2019) UA
für Flöte, Klarinette, Horn, Klavier, Schlagzeug, Violine, Violoncello, Kontrabass

Klang aus der Steppe
Joshua Neuman wurde von Schostakowitsch als Schüler abgelehnt.
Er sammelte aber Handschriften seiner zeitgenössischen Komponisten: Skizzen, Partiturentwürfe, Kneipenrechnungen, alles, was die Kollegen nicht mehr brauchten.

In den 70ern, die genaue Jahreszahl lässt sich anhand der wenigen vorhandenen Dokumente nicht mehr ermitteln, wurde er wegen vorgeblicher Schizophrenie mit gemeingefährlichen Anteilen in ein Lager in Krasnojarsk (Sibirien) verbracht.
Dort schrieb er in wildem Eifer die mitgebrachten Werke seiner Kollegen wieder und wieder ab, veränderte hier und dort Details, gab den Stücken andere Titel, und eignete sich so in einer Weise, die in erstaunlicher Weise dem gleichzeitig in den USA entstehenden Re-enactment gleicht, die Erfindungen anderer Künstler an.
Unter ungeklärten Umständen wurde er, vermutlich von Mitinsassen seines Lagers auf grausame Weise zugerichtet, in den frühen Morgenstunden eines nebligen Herbsttages kopflos aufgefunden.

Seine Habseligkeiten wurden dem einzig auffindbaren Verwandten, einem Cousin zweiten Grades, überstellt, der bis zu seinem Tod mit den Papieren seinen Ofen heizte.
Mit der nach der Glasnost einsetzenden Erforschung der sowjetischen Psychiatrie-Geschichte wurden auch die wenigen noch auffindbaren Handschriften Neumanns gesichtet und in den kunsthistorischen Kontext eingeordnet.
Aufführungen seiner „Werke“ sind weiterhin selten, und finden meist im Rahmen wissenschaftstheoretischer Kongresse statt.
 
         

März

         
20.03. 20:00   Zürich, Kunstraum Walcheturm

LIEDER VON UND MIT ANNA TRAUFFER UND PHILIPP SCHAUFELBERGER

ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner/Flöte
Manfred Spitaler/Klarinette
Viktor Müller/Klavier
Lorenz Haas/Schlagzeug
Daniela Müller/Violine
Nicola Romanò/Violoncello

Franziska Brücker/Gesang
 
         

Juni

         
10.06.
11.06.
12.06.
13.06.
20:00
20:00
20:00
17:00
  Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm

Oper von und mit Leo Riegler

ensemble für neue musik zürich
Daniel Riegler/Leitung
 
         
         
29.06. 18:00   Zürich, Kunstraum Walcheturm

Gruss an Peter Regli
Reality Hacking

zwei Uraufführungen von Hanspeter Frehner
dazu
RH 202, 205, 209, 212, 218, 225, 226, 237

ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner  Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Viktor Müller      Klavier
Lorenz Haas        Schlagzeug
Daniela Müller     Violine
Nicola Romanò      Violoncello
 
         

September

         
18.09. 20:00   Zürich, Kunstraum Walcheturm

Some Songs von Hanspeter Frehner nach Texten von Chris Buenter
 
         

Oktober

         
28.10.
29.10.
30.10.
31.10.
20:00
20:00
20:00
17:00
  Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm

ODYSSEE UA
Die neue Oper von Jochen Neurath/Frank Düwel

ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner/Flöte
Manfred Spitaler/Klarinette
Viktor Müller/Klavier
Lorenz Haas/Schlagzeug
Daniela Müller/Violine
Nicola Romanò/Violoncello

Jürg Henneberger/Leitung
 
         

PROGRAMM 2022

   

August

         
27.08. 16:00   Giornico, La Congiunta

Hommage à Josephsohn, Version VII
 
         
1. Juni 2020
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