FÜR NEUE MUSIK ZÜRICH
Archiv

ARCHIV 2022

   

April

         
 8.04.2022
 7.04.2022
20:00
20:00
  Zofingen, Palass
Zürich, Kunstraum Walcheturm


Stöckli - Ustwolskaja - Neuman - Neurath




Bild
Bild: Vera Mattmann

Jochen Neurath N° 25. Daheim (Echos III)2021 für Klavier UA
Dreistimmige Invention mit obligatem Metronom.

Bruno Stöckli: «Getönt» (1997) Neufassung
für Flöte, Klarinette, Klavier, Schlagzeug, Violine, Violoncello

Galina Iwanowna Ustwolskaja: «Sonate Nr. 4» für Klavier solo

Bruno Stöckli: «Souvenir» (2016) Neufassung
für Flöte, Klarinette, Klavier, Schlagzeug, Violine, Violoncello

Yoshua Neuman: „Klang aus der Steppe“ UA
für Flöte, Klarinette, Horn, Schlagzeug, Violine, Violoncello, Kontrabass

Bruno Stöckli: "Makadam" (2019) UA
für Flöte, Klarinette, Horn, Klavier, Schlagzeug, Violine, Violoncello, Kontrabass

ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner/Flöte
Manfred Spitaler/Klarinette
Lorenz Raths/Horn
Viktor Müller/Klavier
Lorenz Haas/Schlagzeug
David Sontòn-Caflisch/Violine
Nicola Romanò/Violoncello
Daniel Sailer/Kontrabass

Bruno Stöckli/Leitung



Bruno Stöckli (1960) studierte am Konservatorium Zürich (Horn) und absolvierte die Ausbildung zum Kapellmeister an der Musikhochschule Basel. (Unterricht bei Antal Dorati, Horst Stein, Lothar Zagrosek, Ralph Weikert u.a.) Er studierte Komposition bei H. U. Lehmann und nahm an Kompositions-Workshops von Mauricio Kagel und Luciano Berio teil. Viele Jahre arbeitete er mit dem Ensemble für neue Musik, Zürich zusammen und leitete daneben das Ensemble Theater am Gleis TAG in Winterthur. Neben seiner kompositorischen Tätigkeit leitet er heute das Orchester der Stadt Burgdorf und unterrichtet an der alten und neuen Kantonsschule in Aarau, sowie an diversen Musikschulen. Lebt und arbeitet in Lenzburg.
 B.S.

Mit Bruno Stöckli arbeiten wir seit 1990 als Dirigent zusammen und wir haben seit 1994 9 Werke von ihm uraufgeführt. Makadam wird die zehnte UA sein. HPF



GETÖNT (1997), 8 Albumblätter

1. Qin
Die Qin ist eine alte chinesische Griffbrettzither. Sie war das klassische Instrument der Gelehrten, Maler und Dichter. Die Zartheit ihres Tones vermag sich nur schwer durchzusetzen, daher zielt sie weniger auf äußerliche Wirkungen, sondern war seit jeher für die private Meditation gedacht. Eine ihrer Besonderheiten sind die „leeren“ oder „stillen“ Töne: Nachdem ein gegriffener Ton auf der Saite angeschlagen worden ist, gleitet der Greiffinger zur Position des neuen Tones, der aber ohne weiteren Anschlag erklingt. Je länger ein solches Glissando dauert, desto leiser werden die Töne, bis sie schon nach dem dritten Ton unhörbar werden. Der Spieler fühlt also die Töne nur noch mit seinen Fingern und hört sie innerlich weiter.

2. (Ohne Titel)
Zwei Albumblätter für Yaoshan Weiyan
Als der hohe Beamte Li Ao den Zen-Meister Yaoshan Weiyan (751-834) in seiner Einsiedelei im Wald besuchte und um Unterweisung bat, ignorierte dieser den illustren Gast völlig. Derartig provoziert, äußerte der ungeduldig gewordene Würdenträger respektlos: „Euer Antlitz zu sehen ist weniger eindrucksvoll als euren Namen zu hören.“ (Yaoshans asketischer Körper war dürr wie der eines Kranichs.) Darauf erwiderte der Zen-Meister gelassen: „Wie könnte es Euch gelingen, das Auge zu verachten und das Ohr zu preisen?“ Li Ao verneigte sich beeindruckt und fragte: „Welches ist der rechte Weg {zur Erleuchtung}“? Yaoshan, hinter einem Steintisch sitzend, auf dem eine Vase mit einem blühenden Pflaumenzweig stand, antwortete, indem er mit einem Finger nach oben zeigte und mit der anderen Hand nach unten wies. Doch der Beamte verstand das seltsame Deuten nicht, so dass der Zen-Meister schließlich hinzufügte: „Die Wolken sind am Himmel, das Wasser ist in der Vase.“

3. Das Wasser ist in der Vase

4. Die Wolken sind am Himmel

5. Junkus effusus (Flatterbinse)
Aus dem starr aufrecht gewachsenen, jedoch elastischen Stängel sprießt als Blütenstand seitwärts eine zierliche Spirre, die wie ein Fähnchen flattert, wenn der Wind durch das Büschel fährt.

6. Gruss an Anton Webern
Anton Webern (1883-1945): österreichischer Komponist und unangefochtener Meister musikalischer Aphoristik.

7. Wolsmusik
Wols (1913-1951) war ein deutsch-französischer Maler und Fotograf. Er gilt als wichtiger Wegbereiter des Tachismus und des Informel. Seine Mischtechniken (insbesondere die „Grattage“, das Kratzen in die noch feuchte Farbe), haben mich zu einem akustischen Bild inspiriert.

8. Augenblick



SOUVENIR (2016)
Im Verlauf von Edgard Varèses Hyperprism taucht ein Akkord auf, der mich für längere Zeit beschäftigte. Jedoch nicht der Akkord an sich fesselte meine Aufmerksamkeit – seine Struktur ist nicht besonders interessant – vielmehr ist es die Art und Weise seines Auftauchens, die Unmittelbarkeit, mit der er – wie viele Klangobjekte in Varèses Musik – in das zeitliche Gefüge eintritt: als reine Präsenz sozusagen, wie ein Meteorit, der scheinbar ohne Herkunft in die Ebene der Zeit einschlägt und der in Souvenir einen Echo-Raum findet: so zu Beginn in vielfacher Wiederholung – die Erinnerung der Erinnerung der Erinnerung – bis allmählich ein komplementäres Element das statische Geschehen belebt und mit seiner ornamentalen Gestik überwuchert; so im zweiten Teil, wenn unser Akkord ein neues harmonisches Material generiert oder im dritten Teil seine homophone Struktur in Figurationen auflöst.



MAKADAM (2019)
Makadam: Straßenbelag, bestehend aus 3 Schichten verdichtetem Schotter mit verschiedenen Korngrößen, nach dem Erfinder, John Loudon McAdam (1756-1836) benannt.



Joshua Neuman wurde von Schostakowitsch als Schüler abgelehnt.
Er sammelte aber Handschriften seiner zeitgenössischen Komponisten: Skizzen, Partiturentwürfe, Kneipenrechnungen, alles, was die Kollegen nicht mehr brauchten.

In den 70ern, die genaue Jahreszahl lässt sich anhand der wenigen vorhandenen Dokumente nicht mehr ermitteln, wurde er wegen vorgeblicher Schizophrenie mit gemeingefährlichen Anteilen in ein Lager in Krasnojarsk (Sibirien) verbracht.
Dort schrieb er in wildem Eifer die mitgebrachten Werke seiner Kollegen wieder und wieder ab, veränderte hier und dort Details, gab den Stücken andere Titel, und eignete sich so in einer Weise, die in erstaunlicher Weise dem gleichzeitig in den USA entstehenden Re-enactment gleicht, die Erfindungen anderer Künstler an.
Unter ungeklärten Umständen wurde er, vermutlich von Mitinsassen seines Lagers auf grausame Weise zugerichtet, in den frühen Morgenstunden eines nebligen Herbsttages kopflos aufgefunden.

Seine Habseligkeiten wurden dem einzig auffindbaren Verwandten, einem Cousin zweiten Grades, überstellt, der bis zu seinem Tod mit den Papieren seinen Ofen heizte.
Mit der nach der Glasnost einsetzenden Erforschung der sowjetischen Psychiatrie-Geschichte wurden auch die wenigen noch auffindbaren Handschriften Neumanns gesichtet und in den kunsthistorischen Kontext eingeordnet.
Aufführungen seiner „Werke“ sind weiterhin selten, und finden meist im Rahmen wissenschaftstheoretischer Kongresse statt.

Nr.25 Daheim (Echos III) von Jochen Neurath (2021)
für Viktor Müller

Odysseus ist wieder daheim in Ithaka. Von seiner Gattin Penelope erlernt er die Kunst, Zwölftonreihen zu knüpfen. Nachts, wenn er von seinen Irrfahrten und den verstorbenen Gefährten träumt, trennt er die Reihen wieder auf. Das Mittelmeer trocknet aus und schrumpft zu einem Bach.

Jochen Neurath (1968)
studierte Komposition in Berlin und Hamburg.
Seitdem als freischaffender Komponist und Arrangeur tätig.
2001 – 2006 „Composer in Residence“ der Staatsoper Hannover.
2001 Schauspielmusik zu Nicolas Stemanns „Orestie“-Inszenierung am Schauspiel Hannover.
2003 Mitarbeit an Christoph Marthalers Projekt „Lieber Nicht“ an der Volksbühne Berlin. Musikalischer Berater und Arrangeur bei Produktionen von Anna Viebrock:
2002 in Zürich „In Vain“ mit Sylvain Cambreling und dem Klangforum Wien,
2005 in Berlin „Ohne Leben Tod“ mit Johannes Harneit.
2007 Kammerorchesterfassung von Bachs „Kunst der Fuge“ für die Sinfonietta Leipzig. Daraufhin Auftrag von Riccardo Chailly zur Orchestration von Bachs „Goldberg-Variationen“ für das Gewandhausorchester Leipzig, UA beim Bachfest Leipzig 2012.
2009 „Exposition“ für das Deutsche Guggenheim Berlin.
2014 „Gefrorene Träume“ in der Kilianskirche Heilbronn
2015 „Missa Sine Domine“ mit efnmz in der Kunsthalle Zürich.
2017 "Stimmen der Nacht" in Zürich, Solothurn, Heilbronn, Schwaigern mit efnmz
2017 Alban Berg, „Lulu“, Bearbeitung des III. Aktes für die Hamburgische Staatsoper, Dirigent Kent Nagano.
Jochen Neurath arbeitet seit 1995 regelmässig in vielen Projekten mit dem "ensemble für neue musik zürich" zusammen.



         

ARCHIV 2021

   

November

         
21.11.2021
20.11.2021
19.11.2021
16:00
20:00
20:00
  Zürich, Kunstraum Walcheturm/ausverkauft
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm


ODYSSEE UA
Eine musikalische Abschiedsreise
von Jochen Neurath und Frank Düwel





ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner        Flöten
Manfred Spitaler         Klarinetten
Viktor Müller            Klavier
Lorenz Haas              Schlagzeug
Daniela Müller           Violine
Nicola Romanò            Violoncello
Viviane Hasler           Sopran
Renate Berger            Mezzosopran
Emilie, Carla, Gabriele  Kinder
        
Jürg Henneberger         Leitung
Jochen Neurath           Komposition
Frank Düwel              Regie/Szene

Eine Schiffsbesatzung auf der ewigen Suche nach dem gegenwärtigen Klang.
Aus Gesprächen mit dem ensemble für neue musik zürich und Recherchen im Archiv seiner
36jährigen Aufführungsgeschichte entsteht eine melancholisch-humorvolle Revue.

Als Rückblick/Re-vue auf das langjährige Wirken des ensemble für neue musik zürich haben wir ein Musiktheater-Werk entwickelt, in dem die Musiker des ensembles selbst die Darsteller ihrer
Geschichte sind. Angelehnt an Homers Odyssee entwerfen wir die Irrfahrten einer Gemeinschaft, die sich dem Ziel verschworen hat, die Neue Musik über alle Klippen hinweg als lebendige Kunst auf unsicheren Gewässern erklingen zu lassen.

Wie Homers Epos aus 24 Gesängen besteht, so werden hier in 24 Szenen einer Revue die Abenteuer unserer Helden erzählt. Das wesentliche Mittel der Erzählung ist die Musik selbst, in der Jochen Neu-rath die Begebenheiten zu charakteristischen Klangkonstellationen verdichtet. In einem
konzentrierten Bühnenraum und durch reduzierte szenische Vorgänge macht Frank Düwel diese mu-sikalische Revue in Raum und Zeit erlebbar.

Die Stammbesetzung des ensembles wird ergänzt durch zwei Sängerinnen, deren szenische und
musikalische Ideen zwischen Göttinnen, Diven, Sirenen, aber auch Teilen der Schiffsbesatzung chan-gieren. Drei jugendliche Darstellerinnen spielen einerseits die Helden des ensembles in ihrer Jugend und andererseits die heutige junge Generation. Wir entwickeln das Projekt in der Ahnung, dass längst weitere Schiffe auf der Suche nach dem gegenwärtigen Klang auf dem Meer der Musik
unterwegs sind.


 
         
         
 7.11.2021 17:00   Zürich, Kunstraum Walcheturm


Doppel-CD-Taufe






Beide CDs sind 2020 erschienen und im Handel erhältlich.


Konzertprogramm:

Sebastian Gottschick (*1959)
Drei Gedichte und ein Dramolett von Robert Walser für Stimmen und Ensemble (2015-17)
(nach Henry Purcell, Melchior Vulpius, Johann Sebastian Bach, Richard Strauss, Richard Wagner u.v.a.)

I.   Die fünf Vokale (für Anna Viebrock)
II.  In dem Reisekorb oder Wäschekorb (für Anna Viebrock)
III. Ich wollt', ich hätte (für Anna Viebrock)
IV.  Die Jungfrau und der Befreier (für Lorenz Haas)

Charles Ives (1874-1954) 6 Lieder aus der neuen CD "Another Songbook"
Arrangement: Sebastian Gottschick

Ann Street, Remembrance, Maple Leaves, The Cage
The See’r, Grantchester

George Gershwin (1898-1937) Suite from Porgy and Bess
Arrangement: Sebastian Gottschick

I.    Bess You Is My Woman Now
II.   Buzzard Song
III.  It Ain't Necessarily So
IV.   Oh Bess
V.    Gone, Gone, Gone
VI.   My Man's Gone Now
VII.  I Want To Stay Here (I Loves You Porgy)
VIII. There's A Boat That's Leaving Soon For New York
IX.   Summertime

Anna Trauffer        Stimme, Kontrabass
Lorenz Haas          Stimme, Schlagzeug
Jeannine Hirzel      Sopran
Niklaus Kost         Bariton
Sebastian Gottschick Leitung

ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner    Flöte
Manfred Spitaler     Klarinette
Philipp Meier        Klavier
Daniela Müller       Violine
Nicola Romanò        Violoncello

 
         

September

         
19.09.2021
17.09.2021
17:00
20:00
  Pfungen, Ortschafft
Zürich, Kunstraum Walcheturm


Zutritt nur mit gültigem Covid-Zertifikat!

Slumber
Dämmerung für Ensemble und Singstimme

Eine musikalische Erkundung verschiedener Schlafzustände,
von Anna Trauffer und Philipp Schaufelberger.



ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner      Flöte
Manfred Spitaler       Klarinette
Philipp Schaufelberger Gitarre
Viktor Müller          Klavier
Lorenz Haas            Schlagzeug
Daniela Müller         Violine
Nicola Romanò          Violoncello

Franziska Bruecker     Gesang
Anna Trauffer          Szenografie

Silence Charlie Haden Lily forest Schaufelberger
nach einer Episode aus «Little Nemo» von Winsor McCay

Der Brief Trauffer
Ausschnitt aus «Le balcon» von Andreas Walser 1929

Harlemseele Trauffer
Verschränkung zwischen «Harlem nocturne» von Earle Hagen/Dick Rogers 1939
und «Die Seele ruht in Jesu Händen» von Johann Sebastian Bach 1725

Sportsman Schaufelberger
über ein Gedicht von H.C. Artmann

Live! Schaufelberger / Arr. Trauffer
nach einem Dialog aus dem Film «The Fugitive Kid» von Sidney Lumet

Night Trauffer
Aus «Grapes of wrath» von John Steinbeck

La Gloire Trauffer
Ausschnitt aus «Le balcon» von Andreas Walser 1929

Die Schlummermutter Trauffer Textcollage aus Schlafwörtern

Mind piece Schaufelberger
auf eine Textzeile aus Lennon/Mc Cartney's «I'm so tired»

Über meinen Schlaf Trauffer
aus «Wechselbalg» von Oskar Pastior, Gedichte 1977-1980

Schlaflieder Trauffer Liedteppich aus Schlafliedern

Lady's orchard Christoph Coburger / Arr. Trauffer
Text von P.S. nach Motiven aus Marlon Brandos Autobiographie

Just a line tonight Schaufelberger
Vertonung eines Tagebuchbriefes von Bonnie Parker an Clyde Barrow


Schlaflosigkeit und Ohnmacht, Opiumrausch und Übererschöpfung, Zustände am Rand des Bewusstseins beschäftigen Dichter und Denkerinnen seit jeher.
Vom insomniegeplagten Kafka zum lebensfrohen H.C. Artmann, von Winsor McKays frühen „Little Nemo“ Comics zu Texten aus Tagebüchern von Bonnie Parker haben wir eine Vielfalt von Berichten aus der Dämmerung gefunden.

Die als kürzere einzelne Stücke konzipierten Kompositionen reichen von einfachen Liedern hin zu somnambulen musikalischen Aktionen der Musiker, von Anna Trauffer liebevoll szenisch eingerichtet.
Als unsere Wunschsängerin erscheint Franziska Bruecker und melismiert, zusammen mit den wie sediert mitsummenden Musikern, Hadens Silence auf „Home“.

Grossformal passiert wohl zunächst das naheliegende, eine Zunahme der balladesken Unterspannung bis hin zum Stillstand. Wenn der Schlaf oder gar sein grosser Bruder aber da sind, beginnen die Abenteuer „in Slumberland“.
Spätestens, wenn Artmanns Morgengruss („die Sonne spielt Flügelhorn“) erklingt, reiben sich alle die Augen und wundern sich, wo sie jetzt gelandet sind.


Anna Trauffer und Philipp Schaufelberger
im September 2020




Materialien
Texte

Grapes of Wrath / John Steinbeck
Märchen vom Mann ohne Schlaf / Thomas Mann
Eine Lichtsekunde über meinem Kopf / Gerhard Meister
Little Nemo / Winsor Mc Kay
Über meinen Schlaf / Oskar Pastior
Der Balkon /Andreas Walser
Briefe, Tagebücher / Bonnie Parker
Brando / C.Coburger und Ph. Schaufelberger
Atemschaukel / Herta Müller

Ergänzende Musik zur Be- und Verarbeitung

I'm so tired / Lennon/McCartney
Nessun dorma / Puccini
Die Seele ruht in Jesu Händen / J.S. Bach
Silence / Charlie Haden


         

Juni

         
29.06.2021 21:00   Zürich, Kunstraum Walcheturm


Grüsse an Peter Regli - Eine Hommage



Ein musiktheatralisches Fest


"Gruss an PR" (2019/21) UA
von Hanspeter Frehner im Auftrag der Familie Märkli

"RegliilgeR" (2021) UA,

"218 A/B/C" (2021) UA

Konzertant: RH202 RH226 RH237


ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner/Flöte
Manfred Spitaler/Klarinette
Viktor Müller/Klavier
Lorenz Haas/Schlagzeug
Daniela Müller/Violine
Nicola Romanò/Violoncello

Laura Arici/Grussworte
Muta Moon (Floating Trips s.t.a.) / DJ-Set


Reality Hacking

         
         
13.06.2021
12.06.2021
10.06.2021
 9.06.2021
20:00
20:00
20:30
20:30
  Wien, Echoraum
Wien, Echoraum
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm


Vasektomie (2021) UA
Leo Riegler's neue Oper

Dauer: ca. 50'

"Eine Annäherung an die geliebte Form
des sich fortbewegenden Menschen


In tiefer musikalischer Traurigkeit
Abgeschnitten von der Realität
den Trieben unterworfener Begierden"








Leo Riegler/Gesang/Objekte
Billy Roisz/Video/Elektronik
Dieb13/Elektronik
Christine Gnigler/Blockflöte/Gesang/Objekte
David Meier/Schlagzeug
Christian Weber/Kontrabass

ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner/Flöte
Manfred Spitaler/Klarinette
Nicola Romanò/Violoncello
Viktor Müller/Klavier
Lorenz Haas/Schlagwerk/Gesang



Bereits 2015 arbeiteten das ENMZ und Leo Riegler gemeinsam an einem Musiktheater. In „Beyond Taste- Without Subtlety“ wurden Kompositionen von koenigleopold mit einem Libretto von Leo Riegler ineinander verwoben.

Bei der neuesten Zusammenarbeit „Vasektomie“ werden Improvisationen, (gesungen und gespielt am Klavier) frei in der Tradition der zweiten Wiener Schule, Transkribiert, Arrangiert und mit dem ENMZ Aufgeführt.

Das Projekt steht unter dem Begriff der konzertanten Video-Oper, in der Komposition, Libretto, Bühnenbild und Live-Video zur aufführung gebracht werden. Das Thema kreist um die Vasektomie. In diesem Fall, Sinnbild für das Abschneiden vorherschender kapitalistischer, faschistischer und patriachaler Machtstrukturen.

Um an die Opulenz einer Opernproduktion anzuknüpfen wird das Ensemble durch Billy Roisz, Dieb13, Christian Weber, David Meier und Christine Gnigler verstärkt. Sie bringen mit ihren improvisatorischen, elektronischen, barocken, videotechnischen Fähigkeiten eine erhebende Tiefe in die Komposition.








 
         

ARCHIV 2020

   

Oktober

         
31.10.2020 20:00   Zürich, Kunstraum Walcheturm


Memorial zum 10. Todestag
Franz Furrer-Münch (1924-2010)



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Liebe Freundinnen und Freunde des ensemble für neue musik zürich

Eine projektbeteiligte Person kam leider in Kontakt mit einer auf Covid-19 positiv getesteten Person und musste sich gestern Abend für 10 Tage in Quarantäne begeben.
Wir müssen das Konzert zu unserem grossen Bedauern absagen.
Obwohl eine vernünftige Planung in der aktuell sehr ungewissen Zeit schwierig ist, versuchen wir, eine Möglichkeit zu finden, das Konzert zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Möglicherweise schon Ende November.
Selbstverständlich werden wir Sie darüber rechtzeitig informieren.
Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund!



"verweht“ (2007) UA für Stimme, Pianoforte, Violoncello und Schlagzeug


„Spiegel in Wachs“ (1991) für Bassflöte und Bassklarinette

„aus dem Skizzenbuch“ I Satz
für Flöte, Klarinette, Schlagzeug, Klavier, Violine, Violoncello

„Legenden/Melismen“ (2004) für Violoncello, Marimba und Schlagzeug

„Canzona“ (2006) für Singstimme und Kammerensemble

Barbara Böhi     Sopran
Jürg Henneberger Leitung
Thomas Meyer Worte zu Franz Furrer-Münch

ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner  Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Viktor Müller      Klavier
Lorenz Haas        Schlagzeug
Daniela Müller     Violine
Nicola Romanò      Violoncello

Das ensemble für neue musik zürich veranstaltet zum 10. Todestag ein Memorial zu Ehren von FRANZ FURRER MÜNCH. Mit ihm waren wir seit 1992 in enger Zusammenarbeit und Freundschaft verbunden bis zu seinem Tode am 18.10.2010.
Wir präsentieren verschiedene Werke, die er für uns komponierte. Auch Barbara Böhi ist Widmungsträgerin und singt mit uns unter der Leitung von Jürg Henneberger, der zusammen mit uns viele Werke von FFM zur Uraufführung brachte.




         

September

         
26.09.2020 20:00   Zürich, Kunstraum Walcheturm


sonatine 20 - für euch, UA
von und mit Christoph Coburger




ensemble für neue musik zürich

Hanspeter Frehner    Flöte
Manfred Spitaler     Klarinette
Viktor Müller        Klavier
Sebastian Hofmann    Schlagzeug
Daniela Müller       Violine
Nicola Romanò        Violoncello

Christoph Coburger   Sprache und Gesang
Sebastian Gottschick Leitung

Die „Sonatine 20 - für Euch“ ist eigentlich ein Rondo. Ein ziemlich langes Rondo. Die A-Teile sind variiert, bzw. entwickelt. Die B-Teile handeln von meinen letzten Jahren. Eine sehr lose, aber derzeit für mich einleuchtende Vergegenständlichung in Musik. Gab’s auch alles schon.

Da, also in die Sonatine herein sind Sachen geschrieben, die können Sie „on the fly“ herausfinden, oder Sie hören einfach nur zu. Schlafen, oder dösen dabei geht natürlich auch. Alles kommt aus verschiedenen Zeiten und Zusammenhängen. Passt aber zusammen. Hab mir Mühe gegeben. Die Textschreiber sind Baudelaire, Baudrillard, Brando, Franzobel, Vvedenskij - alles Freunde von mir. Manche hab ich leider nie kennen gelernt, also die ersten drei und den fünften. Das stört mich aber nicht. Gibt ja zum Glück Bücher.

Ich singe, glaub zum ersten Mal mit dieser Band. Ich singe gern. Bin froh über die Einladung. Sehr froh. Vielleicht muss ich auch heulen zwischendurch. Wunderbare Leute sind das. Sehr gut eingespielt. Unvoreingenommen. Mitfühlend während meiner vielen Fehlversuche. Alle haben Sinn für das ziellose Treiben durch unser aller Schöne-Stellen-Kanon. Sie nehmen das freie Assoziieren ernst. Das wünscht sich jeder, der schreibt. Ich auch.

Ja, was soll ich noch sagen, viele gute Momente wünsche ich beim Zuhören.

Christoph Coburger




Christoph Coburger ist ein deutscher Komponist und Regisseur, machte sein Diplom bei Ulrich Leyendecker in Hamburg und arbeitet für Musiktheater, Konzertsaal, Oper, Sprechtheater, Radio, Performance, komponiertes Theater und selten Film.
Seine professionelle Theaterarbeit begann er im Alter von einundzwanzig Jahren auf der Kampnagelfabrik in Hamburg als Korrepetitor und Dirigent. Es folgte ein Engagement an der Staatsoper Hamburg (opera stabile).
1988 gründete er zusammen mit dem Komponisten Ernst Bechert das ensemble für
städtebewohner, dessen künstlerischer Leiter er bis 2009 war. Das Gründungskonzert fand mit den damals noch studierenden Ausnahmesängerinnen Angela Denoke und Christiane Iven unter der musikalischen Leitung von Marcus Theinert im Theater in der Kunsthalle / Thalia Theater) statt. Diese Company wurde in Wien, Zürich und Berlin mit erheblichen institutionellen Mitteln gefördert, sodass Coburger als Produzent, Regisseur und Komponist einige seiner wesentlichen Ausdrucksmittel in den Jahren 1999 bis 2009 entwickeln konnte.
Coburger arbeitete z.B. für Ruth Berghaus, Matthias Langhoff und Heiner Goebbels als Sounddesigner und Live-Elektroniker.
Unmittelbar nach dem Kompositionsstudium vertrat er als Inhaber und Geschäftsführer der Firma „skazzi“ für ein Jahr den europäischen Generalvertrieb der Firma „Wave frame“ aus Bolder USA. Hersteller und Entwickler einer der ersten digitalen Studiosysteme überhaupt. In diesem Zusammenhang betreute er Radio- und Aufnahmestudios in Deutschland, Luxemburg, Spanien, Ungarn, Schweiz hard- und softwareseitig auch als Designer und Techniker.
Seine Opern „Weils Kind schlafen will“, „Null Tote“, „Zwischenfälle“ und „Herr K und
Frau N“ wurden im Auftrag des Landestheater Linz, Dortmund (Ruhrtriennale/Off Limits) und Wien (NeueOperWien/Donaufestival) geschrieben und aufgeführt.
An Häusern wie Schauspielhaus, Kampnagelfabrik und Thalia Theater Hamburg, Burgtheater, WUK, Brut und Schauspielhaus Wien, Residenztheater und Kammerspiele München, Schauspielhaus und Theater am Neumarkt Zürich, Nationaltheater Mannheim,
Staatstheater Darmstadt, Staatstheater Saarbrücken, Théatres de la Ville de Luxembourg,
Linzer Landestheater, Schleswig-Holsteinisches Landestheater und Sinfonieorchester,
zuletzt mit Caspar Brötzmann an der deutschen Oper Berlin / Tischlerei und vielen andern
Orten hat Coburger bis heute mehr als 150 Stücke geschrieben und teilweise produziert. Auch von den Wiener Festwochen und den Zürcher Festspielen wurde er gebeten.
Mit den Regisseuren Peter Wittenberg (Die Präsidentinnen; Burgtheater) und Gerhard Willert (Baumeister Solness; Nationaltheater Mannheim) erfolgten Einladungen zum Theatertreffen Berlin 1995 und 96.
Weitere Regisseure waren, bzw. sind Wolfram Apprich, fishy (das schaufenster), Max Claessen, Joanna Lewitzka, Lore Stefanek, Ingo Kerkhof, Christopher Haninger, Elke lang, Ulrich Waller, Dietrich von Oertzen, Marco Wilms, Anita Makris, Sabine Löw, Martin Stiefermann, Sybille Broll-Pape, Dominik Graf, Lisa van Buren, Alexandra Holtsch, Verena Koch, Theresa von Halle, Sabine Mader, Christian Wittmann, Falk Richter, Hans Gratzer, Gintare Parulyte und Daan Milius.
Seine derzeit wichtigsten musikalischen Mitstreiter sind das Trio „Dead Letter Office“ mit Anna Trauffer und Philipp Schaufelberger und das „ensemble für neue musik zürich“ unter der künstlerischen Leitung von Hans Peter Frehner. Mit diesen Formationen verfolgt Coburger Coburger seit zehn Jahren partizipative Kompositions- und Interpretationsprojekte für Tonträger und Bühne. 2016 war das Dead Letter Office bei der Ruhrtriennale mit „Ansichten - nach 97 Postkarten" zu sehen.
Als Regisseur folgte er einer Einladung zum Impulse Festival 2002 (Narrenturm von Franzobel) und war Gewinner des Preises "Theaterzwang“ der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW.
Mit dem Dirigenten und Komponisten Sebastian Gottschick ist er seit nunmehr 15
Jahren künstlerisch eng verbunden. Coburger kollaboriert seit einigen Jahren mit den
Musikern Konrad Ullrich (Schlagzeug, electronic), Sven Kerschek (Gitarre, Bass), Gabriel
Coburger (Saxofon, Klarinette, Flöte), Matthäus Winnitzki (Keyboards) und Dirk Achim Dhonau
(Schlagzeug).
Christoph Coburger ist Vater zweier Kinder und lebt in Berlin.
 
         

August

         
29.08.2020 09:15   Zürich, St. Jakobskirche beim Stauffacher

UA "Partikel20" von Jochen Neurath


"Partikel20" unserer jetzigen Verfassung ist eine Meditation über das Entfernen, Überbrückung, und die Frage, was in der Leere enthalten wäre



ensemble für neue musik zürich

Hanspeter Frehner Piccolo

Manfred Spitaler  Bass-Klarinette

Raphael Camenisch Sopran-Saxophon
Adrian Häusler    Violine

Ivona Krapikaite  Viola
Nicola Romanò     Violoncello

Viktor Müller     Klavier
Lorenz Haas       Glockenspiel
Jochen Neurath    Dirigat


Das kurze Spiel beginnt pünktlich um 9:15 und dauert ca. 10'

freier Eintritt
 
         
         
29.08.2020 16:00   St. Gallen, Kesselhaus Josephsohn


Hommage à Josephsohn
Version VI

Eine Klanginstallation
von Hanspeter Frehner

für Flöte, Klarinette, Saxophon, Violoncello und 3 Percussionisten






ensemble für neue musik zürich

Hanspeter Frehner Flöten
Manfred Spitaler  Klarinetten
Raphael Camenisch Saxophon
Nicola Romanò     Violoncello
Viktor Müller     Crotales
Lorenz Haas       Plattenglocken
Sebastian Hofmann Buckelgongs

 
         

März

         
21.03.2020
20.03.2020
20:00
20:00
  Zofingen, Palass
Zürich, Kunstraum Walcheturm


Bild

LIEBES PUBLIKUM
UNSERE BEIDEN KONZERTE MUSSTEN WEGEN DES CORONAVIRUS LEIDER ABGESAGT WERDEN

Carte Blanche

Musik von Mehdi Hosseini (St.Petersburg)



Inertia (2014)
für Klarinette, Klavier, Geige und Cello

Inertia is the first of a set of works by the composer utilizing a system he developed called “monodies”. In this system Hosseini attempts to bring into relief the distinct function of the aggregate of all individual lines of the music – heard as a single horizontal complex.

Imbedded within this rather experimental approach is a set of time-honored principles derived from various oriental traditions – perhaps the most salient example of which can be found in the “dastgah” music system belonging to Persian music traditions.

Inertia contains an emergent form approximating both the common principles employed in the spontaneous compositional procedures of oriental music and practiced today in the field of audio synthesis.

Sârukhâni III (2016)
Für Flöte, Klarinette, Klavier, Geige, Bratsche, Cello und Schlagzeug
Based on folk music material of Kermânshâhân – Sahneh

Gahgeryu (2019) UA
Für Flöte, Klarinette, Schlagzeug, Klavier, Violine und Violoncello

ensemble für neue musik zürich

Hanspeter Frehner  Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Viktor Müller      Klavier
Lorenz Haas        Schlagzeug
Daniela Müller     Violine
David Schnee       Viola
Nicola Romanò      Violoncello

Bruno Stöckli      Leitung

Mehdi Hosseini (Seyed Mehdi Hosseini Bami) wurde 1979 im iranischen Teheran geboren. Hosseini begann seine musikalische Ausbildung im Iran, wo er unter der Anleitung von Farhad Fakhreddini, dem bekannten iranischen Komponisten und Gründer des iranischen Nationalorchesters, persische Musik und die Grundlagen der Komposition studierte. Nach seinem Studium im Iran beendete Hosseini sein Masterstudium am St. Petersburger Staatskonservatorium bei Professor Alexander Minatsakanian, einem Schüler von Schostakowitsch, und seinem Doktor der Musik (DMA) in Komposition bei dem Komponisten Sergei Slonimsky.

Darüber hinaus absolvierte Hosseini im Sommer 2007 einen Kompositionskurs an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien in Mürzzuschlag, Österreich, wo er bei dem britischen Komponisten und Pädagogen Nigel Osborne studierte. Er studierte bei den Komponisten Gennady Belov und Vladimir Tsitovich Grundprinzipien der Musikkomposition und arbeitete unter der Leitung von Professor Tatiana Bershadskaya an musiktheoretischen Problemen.

Seine Musik und sein Stil haben seine kreativen Fähigkeiten als Komponist und seine Forschungsfähigkeiten als Ethnomusikologe und Theoretiker unter Beweis gestellt. Hosseini hat sinfonische Musik und Kammerorchesterwerke für Ensembles und Solisten in verschiedenen Kompositionsgenres geschrieben. Seine Werke zeigen einen starken monodischen Musikeinfluss, der ursprünglich interpretiert und in einen persönlichen Stil eingearbeitet wurde.

Er benutzt das Wort Monodien oft nicht nur als Titel seiner Komposition, sondern auch als musikalischen Begriff; womit er die eigenschaften einzelner stimmstrukturen meint, die sich jeder musikalischen textur anpassen. Im Kern spiegelt seine Musik seine ständige Erforschung der erstaunlichen Vielfalt der orientalischen Musik wider, insbesondere der grundlegenden Komponenten der persischen Musik, der Struktur der Dastgah-Musik und der regionalen Musik des Iran, die die traditionellen Traditionen der Volksmusik abdecken in den verschiedenen Regionen des Iran und regionalen Gebieten.

Für sein Album „Monodies“ wurde Mehdi Hosseini 2013 vom iranischen Musikhaus mit dem Preis „Das beste Album des Jahres“ ausgezeichnet.

Seine Musik wurde von Orchestern und Ensembles wie dem Staatlichen Philharmonieorchester St. Petersburg, dem Staatlichen Akademischen Symphonieorchester St. Petersburg, dem Symphonieorchester des Opern- und Balletttheaters des Staatlichen Konservatoriums St. Petersburg und der Nordossetischen Staatssymphonie aufgeführt Orchester, Ensemble intercontemporain, Ensemble Namascae Lemanic Modern, Ensemble Unitedberlin, PluralEnsemble, Proton Bern, Ensemble für Neue Musik, Ensemble für Zeitgenössische Musik Moskau, eNsemble, Sound Ways, GAMEnsemble und mehr. Seine Werke wurden im Compozitor-Verlag (Russland) und im Donemus (Niederlande) veröffentlicht.

In den letzten Jahren hat sich Mehdi Hosseini aktiv an Projekten für zeitgenössische Musik in St. Petersburg und ganz Russland beteiligt. Seine Musik wird regelmäßig auf Festivals wie Sound Ways, St. Petersburger Musikfrühling, Contemporary East and West, Contemporary Past, Moskauer Herbst, Moscow Actual Music Festival „Another Space“ und anderen aufgeführt. Seine Musik wird im Mariinski-Theater, in den Konservatorien von Sankt Petersburg und Moskau, in Sankt Petersburg und in der Moskauer Philharmonie gespielt.

Mehdi Hosseini leistete 2011 einen unschätzbaren Beitrag zur Entwicklung der St. Petersburger Kulturszene, als er das St. Petersburger Zentrum für zeitgenössische Musik reMusik.org eröffnete. 2013 gründete und leitete er die Eröffnung des St. Petersburg International New Music Festival.

www.monodies.com


www.monodies.com



 
         

ARCHIV 2019

   

Dezember

         
 8.12.2019
 5.12.2019
17:00
20:00
  Biel, La Voirie
Luzern, Neubad

Welt verrückt von Tobias Meier


Grafik: Vera Mattmann

ensemble für neue musik zürich

Hanspeter Frehner Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Viktor Müller      Klavier
Sebastian Hofmann  Schlagzeug
Daniela Müller     Violine
Nicola Romanò      Violoncello


*thrghsttsfmttr

Valentine Paley (Vevey)         Tanz
Christian Windfeld (Aarhus, DK) Perkussion
Silvan Jeger (Zürich)           Kontrabass, Stimme
Tobias Meier                    Komposition/Inszenierung/Sounds

Philipp Schaufelberger (Zürich) Ton und Licht

Die Collage Welt verrückt bewegt sich zwischen wahnhaften und traumähnlichen Räumen, in denen unterschiedliche Realitäten co-existieren.

I «Alles so klein, so nahe, so nass» - bis sich die Wirklichkeit verrückt.
II «You are ok» - Intimität wird mir ins Ohr geflüstert. Virtuell die Wirbelsäule hinunter.
III Dekonstruktion und Rekonstruktion: Textüberbleibsel, Assoziationsstücke, Erinnerungslücken.


Tobias Meier


  

  
         

November

         
24.11.2019
23.11.2019
22.11.2019
17:00
20:00
20:00
  Pfungen, Ortschafft
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm

Welt verrückt von Tobias Meier


Grafik: Vera Mattmann

ensemble für neue musik zürich

Hanspeter Frehner Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Viktor Müller      Klavier
Sebastian Hofmann  Schlagzeug
Daniela Müller     Violine
Nicola Romanò      Violoncello


*thrghsttsfmttr

Valentine Paley (Vevey)         Tanz
Christian Windfeld (Aarhus, DK) Perkussion
Silvan Jeger (Zürich)           Kontrabass, Stimme
Tobias Meier                    Komposition/Inszenierung/Sounds

Philipp Schaufelberger (Zürich) Ton und Licht

Die Collage Welt verrückt bewegt sich zwischen wahnhaften und traumähnlichen Räumen, in denen unterschiedliche Realitäten co-existieren.

I «Alles so klein, so nahe, so nass» - bis sich die Wirklichkeit verrückt.
II «You are ok» - Intimität wird mir ins Ohr geflüstert. Virtuell die Wirbelsäule hinunter.
III Dekonstruktion und Rekonstruktion: Textüberbleibsel, Assoziationsstücke, Erinnerungslücken.


Tobias Meier


  

  
         

Oktober

         
18.10.2019 19:30   Zürich,Kosmos

„Resonance of a Space II“ von Hanspeter Frehner

Eine Festmusik

30 JAHRE Architekturbüro GIGON/GUYER

ensemble für neue musik zürich

Hanspeter Frehner, Flöte
Viktor Müller, Fender Rhodes
Philipp Schaufelberger, E-Gitarre
Lorenz Haas, Vibraphon, Percussion
Sebastian Hofmann, Turntables/Electronics/Percussion
Daniela Müller, Violine
Nicola Romanò, Violoncello
Dominique Girod, Kontrabass
         
         
 6.10.2019 16:00   Mouans-Sartoux (F), Schlosspark

Das Konzert in Mouans-Sartoux findet im Schlosspark direkt vor dem Zentrum für zeitgenöessische und konkrete Kunst statt.
Dieses Zentrum wurde vor 30 Jahren von Gottfried Honegger gegründet.

Hommage à Gottfried Honegger von Hanspeter Frehner




ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner    Flöte
Nicola Katz           Klarinette
Viktor Müller         Klavier
Lorenz Haas           Schlagzeug
Sebastian Gottschick  Violine
Nicola Romanò         Violoncello

Eine Hommage in 12 Sätzen, im Auftrag von Bettina Egger zum hundertsten Geburtstag ihres Vaters Gottfried Honegger, der am 12. Juni 2017 stattfinden wird.
Komponiert in seinem neunundneunzigsten Lebensjahr mit einer Gratulation zu seinem achtundneunzigsten Geburtstag.

01. Lieber
02. Gottfried
03. Honegger
04. Komma
05. wir
06. gratulieren
07. Ihnen
08. herzlich
09. zum
10. achtundneunzigsten
11. Geburtstag
12. Epilog: rot, blau, gelb, weiss, schwarz
 
         

September

         
29.09.2019 16:00   Zürich, Atelier Jürg Altherr, Turmstrasse 5 8952 Schlieren

Konzert in der Atelierausstellung
Jürg Altherr (1944-2018)



Hanspeter Frehner: „aiR“ (1996) für Flöte solo

William O. Smith: „Fragments“ (1977) for double Clarinet

Bernd Alois Zimmermann: "Toccata" aus der Sonate für Violine Solo (1951)

Franz Furrer Münch: "Rammentarsi" (2008) für Cello Solo

Lukas Stamm: “objects in mirror are closer than they appear” (2019)
Fassung für Flöte, Klarinette, Violine und Cello

Hanspeter Frehner: „white, uni, sonor“ (2006/2019)für Altflöte, Bassetthorn, Violine und Cello
UA neue Version

ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner Flöte
Manfred Spitaler  Klarinette
Daniela Müller    Violine
Nicola Romanò     Violoncello
 
         

Juni

         
22.06.2019 17:30   Winterthur, Villa Sträuli

MUSICA APERTA 20. JUBILÄUM

1. Konzert Version 1
2. Konzert Version 2

ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner - Flöte
Manfred Spitaler - Klarinetten
Daniela Müller - Violine
Nicola Romanò - Violoncello
Marco von Orelli - Trompete

Trios für variable Besetzung von Junghae Lee (Korea/Basel), Rudolf Kelterborn (Basel), Ralf Hoyer (Berlin), Cecilia Villanueva (Buenos Aires), Lukas Stamm (Luzern), Susanne Stelzenbach (Berlin), Martin Daske (Berlin)

7 Uraufführungen der 7 Aufträge von musica aperta - das sieht zunächst nach einem typischen Jubiläumsprogramm aus. Aber das spezielle ist, dass die Trios für variable Besetzungen geschrieben werden, und dass jedes Stück zwei- oder dreimal gespielt wird, in verschiedenen Besetzungen, die von den Interpreten gewählt werden - im Sinne ihrer kreativen Einbindung und stärkeren Mitbeteiligung am Erklingenden. Besonders prägnant wird dies sein, wenn grafische, verbale oder sonstwie unkonventionelle Notationen verwendet werden und wenn Marco von Orelli, der primär in der Improvisationsszene beheimatet ist, einen Part spielt. Der Hörer andererseits erfährt das gleiche Trio quasi aus verschiedenen Perspektiven, kann das Potential der Komposition erkennen.
Wir haben KomponistInnen ausgewählt, die in verschiedenen Beziehungen zu musica aperta stehen, die aus verschiedenen (Welt)-Gegenden stammen, verschiedene Stile und Generationen (geb.1931 bis 1994, also fast drei Generationen) repräsentieren. Und es freut uns sehr, dass alle zugesagt haben. Zwischen den beiden Konzerten wird ein Apéro riche serviert werden.

In Junghae Lees Verwandtschaft geht es darum, wie ein Interpret ein musikalisches Ereignis auffasst, nach individuellen Empfindungen formt und als eigene Interpretation an die andern weitergibt.

Rudolf Kelterborn (1931) schreibt zu seinem CHEMIN FANTASQUE: "Für mich war das Komponieren dieses kleinen Stücks äusserst anregend und spannend – und mit einem für mich ungewöhnlichen Zeitaufwand verbunden."

Lukas Stamm (1994) komponiert in objects in mirror are closer than they appear 17 Spiegelungen des ursprünglichen Klangobjekts. Von den Interpreten werden drei bis fünf dieser Spiegelbilder ausgewählt. Dadurch entsteht eine Vielfalt von Besetzungen und Kombinationen, ein musikalisches Spiegelkabinett.

Ralf Hoyers TrioTrio ist eine 3-stimmige Komposition für unterschiedliche Besetzungen, die den Interpreten ein großes Maß an improvisatorischen Freiheiten lässt. Jeder Instrumentalist spielt aus einer Einzelstimme und soll diese als einen Solo-Part betrachten. Gleichwohl bleibt das Aufeinander-Hören die Grundlage für eine gelungene Aufführung.

Martin Daske nennt im Titel Tinguelytude No. 5 die Inspirationsquelle seiner Werkreihe. Als Gegenpol zur variablen Besetzung steht die Konstante der Elektronik, komponiert aus Audioaufnahmen von Tinguelys Werken.

Für die Argentinierin Maria Ceclia Villanueva ist die Austauschbarkeit der Instrumente zugleich Einschränkung - so etwa in der Gestaltung der Klangfarben und beim Tonumfang - wie auch Inspiration zur Weiterentwicklung, indem sie Melodien auf verschiedene Stimmen aufteilt und die Musiker ihren Spielort tauschen lässt.

Susanne Stelzenbach schreibt: "AUF DÜNNEM EIS steht für eine instabile Situation. So geraten im Verlauf des Stückes leise, zerbrechliche Klänge und Geräusche ins Wanken und durchlaufen zum Teil chaotische Situationen. Nach mehreren Versuchen sich zu stabilisieren, gelingt eine Beruhigung, die dem Anfang gleicht und doch anders ist."



         
         
15.06.2019
14.06.2019
13.06.2019
12.06.2019
11.06.2019
20:00
20:00
21:00
21:00
21:00
  Fribourg, Centre Le Phénix
Chur, Postremise
Luzern, Neubad
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm


Bild: Vera Mattmann


«DIE NACHT DER BLAUEN BÜFFEL» VON DOMINIQUE GIROD UA

Komposition nach dem Gedichtzyklus „Piranda“
des siebenbürgischen Lyrikers Georg Scherg (1917-2002)
sowie Volksmusik aus Rumänien.

Eine Koproduktion von
ensemble für neue musik zürich
Ensemble Grünes Blatt
Vokalensemble Zürich

Piranda Ensemble

Irina Ungureanu    Sopran
Urs Weibel         Altus
Daniel Bentz       Tenor
Chasper Curo Mani  Bariton
Tiago Mota         Bass

Hanspeter Frehner  Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Matthias Spillmann Trompete
Sebastian Hofmann  Schlagzeug
Urs Vögeli         E-Gitarre
Raphael Loher      Klavier
Daniela Müller     Violine
Nicola Romano      Violoncello
Dominique Girod    Kontrabass

Peter Siegwart     Leitung

Michael Eigenmann  Lichtkonzept

Die drei Ensembles planen zusammen mit der rumänischen Sängerin Irina Ungureanu ein abendfüllendes Programm mit Gedichten aus dem Zyklus «Piranda» des siebenbürgischen Lyrikers Georg Scherg: Die Vertonungen der Gedichte durch den Zürcher Komponisten Dominique Girod für Sopran, vier Männerstimmen und 2 Instrumentalensembles werden verwoben mit Improvisationen, Bearbeitungen sächsischer Volksmusik aus Siebenbürgen, ebenso mit Volksmusik und mit alten monodischen Gesängen aus Rumänien.

Sich selber überrollende Rhythmen und Sprachkaskaden von greller Buntheit wechseln sich in Georg Schergs Gedichten mit Bildern von hypnotischer Tiefe ab, die aus Träumen entsprungen zu sein scheinen.
Die Herausforderung beim Vertonen dieser „Lieder“ besteht darin, die in ihnen bereits vorhandene musikalische Substanz nicht zu zerstören, sondern heraus zu schälen und zu Geltung zu bringen.
Die Kombination der drei Ensembles eröffnet ein Forschungsfeld und zugleich einen verlockenden Fantasieraum an der Schnittstelle zwischen Komposition, Interpretation und Improvisation.
Rumänische Volkslieder beschäftigen «Grünes Blatt» und die in Bukarest geborene Sängerin Irina Ungureanu seit Jahren. Im Umgang mit diesem archaischen Volksgut werden verschiedene kammermusikalische Situationen ausgelotet, Extreme gesucht, einander gegenüber gestellt und wieder vereint. Das Elementare und Schlichte mit dem Ausgefeilten, das kompositorisch Festgelegte mit dem Freien, das Heftige und Raue mit dem Zarten, das Traditionelle mit dem Neuen. Schergs Lyrik, die zwischen purer Lust an improvisatorischer Bewegungsenergie und sorgfältig komponierter Klangkunst pendelt, findet auch in der Musik ihre Entsprechung.
Dominique Girod
Durch die unterschiedlichen musikalischen Herkünfte der Beteiligten erhält dieses Projekt eine besondere Farbigkeit. Die Nacht der blauen Büffel mäandert von rumänischer Volksmusik zu neuer Musik, von Rock zu Jazz und freier Improvisation, ohne sich jedoch in einem modischen Crossover-Amalgam aufzulösen.
Das Lichtkonzept des Luzerner Lichtdesigners Michael Eigenmann läuft darauf hinaus, der wilden, mitunter Verwirrnis auslösenden Textebene eine Ruhe und langsame Kontinuität gegenüberzustellen.

Dieses Projekt verspricht ein musikalisches Zusammentreffen der ganz aussergewöhnlichen Art zu werden.









         

Mai

         
21.05.2019   St.Petersburg, International New Music Festival "reMusik.org"


Neue Musik von
CÉCILE MARTI          Violine plus five-Dancing Spectra UA
KATHARINA ROSENBERGER Blur UA
SVETLANA LAVROVA      Jitter UA

HANSPETER FREHNER     Clutter UA
MARTIN JAGGI          Enga EA
ALEXANDER RADVILOVICH Brouillage UA


ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner    Flöte
Nicola Katz          Klarinette
Philipp Meier        Klavier
Lorenz Haas          Schlagzeug
Annina Wöhrle        Violine
Nicola Romanò        Violoncello
Sebastian Gottschick Leitung





Das „ensemble für neue musik zürich“ wurde vor 2 Jahren von Mehdi Hosseini an sein International New Music Festival "reMusik" in St. Petersburg eingeladen.
Mit der Einladung aus St. Petersburg nahmen wir die Gelegenheit wahr, wieder einmal Werkaufträge für unsere Stammbesetzung Fl,Kl,Pf,Perc,Vl,Vc zu erteilen.
Beauftragt wurden die beiden Komponistinnen Cécile Marti und Katharina Rosenberger.
Das Programm wird ergänzt mit einem neuen Sextett von Hanspeter Frehner. Ausserdem hat uns Martin Jaggi sein neues Werk „Enga“, das er im Auftrag des „Ensemble ö“ komponierte (die UA fand am 6./7.5.18 in Basel und Chur statt) zur weiteren Verbreitung zur Verfügung gestellt.
2006 hatte Cécile Marti für unsere Konzerteihe „Junge Komponisten“ ihr Werk „Würfel“ komponiert. Wir haben in der Zwischenzeit ihren Weg als Komponistin verfolgt und sind überzeugt von ihrem Werk und haben ihr nach der langen Zeit erneut einen Auftrag für ein Neues Sextett erteilt.
Katharina Rosenberger hatte 2007 das „efnmz“ als „Orchester“ zu ihrer Video-Kammeroper
„X suite filante“ eingeladen. In der Folge hatten wir ihr 2009 einen Auftrag für unsere Konzerteihe „Komponistinnen“ erteilt und dieses Werk in 5 verschiedenen Orten uraufgeführt. Später entstand mit den beteiligten Komponistinnen (Noriko Hisada, Carmen Maria Carneci, Liza Lim) bei HatHut Records die CD „Women Composers“.
 
         

April

         
14.04.2019
13.04.2019
12.04.2019
14:00
20:00
20:00
  Zofingen, Palass
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm


Neue Musik von
CÉCILE MARTI          Violine plus five-Dancing Spectra UA
KATHARINA ROSENBERGER Blur UA
SVETLANA LAVROVA      Jitter UA

HANSPETER FREHNER     Clutter UA
MARTIN JAGGI          Enga EA
ALEXANDER RADVILOVICH Brouillage UA


ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner    Flöte
Nicola Katz          Klarinette
Philipp Meier        Klavier
Lorenz Haas          Schlagzeug
Annina Wöhrle        Violine
Nicola Romanò        Violoncello
Sebastian Gottschick Leitung





Das „ensemble für neue musik zürich“ wurde vor 2 Jahren von Mehdi Hosseini an sein International New Music Festival "reMusik" in St. Petersburg eingeladen.
Mit der Einladung aus St. Petersburg nahmen wir die Gelegenheit wahr, wieder einmal Werkaufträge für unsere Stammbesetzung Fl,Kl,Pf,Perc,Vl,Vc zu erteilen.
Beauftragt wurden die beiden Komponistinnen Cécile Marti und Katharina Rosenberger.
Das Programm wird ergänzt mit einem neuen Sextett von Hanspeter Frehner. Ausserdem hat uns Martin Jaggi sein neues Werk „Enga“, das er im Auftrag des „Ensemble ö“ komponierte (die UA fand am 6./7.5.18 in Basel und Chur statt) zur weiteren Verbreitung zur Verfügung gestellt.
2006 hatte Cécile Marti für unsere Konzerteihe „Junge Komponisten“ ihr Werk „Würfel“ komponiert. Wir haben in der Zwischenzeit ihren Weg als Komponistin verfolgt und sind überzeugt von ihrem Werk und haben ihr nach der langen Zeit erneut einen Auftrag für ein Neues Sextett erteilt.
Katharina Rosenberger hatte 2007 das „efnmz“ als „Orchester“ zu ihrer Video-Kammeroper
„X suite filante“ eingeladen. In der Folge hatten wir ihr 2009 einen Auftrag für unsere Konzerteihe „Komponistinnen“ erteilt und dieses Werk in 5 verschiedenen Orten uraufgeführt. Später entstand mit den beteiligten Komponistinnen (Noriko Hisada, Carmen Maria Carneci, Liza Lim) bei HatHut Records die CD „Women Composers“.
 
         

Januar

         
15.01.2019 17:30   Bern, Cinematte

Einladung Suter&Partner AG Architekten

Werkstattkonzert Bruno Stöckli

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Viktor Müller      Klavier
Sebastian Hofmann  Schlagzeug
Daniela Müller     Violine
Nicola Romanò      Violoncello

Bruno Stöckli      Komposition und Leitung


Konzert für Klarinette und kleines Ensemble (2012)

Rest (1999/2010)

Getönt (1997)
Nr. 1 Qin
Nr. 5 Juncus effusus
Nr. 6 Gruss an Anton Webern
Nr. 7 für Wolfgang Schulze
Nr. 8 Augenblick

         

ARCHIV 2018

   

November

         
17.11.2018
16.11.2018
15.11.2018
20:00
20:00
20:00
  Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zofingen, Palass



SONGS WITH AND WITHOUT WORDS
Charles Ives und Sebastian Gottschick

ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner    Flöte
Lorenz Raths         Horn
Anne Hinrichsen      Klavier
Philipp Meier        Klavier
Daniela Müller       Violine
Ariadne Daskalakis   Violine
Kirsten Harms        Viola
Nicola Romanó        Violoncello
Daniel Sailer        Kontrabass

Manfred Spitaler     Bassetthorn, Klarinetten
Lorenz Haas          Schlagzeug
Jeannine Hirzel      Sopran
Niklaus Kost         Bariton
Sebastian Gottschick Leitung


Charles Ives
Lieder und Instrumentalstücke, bearbeitet für Kammerensemble
von Sebastian Gottschick

Sebastian Gottschick
Whispers of Heavenly Death
Notturno II und III für Bassetthorn und Ensemble
Konzert für Schlagzeug und Ensemble

****

Der Schatz an Liedern von Charles Ives ist unerschöpflich, deswegen folgt nun die Fortsetzung des Ives Songbook. Unter anderem hat er eine Reihe von deutschen Texten vertont, die vor ihm schon große deutsche Komponisten als Vorlage benutzt haben; gegen kleinkarierte Kritiker, die das als Sakrileg betrachteten, verteidigt Ives „das Recht des Menschen auf das Vergnügen, in Musik auszudrücken, was immer er will.“ In Gottschicks Bearbeitungen treffen die Ivesschen Versionen auf ihre berühmten Vorbilder Brahms, Schumann, Schubert und Franz. – Im ersten Songbook wurden die Lieder durch kurze instrumentale Intermezzi unterbrochen; in der neuen Sammlung stellen wir drei größere Charakterstücke vor, in Arrangements für das „Ives-Ensemble“ aus drei Bläsern, drei Streichern, Schlagzeug und Klavier: „Over the Pavements“, Largo I (ursprünglich für Klarinette, Violine und Klavier) und Largo II, den zweiten Satz aus der vierten Violinsonate.

Die Beschäftigung mit Ives findet ihren unmittelbaren Widerhall in Gottschicks eigener Musik, etwa in der Schichtung verschiedener zeitlicher, tonaler, rhythmischer oder auch stilistischer Ebenen. „Whispers of Heavenly Death“ ist die Vertonung zweier Gedichte von Walt Whitman, dem großen Zeitgenossen von Ives, den dieser sehr verehrt und den er in einem eigenen Lied, „Walt Whitman“ porträtiert hat. – Wie hier, so ist auch in vielen anderen von Gottschicks Kompositionen zudem Bach gegenwärtig: Das Concertino für Schlagzeug besteht aus – sehr freien – Bach-Bearbeitungen: der Partita h-moll für Violine Solo – hier für erweitertes Vibraphon; der Sarabande aus der dritten Cello-Suite, hier für gestrichene chromatische Becken; und des 3. Satzes aus dem Violinkonzert E-Dur, für „Loriphon“, ein eigens gebautes Instrument aus verschiedenen Fell-, Metall- und Holzinstrumenten mit Tonhöhen.
Auch die Notturni für Bassetthorn und Ensemble nehmen direkten Bezug auf alte Musik: „Recordare“ aus Mozarts Requiem und auf Bergs Violinkonzert im „Andenken an einen Engel“. „Die Blümelein, sie schlafen“ ist ein Volkslied, das Brahms vertont hat; am Schluss des Stücks begegnen sich ein versunkenes Bach-Präludium und Fragmente von Chopin-Nocturnes.



         

September

         
 1.09.2018 16:00   Giornico, TI

In Memoriam Hans Josephsohn


Zeichnung: Peter Märkli

LA CONGIUNTA
Haus für Reliefs und Halbfiguren von Josephsohn

Hans-Peter Frehner
Hommage à Josephsohn Version V

Eine Klanginstallation für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und 3 Percussionisten

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner  Flöte
Martin Sonderegger  Klarinette
Daniela Müller      Violine
Nicola Romanò       Violoncello
Viktor Müller       Crotales
Lorenz Haas         Röhrenglocken
Sebastian Hofmann   Plattenglocken

 
         

Juni

         
 1.06.2018 20:00   Zofingen, Palass

as a matter of sound

Anda Kryeziu und Lukas Stamm

 
In Zusammenarbeit mit dem Forum für Neue Musik Luzern hat das Ensemble für Neue Musik Zürich der jungen Komponistin Anda Kryeziu (*1994) und dem jungen Komponisten Lukas Stamm (*1994) Kompositionsaufträge für einen gemeinsamen Abend erteilt.

Zwei neue Kompositionen von Anda Kryeziu und Lukas Stamm werden uraufgeführt, doch nicht in einem klassischen Konzert, vielmehr wird das ganze Programm des Abends von den beiden Komponisten gestaltet. Durch elektronische Klänge, Licht und szenische Anweisungen entsteht eine Konzert-Installation, in welche die Uraufführungen der Ensemblestücke eingebettet werden.

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner   Flöte
Manfred Spitaler     Klarinette
Philipp Meier        Klavier
Lorenz Haas          Schlagzeug
Sebastian Hofmann    Elektronik/Perkussion
Annina Wöhrle        Violine
Nicola Romanò        Violoncello
Justin Robinson und
Jan Gubser           Klangregie
Jürg Henneberger     Leitung

Anda Kryeziu


Lukas Stamm









         

Mai

         
31.05.2018
29.05.2018
17.05.2018
20:00
20:00
20:00
  Schaffhausen, Haberhaus
Luzern, Neubad
Zürich, Walcheturm

as a matter of sound

Anda Kryeziu und Lukas Stamm

 
In Zusammenarbeit mit dem Forum für Neue Musik Luzern hat das Ensemble für Neue Musik Zürich der jungen Komponistin Anda Kryeziu (*1994) und dem jungen Komponisten Lukas Stamm (*1994) Kompositionsaufträge für einen gemeinsamen Abend erteilt.

Zwei neue Kompositionen von Anda Kryeziu und Lukas Stamm werden uraufgeführt, doch nicht in einem klassischen Konzert, vielmehr wird das ganze Programm des Abends von den beiden Komponisten gestaltet. Durch elektronische Klänge, Licht und szenische Anweisungen entsteht eine Konzert-Installation, in welche die Uraufführungen der Ensemblestücke eingebettet werden.

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner   Flöte
Manfred Spitaler     Klarinette
Philipp Meier        Klavier
Lorenz Haas          Schlagzeug
Sebastian Hofmann    Elektronik/Perkussion
Annina Wöhrle        Violine
Nicola Romanò        Violoncello
Justin Robinson und
Jan Gubser           Klangregie
Jürg Henneberger     Leitung

Anda Kryeziu


Lukas Stamm









         

April

         
22.04.2018 18:00   Odessa Regional Philharmonic Society GRAND HALL, Festival 2d2n

Yevhen Stankovych „Mirages“ (2014) für Fl, Kl, Vib, Pf, Vl, Vc
(Ukrainian Première)

Anna Trauffer Songs (2011-17) für Sopran und Ensemble (arr. S. Gottschick) A Major As Sol (A.Trauffer), Ef As E Be Be, Lover (Tennessee Williams), Ha Be Ha As (A. Trauffer)

Lukas Langlotz „Zweigung“ (2016) für Klavier und Ensemble (2016)

Anna Trauffer Songs (2017) für Sopran und Ensemble
Gentle Lady (James Joyce), Beatrice (Raphael Urweider), Passacaglia, Mandelbaum (Paul Celan)


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner     Flöte
Manfred Spitaler       Klarinette
Viktor Müller          Klavier
Philipp Schaufelberger E-Gitarre
Lorenz Haas            Perkussion/Stimme
Catriona Bühler        Sopran
Nicola Romanò          Violoncello
Sebastian Gottschick   Violine/Viola/Leitung



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ANNA TRAUFFER: SONGS


A MAJOR A SOL


A E Ges, D E C A Sol,        I guess, they see a soul,
E C, E C!                    easy, easy!
Es D E Ges Es Mi,            as they guess as me,
A E C A Major A Sol, A Sol.  I see a major asshole, asshole.
A E Ges, His A Major A Sol.  I guess, he`s a major asshole.

Anna Trauffer


EF AS E BE BE

Ef As E Be Be,           Effacer Bébé,
Di Re Mi Mi A Mi Di.     dirait Mimi à midi.
Be Be A Si Si,           Bébé à Sissi,
La De Es A Do Re.        la Déesse adorée.

Anna Trauffer

LOVER

You were a wonderful lover...
Such a wonderful person to go to bed with,
and I think mostly because
you were really indifferent to it.
Isn’t that right?
Never had any anxiety about it,
did it naturally, easily, slowly,
with absolute confidence and
perfect calm, more like
opening a door for a lady
than giving any expression to any longing for her.

Tennessee Williams

HA BE HA Ss A EF FA TI

Ha Be Ha As A Ef Fa Ti                         Habe Hass auf Vati
So Fis, So Fis!                                So fies, so fies!
A De Fa Ti, A De!                              Ade Vati, Ade!
Ais E Ges Ais, Ha As Ti Ges Ais, Ti Fes Ais;   Eisiges Eis, hastiges Eis, tiefes Eis;
Re De, Re De Mi Ti Mi A!                       Rede, rede mit mir!

Anna Trauffer


GENTLE LADY

Gentle lady, do not sing sad songs about the end of love,
lay aside sadness, and sing how love that passes is enough.

Think about the long deep sleep of lovers that are dead,
and how, in the grave, all love will sleep: love is aweary now.

James Joyce


BEATRICE

Beatrice [M hm?]
ich singe wenn niemand mich hört. [Ah ja!]
Ich [Du...] ersinne Deine Namen mit leiser Stimme.
[... hast ne leise Stimme, wie gehts?]
Mir geht es gut Beatrice danke [Bitte!]
[Was machst Du?] Ich summe [Ah ja?!]
und trage Dich nicht nur auf Lippen. [sondern?]
Ich stosse Dich auch aus voller Lunge
aus mir heraus und liebe Dich aus der Erinnerung
als hohen Ton im Kopf im Ohr,
ich höre Beatrice Dich mir an. [Ich sage nichts]

Raphael Urweider



EINE GAUNER- UND GANOVENWEISE
GESUNGEN ZU PARIS EMPRÈS PONTOISE
VON PAUL CELAN
AUS CZERNOWITZ BEI SADAGORA



Damals, als es noch Galgen gab,
da, nicht wahr, gab es
ein Oben.

Wo bleibt mein Bart, Wind, wo
mein Judenfleck, wo
mein Bart, den du raufst?

Krumm war der Weg, den ich ging,
krumm war er, ja,
denn, ja,
er war gerade.

Heia.

Krumm, so wird meine Nase.
Nase.

Und wir zogen auch nach Friaul.
Da hätten wir, da hätten wir.
Denn es blühte der Mandelbaum.
Mandelbaum, Bandelmaum.
Mandeltraum, Trandelmaum.
Und auch der Machandelbaum.
Chandelbaum.

Heia.
Aum.

Envoi

Aber,
aber er bäumt sich, der Baum. Er,
auch er
steht gegen
die Pest.

Paul Celan
         
         
21.04.2018 20:00   Odessa Regional Philharmonic Society GRAND HALL, Festival 2d2n

Hello Mellow Tone
Philipp Schaufelberger




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In Hello Mellow Tone stehen sich die beiden Klangkörper Ensemble und Duo Gitarre/Schlagzeug gegenüber. Das zur Verfügung stehende musikalische Material umfasst somit die ganze Bandbreite zwischen freier Improvisation und fertig Ausnotiertem.
Dabei ist ein - möglicherweise Bouvard und Pécuchetsches - Anliegen, die Annäherung und Durchdringung der vermeintlichen Stammdisziplinen: die von Sebastian Gottschick fürs Ensemble orchestrierte Transkription einer Duo-Improvisation als wahre formale Kühnheit, die Duoversion eines Jazzklassikers als hohe Interpretationskunst.

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner     Flöte
Manfred Spitaler       Klarinette
Viktor Müller          Klavier
Lorenz Haas            Perkussion/Voice
Sebastian Gottschick   Viola/Leitung
Nicola Romanò          Violoncello
Márcio de Sousa        Perkussion
Philipp Schaufelberger E-Gitarre





Insgeheim träumt jeder Jazzmusiker vom Soloalbum "with Strings"!
Ist vielleicht die Carte Blanche für einen Abend mit dem ENMZ die langersehnte Chance?
Per Hausbesuch werden die Ensemblemitglieder zu Ihrem jeweiligen Lieblinsstück von Duke Ellington befragt, ein versierter Trommler womöglich dazugemietet.
Dann ist doch alles nicht so einfach. Während die Arrangements fürs Ensemble anfänglich nicht recht zum Swingen kommen, im Verlauf des Abends aber an Charme gewinnen, verheddert sich der zunächst noch eloquent wirkende Gitarrist zusehends im Dschungel des Neue-Musik-Vokabulars.
Eine konzertante Erforschung der Abgründe zwischen Wunsch und Wirklichkeit auf der Folie von Flauberts "Bouvard et Pécuchet", den Urvätern grandiosen Scheiterns.
Zwischen alldem hört man gelegentlich den Bus an der Haltestelle vorm Haus des Flötisten abfahren. Noch ein verpasster Anschluss!

Seit den frühen 90er Jahren tourt Philipp ausführlich durch die weite Welt des Jazz.
Als langähriges Mitglied der Bands von Harald Haerter, Pierre Favre und Lucas Niggli trat er an vielen grossen Festivals auf und bereiste manches Land.
Daneben pflegt er immer auch eigene Bands, zb. Trios mit Bänz Oester, Norbert Pfammatter oder Samuel Rohrer und das Duo mit Pierre Favre.
Als Gästen der erwähnten Working Bands oder in anderen Zusammenhängen durfte Philipp Musikern wie Dewey Redman, Micheal Brecker, Paul Motian, Kenny Wheeler, Arthur Blythe und Greg Osby begegnen.

Als Komponist und Produzent veröffentlichte Philipp Musik für zahlreiche Hörspielproduktionen Deutscher und Schweizer Radios.
Er erhielt Kompositionsaufträge verschiedender zeitgenössischer Ensembles (Ensemble Tzara, Simona Ryser, Ens. Metanoia, Ensemble Werktag) und schreibt ebenso für Film und Bühne.
Wichtige Gemeinschaftsarbeiten sind "measured & detale" mit Daniel Mouthon und "97 Ansichten" mit Anna Trauffer und Christoph Coburger.

Als Interpret zeitgenössischer Musik arbeitet Philipp regelmässig mit dem Ensemble für Neue Musik Zürich und den Komponisten Daniel Mouthon und Jörg Köppl.
 
         
         
 6.04.2018 20:00   Zürich, Kunsthalle

Kunsthalle Special Nr. 17

The Church (Rob Pruitt)

Infos zur Ausstellung

Klanginstallation XII (2018)UA von Hans-Peter Frehner
„15 Jahre reformiert - Psalm 25 – eine Erinnerung“
Eine Collage für Flöte, Violine, Violoncello, Klavier, Vibraphon, E-Gitarre, Elektronik und Zuspielband.
Hans-Peter Frehner hat erneut zu einer aktuellen Ausstellung in der Kunsthalle Zürich eine Klanginstallation komponiert.

„In meiner Collagen-Konstruktion erinnere ich mich musikalisch an meine frühe Jugend, als ich noch in die Kirche ging.“
Dazu spielt das Ensemble Echos und Improvisationen.



ensemble für neue musik zürich
Viktor Müller          Klavier
Daniela Müller         Violine
Nicolas Romanò         Violoncello
Lorenz Haas            Vibraphon
Philipp Schaufelberger E-Gitarre
Sebastian Hofmann      Electronik/Perkussion
Hanspeter Frehner      Flöten/Leitung
Ganzerplatz Zuspielband



         

März

         
17.03.2018 17:00   Lugano Massagno, LUX art house

„so nicely brightly“
von Mathias Steinauer (1959)






con sordino - fadenscheinig op. 25 (2010) per clarinetto solo

come un meccanismo mentale (2009/14) op. 23b
...come colonna sonora per i film "Pas de deux" (1968) e "Le merle" (1959) di Norman McLaren

kurzkurz© (Live at Carnegie) op.24 (2009) per pianoforte.

so nicely brightly op.30 (2014/15) per sette strumenti e proiezioni.
Kaleidosop

Klangfäden.einzeln (op.17.1) per flauto, clarinetto, pianoforte, percussione, violino e violoncello (1999/2005)

so nicely brightly op.30 (2014/15) per sette strumenti e proiezioni.
A part of the flock

Champ de mai (2000/02) op.18 per flauto, clarinetto, pianoforte, percussione, violino e violoncello


Scuola di danza LO SPAZIO INVERSO, Tesserete

ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner     flauto
Manfred Spitaler       clarinetto
Lorenz Haas            percussione
Annina Wöhrle          violino
Nicola Romanò          violoncello
Philipp Meier          pianoforte
Sergej Tchirkov        fisarmonica
Sebastian Gottschick   direzione

Elena Steinauer e Elena Boillat     coreografie
Mathias Steinauer                   tecnica



 
         
         
10.03.2018
 8.03.2018
 4.03.2018
 3.03.2018
 2.03.2018
 1.03.2018
19:30
20:00
18:30
20:00
20:00
20:00
  Pfungen, Ortschafft Kultur
Ilanz, Cinéma Sil Plaz
Luzern, Sousol Klubkonzerte
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zug, Gewürzmühle

Hello Mellow Tone
Annäherungen
Philipp Schaufelberger





In Hello Mellow Tone stehen sich die beiden Klangkörper Ensemble und Duo Gitarre/Schlagzeug gegenüber. Das zur Verfügung stehende musikalische Material umfasst somit die ganze Bandbreite zwischen freier Improvisation und fertig Ausnotiertem.
Dabei ist ein - möglicherweise Bouvard und Pécuchetsches - Anliegen, die Annäherung und Durchdringung der vermeintlichen Stammdisziplinen: die von Sebastian Gottschick fürs Ensemble orchestrierte Transkription einer Duo-Improvisation als wahre formale Kühnheit, die Duoversion eines Jazzklassikers als hohe Interpretationskunst.

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner     Flöte
Manfred Spitaler       Klarinette
Viktor Müller          Klavier
Lorenz Haas            Perkussion/Voice
Sebastian Gottschick   Viola/Leitung
Nicola Romanò          Violoncello
Christian Wolfarth     Perkussion
Philipp Schaufelberger E-Gitarre/Komposition











         

ARCHIV 2017

   

Dezember

         
21.12.2017
20.12.2017
19.12.2017
18.12.2017
20:00
20:00
20:00
20:00
  Zürich, Miller's
Zürich, Miller's
Zürich, Miller's
Zürich, Miller's

A CHRISTMAS CAROL
EINE GEISTERGESCHICHTE ZUM CHRISTFEST

WEIHNACHTSMUSIK FÜR SECHS MUSIKER UND ACTIONZEICHNER




Tickets



Mehr Infos

Walther Giger      Musik
Ulrich Scheel      Comix Szene

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner    Flöte
Manfred Spitaler      Klarinette
Philipp Meier         Klavier
Lorenz Haas           Schlagzeug
Sebastian Gottschick  Violine
Nicola Romanò         Violoncello

Ulrich Scheel




A Christmas Carol
eine Weihnachtsmusik für Instrumentalensemble und einen Action-Zeichner
von Walther Giger
A Christmas Carol in Prose, Being a Ghost-Story of Christmas (ein Weihnachtslied in
Prosa oder eine Geistergeschichte zum Christfest) ist eine Erzählung von Charles
Dickens. Sie handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten, grantigen Geizhals, der in einer
einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und
dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu
ändern.
Meine Komposition für sechs Instrumente verstehe ich als Tonspur zu einem imaginären
Stummfilm. Sie gibt in fünf Sätzen meine Eindrücke des Grotesken, nächtlich
Geisterhaften und die feierlich melancholische Atmosphäre in Dickens‘s Erzählung wieder.
Die Musik zitiert und entwickelt sich aus Stantipes (Stampftanz), englischer Fanfare und
Kirchenchoral im formalen Spannungsfeld zwischen rezitativischer Stagnation und
rhythmisch tänzerischer Stringenz.
Der Illustrator Ulrich Scheel visualisiert live die Erzählung von Dickens, zeichnet simultan
Bildsequenzen zur gespielten Musik. Auch er inspiriert sich an der literarischen Vorlage,
setzt sie frei assozierend in Form eines Szenenbuches (Storyboards) um.
Er ist auch improvisierender Mitmusiker mit der Feder als Instrument, er reagiert auf
musikalische Momente, Klänge, Rhythmen, und zeichnet beispielsweise den Musiker, der
gerade eine auffällige Passage spielt, an die Seite einer literarischen Figur.
Beide Medien, die Musik, das Visuelle bewegen sich im gleichen Zeitraum, schaffen
Analogien, ohne aufeinander angewiesen zu sein. Es ist auch nicht die Idee, dass das
Visuelle die Stimmung der Musik (oder umgekehrt) „abbilde“. Und doch enststeht eine
funktionale und inhaltliche Verbindung zwischen Bild und Musik, die sich bei jeder
Aufführung anders manifestiert.
         

November

         
26.11.2017
25.11.2017
24.11.2017
20:00
19:00
20:00
  Köln, Alte Feuerwache
Hamburg, Freie Akademie der Künste
Berlin, Acker Stadt Palast

ZUHOEAN
von CHRISTOPH COBURGER
und SEBASTIAN GOTTSCHICK




ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner   Flöten
Manfred Spitaler     Klarinetten
Viktor Müller        Klavier
Daniela Müller       Violine
Nicola Romanò        Violoncello
Lorenz Haas          Perkussion
Anna Trauffer        Stimme

Sebastian Gottschick Leitung

Raum Zeitung Liebe Jahrzehnt Gegend Eigentum Schlaf Poesie Arbeit Reise
Größe Leben Klappe Mensch Wüste Eigenart Weg Kind Unwucht ZUHOEAN
Anspruch Ballung Gehen Kritik Sachen Moment Rede Tuch Film Welt
Punkt Stellung Haufen Wirkung Kahn Wendung Handel Vater Bahnfahrt Zustand
Öffnung Ende Zeit Straße Abend Haut Wert Fall Schwarz Wort.

Eine Frau sitzt am Tisch in der Nähe eines großen Kühlschranks und übt und schreibt und baut für ihre ZUHOERA. Sie schmiert und isst und schreibt und spielt und läuft und singt was das Zeug hält. Kein Bach, Gottschick, Purcell, Schaufelberger, Vulpius, oder Coburger ist vor ihr sicher. Gestochert wird mit der Stimmgabel in abgelaufenen Walsergedichten - Pudding. Die Eieruhr klingelt verspätet - Garstedter Dämmerung. Schneiden tut unser Goldstück alles, was das Klavier verändert - Toast Hawaii. Licht kommt aus dem Theaterhimmel - Grand Vin de Bordeaux. Das begabte Kind blättert sich durch das Klanggestrüpp der modernen Moderne und findet Schnipsel, Scherzi, Bauten, Blasmusiken, Fragmente, Kanons, heiße Luft, schnelle Veränderungen, hohe Stimmen, morsche Stücke, flotte Trios, und Haufen von Quintparallelen nach Texten von Dichtern und ohne solche. Seien Sie öffentlich. Werden Sie Mitglied. Lassen Sie sich verändern.

*

Angeblich wächst die Sentimentalität mit dem Alter, aber das ist Unsinn.
Mein Blick war von Anfang an auf die Vergangenheit gerichtet.
Als in Garstedt das Strohdachhaus abbrannte, als meine Mutter mir
die Buchstaben erklärte, als ich Wachsmalstifte zur Einschulung bekam
und als ich in der Voliere die Fasanenfedern fand, immer dachte ich zurück,
und immer wollte ich Stillstand, und fast jeden Morgen hoffte ich,
die schöne Dämmerung würde sich noch einmal wiederholen.





         




         

September

         
13.09.2017
12.09.2017
 6.09.2017
20:00
20:00
20:00
  Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Luzern, Neubad

„so nicely brightly“
von Mathias Steinauer (1959)




Hören, sehen, verdrängen, träumen, aber auch manipulieren und absichtsvolles Verbergen. Das Fokussieren auf nicht ausschliesslich hörende Wahrnehmung zieht sich wie ein roter Faden durch einen Teil meiner Werke der letzten Jahre....so nicely brightly..., die legendäre Nina Hagen Songzeile aus "TV Glotzer" (...ist alles so schön bunt hier...), trifft den Kern dieser Auseinandersetzung präzise. Zusätzlich zur zentralen Wahrnehmung des Hörens ertastet meine Musik kombinierte Bereiche des Hörens und Sehens. Sie versucht sich möglichst verlustlos an Installativem, Theatralem und Cineastischem. Drei Ensembles und zwei Solisten beteiligen sich an dieser monografischen Auseinandersetzung aktuellen Verführens und Verführt-werdens: das "Ensemble für Neue Musik Zürich", "Ums n'Jip" und "Stones4Cinema". Mathias Steinauer

Phantasos - oder "Pavarotti's Traum*", op. 16 (1999)
für Flöte solo

7 letzte Mahlzeiten Op.28 (2013)
Aufzeichnung 11 des königlich bayrischen Henkers Bartholomäus Ratzenhammer für Blockflöte(n) und Tenor
(...sowie verschiedene akustische und visuelle Zutaten)

con sordino - fadenscheinig op.25 (2010)
eine klang-installative Projektionsfläche für Klarinette solo

Stones4Cinema:
Tongue of the Hidden (David Anderson / Florian Ghibert / Jila Peacock, 2007)
Look (Justine Klaiber/Jane Mumford, 2012)
Anamorphosis (oder De Artificiali Perspectiva, Quay Brothers, 1991)

so nicely brightly op.30 (2014/15)
ein hypnotisches Lichtspieltheater für acht Instrumente und Projektionen
1. Kaleidosop
2. A part of the flock

Champ de mai (2000/02)
aus "La dimensione dello strappo" op.18

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner    Flöte
Manfred Spitaler      Klarinette
Viktor Müller         Klavier
Philipp Meier         Klavier
Lorenz Haas           Schlagzeug
Annina Wöhrle         Violine
Nicola Romanò         Violoncello
Sergej Tchirkov       Akkordeon
Murat Cevik           Flöte solo
Mathias Steinauer     Video
Sebastian Gottschick  Leitung

UMS ’n JIP
Ulrike Mayer-Spohn    Recorders & Electronics
Javier Hagen          Voice & Electronics.

Stones4Cinema
Matthias Brodbeck, Dominik Dolega, Felix Perret, Mathias Steinauer (Steinklanginstrumente, Fender-Rhodes und Percussion)





         

Juni

         
14.06.2017 11:00   SIA Haus

Eine Jubiläumsmusik im Auftrag von SIA Haus AG

„Klanginstallation XI“ von Hans-Peter Frehner und „Passacaglia“ von Anna Trauffer

Die Komposition ist eine Collage, entstanden aus den unterschiedlichsten Inhalten eines Skizzenbuchs und Mixturen aus Audioaufnahmen verschiedenster experimenteller Klangsituationen. Intuitiv wurden die Skizzen aneinandergefügt und mit Live-Elektronik zu einer Jubiläumsmusik komponiert. Ein „Intermezzo“ am Ende führt über eine harmonische Wendung als Finale in die wunderbare, mikrotonale „Passacaglia“ von Anna Trauffer.

Die Musik ist für die räumliche und akustische Situation in der Tiefgarage konzipiert und wird in dieser Form exklusiv für das Jubiläum „50 Jahre SIA Haus“ nur einmal aufgeführt.

Konzertsituation der Uraufführung:
Das Publikum wandert über die Autoeinfahrt in eine begehbare Klanginstallation in der Tiefgarage U2 im SIA Haus.
Die Zuhörenden sind gebeten, sich innerhalb der Klangerzeugenden leise zu bewegen, um sich den Klängen in unterschiedlichen Positionen auszusetzten.

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte/Konzept/Komposition
Manfred Spitaler Klarinette
Viktor Müller Fender-Rhodes
Philipp Schaufelberger E-Gitarre, Tontechnik
Sebastian Hofmann Elektronik, Perkussion
Sebastian Gottschick Violine
Nicola Romanò Violoncello
Anna Trauffer Stimme
 
         
         
11.06.2017 19:00   Zürich, Dolder Bad, Adlisbergstrasse 36

Hommage à Gottfried Honegger
von Hans-Peter Frehner

Zwölf musikalische Bilder zu Gottfried Honeggers Tableaux-Reliefs



ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner   Flöten
Manfred Spitaler     Klarinetten
Sebastian Gottschick Violine
Nicola Romanò        Violoncello
Viktor Müller        Fender Rhodes
Lorenz Haas          Schlagzeug

Eine Hommage in 12 Sätzen, im Auftrag von Bettina Egger zum hundertsten Geburtstag ihres Vaters Gottfried Honegger ( 12.6.1917 – 17.1.2016)
Die Komposition ist in den Sätzen 1-11 inspiriert von Honeggers Tableaux Reliefs und diesen nachempfunden. Die Hommage endet mit einem Epilog über rot, blau, gelb, weiss, schwarz.
Das Werk wurde am 29.11.2015 in Zürich uraufgeführt.
Wie es der Wunsch der Auftraggeberin Bettina Egger war, entstand ein etwas längeres und ruhiges Werk für die auch von ihr erwünschte Originalbesetzung des „ensemble für neue musik zürich“. Hans-Peter Frehner
 
         
         
 3.06.2017 18:00   Festival Forum Wallis, Schloss Leuk

ZUHOEAN
von CHRISTOPH COBURGER
und SEBASTIAN GOTTSCHICK




ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner   Flöten
Manfred Spitaler     Klarinetten
Viktor Müller        Klavier
Daniela Müller       Violine
Nicola Romanò        Violoncello
Lorenz Haas          Perkussion
Anna Trauffer        Stimme

Sebastian Gottschick Leitung

Raum Zeitung Liebe Jahrzehnt Gegend Eigentum Schlaf Poesie Arbeit Reise
Größe Leben Klappe Mensch Wüste Eigenart Weg Kind Unwucht ZUHOEAN
Anspruch Ballung Gehen Kritik Sachen Moment Rede Tuch Film Welt
Punkt Stellung Haufen Wirkung Kahn Wendung Handel Vater Bahnfahrt Zustand
Öffnung Ende Zeit Straße Abend Haut Wert Fall Schwarz Wort.

Eine Frau sitzt am Tisch in der Nähe eines großen Kühlschranks und übt und schreibt und baut für ihre ZUHOERA. Sie schmiert und isst und schreibt und spielt und läuft und singt was das Zeug hält. Kein Bach, Gottschick, Purcell, Schaufelberger, Vulpius, oder Coburger ist vor ihr sicher. Gestochert wird mit der Stimmgabel in abgelaufenen Walsergedichten - Pudding. Die Eieruhr klingelt verspätet - Garstedter Dämmerung. Schneiden tut unser Goldstück alles, was das Klavier verändert - Toast Hawaii. Licht kommt aus dem Theaterhimmel - Grand Vin de Bordeaux. Das begabte Kind blättert sich durch das Klanggestrüpp der modernen Moderne und findet Schnipsel, Scherzi, Bauten, Blasmusiken, Fragmente, Kanons, heiße Luft, schnelle Veränderungen, hohe Stimmen, morsche Stücke, flotte Trios, und Haufen von Quintparallelen nach Texten von Dichtern und ohne solche. Seien Sie öffentlich. Werden Sie Mitglied. Lassen Sie sich verändern.

*

Angeblich wächst die Sentimentalität mit dem Alter, aber das ist Unsinn.
Mein Blick war von Anfang an auf die Vergangenheit gerichtet.
Als in Garstedt das Strohdachhaus abbrannte, als meine Mutter mir
die Buchstaben erklärte, als ich Wachsmalstifte zur Einschulung bekam
und als ich in der Voliere die Fasanenfedern fand, immer dachte ich zurück,
und immer wollte ich Stillstand, und fast jeden Morgen hoffte ich,
die schöne Dämmerung würde sich noch einmal wiederholen.



         

März

         
19.03.2017
18.03.2017
12.03.2017
11.03.2017
17:00
18:00
17:00
20:00
  Schwaigern, Evangelische Stadtkirche
Heilbronn, Kilianskirche
Solothurn, Jesuitenkirche
Zürich, Kirche St. Jakob



Jochen Neurath
Stimmen der Nacht, 2016, UA
Symphonie nach Joseph von Eichendorff
für Chor und Ensemble

„...mein irres Singen hier ist wie ein Rufen nur aus Träumen...“

Ein Blick zurück. Zur Romantik, die selber ein Blick zurück war, eine Flucht zurück zur eigenen Identität.

Das ensemble für neue musik zürich und der Kammerchor des Heilbronner Mönchsee-Gymnasiums. Junge Menschen, die in einem Heute bestehen müssen, in dem sie lediglich zum Funktionieren benötigt werden. Und erfahrene Musiker, die das Neue, das im Alten verwurzelt ist, zu ihrer Lebensaufgabe machen.

Eine viersätzige szenische Symphonie für Chor und Kammerensemble. Traditionen der musikalischen Romantik zu Texten des Urbildes literarischer Romantik: Joseph von Eichendorff.

I: In der Fremde: Verlust, Entfremdung, Trauer, Sehnsucht nach "zu Hause".
II: Todeslust: "Die Falsche Welt", Zumutungen, Fluchten: Rausch, Gewalt, Fanatismus.
III: Klang um Klang: Mystische Natur, Stille, Lauschen, Inspiration. Noch Momente der Gefährdung.
IV: Letzte Heimkehr: Zu‐Hause‐Sein, Frieden, Transzendenz, "Die Andere Welt".

Kammerchor des Mönchsee-Gymnasiums Heilbronn

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner    Flöte
Manfred Spitaler      Klarinette
Lorenz Raths          Horn
Sebastian Hofmann     Schlagzeug
Viktor Müller         Klavier
Urs Bumbacher         Violine
Nicola Romanò         Violoncello
Herbert Kramis        Kontrabass

Claus Hutschenreuther Musikalische Leitung
Frank Düwel           Szenische Einrichtung

https://www.youtube.com/watch?v=o9uXdf_2ja4



         

Januar

         
27.01.2017 20:00   Zürich, Kunsthalle



„Musikinstallation IX“ (2016/17) UA von Hans-Peter Frehner
in der Ausstellung der englischen Künstlerin Phyllida Barlow
(Ausstellung 29.Okt 2016 - 19. Februar 2017

ensemble für neue musik zürich
    Hans-Peter Frehner Flöte/Konzept/Komposition/Leitung
      Manfred Spitaler Klarinetten
Philipp Schaufelberger E-Gitarre
         Viktor Müller Fender Rhodes/
     Sebastian Hofmann Elektronik/Turntables/Percussion
           Lorenz Haas Schlagzeug
         Urs Bumbacher Violine
         Nicola Romanò Violoncello


Verteilt über die drei Räume im 2. Stock der Kunsthalle umspielt das ensemble für neue musik zürich die raumgreifende Skulptur demo von Phyllida Barlow mit meiner Klanginstallation IX, gesteuert von einer 8-Kanal Audiocollage.

Das Publikum ist gebeten, sich in der "Klangskulptur" zu bewegen.....Dauer: 50'



         
         
22.01.2017
21.01.2017
17:00
20:00
  Schaffhausen, Haberhaus
Zofingen, Palass



Bachelor-Diplom in Komposition

Ombres de l’invisible
für Sopran und Kammerensemble UA
von Lukas Stamm


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner   Flöte
Martin Sonderegger   Klarinette
Viktor Müller        Klavier
Sebastian Hoffmann   Schlagzeug
Urs Bumbacher        Violine
Nicola Romanò        Violoncello

Catriona Bühler      Sopran
Jürg Henneberger     Leitung

Tickets für Schaffhausen






Infos:

         

ARCHIV 2016

   

November

         
26.11.2016 15:00   Zürich, Theater Neumarkt


Chris Wiesendanger

Foto: John Rogers

Festival Unerhört

WIE EIN BAND AUFROLLEN UND INS FEUER WERFEN
von Chris Wiesendanger


Infos zur Komposition

Sonoe Kato           Gesang
Chris Wiesendanger   Klavier
Christian Weber      Kontrabass

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner   Flöte
Manfred Spitaler     Klarinette
Viktor Müller        Klavier
Lorenz Haas          Schlagzeug
Urs Bumbacher        Violine
Nicola Romanò        Violoncello

Infos
         
         
17.11.2016 19:30   Zürich, Kaufleuten Festsaal



30 Jahre Tage für Neue Musik Zürich
Eröffnungskonzert

Noriko Hisada „Landscape“ (1992)
Bruno Stöckli „Souvenir I-III“ (2016) UA
Lukas Langlotz «Zweigung» (2015/16) UA
Liza Lim „The turning dance of the bee“(2016) UA

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner   Flöte
Manfred Spitaler     Klarinette
Viktor Müller        Klavier
Lorenz Haas          Schlagzeug
Urs Bumbacher        Violine
Nicola Romanò        Violoncello

Sebastian Gottschick Leitung

Tage für Neue Musik Zürich - Gesamtprogramm

Infos:
         

Oktober

         
 2.10.2016
 1.10.2016
18:30
20:30
  Luzern, Sousol
Zürich, Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20

ZeitSein UA
von Matthias Spillmann





ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Viktor Müller      Klavier
Lorenz Haas        Schlagzeug
Annina Wöhrle      Violine
Nicola Romanò      Violoncello

Laura Robles       Cajon
Raffaele Bossard   Kontrabass
Matthias Spillmann Trompete/Leitung

ZeitSein
eine Komposition mit dem ensemble für neue musik zürich und Gästen

Abendprogramm

    

         

September

         
30.09.2016
29.09.2016
21:30
20:00
  Zürich, Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20
Chur, Loësaal

ZeitSein UA
von Matthias Spillmann





ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Viktor Müller      Klavier
Lorenz Haas        Schlagzeug
Annina Wöhrle      Violine
Nicola Romanò      Violoncello

Laura Robles       Cajon
Raffaele Bossard   Kontrabass
Matthias Spillmann Trompete/Leitung

ZeitSein
eine Komposition mit dem ensemble für neue musik zürich und Gästen

Abendprogramm

    

         
         
10.09.2016 16:00   Giornico (TI), La Congiunta

In Memoriam Hans Josephsohn


Foto: Mario Kunz

LA CONGIUNTA
Haus für Reliefs und Halbfiguren von Josephsohn

Hans-Peter Frehner
Hommage à Josephsohn Version IV

Eine Klanginstallation für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und 3 Percussionisten

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner  Flöte
Manfred Spitaler    Klarinette
Urs Bumbacher       Violine
Nicola Romanò       Violoncello
Viktor Müller       Crotales
Lorenz Haas         Röhrenglocken
Sebastian Hofmann   Gongs

 
         

Juni

         
 9.06.2016
 8.06.2016
 7.06.2016
 6.06.2016
20:00
20:00
20:00
20:00
  Zürich, Miller's Studio
Zürich, Miller's Studio
Zürich, Miller's Studio
Zürich, Miller's Studio

Roue, à rebours



Eine absurde Kammeroper

Dieter Ulrich, Libretto
Daniel Mouthon, Komposition
Stefan Nolte, Regie
Theres Indermaur, Ausstattung (Bühne, Kostüm)


Matias Ameriso, Licht
Barbara Rölli, Assistenz (Regie, Ausstattung)
Franziska Grob, Produktionsleitung

Dorothea Schürch, Alt
Chasper-Curò Mani, Bariton

Niki Good, Renate Hug, Danny Seng Kit, Tanz
Christian Dieterle, Jonas Rüegg, Schauspiel
Flo Stoffner, E-Gitarre/Schauspiel

ensemble für neue musik Zürich
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Gabriela Friedli   Klavier
Viktor Müller      E-Piano
Lorenz Haas        Perkussion
Dieter Ulrich      Schlagzeug
Claudia Troxler    Violine
Christian Weber    Kontrabass

Eine absurde Oper zum Dada-Jahr 2016 – von 15 Sängern/innen, Schauspielern/innen, Tänzer/innen und Musiker/innen uraufgeführt – die sich mit einem Initialmoment, der ersten Idee zum «Grossen Glas» 1912, dem Hauptwerk Marcel Duchamps, befasst.



Die Feiertage, die Duchamp, Picabia und Apollinaire im Oktober 1912 gemeinsam im Jura verbrachten, sind Geschichte. Für alle Beteiligten scheinen sie von geradezu katalytischer Wirkung gewesen zu sein, und voll von neuen Ideen fahren die drei Freunde am 26. Oktober wieder in Paris ein.
Soweit ist alles historisch – die Radpanne allerdings, die dem Anfang dieses Stücks gerade vorangegangen ist, nicht. Picabia steht fluchend neben seinem Wagen, während Apollinaire aus dem eben entstehenden Epos Zone zitiert. Duchamp seinerseits ist verschwunden um Hilfe zu holen. Unterdessen versammeln sich nach und nach die damals erfolgreichsten Künstler einer neuen Avantgarde um den havarierten Wagen...
 
         

April

         
10.04.2016
 9.04.2016
 8.04.2016
 7.04.2016
17:00
20:00
20:00
19:00
  Zofingen, Palass, Pfistergasse 54
Zürich, Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20
Zürich, Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20
Rumisberg, Atelierhaus Rumisberg

Uraufführung

Noriko Hisada
"Led by the Yellow Bricks" 2014


1. A round shining mark
2. The yellow bricks 1
3. The monster and the big yellow poppies
4. A voice I don't know
5. A place I know
6. The yellow bricks 2
7. Deep into the Forest


Flyer


Tickets

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner    Flöte
Manfred Spitaler      Klarinette
Viktor Müller         Klavier
Lorenz Haas           Schlagzeug
Urs Bumbacher         Violine
Nicola Romanò         Violoncello

Sebastian Gottschick  Leitung


Noriko Hisada

Led by the Yellow Bricks
It consists of 7 pieces inspired by some phrases or scenes from “The Wonderful
Wizard of Oz” .
Though, the images are not from the story itself.
I have been composing recent works inspired by imagined scenerys. They
were based upon some exiting pictures, myths, and novels. “Led by the
Yellow Bricks” is one of these works.
However, this work does not express 7 consecutive stories. For example,
the 4th piece “A voice I don’t know” and the 5th “A place I know” were
based on the images of my childhood small adventures (for me, they were
quite big adventures). They were recalled while I was reading “The
Wonderful Wizard of Oz”.
The several scenes imagined from childhood memories consist both of my real
experience and imagination. “The Wizard of Oz” was a start to recall these
memories.
The other five pieces were also inspired by both phrases and scenes from “The
Wonderful Wizard of Oz” and my own feelings. They together created my
imagined scenery, and then these scenerys became the base of each of
the pieces when I composed.

I was given this opportunity to write “Led by the Yellow Bricks” by the
architect, Peter Märkli and the artist, Peter Regli.
They gave me a commission of a new work for Ensemble für Neue Musik Zürich.
I would like to express my gratitude Peter and Peter.

Ensemble für Neue Musik Zürich is one of the musical ensemble groups I
deeply confide in. I have composed some works for them in the past, and I
always felt very content with their performance. I have always been very
grateful to them.
When I write music for Ensemble für Neue Musik Zürich, I often recall and
feel the sounds they create. The energy I get from their sounds provoke me
to convert my thoughts into a new musical work.
“Led by the Yellow Bricks” would never have been created if I did not
encounter them. I would like to express my deepest gratitude and respect
to them. I hope that many people will enjoy a moment together listening to
their first performance of this work.


Noriko Hisada









         

März

         
20.03.2016 11:00   Langenbruck, Kloster Schönthal

Hommage à Gottfried Honegger
für Sextett von Hans-Peter Frehner

12 musikalische Bilder zu Gottfried Honeggers Tableaux-Reliefs


ZUM GEDENKEN AN GOTTFRIED HONEGGER 1917-2016

Eine Hommage in 12 Sätzen.
Im Auftrag von Bettina Egger zum hundertsten Geburtstag ihres Vaters Gottfried Honegger, der am 12. Juni 2017 stattgefunden hätte.


Hinweis:
Noch bis zum 24. April läuft in der Kirche des Klosters Schönthal eine exquisite Werkschau des Zürcher Malers und Plastikers Gottfried Honegger. Der Titel der Ausstellung – „Keimzellen zur Abstraktion“



         

Februar

         
23.02.2016 18:00   ETH Zürich, Audi Max,Hauptgebäude Rämistrasse 101

Märkli - Professur für Architektur an der ETH Zürich 2002-2015

Jump in & Bag II
von Hans-Peter Frehner
Mandelbaum von Anna Trauffer

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner     Flöte
Manfred Spitaler       Klarinette
Philipp Schaufelberger E-Gitarre
Viktor Müller          Klavier
Lorenz Haas            Schlagzeug
Urs Bumbacher          Violine
Nicola Romanò          Violoncello

Catriona Bühler        Stimme
 
         

Januar

         
21.01.2016
20.01.2016
20:30
20:30
  Bern, Tojo Theater
Bern, Tojo Theater

Ich möchte nur noch spielen

Ein Musiktheater von Astride Schlaefli und Christoph Coburger, inspiriert von Max Frischs "Entwürfe zu einem dritten Tagebuch"
und interpretiert von den sechs Männern des ensemble für neue musik zürich
anlässlich ihres 30jährigen Jubiläums.

Tickets



mit Christoph Coburger vom ensemble für staedtebewohner (Berlin)
und Astride Schlaefli vom Collectif barbare (Biel)

VIDEOS
FOTOS



Infos:
         

ARCHIV 2015

   

November

         
29.11.2015 17:00   Zürich, Kunstraum Walcheturm

Hommage à Gottfried Honegger
für Sextett von Hans-Peter Frehner UA




Reservation ausdrücklich erwünscht!

Eine Hommage in 12 Sätzen, im Auftrag von Bettina Egger zum hundertsten Geburtstag ihres Vaters Gottfried Honegger, der am 12. Juni 2017 stattfinden wird.
Komponiert in seinem neunundneunzigsten Lebensjahr mit einer Gratulation zu seinem achtundneunzigsten Geburtstag.

01. Lieber
02. Gottfried
03. Honegger
04. Komma
05. wir
06. gratulieren
07. Ihnen
08. herzlich
09. zum
10. achtundneunzigsten
11. Geburtstag
12. Epilog: rot, blau, gelb, weiss, schwarz

         
         
14.11.2015
13.11.2015
20:15
20:15
  Aarau, Theater Tuchlaube
Aarau, Theater Tuchlaube

Ich möchte nur noch spielen

Tickets

Ein Musiktheater von Astride Schlaefli und Christoph Coburger, inspiriert von Max Frischs "Entwürfe zu einem dritten Tagebuch"
und interpretiert von den sechs Männern des ensemble für neue musik zürich
anlässlich ihres 30jährigen Jubiläums.



mit Christoph Coburger vom ensemble für staedtebewohner (Berlin)
und Astride Schlaefli vom Collectif barbare (Biel)

VIDEOS
FOTOS



Infos:
         

Oktober

         
31.10.2015
30.10.2015
20:00
20:00
  Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm

ZUHOEAN
von CHRISTOPH COBURGER und SEBASTIAN GOTTSCHICK




Tickets

Raum Zeitung Liebe Jahrzehnt Gegend Eigentum Schlaf Poesie Arbeit Reise
Größe Leben Klappe Mensch Wüste Eigenart Weg Kind Unwucht ZUHOEAN
Anspruch Ballung Gehen Kritik Sachen Moment Rede Tuch Film Welt
Punkt Stellung Haufen Wirkung Kahn Wendung Handel Vater Bahnfahrt Zustand
Öffnung Ende Zeit Straße Abend Haut Wert Fall Schwarz Wort.

ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner   Flöten
Manfred Spitaler     Klarinetten
Viktor Müller        Klavier
Daniela Müller       Violine
Nicola Romanò        Violoncello

Lorenz Haas          Perkussion
Anna Trauffer        Stimme

Sebastian Gottschick Leitung

Eine Frau sitzt am Tisch in der Nähe eines großen Kühlschranks und übt und schreibt und baut für ihre ZUHOERA. Sie schmiert und isst und schreibt und spielt und läuft und singt was das Zeug hält. Kein Bach, Gottschick, Purcell, Schaufelberger, Vulpius, oder Coburger ist vor ihr sicher. Gestochert wird mit der Stimmgabel in abgelaufenen Walsergedichten - Pudding. Die Eieruhr klingelt verspätet - Garstedter Dämmerung. Schneiden tut unser Goldstück alles, was das Klavier verändert - Toast Hawaii. Licht kommt aus dem Theaterhimmel - Grand Vin de Bordeaux. Das begabte Kind blättert sich durch das Klanggestrüpp der modernen Moderne und findet Schnipsel, Scherzi, Bauten, Blasmusiken, Fragmente, Kanons, heiße Luft, schnelle Veränderungen, hohe Stimmen, morsche Stücke, flotte Trios, und Haufen von Quintparallelen nach Texten von Dichtern und ohne solche. Seien Sie öffentlich. Werden Sie Mitglied. Lassen Sie sich verändern.

*

Angeblich wächst die Sentimentalität mit dem Alter, aber das ist Unsinn.
Mein Blick war von Anfang an auf die Vergangenheit gerichtet.
Als in Garstedt das Strohdachhaus abbrannte, als meine Mutter mir
die Buchstaben erklärte, als ich Wachsmalstifte zur Einschulung bekam
und als ich in der Voliere die Fasanenfedern fand, immer dachte ich zurück,
und immer wollte ich Stillstand, und fast jeden Morgen hoffte ich,
die schöne Dämmerung würde sich noch einmal wiederholen.

         
         
23.10.2015
22.10.2015
21.10.2015
18.10.2015
17.10.2015
20:00
20:00
20:00
19:00
20:00
  Zürich, Kirchgemeindehaus Hottingen, Asylstr. 36
Zürich, Kirchgemeindehaus Hottingen, Asylstr. 36
Zürich, Kirchgemeindehaus Hottingen, Asylstr. 36
Zürich, Kirchgemeindehaus Hottingen, Asylstr. 36
Zürich, Kirchgemeindehaus Hottingen, Asylstr. 36





Liquid Crystal Display
Eine Oper über Medien, Macht und Manipulation

In vielfältigen Klängen und Bildern erzählt Liquid Crystal Display eine dramatische Parabel von den Mechanismen der Macht und der Politik in einer Gegenwart der medial vernetzten elektronischen Bildwelten.

Libretto: Daniel Suter
Video:    Georg Lendorff
Musik:    Daniel Mouthon
Regie:    Stefan Nolte

Musikalische Leitung: Sebastian Gottschick

Catriona Bühler    Sopran
Franziska Heinzen  Sopran
Daniel Bentz       Tenor
Chasper Curò Mani  Bariton
Robert Koller      Bassbariton

Liquid Crystal Display - Orchester
feat. ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner     Flöte
Martin Sonderegger     Klarinette
Lorenz Raths           Horn
Philipp Schaufelberger E-Gitarre
Gianluca Romanò        Klavier
Sebastian Hofmann      Schlagzeug
Laida Alberdi          Violine
Nicola Romanò          Cello
John Eckhardt          Kontrabass

Fotos

LCD_Ensemble_2_Farbig 44kb
 
         

Juni

         
14.06.2015 20:00   Zürich, Montagehalle im Schiffbau

Verleihung
des Zürcher Festspielpreises 2015
an Anna Viebrock




Die Bühnenbildnerin und Regisseurin Anna Viebrock ist dem ensemble für neue musik zürich in Freundschaft verbunden. Zahlreiche gemeinsame Bühenprojekte sind in Zusammenarbeit mit ihr entstanden, u.a. Geschwister Tanner von Robert Walser im Jahre 2004.
Zum Erhalt des Zürcher Festspielpreises gratulieren wir ihr von Herzen! An der Preisverleihung möchten wir mit einem Ständchen unsere grosse Wertschätzung und Freude zum Ausdruck bringen!


Programm

Ziibäläwääjä, 1995
Hans-Peter Frehner, arr. Sebastian Gottschick

Korb mit Pfirsichen, 2013
Philipp Schaufelberger, arr. Sebastian Gottschick
Jürg Laederach: Katrina nach den Stichen

Drei Gedichte von Robert Walser, 2015
Sebastian Gottschick
Die fünf Vokale (nach Henry Purcell)
In dem Reisekorb oder Wäschekorb (nach Melchior Vulpius und Johann Sebastian Bach)
Ich wollt’, ich hätte mancherlei noch nicht geschrieben (nach Richard Strauss)

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner    Flöte
Manfred Spitaler      Klarinette
Daniela Müller        Violine
Nicola Romanò         Violoncello
Viktor Müller         Klavier
Lorenz Haas           Schlagzeug

Robert Hunger-Bühler  Stimme
Sebastian Gottschick  Leitung
 
         

Mai

         
24.05.2015 20:00   Wien, Porgy&Bess

koenigleopold feat. ensemble für neue musik zürich

"Beyond Taste - Without Subtlety" UA
von Leo Riegler, Lukas König, Daniel Riegler

"The very serious unserious first club opera for anybody, anywhere at anytime for no reasons at all."


„KOENIGWHO?!“ Wer ist koenigleopold? Gerade rechtzeitig zur allgemeinen Festschreibung ihrer Identität sprengt koenigleopold die wenigen übrig gebliebenen Grenzen und produziert die erste konzertante Oper für alle Nicht-Opernhäuser dieser Welt. Der Einsatz ist hoch: Nichts weniger als ihr vollkommen ruinierter Ruf steht dabei auf dem Spiel. Mit dabei eine Horde an Kollaborateuren in Form des ensemble für neue musik zürich. Eine unerschrockene Bande echter Musiker, die zu retten versuchen was nicht zu retten ist. Eine totale Zeitverschwendung in zwei Akten.


Beyond Taste Orchester
Lukas König        Drums, Basssynth
Leo Riegler        Electronics, MC
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Viktor Müller      E-Piano
Lorenz Haas        Schlagzeug, Stimme
Martina Engel      Violine
Nicola Romanò      Violoncello
Christian Weber    Kontrabass
Daniel Riegler     Posaune, Leitung
Willy Strehler     Sound
Markus Wallner     Sound
Karolina Preuschl
aka Mc Rhine       Visuals


koenigleopold und Mc Rhine



 
         
         
 6.05.2015
 5.05.2015
20:00
20:00
  Luzern, Kleintheater
Luzern, Kleintheater

Ich möchte nur noch spielen

Tickets

Ein Musiktheater von Astride Schlaefli und Christoph Coburger, inspiriert von Max Frischs "Entwürfe zu einem dritten Tagebuch"
und interpretiert von den sechs Männern des ensemble für neue musik zürich
anlässlich ihres 30jährigen Jubiläums.



mit Christoph Coburger vom ensemble für staedtebewohner (Berlin)
und Astride Schlaefli vom Collectif barbare (Biel)

VIDEOS
FOTOS



Infos:
         

April

         
16.04.2015
15.04.2015
14.04.2015
20:00
20:00
20:00
  Zofingen, Alass
Uster, Central
Luzern, Neubad

"Mirage" 2014 für Sextett
von Yevhen Stankovych

"ENSEMBLE-BUCH 5"
2014 für 6 Instrumente
von Rudolf Kelterborn

"Adagio“ 2014 für Sextett von Johannes Harneit

"Partita" für Sextett von Sebastian Gottschick


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner   Flöte
Manfred Spitaler     Klarinette
Viktor Müller        Klavier
Lorenz Haas          Schlagzeug
Daniela Müller       Violine
Nicola Romanò        Violoncello
Sebastian Gottschick Leitung



Rudolf Kelterborn


Yevhen Stankovych



         
         
11.04.2015   Kunstraum Walcheturm. Zürich

Festival 30 Jahre ensemble für neue musik zürich


Foto: Seraina Wirz


Festival-Flyer als pdf


Das Buch zum Jubiläum:
https://www.bartlebyand.co/publication/festschrift-efnmz/

20:00
Dead Letter Office
spielt Musik aus "97 Ansichten"

Aus dem epischen Postkartenmusikfilmwerk von Coburger, Trauffer und Schaufelberger werden geeignete Stücke ausgewählt und teilweise von Sebastian Gottschick liebevoll neu arrangiert. Eine Wiederbegegnung mit klingenden Pfirsichen, einer Trachtengruppe, verschiedenen Szenen aus Lazaretten des ersten Weltkriegs und einem rappenden Kuckuck. Im Gegenschnitt gibt es Postkartenstücke von Berg und Bach und die Fantasie über eine Note von Purcell zu hören.

Anna Trauffer          Kontrabass
Christoph Coburger     Harmonium
Sebastian Gottschick   Bratsche
Philipp Schaufelberger Gitarre


Intermezzo I
„Verhör“
von Daniel Mouthon - inter_course
Daniel Mouthon/Stimme

Interviewerin: Kunst ist vorbei.
Frau: Ja. Ich weiss.
Interviewerin: Weshalb stellen Sie denn aus?
Frau: Ich führe nicht auf. Ich führe nicht vor: ich stelle hin. Ich stelle es hin. Ich stelle das Video den Leuten hin.
Interviewerin: Sie betreiben Haarspalterei. Weshalb kommen Sie auf die Kunst zurück? Das ist vorbei?
Frau: Ich verzichte ja auf Wertschöpfung. Ich vermeide ja einen Multiplikatoreneffekt. Interviewerin: Bleiben Sie bei Ihrem Job. Bleiben Sie bei Ihrer Politik.
Frau: Der Krieg ist ja gewonnen! - Übrigens: die Videos entstehen nebenbei. (...)


Finale

koenigleopold feat. ensemble für neue musik zürich

"Beyond Taste - Without Subtlety" UA
von Leo Riegler, Lukas König, Daniel Riegler

"The very serious unserious first club opera for anybody, anywhere at anytime for no reasons at all."


die frau war ein alter mann
und steckt mir den finger in den mund
drückt auf den gaumen
ich hab geschrien
(Leo Riegler)


„KOENIGWHO?!“ Wer ist koenigleopold? Gerade rechtzeitig zur allgemeinen Festschreibung ihrer Identität sprengt koenigleopold die wenigen übrig gebliebenen Grenzen und produziert die erste konzertante Oper für alle Nicht-Opernhäuser dieser Welt. Der Einsatz ist hoch: Nichts weniger als ihr vollkommen ruinierter Ruf steht dabei auf dem Spiel. Mit dabei eine Horde an Kollaborateuren in Form des ensemble für neue musik zürich. Eine unerschrockene Bande echter Musiker, die zu retten versuchen was nicht zu retten ist. Eine totale Zeitverschwendung in zwei Akten.


Beyond Taste Orchester
Lukas König        Drums, Basssynth
Leo Riegler        Electronics, MC
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Viktor Müller      E-Piano
Lorenz Haas        Schlagzeug, Stimme
Martina Engel      Violine
Nicola Romanò      Violoncello
Christian Weber    Kontrabass
Daniel Riegler     Posaune, Leitung
Willy Strehler     Sound
Markus Wallner     Sound
Karolina Preuschl aka Mc Rhine       Visuals



koenigleopold und Mc Rhine






 
         
         
10.04.2015   Zürich, Kunstraum Walcheturm

Festival 30 Jahre ensemble für neue musik zürich


Foto: Seraina Wirz


Festival-Flyer als pdf


20:00

Laudatoren
René Karlen
, Stadt Zürich Kultur und Heinrich Baumgartner, Fachstelle Kultur, Kanton Zürich

Eröffnungskonzert

"5 Fragmente für 6 Musiker und 2 Dirigenten"
von Johannes Harneit
mit Sebastian Gottschick und Jürg Henneberger

"Mirage" 2014 für Sextett
von Yevhen Stankovych

"ENSEMBLE-BUCH 5"
2014 für 6 Instrumente
von Rudolf Kelterborn
Sebastian Gottschick, Leitung

„Adagio“ 2014 für Sextett von Johannes Harneit
Johannes Harneit, Leitung

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Viktor Müller      Klavier
Lorenz Haas        Schlagzeug
Daniela Müller     Violine
Nicola Romanò      Violoncello




Rudolf Kelterborn


Yevhen Stankovych


Intermezzo I

„Strata“
2010/2011 von Martin Jaggi
"man hört viel bevor einem die Ohren abfallen"
1996 von Christian Dierstein

Raphael Camenisch   Saxofon
Christian Dierstein Schlagzeug
Petra Ackermann     Viola
Philipp Meier       Piano


Intermezzo II

"Come un meccanismo mentale Op. 23b"
(2009/14)
von Mathias Steinauer
Jürg Henneberger/Leitung

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner   Flöte
Manfred Spitaler     Klarinette
Viktor Müller        Klavier
Lorenz Haas          Schlagzeug
Sebastian Gottschick Violine
Nicola Romanò        Violoncello


Mathias Steinauer


Finale

schnellertollermeier

Andi Schnellmann Bass
Manuel Troller   Gitarre
David Meier      Drums



Schnellertollermeier




Abendkasse ab 19 Uhr
2 Abende 50 ermässigt 40 / 1 Abend 30 ermässigt 20 / Schüler pro Abend 10
Essen und Trinken ab 19 Uhr




         

März

         
15.03.2015
14.03.2015
13.03.2015
12.03.2015
 8.03.2015
 7.03.2015
 6.03.2015
 5.03.2015
17:00
20:30
20:30
20:30
17:00
20:30
20:30
20:30
  Zürich, Theater Winkelwiese
Zürich, Theater Winkelwiese
Zürich, Theater Winkelwiese
Zürich, Theater Winkelwiese
Zürich, Theater Winkelwiese
Zürich, Theater Winkelwiese
Zürich, Theater Winkelwiese
Zürich, Theater Winkelwiese

Ich möchte nur noch spielen

Ein Musiktheater von Astride Schlaefli und Christoph Coburger, inspiriert von Max Frischs "Entwürfe zu einem dritten Tagebuch"
und interpretiert von den sechs Männern des ensemble für neue musik zürich
anlässlich ihres 30jährigen Jubiläums.




mit Christoph Coburger vom ensemble für staedtebewohner (Berlin)
und Astride Schlaefli vom Collectif barbare (Biel)

VIDEOS
FOTOS

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner   Flöte
Manfred Spitaler     Klarinette
Viktor Müller        Klavier
Lorenz Haas          Schlagzeug
Sebastian Gottschick Violine
Nicola Romanò        Violoncello

Flyer als pdf




Infos:
         

Januar

         
25.01.2015
24.01.2015
23.01.2015
15:00
17:00
20:00
  Kunst Halle St. Gallen, Davidstrasse 40
Kunsthalle Winterthur, Marktgasse 25
Kunsthalle Zürich, Limmatstrasse 270

Kunsthallen Special 15

Jochen Neurath



Missa Sine Domine

quasi una
Sinfonia scenica
(2013/14)

für ensemble


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner   Flöte
Manfred Spitaler     Klarinette
Viktor Müller        Klavier
Lorenz Haas          Schlagzeug
Sebastian Gottschick Violine
Nicola Romanò        Violoncello

Jürg Henneberger    Leitung

 

         

ARCHIV 2014

   

November

         
 2.11.2014
 1.11.2014
16:00
20:00
  Langenbruck, Kloster Schoenthal
Zürich, Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20

PAN
ein Satyrspiel für Ensemble UA

Martin Baumgartner, Komposition

1. Arkadien - Topos A
2. Méthysoi
3. Koimésis I
4. Apollon und Marsyas
5. Koimésis II
6. Pan
7. Amanita Muscaria
8. Koimésis III
9. Arkadien - Topos B

Ein prominenter Gast im Kreise der Satyrn ist Pan, Sohn der Hybris. Bekannt als froher Hirte mit Syrinx, der aber ab und an auch gerne jemanden erschreckt.

Mehr Infos



ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner    Flöte
Manfred Spitaler      Klarinette
Viktor Müller         Klavier
Lorenz Haas           Schlagzeug
Sebastian Hofmann     Schlagzeug
Manuel Troller        E-Gitarre
Urs Bumbacher         Violine
Nicola Romanò         Violoncello
Christian Weber       Kontrabass, E-Bass

Sebastian Gottschick  Leitung






         

Oktober

         
31.10.2014
30.10.2014
20:00
20:00
  Zürich, Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20
Luzern, Neubad, Bireggstrasse 36

PAN
ein Satyrspiel für Ensemble UA

Martin Baumgartner, Komposition

1. Arkadien - Topos A
2. Méthysoi
3. Koimésis I
4. Apollon und Marsyas
5. Koimésis II
6. Pan
7. Amanita Muscaria
8. Koimésis III
9. Arkadien - Topos B

Ein prominenter Gast im Kreise der Satyrn ist Pan, Sohn der Hybris. Bekannt als froher Hirte mit Syrinx, der aber ab und an auch gerne jemanden erschreckt.

Mehr Infos



ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner    Flöte
Manfred Spitaler      Klarinette
Viktor Müller         Klavier
Lorenz Haas           Schlagzeug
Sebastian Hofmann     Schlagzeug
Manuel Troller        E-Gitarre
Urs Bumbacher         Violine
Nicola Romanò         Violoncello
Christian Weber       Kontrabass, E-Bass

Sebastian Gottschick  Leitung






         

September

         
20.09.2014 16:00   Giornico (TI), Museum Josephsohn

In Memoriam Hans Josephsohn

LA CONGIUNTA

Haus für Reliefs und Halbfiguren von Josephsohn

Hans-Peter Frehner
Hommage à Josephsohn Version III
Eine Klanginstallation für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und 3 Percussionisten



ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, Flöte
Manfred Spitaler, Klarinette
Urs Bumbacher, Violine
Nicola Romanò, Violoncello
Viktor Müller, Crotales
Lorenz Haas, Röhrenglocken
Sebastian Hofmann, Gong



Unser Dank für die grosszügige Unterstützung geht an Verena Josephsohn, Andreas Josephsohn, Elisabeth Märkli und "Kesselhaus Josephsohn/Galerie Felix Lehner"


         

Mai

         
18.05.2014
17.05.2014
16.05.2014
15.05.2014
17:00
20:00
20:00
20:00
  Luzern, Matthäuskirche, Hertensteinstrasse 30
Zürich, Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20
Zürich, Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20
Zofingen, Alass, Pfistergasse 54


Schöne Lieder III

Johannes Harneit
Drei Szenen nach Texten von Raoul Schrott 2013 (UA)

Charles Ives/Sebastian Gottschick
A Songbook, Vol. 2

ON THE WAY
Jürg Laederach (Text) Johannes Harneit (Musik) für Ensemble und Männerstimme 2013 (UA)


   


Abendprogramm mit Liedtexten


Mehr Infos

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner    Flöte
Manfred Spitaler      Klarinette
Lorenz Raths          Horn (15.,17. und 18.5.)
David Acklin          Horn (16.5.)
Viktor Müller         Klavier
Sebastian Hofmann     Schlagzeug
Urs Bumbacher         Violine
Nicola Romanò         Violoncello
Aleksander Gabrys     Kontrabass

Jeannine Hirzel       Mezzosopran
Robert Koller         Bariton

Sebastian Gottschick  Leitung









DIE LIEDER NACH TEXTEN VON RAOUL SCHROTT (Korollarien / Über das Erhabene) entstanden für das ensemble für neue musik zürich, im Anschluss an unsere gemeinsame Arbeit "Exiles" (nach James Joyce). Die erweiterte Besetzung (Ensemble sowie Horn und Kontrabass) zielt ins symphonische. Wie immer bei meinen Kompositionen für das Ensemble suchte ich auch hier neue Herausforderungen. Die Texte werden daher nicht nur lyrisch vertont, sondern - durch neue Montage nach Art eines imaginären Libretto - ins dramatische gedeutet. Die Kombination verschiedener Sing- und Sprechstimmen (eine Männer- und eine Frauenstimme) erzeugt ein "inneres Theater" - dessen Entwicklung mit der szenischen Ausrichtung des Ensembles korrespondiert. Hinter diesen Ideen steht meine Utopie, dass in der Zukunft dramatische und absolute Musik verschmelzen werden.
Die Gesamtform des Zyklus ist dreiteilig, in Erinnerung an die alte (noch oratorische) A-B-A Form, die ins Große geweitet wird. Die "innere Dramatik" hingegen steigert sich (nach Opernart) fortwährend. Das offene Ende fordert die Zuhörer/Innen auf, die erlebten Prozesse selbst weiterzudenken. Die SZENEN werden durch drei Duette des Ensembles ergänzt - "Szenen ohne Worte".
Seit der "Geschwister Tanner"-Produktion am Schauspielhaus Zürich ist diese erneute Zusammenarbeit mit dem Ensemble für neue Musik Zürich und Sebastian Gottschick meine bisher radikalste Bewegung zu einem neuen Theater. Der "Liederabend" wird somit an seine Grenzen gebracht; genau dorthin, wo das Neue stattfindet!
Johannes Harneit, Hamburg 2013
CHARLES IVES A SONGBOOK, 2. FOLGE: „Man hat den Autor heftig kritisiert dafür, dass er Texte von Liedern zu vertonen versucht, die Meisterwerke großer Komponisten sind. Es sollte überflüssig sein zu sagen, dass sie nicht im Geiste eines Wettbewerbs komponiert wurden; weder Schumann noch Brahms oder Franz wären diejenigen, die unter einem Vergleich leiden würden – noch eine überflüssige Feststellung. Darüberhinaus wären sie wahrscheinlich die letzten, die ein Monopol auf irgendetwas behaupten würden – besonders das Recht des Menschen auf das Vergnügen, in Musik auszudrücken was immer er will. Diese Lieder erscheinen hier nicht so sehr trotz dieser Kritik, als wegen ihrer.“ (Charles Ives in seiner Sammlung 114 Songs.)
Sebastian Gottschick und das Ensemble setzen ihre erfolgreiche Auseinandersetzung mit den SONGS von CHARLES IVES fort: nach dem ersten SONGBOOK, das auch bei der Kritik großen Beifall gefunden hat, hat Sebastian Gottschick weitere Lieder und Instrumentalstücke eigens für das Ensemble bearbeitet, u.a. vier Deutsche Lieder. Ives vertonte einige der berühmtesten romantischen Texte neu, die bereits Schubert, Schumann und Brahms als Vorlage gedient hatten - in Gottschicks Bearbeitung werden auch die Vorbilder im Hintergrund durchscheinen - eine Entdeckung innerhalb der Ives-Werke und zugleich ein "Hörspiel" über Tradition. Dazu kommen weitere Lieder aus den 114 Songs und aus anderen Sammlungen, sowie zwei ursprünglich für Violine und Klavier komponierte Sätze, Largo I und II, ebenfalls für Kammerensemble arrangiert.
ON THE WAY
Jürg Laederach (Text), Johannes Harneit (Musik)
für Ensemble und Männerstimme (UA)

Die Stücke aus "ON THE WAY" sind im Jahre 2013 entstanden, aus gemeinsamer Lust an der Zusammenarbeit - Ziel war es, einen neuen Zyklus für Gesang und Musik zu erschaffen - aus diesem Projekt hören Sie jetzt die ersten Abschnitte.
Die Laederach-Zusammenarbeit begann im Theater Basel (69 Arten, den Blues zu spielen) mit der Regisseurin Anna Viebrock, die ja auch in Zürich mehrfach mit dem Ensemble zusammngearbeitet hat.

J.H. 2014
 
         

April

         
13.04.2014
11.04.2014
17:00
20:00
  Kunst Halle St. Gallen, Davidstrasse 40
Kunsthalle Zürich, Limmatstrasse 270

Grosse Monodie: Knäuel (2014) Uraufführung
Eine Raummusik von Hans-Peter Frehner

ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Viktor Müller      Keyboard
Sebastian Hofmann  Vibraphon
Urs Bumbacher      Violine
Nicola Romanò      Violoncello


Hans-Peter Frehner

«Grosse Monodie: Knäuel»
Teil I - Foula
Teil II - Intermezzo à sei
Teil III - aiR


Das Werk ist konzipiert für grosse und hallige Räume.
Die Musiker sind in grossen Abständen nur akustisch miteinander verbunden.
Das Publikum kann sich innerhalb dieser Räume bewegen und hat dadurch ein wechselndes akustisches Erlebnis.

Die Monodie ist im Teil I und II eine Unisonolinie, die wie ein Wollenknäuel durch Räume abgewickelt wird. Harmonisiert wird sie durch gelegentliche Kombination zweier oder mehrerer Instrumente, die sich meistens in derselben Stimmlage befinden.
Im Intermezzo entsteht eine Mixtur aus einer einzigen einfachen Melodie, die durch stetig wechselnde unterschiedliche Tempi der einzelnen Instrumente hervorgerufen wird.

Hans-Peter Frehner


      
         

März

         
24.03.2014
23.03.2014
22.03.2014
20:00
17:00
20:00
  Luzern, Matthäuskirche, Hertensteinstrasse 30
Basel, Gare Du Nord im Bad. Bhf., Schwarzwaldallee 200
Zofingen, Alass, Pfistergasse 54



Projet Machaut
mit dem ensemble für neue musik zürich und La Morra

Lukas Langlotz (*1971)
„AMER – Tänze im Labyrinth“
für Ensemble, 2012/13
Ein Zyklus unter Einbezug der Motetten 1,2,5,9,11 und 17
von Guillaume de Machaut

Aufführung mit Originalwerken von Machaut

I Première partie: Vers le centre
II Deuxième partie: Retour

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner    Flöte
Manfred Spitaler      Klarinette
Viktor Müller         Klavier
Lorenz Haas           Schlagzeug
Urs Bumbacher         Violine
Annina Wöhrle         Violine
Petra Ackermann       Viola
Nicola Romanò         Violoncello
Sebastian Gottschick  Leitung


Ensemble „La Morra“
Künstlerische Leitung: Corina Marti und Michal Gondko
Els Janssens, Daniel Cabena, Ivo Haun, Mathias Spoerry (Gesang)
Corina Marti (Flöten und Clavicembalum), Michal Gondko (Laute)
Dani Pelagatti (Douçaine), Anna Danilevskaya (Fidel)










Das Wort „amer“, ein in der mittelalterlichen Lyrik beliebtes double-entendre, kann sowohl „lieben“ als auch „bitter“ bedeuten. Im Werk von Guillaume de Machaut (um 1300-1377) nimmt es einen zentralen Platz ein.
Doch die „amour courtois“ bildet nur einen der vielen Aspekte des dichten poetisch-musikalischen Universums von Machaut.

Meine kompositorische Annäherung an seine Welt macht den Weg über die Motetten. In ihnen sind durchweg mehrere Texte übereinandergeschichtet, sodass jede der meist drei Stimmen eine eigene lyrische Botschaft besitzt. Welch ein experimenteller, moderner Ansatz! Ein liturgischer Tenor (die unterste Stimme) wird von zwei weltlichen Liebesgedichten überlagert, wodurch Machaut ein ungeheures Assoziationsfeld öffnet: Die Liebeslyrik erzählt von Begehren und erotischen Reizen, während der Tenor beispielsweise wie in der Motette 1 auf das jüngste Gericht und die Schrecken einer drohenden Katastrophe hinweist – eine Assonanz ergibt sich aus „amara valde“ (sehr bitter) im Tenor und „amer“, „amours“ in den Oberstimmen.

Machaut’s Zeit, das 14. Jahrhundert war eine Zeit der Krisen und Umbrüche. Im geistigen Bereich bahnt sich ein Bewusstseinswandel an, der den immer noch im Mythisch-Seelischen verankerte und in antiken Vorstellungen lebende Mensch hinaustreibt ins Räumliche: Die Entdeckung der Perspektive und die immer stärker aufkommende mechanische Zeitmessung (welche die unkontrollierbare Zeit unter eine „räumliche“ Kontrolle zwingen will) schaffen ein durch ein neues Raum-Zeit-Verhältnis geprägtes Weltbild, wo der Mensch ins Zentrum rückt, seine Umwelt beherrschend. Versteht man Zeit als das Veränderliche, das stets in Bewegung ist, und Raum als das Bleibende, unsere Leiden Überdauernde, so könnten Machaut’s Motetten beinahe als Kristallisation des grossen und stets ambivalenten Raum-Zeit-Themas gesehen werden: Auf der einen Seite das bewegte Liebessehnen und ausdrucksstarke Melodik, auf der anderen Seite die ausgemessene Tondauern-Ordnung, eine statische, quasi auf dem Reissbrett entworfene, Form. Machaut’s Musik steht in ihrer Ästhetik an der Schwelle vom Mittelalter zur Renaissance und im Spannungsfeld zweier Musikauffassungen: Musik als tönende Zahl versus Musik als Ausdrucksmittel und Partnerin des Wortes. Emotion und Konstruktion, beide auch in meiner Musik zentral. Dieses Spannungsverhältnis von engem Korsett und mehrschichtiger, ins Offene weisender Textanlage faszinieren mich sehr.

Mit meiner Musik will ich in die Bedeutungsfelder eindringen, sie interpretierend erkunden, den Fragen nach den konstruktiv räumlichen und den mehr sinnlich dynamisch-zeitlichen Merkmalen nachgehen, das Erotische wie das Sakrale, auf eine zeitlose Ewigkeit Gerichtete gleichermassen hervorhebend. Meine Komposition soll streng und zügellos-sinnlich, derb und fein sein: die Widersprüche werden aufgehoben im „Sowohl – als – auch“, Machaut hat gerade das auf eine geniale Weise verwirklicht, mir sei es Vorbild! Einmal bewege ich mich dabei auf Machaut zu und bearbeite mit meinen Mitteln (im Sinne einer freien Instrumentation), ein anderes Mal entferne ich mich wieder mehr von ihm, bin musikalisch unabhängig und lasse mich vom emotionalen Gehalt einer Motette und ihrem Bedeutungsfeld inspirieren. Machaut’s Kompositionstechniken nehme ich ansatzweise in meine Sprache auf (so beispielsweise, wenn ein isorhythmisches Gerüst als Folie für meine Musik dient), in einigen Sätzen fokussiere ich mich auf die gregorianische Quelle, zeichne sie gebunden oder frei nach, in anderen wiederum konzentriere ich mich auf Klangliches und denke Machaut’s „Harmonik“ weiter, übertragen in eine Welt des 21. Jahrhunderts. Um eine produktive Distanz zu wahren, verzichte ich auf den Gesang und möchte Machaut’s Land mit reiner Instrumentalmusik erkunden.

Die grossformale Anlage meines Zyklus „AMER – Tänze im Labyrinth“ geht aus von der Anordnung der Motetten 1-17, wie sie in den meisten von Machaut selbst betreuten Handschriften überliefert ist.
Die Motetten 1-17 weisen eine Besonderheit auf, der ich im Buch „Guillaume de Machaut and Reims – Context and Meaning in his Musical Works“ der amerikanischen Musikwissenschaftlerin Anne Walters Robertson begegnet bin: Robertson gelingt es durch allegorische Lesarten, die Liebesgedichte mit den geistlichen Tenores in eine inhaltliche Beziehung zu bringen und nachzuweisen, dass die Anordnung der Motetten 1-17 mit der Reihenfolge der Stationen eines mystischen Stufenwegs übereinstimmt. Bedeutende Mystiker zur Zeit Machaut’s haben solche Stufenwege, deren Ziel die „unio mystica“ ist, in einer der Liebeslyrik ihrer Zeit angelehnten Sprache beschrieben. Es war im 14. Jahrhundert durchaus üblich, Sakrales mit Profanem zu vermengen, ein prominentes Beispiel dafür wären „sponsus“ und „sponsa“ aus dem Hohelied, die einerseits für die körperlich-erotische Liebesbeziehung zweier Menschen, andererseits für die göttliche Liebe zwischen Christus und der Seele stehen können.

Sowohl die Thematik des mystischen Weges als auch die streng symmetrisch um eine sich zentral abhebende Motette (Nr. 9) gebaute Anlage der Motetten 1-17 lassen sich mit der Form und Symbolik des Labyrinths in Verbindung bringen: Der Suchende tritt ein und gelangt auf einem fest gelegten und vielfach gewundenen Pfad zur Mitte (Windungen können als Höhen und Tiefen auf dem spirituellen Weg interpretiert werden, aber auch als Gefühlsschwankungen des Liebhabers), wo traditionellerweise der Minotaurus (=Teufel) besiegt werden muss. Gelingt ihm das, begibt er sich auf den genau umgekehrten Rückweg und gelangt als ein neuer Mensch zum Ausgang zurück, der zuvor Eingang war. Labyrinthe waren in vielen Kathedralen Frankreichs anzutreffen. Leider wurden die meisten zerstört. So geschah es auch mit demjenigen von Reims, der Kathedrale, in der Machaut mehr als die Hälfte seines Lebens wirkte. Zu seiner Zeit existierte es noch. Ob man auch darauf getanzt hat, ist nicht überliefert, doch wahrscheinlich, denn wie Hermann Kern in seinem Buch „Labyrinthe“ nachweist, wird „Des weiteren ... für die Kathedralen von Auxerre und Sens von Tänzen berichtet, die Bischof (oder Dekan) und Kapitel am Ostersonntag um das Labyrinth herum aufgeführt haben.“ Kern schreibt von einem „Ballspiel, verbunden mit einem Reigentanz, ... das durch Parlaments- (=Gerichts-)Beschluss 1538 verboten, in Auxerre aber noch bis 1690, also bis zur Zerstörung des Labyrinths, durchgeführt wurde und dessen Beschreibung sich in einer Ballspielordnung von 1396 erhalten hat.“ Er geht davon aus, dass „der Dekan tatsächlich den Labyrinth-Windungen entlang tanzte, hinein und wieder heraus; ... Der Reigen wurde von der Orgel begleitet, und nachdem der Dekan mit Lied und Tanz (saltatio), die anderen mit ihrem Reigen fertig waren, eilte man gemeinsam zum Festmahl.“

Ist dieser Tanz im Labyrinth nicht ein wunderbares Bild für die Verschmelzung von Sakralem mit Profanem, von Konstruiertem (Form des Labyrinths) mit Sinnlichem (dem tanzenden Körper), von statisch Räumlichem mit dynamisch Zeitlichem?

„AMER – Tänze im Labyrinth“, ein rund vierzigminütiger Zyklus, der um Themen kreist, wie sie sich im Kosmos Guillaume de Machaut’s finden.

Lukas Langlotz, 2012
 
         

ARCHIV 2013

   

Dezember

         
19.12.2013 20:30   Zürich, Moods, Schiffbaustrasse 6

ensemble für neue musik zürich ist "Artist in Residence" im Moods



Beyond Denissow

20:30
Edisson Denissow (1929-1996)
„La vie en rouge“
Text: Boris Vian
Edisson Denissow (1929-1996) zählt zu den bedeutensten Komponisten der russischen Moderne. Er hat für „La vie en rouge“ politische Texte von Boris Vian (1920-1959) vertont und versucht, dessen Musikalität der Sprache in seinem Liedzyklus umzusetzen.
Über diese sieben Songs wird WWU in Intermezzi frei improvisieren.

21:30
Kurzstücke von Peter Wettstein, Benjamin Lang, Hans Ulrich Lehmann, Beat Fehlmann, Bruno Stöckli, Jochen Neurath, Dominique Girod, Johannes Harneit, Daniel Fueter, Mathias Steinauer.
WWU improvisiert über die streng durchkomponierten 1-Minuten-Werke, die wir 2005 anlässlich unseres 25. Jubiläums erhalten haben.

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner    Flöte
Manfred Spitaler      Klarinette
Viktor Müller         Klavier
Lorenz Haas           Schlagzeug
Urs Bumbacher         Violine
Nicola Romanò         Violoncello
Sebastian Gottschick  Leitung


Jeannine Hirzel       Mezzosopran


WWU
Chris Wiesendanger  Klavier
Christian Weber     Bass
Dieter Ulrich       Drums


 
         
         
11.12.2013 20:30   Zürich, Moods, Schiffbaustrasse 6

ensemble für neue musik zürich ist "Artist in Residence" im Moods



Beyond Songs & Melodies

20:30
Kondensator-Orchestra spielt "Some new Songs" von Hans-Peter Frehner
Hans-Peter Frehner     Flöte, Leitung
Manfred Spitaler       Klarinette
Raphael Camenisch      Saxophon
Mats Spillmann         Trompete
Viktor Müller          Fender Rhodes
Lorenz Haas            Vibraphon
Lionel Friedli         Drumset
Urs Bumbacher          Violine
Nicola Romanò          Violoncello
Anna Trauffer          Kontrabass, Stimme
Philipp Schaufelberger E-Gitarre
Wolfgang Zwiauer       E-Bass
Sebastian Hofmann      Electronics, Turntables


Hans-Peter Frehner

Mein Kopf wurde musikalisch 1965-1975 gefüllt – das hört man in meinen einfachen Melodien – ewige Aktivität in Neuer Musik beinflussen seither meine Kompositionen.
Also habe ich „some new songs“ aus all diesen Zeiten kondensiert und für das neue Kondensator-Orchester (das erweiterte „ensemble für neue musik zürich“) komponiert.
Hans-Peter Frehner

21:30



Lorenz Haas       Voice, Rhodes
Nicola Romanò     Violoncello
Wolfgang Zwiauer  Bass
Lionel Friedli    Drums

"Laus ist eine sehr moderne Hippie-Band, die es schafft die bunten 7o-er rein in fein abgestuften Schwarzweiss-Tönen zu adaptieren."
Lorenz Haas


 
         
         
 3.12.2013 20:30   Zürich, Moods, Schiffbaustrasse 6

20:30 Part 1
21:30 Part 2

Hans-Peter Frehner mit ensemble für neue musik zürich ist "Artist in Residence" im Moods



Beyond Taste - Without Subtlety
Wir sind das Ende der Nahrungskette
Konzertante Minioper - A shred

die frau war ein alter mann
und steckt mir den finger in den mund
drückt auf den gaumen
ich hab geschrien
Leo Riegler

"Für das schweiz-österreichische Gastspiel im Moods nähern sich vier weitentfernte Pole an. Hier das brachial-komische, bitter-inbrünstige Duo koenigleopold (Lukas König und Leo Riegler) aus Wien, da der feine Extremalleskönner Christian Weber; dazu das unerbittlich-seriöse ensemble für neue musik zürich und am Schluß Daniel Riegler, unbeirrbarer Hansdampf zwischen Big Band- und Reiseleiter. Sie und ihre Musik sind die Akteure wie auch Inhalt der Minioper ohne Libretto. Einem shred ihrer Geschichte(n): Wien und Zürich. Jazz und Käse. Bier und Staccatissimo…"
Daniel Riegler

   
koenigleopold                               Christian Weber

koenigleopold
Lukas König      drums, basssynth
Leo Riegler      electronics, MC

Christian Weber  Kontrabass
Daniel Riegler   Posaune, Leitung

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Viktor Müller      Klavier
Lorenz Haas        Vibraphon
Urs Bumbacher      Violine
Nicola Romanò      Violoncello


 
         

November

         
11.11.2013 20:15   Winterthur, Theater am Gleis, Untere Vogelsangstrasse 3



Wie ein Band aufrollen und ins Feuer werfen
Ein Liederzyklus von Chris Wiesendanger basierend auf Texten von Paul Celan, Eugène Guillevic und mittelalterlichen japanischen Tankas


Sonoe Kato          Gesang
Chris Wiesendanger  Klavier
Christian Weber     Kontrabass


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner  Flöte
Manfred Spitaler    Klarinette
Lorenz Haas         Schlagzeug
Viktor Müller       Klavier/Fender Rhodes
Urs Bumbacher       Violine
Nicola Romanò       Violoncello


         
         
 3.11.2013
 2.11.2013
 1.11.2013
17:00
20:00
20:00
  Langenbruck, Kloster Schönthal
Zürich, Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20
Zürich, Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20



PROJET MACHAUT

1. TEIL:
Lukas Langlotz (*1971)
„AMER – Tänze im Labyrinth“ UA
für Ensemble, 2012/13
Ein Zyklus unter Einbezug der Motetten 1,2,5,9,11 und 17
von Guillaume de Machaut

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner    Flöte
Manfred Spitaler      Klarinette
Viktor Müller         Klavier
Lorenz Haas           Schlagzeug
Urs Bumbacher         Violine
Dorota Sosnowski      Violine
Petra Ackermann       Viola
Nicola Romanò         Violoncello
Sebastian Gottschick  Leitung

2. TEIL:
LE NOBLE RHETORIQUE
Werke von Guillaume de Machaut (um 1300-1377)


Ensemble „La Morra“
Künstlerische Leitung: Corina Marti und Michal Gondko
Els Janssens, Daniel Cabena, Ivo Haun, Mathias Spoerry (Gesang)
Corina Marti (Flöten und Clavicembalum), Michal Gondko (Laute)
Dani Pelagatti (Douçaine), Elizabeth Rumsey (Fidel)





         

September

         
28.09.2013
26.09.2013
20:30
20:00
  Uster, pam!, Central, Brauereistrasse 2
Zürich, Kunsthalle, Limmatstrasse 270



Wie ein Band aufrollen und ins Feuer werfen
Ein Liederzyklus von Chris Wiesendanger basierend auf Texten von Paul Celan, Eugène Guillevic und mittelalterlichen japanischen Tankas


Sonoe Kato          Gesang
Chris Wiesendanger  Klavier
Christian Weber     Kontrabass


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner  Flöte
Manfred Spitaler    Klarinette
Lorenz Haas         Schlagzeug
Viktor Müller       Klavier/Fender Rhodes
Urs Bumbacher       Violine
Nicola Romanò       Violoncello


         
         
15.09.2013
14.09.2013
13.09.2013
12.09.2013
20:00
20:00
20:00
20:00
  Berlin, Ackerstadtpalast, Ackerstrasse 169/170
Berlin, Naherholung Sternchen, Berolinastrasse 7
Berlin, alt stralau 71
Basel, Imprimerie, Gemsberg 5

SITZPROBE - EIN REIGEN FÜR ENSEMBLE UND SOPRAN
Wie der Geiger sein Instrument an den Galgen hängte


Anna Trauffer entwirft einen Abend für das ensemble für neue musik zürich. Die Kompositionen setzen sich intensiv mit den Leuten auseinander, die sie spielen werden: Das Ensemble, bestehend aus sechs Mann - ein eingespieltes Kollektiv - und die Sängerin Irina Ungureanu finden sich wieder in massgeschneiderter Partitur. Eine Vorlage, die sie weniger im virtuosen Spiel, denn im natürlichen Agieren auf der Bühne fordert.
Dieser Liederabend verspricht poetisch, zart und süffig zu werden.

Texte von Kafka, Celan, Gomringer, Urweider, Coburger, Trauffer

Live-Mitschnitt aus dem Konzert in Zürich, Kunstraum Walcheturm,
9. Juni 2013














ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöten, Pfeifen, Glocke, Gesang, Hellraumprojektor, Dirigat
Manfred Spitaler   Klarinetten, Glocke, Gesang
Lorenz Haas        Schlagwerk, Glockenspiel, Glas, Gesang, Hellraumprojektor
Viktor Müller      Klavier, Spieluhren
Urs Bumbacher      Violine, Glasharfe, Crotales, Gesang
Nicola Romanò      Violoncello, E-Gitarre, Glocke, Gesang

Christoph Coburger Œil extérieur

Irina Ungureanu    Sopran



 
         

Juni

         
14.06.2013
13.06.2013
 9.06.2013
 8.06.2013
 7.06.2013
21:00
21:00
21:00
21:00
21:00
  Bern Wabern, bernau - kultur im quartier, Seftigenstrasse 243
Zofingen, Alass, Pfistergasse 54
Zürich, Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20
Zürich, Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20
Zürich, Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20

SITZPROBE - EIN REIGEN FÜR ENSEMBLE UND SOPRAN, UA
Wie der Geiger sein Instrument an den Galgen hängte


Anna Trauffer entwirft einen Abend für das ensemble für neue musik zürich. Die Kompositionen setzen sich intensiv mit den Leuten auseinander, die sie spielen werden: Das Ensemble, bestehend aus sechs Mann - ein eingespieltes Kollektiv - und die Sängerin Irina Ungureanu finden sich wieder in massgeschneiderter Partitur. Eine Vorlage, die sie weniger im virtuosen Spiel, denn im natürlichen Agieren auf der Bühne fordert.
Dieser Liederabend verspricht poetisch, zart und süffig zu werden.

Der Bildersammlung auf dem Video sind zwei Stücke unterlegt, die aus diesem Kompositionsauftrag resultierten. Es handelt sich um Probeaufnahmen.
Musik und Bilder: Anna Trauffer
Text: Eugen Gomringer und Franz Kafka






ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner    Flöten, Pfeifen, Hellraumprojektor, Dirigat
Urs Bumbacher        Geige, Glasharfe, Crotales
Viktor Müller        Klavier, Spieluhr
Nicola Romanò        Violoncello, E-Gitarre
Manfred Spitaler     Klarinetten, Gesang
Lorenz Haas          Schlagwerk, Glockenspiel, Stimmgabel, Gesang

Irina Ungureanu      Sopran
Christoph Coburger   Oeuil éxterieur




Anna Trauffer
Lebt seit 2005 in Zürich. Studium an der Hochschule der Künste Bern bei Béla Szedlàk. Arbeitet als freischaffende Kontrabassistin in den Bereichen Musiktheater, Improvisation und Performance. Weiterbildungskurs an der Klangkunstbühne Berlin bei Jürg Kienberger.
Als singende Bassistin interpretiert sie zeitgenössische Literatur in den verschiedensten Zusammenhängen.
Mitwirkung bei verschiedenen Projekten des « Ensemble für Städtebewohner » Wien und Berlin. Zusammenarbeit mit Tim Krohn, Astride Schläfli, Daniel Mouthon, Noldi Alder, Lucas Niggli, Jörg Köppl, GNOM Baden, Rafael Baier, Martin Schick.
2006 gewann sie den Spezialpreis für die beste Interpretation des zeitgenössischen Pflichtstückes von Daniel Glaus am internationalen Kontrabasswettbewerb in Bern.

Musikalische Konzeptionierung und Mitwirkung in folgenden Projekten:
2011: Alle deine Namen, Musiktheater mit Texten von Raphael Urweider
Mit Astride Schläfli. Koproduktion Schlachthaus/Tuchlaube
2010: Vrenelis Gärtli, Bühnenfassung des Romans von Tim Krohn. Theater Chur, Fabriktheater Zürich, Sophiensäle Berlin. Regie: Jonas Knecht.
2010: Romeo & Julia, Theatermusik mit Christoph Coburger und Philipp Schaufelberger für das Landestheater Linz, Regie: Gerhard Willert
2010: Pegelstand II, Performance auf Holzbrücke in Baden ; Veranstalter : GNOM
2010: Hexperimente II, Zeitgenössische Stubete im Avers kuratiert von Ina Boesch und Corinne Holtz zusammen mit Tim Krohn und seinem neuen Text, « Der Geist am Berg ».
2009: Blaubart Bingo, eine ad hoc-Zimmer-Oper in drei Tagen mit Daniel Mouthon, Hanspeter Frehner und Philipp Schaufelberger im Hotel Fürstenhof in Wien.
2008: Mein junges idiotisches Herz von Anja Hilling, Schauspielhaus Zürich. Regie: Jan Stephan Schmieding
2005–2011: Neues von Dr. Sammelklang, mit Rafael Baier. Künstlerische Leitung, Konzept und Regie: Kabel – Musikvermittlung für junge Ohren, Zürich
2007-2011: Vrenelis Gärtli, musikalisierte Lesung mit Tim Krohn, als Hörbuch erschienen beim Christoph Merian Verlag.
Zusammenarbeit mit dem Collectif barbare:
2008: Les enfants de barbarie
2006: Monte Verità, Sinnsuche und Sonnenbad
www.annatrauffer.ch

Irina Ungureanu
Geboren 1984 in Bukarest. Mit fünf Jahren erhielt sie ersten Geigenunterricht von ihrer Mutter Cristina Ungureanu und sang in der rumänischen Volksmusikgruppe ihres Vaters Marius Ungureanu mit. Von 2004 bis 2009 studierte sie Gesang an der ZhdK bei Jane Thorner Mengedoht. Besondere Aufmerksamkeit schenkt sie der zeitgenössischen Musik, der freien Improvisation, der rumänischen Volksmusik und der Theatermusik. Damit tritt sie in festen sowie in wechselnden Formationen regelmässig in Projekten und Konzerten im In- und Ausland auf. Sie ist Gründerin des Trio Tafeal mit Teresa Hackel (Blockflöten) und Simone Keller (Klavier) und Sängerin des Grünen Blattes mit Urs Vögeli (E-Gitarre) und Dominique Girod (Kontrabass), beides Ensembles für rumänische Volksmusik, Improvisation und zeitgenössische Musik im weitesten Sinne.
irinaungureanu.ch


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März

         
 2.03.2013 20:00   Zürich, Kunsthalle, Limmatstr. 270



Franz Furrer-Münch (1924-2010)

Die Aussicht (2009/10) UA
Text: F. Hölderlin
Für Sopran, Flöte, Klarinette, Violoncello, Kontrabass, Klavier, Schlagzeug

Die Aussicht (2010) UA 2. Fassung
Für Sopran, Klarinette, Horn, Posaune, Klavier, Violoncello, Schlagzeug

Wie ist doch alles weit ins Bild gerückt (2008) UA
Text: R.M. Rilke
Für Sopran, Klarinette, Horn, Posaune, Klavier, Violoncello, Schlagzeug

„Trauerode“ op. 141 Nr.1 von Max Reger
Arrangiert von Hans-Peter Frehner für Fl,Kl,Hn,Pos,Vc,Kb,Pf


Barbara Böhi, Sopran
Lukas Langlotz, Leitung

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, Flöten
Manfred Spitaler, Klarinetten
Lorenz Raths, Horn
Beat Felder, Posaune
Lorenz Haas, Schlagzeug
Viktor Müller, Klavier
Nicola Romanò, Violoncello
Josef Gilgenreiner, Kontrabass

Franz Furrer-Münch

Seit 1992 begleitet uns das Werk von Franz Furrer-Münch (1924-2010). Viele seiner Kompositionen haben wir uraufgeführt. Eine enge künstlerische Zusammenarbeit und Freundschaft hat uns mit ihm verbunden. Im Jahr 2010 gab mir Franz "Wie ist doch alles weit ins Bild gerückt" zu einer Uraufführung. Noch früher hatte er Barbara Böhi und mir zu unserem gemeinsamen Geburtstag das Werk „Die Aussicht“ überreicht. Erst jetzt haben wir zu unserer Überraschung festgestellt, dass wir zwei unterschiedliche Vertonungen desselben Gedichtes erhalten hatten.
Wir freuen uns, mit der Uraufführung der drei Lieder, unseren Freund Franz Furrer-Münch an seinem Geburtstag zu ehren.
hpf

         

Februar

         
17.02.2013
16.02.2013
15.02.2013
20:00
19:00
20:00
  Berlin, Ackerstadtpalast, Ackerstrasse 169/170
Hamburg, Freie Akademie der Künste, Klosterwall 23
Köln, Alte Feuerwache, Melchiorstrasse 3

Sascha Lino Lemke (*1976)
Concerto a sei UA
per violoncello concertante e cinque strumenti (2012, für Nicola Romanò)

Sebastian Gottschick (*1959)
„Entreacte I“ (Umbaumusik)

Philippe Racine (*1958)
En attendant l'aube UA
Concerto pour flûte et petit ensemble (2012, für Hans-Peter Frehner)

Sebastian Gottschick
„Entreacte II“
(Umbaumusik)
nach der Fantazia Upon One Note von Henry Purcell

Bruno Stöckli (*1960)
what/now/next UA
für Klarinette und kleines Ensemble (2012, für Manfred Spitaler)

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, Flöte
Manfred Spitaler, Klarinette
Viktor Müller, Klavier
Lorenz Haas, Schlagzeug
Urs Bumbacher, Violine
Nicola Romanò, Violoncello
Sebastian Gottschick, Leitung

Eintritt € 12, Ermässigt € 8

www.altefeuerwachekoeln.de

www.akademie-der-kuenste.de

www.ackerstadtpalast.de
         

ARCHIV 2012

   

Dezember

         
20.12.2012
19.12.2012
20:00
20:00
  Basel, Gare Du Nord im Bad. Bhf., Schwarzwaldallee 200
Basel, Gare Du Nord im Bad. Bhf., Schwarzwaldallee 200

Forelle Stanley
Kammeroper von Daniel Fueter

Regie: Philip Bartels
Musikalische Leitung: Sebastian Gottschick
Korrepetition: Simone Keller
Libretto: Mona Petri
Bühne: Markus Schmid
Kostüme: Marion Steiner
Licht/Technik: Li Sanli
Gesang:
Rea Claudia Kost (Mezzosopran)
Jeannine Hirzel (Mezzosopran)
Michaela Unsinn (Mezzosopran)
Niklaus Kost (Bariton)

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner (Flöten)
Manfred Spitaler (Klarinetten)
Urs Bumbacher (Violine)
Nicola Romanò (Violoncello)
Viktor Müller (Piano)
Sebastian Hofmann (Schlagzeug)

Produktion:
stranger in company Ⓟ

Trailer von Janek Petri:

Vimeo

         
         
 9.12.2012 17:00   Zürich, Kunsthaus Vortragssaal, Heimplatz 1

Kit Powell zum 75. Geburtstag

Sextet (2012) UA
Flöte, Bassklarinette, Violine, Violoncello, Klavier und Schlagzeug

Was Liebe ist (2011)
Sopran und Klavier

Chance Piece (2006) UA
Flöte und Tonband

Kapiti (2005) UA
Klavier

Microzoic Piano Suite (2012) UA
Bariton und Ensemble

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, Flöte
Manfred Spitaler, Klarinette
Gianluca Romanò, Klavier
Lorenz Haas, Schlagzeug
Urs Bumbacher, Violine
Nicola Romanò, Violoncello

Dominik Blum, Leitung und Klavier

Fiona Powell, Sopran
David Thorner, Bariton
Phillip Powell, Posaune
         

November

         
30.11.2012 20:00   Kunsthalle Zürich, Limmatstr. 270

KUNSTHALLE SPECIAL I

Morton Feldman (1926-1987)
Crippled Symmetry (1983)

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, Flöte & Bassflöte
Viktor Müller, Piano & Celesta
Lorenz Haas, Schlagzeug, Glockenspiel & Vibraphon
         
         
 4.11.2012
 3.11.2012
 2.11.2012
 1.11.2012
17:00
20:00
20:00
20:00
  Luzern, Theater Pavillon, Spelteriniweg 6
Zürich, Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20
Zürich, Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20
Zofingen, Alass, Pfistergasse 54

Sascha Lino Lemke (*1976)
Concerto a sei UA
per violoncello concertante e cinque strumenti (2012, für Nicola Romanò)

Sebastian Gottschick (*1959)
„Entreacte I“ (Umbaumusik)

Philippe Racine (*1958)
En attendant l'aube UA
Concerto pour flûte et petit ensemble (2012, für Hans-Peter Frehner)

Sebastian Gottschick
„Entreacte II“
(Umbaumusik)
nach der Fantazia Upon One Note von Henry Purcell

Bruno Stöckli (*1960)
what/now/next UA
für Klarinette und kleines Ensemble (2012, für Manfred Spitaler)

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, Flöte
Manfred Spitaler, Klarinette
Viktor Müller, Klavier
Lorenz Haas, Schlagzeug
Urs Bumbacher, Violine
Nicola Romanò, Violoncello
Sebastian Gottschick, Leitung

Eintritt € 12, Ermässigt € 8

www.altefeuerwachekoeln.de

www.akademie-der-kuenste.de

www.ackerstadtpalast.de
         

September

         
29.09.2012 17:00   Giornico (TI), Museum Josephsohn

20 JAHRE
LA CONGIUNTA

Haus für Reliefs und Halbfiguren von Josephsohn

Hans-Peter Frehner
Hommage à Josephsohn UA Version II
Eine Klanginstallation für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und 3 Percussionisten

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, Flöte
Manfred Spitaler, Klarinette
Urs Bumbacher, Violine
Nicola Romanò, Violoncello
Viktor Müller, Crotales
Lorenz Haas, Röhrenglocken
Sebastian Hofmann, Gong

Info

LA CONGIUNTA
         
         
24.09.2012 19:30   Zürich, Tonhalle, kleiner Saal

Charles Ives: A Songbook
Bearbeitungen für Gesang und Kammerensemble: Sebastian Gottschick

Scenes of my childhood are floating before my eyes

Memories
The Circus Band
Old Home Day
Down East

He liked to watch the funny things a-going by

Intermezzo: Scherzo: All the Way Around And Back

The See'r
Charlie Rutlage
Ann Street
Grantchester
In The Cage
The Housatonic At Stockbridge

Sebastian Gottschick
Whispers Of Heavenly Death (2009/11) nach Walt Whitman
__________________

And blind eyes opened on a new sweet world

Vote for names!
Watchman!
At the river
General W. Booth Enters Into Heaven
Serenity

Intermezzo: Gyp The Blood

Silence is pleased

Requiem
Like A Sick Eagle
A Farewell To Land

Intermezzo: In the Night
Evening

****

Jeannine Hirzel/Mezzosopran
Omar Ebrahim/Bariton

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöte
Manfred Spitaler/Klarinette
Lorenz Raths/Horn
Lorenz Haas/Schlagzeug
Viktor Müller/Klavier
Urs Bumbacher/Violine
Nicola Romanò/Violoncello
Anna Trauffer/Kontrabass

Sebastian Gottschick/Leitung
         
         
 8.09.2012 20:00   Langenbruck, Kloster Schönthal

Musik aus alter und neuer Zeit

Carlo Gesualdo di Venosa (1561-1613)
«tenebrae (remembering Gesualdo)»
(eingerichtet von M.Schmid)

Martin Schmid (*1971)
«first light» (2011) UA
für Sopran und Ensemble

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöte
Donna Molinari/Klarinette
Viktor Müller/Piano
Sebastian Hofmann/Percussion
Urs Bumbacher/Violine
Nicola Romanò/Violoncello

Catriona Bühler/Sopran
Andreas Brenner/Leitung
         

Juli

         
 7.07.2012
 5.07.2012
 
 
  Cheltenham Music Festival
Hull, Hull Truck Theatre

Edward Rushton (UK/CH)
„Babur in London“ UA
Libretto: Jeet Thayil (Indien)
Regie: John Fulljames (UK)
Musikalische Leitung: Tim Murray

Babur - Omar Ebrahim
Nafisa - Kishani Jayasinghe
Saira - Annie Gill
Faiz - Damian Thantrey
Mo - Amar Muchhala

ensemble für neue musik zürich
Flöte: Hans-Peter Frehner
E-Gitarre: Philipp Schaufelberger
Percussion: Lorenz Haas
Violoncello: Nicola Romanò
Kontrabass: Anna Trauffer

Ausstattung - Sarah Beaton
Lichtdesign - Matt Haskins
Video/Projektion - Ian William Galloway

The Opera Group London
www.theoperagroup.co.uk

Produktion Schweiz
stranger in company Ⓟ

Koproduktion: Anvil Arts, Basingstoke and Opera North
         

Juni

         
28.06.2012
27.06.2012
 
 
  London, Lilian Baylis Studio, Sadler Wells
London, Lilian Baylis Studio, Sadler Wells

Edward Rushton (UK/CH)
„Babur in London“ UA
Libretto: Jeet Thayil (Indien)
Regie: John Fulljames (UK)
Musikalische Leitung: Tim Murray

Babur - Omar Ebrahim
Nafisa - Kishani Jayasinghe
Saira - Annie Gill
Faiz - Damian Thantrey
Mo - Amar Muchhala

ensemble für neue musik zürich
Flöte: Hans-Peter Frehner
E-Gitarre: Philipp Schaufelberger
Percussion: Lorenz Haas
Violoncello: Nicola Romanò
Kontrabass: Anna Trauffer

Ausstattung - Sarah Beaton
Lichtdesign - Matt Haskins
Video/Projektion - Ian William Galloway

The Opera Group London
www.theoperagroup.co.uk

Produktion Schweiz
stranger in company Ⓟ

Koproduktion: Anvil Arts, Basingstoke and Opera North
         
         
27.06.2012 20:00   St. Gallen, Lokremise

Forelle Stanley
Kammeroper von Daniel Fueter

Regie: Philip Bartels
Musikalische Leitung: Sebastian Gottschick
Korrepetition: Simone Keller
Libretto: Mona Petri
Bühne: Markus Schmid
Kostüme: Marion Steiner
Licht/Technik: Li Sanli
Gesang:
Rea Claudia Kost (Mezzosopran)
Marian Dijkhuizen (Mezzosopran)
Jeannine Hirzel (Mezzosopran)
Niklaus Kost (Bariton)

ensemble für neue musik zürich
Murat Cevik (Flöten)
Manfred Spitaler (Klarinetten)
Urs Bumbacher (Violine)
Moritz Müllenbach (Violoncello)
Viktor Müller (Piano)
Sebastian Hofmann (Schlagzeug)

Produktion:
stranger in company Ⓟ

         
         
26.06.2012     London, Lilian Baylis Studio, Sadler Wells

Edward Rushton (UK/CH)
„Babur in London“ UA
Libretto: Jeet Thayil (Indien)
Regie: John Fulljames (UK)
Musikalische Leitung: Tim Murray

Babur - Omar Ebrahim
Nafisa - Kishani Jayasinghe
Saira - Annie Gill
Faiz - Damian Thantrey
Mo - Amar Muchhala

ensemble für neue musik zürich
Flöte: Hans-Peter Frehner
E-Gitarre: Philipp Schaufelberger
Percussion: Lorenz Haas
Violoncello: Nicola Romanò
Kontrabass: Anna Trauffer

Ausstattung - Sarah Beaton
Lichtdesign - Matt Haskins
Video/Projektion - Ian William Galloway

The Opera Group London
www.theoperagroup.co.uk

Produktion Schweiz
stranger in company Ⓟ

Koproduktion: Anvil Arts, Basingstoke and Opera North
         
         
26.06.2012 20:00   St. Gallen, Lokremise

Forelle Stanley
Kammeroper von Daniel Fueter

Regie: Philip Bartels
Musikalische Leitung: Sebastian Gottschick
Korrepetition: Simone Keller
Libretto: Mona Petri
Bühne: Markus Schmid
Kostüme: Marion Steiner
Licht/Technik: Li Sanli
Gesang:
Rea Claudia Kost (Mezzosopran)
Marian Dijkhuizen (Mezzosopran)
Jeannine Hirzel (Mezzosopran)
Niklaus Kost (Bariton)

ensemble für neue musik zürich
Murat Cevik (Flöten)
Manfred Spitaler (Klarinetten)
Urs Bumbacher (Violine)
Moritz Müllenbach (Violoncello)
Viktor Müller (Piano)
Sebastian Hofmann (Schlagzeug)

Produktion:
stranger in company Ⓟ

         
         
24.06.2012     Oxford, Oxford Playhouse

Edward Rushton (UK/CH)
„Babur in London“ UA
Libretto: Jeet Thayil (Indien)
Regie: John Fulljames (UK)
Musikalische Leitung: Tim Murray

Babur - Omar Ebrahim
Nafisa - Kishani Jayasinghe
Saira - Annie Gill
Faiz - Damian Thantrey
Mo - Amar Muchhala

ensemble für neue musik zürich
Flöte: Hans-Peter Frehner
E-Gitarre: Philipp Schaufelberger
Percussion: Lorenz Haas
Violoncello: Nicola Romanò
Kontrabass: Anna Trauffer

Ausstattung - Sarah Beaton
Lichtdesign - Matt Haskins
Video/Projektion - Ian William Galloway

The Opera Group London
www.theoperagroup.co.uk

Produktion Schweiz
stranger in company Ⓟ

Koproduktion: Anvil Arts, Basingstoke and Opera North
         
         
20.06.2012
19.06.2012
20:00
20:00
  Theater Rigiblick
Theater Rigiblick

Forelle Stanley
Kammeroper von Daniel Fueter

Regie: Philip Bartels
Musikalische Leitung: Sebastian Gottschick
Korrepetition: Simone Keller
Libretto: Mona Petri
Bühne: Markus Schmid
Kostüme: Marion Steiner
Licht/Technik: Li Sanli
Gesang:
Rea Claudia Kost (Mezzosopran)
Marian Dijkhuizen (Mezzosopran)
Jeannine Hirzel (Mezzosopran)
Niklaus Kost (Bariton)

ensemble für neue musik zürich
Murat Cevik (Flöten)
Manfred Spitaler (Klarinetten)
Urs Bumbacher (Violine)
Moritz Müllenbach (Violoncello)
Viktor Müller (Piano)
Sebastian Hofmann (Schlagzeug)

Produktion:
stranger in company Ⓟ

         
         
18.06.2012
15.06.2012
14.06.2012
12.06.2012
 
 
 
 
  Birmingham, CBSO Centre
Leeds, The Howard Assembly Rooms
Leeds, The Howard Assembly Rooms
Basingstoke UK, Haymarket

Edward Rushton (UK/CH)
„Babur in London“ UA
Libretto: Jeet Thayil (Indien)
Regie: John Fulljames (UK)
Musikalische Leitung: Tim Murray

Babur - Omar Ebrahim
Nafisa - Kishani Jayasinghe
Saira - Annie Gill
Faiz - Damian Thantrey
Mo - Amar Muchhala

ensemble für neue musik zürich
Flöte: Hans-Peter Frehner
E-Gitarre: Philipp Schaufelberger
Percussion: Lorenz Haas
Violoncello: Nicola Romanò
Kontrabass: Anna Trauffer

Ausstattung - Sarah Beaton
Lichtdesign - Matt Haskins
Video/Projektion - Ian William Galloway

The Opera Group London
www.theoperagroup.co.uk

Produktion Schweiz
stranger in company Ⓟ

Koproduktion: Anvil Arts, Basingstoke and Opera North
         

April

         
 5.04.2012
 4.04.2012
20:00
20:00
  St. Gallen, Lokremise
Basel, Gare du Nord

Edward Rushton (UK/CH)
„Babur in London“ UA
Libretto: Jeet Thayil (Indien)
Regie: John Fulljames (UK)
Musikalische Leitung: Tim Murray

Babur - Omar Ebrahim
Nafisa - Kishani Jayasinghe
Saira - Annie Gill
Faiz - Damian Thantrey
Mo - Amar Muchhala

ensemble für neue musik zürich
Flöte: Hans-Peter Frehner
E-Gitarre: Philipp Schaufelberger
Percussion: Lorenz Haas
Violoncello: Nicola Romanò
Kontrabass: Anna Trauffer

Ausstattung - Sarah Beaton
Lichtdesign - Matt Haskins
Video/Projektion - Ian William Galloway

The Opera Group London
www.theoperagroup.co.uk

Produktion Schweiz
stranger in company Ⓟ

Koproduktion: Anvil Arts, Basingstoke and Opera North
         
         
 3.04.2012 20:30   Zürich, Moods

Wie ein Band aufrollen und ins Feuer werfen, UA
Ein Liederzyklus von Chris Wiesendanger basierend auf Texten von Paul Celan, Guillevic und mittelalterlichen japanischen Tankas

Artist in Residence April 2012 im Moods Zürich: Chris Wiesendanger

Sonoe Kato, Gesang
ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, Flöte
Manfred Spitaler, Klarinette
Lorenz Haas, Schlagzeug
Urs Bumbacher, Violine
Nicola Romanò, Violoncello

Chris Wiesendanger, Klavier
Christian Weber, Kontrabass
         

März

         
30.03.2012
29.03.2012
28.03.2012
20:00
20:00
20:00
  Zürich, Theater Rigiblick
Zürich, Theater Rigiblick
Zürich, Theater Rigiblick

Edward Rushton (UK/CH)
„Babur in London“ UA
Libretto: Jeet Thayil (Indien)
Regie: John Fulljames (UK)
Musikalische Leitung: Tim Murray

Babur - Omar Ebrahim
Nafisa - Kishani Jayasinghe
Saira - Annie Gill
Faiz - Damian Thantrey
Mo - Amar Muchhala

ensemble für neue musik zürich
Flöte: Hans-Peter Frehner
E-Gitarre: Philipp Schaufelberger
Percussion: Lorenz Haas
Violoncello: Nicola Romanò
Kontrabass: Anna Trauffer

Ausstattung - Sarah Beaton
Lichtdesign - Matt Haskins
Video/Projektion - Ian William Galloway

The Opera Group London
www.theoperagroup.co.uk

Produktion Schweiz
stranger in company Ⓟ

Koproduktion: Anvil Arts, Basingstoke and Opera North
         

Februar

         
26.02.2012
25.02.2012
20:00
20:00
  Berlin, HBC
Köln, alte Feuerwache

Arthur Russell (1951-1992)
TOWER OF MEANING EA

Martin Lorenz (*1974)
FOR ENSEMBLE III UA
FOR ENSEMBLE IV UA

Solist:
Frank Möbus, E-Gitarre

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, Flöte
Manfred Spitaler, Klarinette
Lorenz Haas, Schlagzeug
Viktor Müller, Klavier
Urs Bumbacher, Violine
Nicola Romanò, Violoncello

Martin Lorenz, Turntables
Willy Strehler, Live-Sound

Leitung/Viola:
Sebastian Gottschick

Abendkasse
         

Januar

         
29.01.2012
28.01.2012
27.01.2012
26.01.2012
20:00
20:00
20:00
20:00
  Luzern, Theater Pavillon
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zofingen, ALASS (Pfistergasse 54)

Arthur Russell (1951-1992)
TOWER OF MEANING EA

Martin Lorenz (*1974)
FOR ENSEMBLE III UA
FOR ENSEMBLE IV UA

Solist:
Frank Möbus, E-Gitarre

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, Flöte
Manfred Spitaler, Klarinette
Lorenz Haas, Schlagzeug
Viktor Müller, Klavier
Urs Bumbacher, Violine
Nicola Romanò, Violoncello

Martin Lorenz, Turntables
Willy Strehler, Live-Sound

Leitung/Viola:
Sebastian Gottschick

Abendkasse
         

ARCHIV 2011

   

Dezember

         
 8.12.2011 18:00   Zürich, ETH, Auditorium Maximum

Eröffnung und Buchvernissage
ANNETTE GIGON/MIKE GUYER Architekten
9.12.2011 - 26.01.2012; Haupthalle, Zentrum, ETH Zürich

UA
Collage_1
Collage_2
von Hans-Peter Frehner und ensemble für neue musik zürich


„ensemble für neue musik zürich“
Hans-Peter Frehner: Flöte
Manfred Spitaler: Klarinette
Viktor Müller: Klavier
Lorenz Haas: Schlagzeug
Urs Bumbacher: Violine
Nicola Romanò: Violoncello
 
         

Oktober

         
29.10.2011 19:30   Zürich, Kunsthalle im Museum Bärengasse

Kunsthalle-Special: „Miraculous Whispers“ UA

Eine Musikinstallation
Konzept: Hans-Peter Frehner/Philipp Schaufelberger
Musik von Anna Trauffer, Philipp Schaufelberger, Hans-Peter Frehner

Die Musikinstallation nimmt Bezug auf die aktuelle Ausstellung von Walid Raad (Libanon)

Miraculous Players
ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner /Flöte, Manfred Spitaler/Klarinette, Viktor Müller/Keyboard,
Lorenz Haas/Schlagzeug, Urs Bumbacher/Violine, Nicola Romanò/Violoncello,

Miraculous Whisperers
Anna Trauffer/Kontrabass/Stimme, Philipp Schaufelberger/Gitarre,
Marc Unternährer/Tuba, Christian Weber/Kontrabass, Raphael Camenisch/Baritonsaxxophon,

Miraculous Musictransport
Sebastian Hofmann/Elektronik,

Wir danken:
Kunsthalle Zürich, Gönnerinnen und Gönner des ensemble für neue musik zürich

Abendkasse 30/20
         
         
 1.10.2011 20:00   Theater Rigiblick

Forelle Stanley
Kammeroper von Daniel Fueter

Regie: Philip Bartels
Musikalische Leitung: Sebastian Gottschick
Korrepetition: Simone Keller
Libretto: Mona Petri
Bühne: Markus Schmid
Kostüme: Marion Steiner
Licht/Technik: Li Sanli
Gesang:
Rea Claudia Kost (Mezzosopran)
Marian Dijkhuizen (Mezzosopran)
Jeannine Hirzel (Mezzosopran)
Niklaus Kost (Bariton)

ensemble für neue musik zürich:
Hans-Peter Frehner (Flöten)
Manfred Spitaler & Donna Molinari (Klarinetten)
Urs Bumbacher (Violine)
Nicola Romanò (Violoncello)
Viktor Müller (Piano)
Sebastian Hofmann (Schlagzeug)

Produktion:
stranger in company Ⓟ

         

September

         
30.09.2011
29.09.2011
24.09.2011
22.09.2011
20:00
20:00
20:00
20:00
  Theater Rigiblick
Theater Rigiblick
Theater Rigiblick
Theater Rigiblick

Forelle Stanley
Kammeroper von Daniel Fueter

Regie: Philip Bartels
Musikalische Leitung: Sebastian Gottschick
Korrepetition: Simone Keller
Libretto: Mona Petri
Bühne: Markus Schmid
Kostüme: Marion Steiner
Licht/Technik: Li Sanli
Gesang:
Rea Claudia Kost (Mezzosopran)
Marian Dijkhuizen (Mezzosopran)
Jeannine Hirzel (Mezzosopran)
Niklaus Kost (Bariton)

ensemble für neue musik zürich:
Hans-Peter Frehner (Flöten)
Manfred Spitaler & Donna Molinari (Klarinetten)
Urs Bumbacher (Violine)
Nicola Romanò (Violoncello)
Viktor Müller (Piano)
Sebastian Hofmann (Schlagzeug)

Produktion:
stranger in company Ⓟ

         

Mai

         
29.05.2011 15:00   St. Gallen, Kesselhaus Josephsohn

Hommage à Josephsohn (2008/11)


Eine Klanginstallation für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und 2 Percussionisten
Konzept/Komposition Hans-Peter Frehner

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöte,
Manfred Spitaler/Klarinette,
Viktor Müller/Klavier,
Lorenz Haas/Schlagzeug,
Urs Bumbacher/Violine,
Nicola Romanò/Violoncello,

www.kesselhaus-josephsohn.ch
         
         
21.05.2011
20.05.2011
20:00
20:00
  Zürich, Kulturmarkt
Zürich, Kulturmarkt

MEMENTO MORI – Ouverture für tote Schweizer

Strukturell offen, asystemisch, indramaturgisch, leise, staubig, loyal, verschwindend, infektiös


MEMENTO MORI – Ouverture für tote Schweizer
Komponiert von Christoph Coburger und Sebastian Gottschick
Nach einer Installation von Christian Boltanski

ensemble für neue musik zürich:

Flöten Hans Peter Frehner
Klarinetten Manfred Spitaler
Horn Lorenz Raths
Klavier/Keyboard Viktor Müller
Schlagzeug Lorenz Haas
Violine Urs Bumbacher
Violoncello Nicola Romanò
Kontrabass/Stimme Anna Trauffer
Gitarren Philipp Schaufelberger

Sprecher Christian Wittmann
Gesang Jeannine Hirzel

Musikalische Leitung/Komposition Sebastian Gottschick
Konzept/Komposition Christoph Coburger

Videodokumentation Astride Schlaefli
Audiodokumentation Philipp Schaufelberger
Videoproduktion Jela Hasler

Produktion ensemble für neue musik zürich
Produktionsleitung Hans Peter Frehner
Organisation Elisabeth Märkli


Nach Texten von

T.W Adorno Beethoven – Philosophie der Musik
Lautréamont Die Gesänge des Maldoror
Lennon/Mc Cartney Eleanor Rigby, I`m only sleeping, she`s leaving home
M. Feldman Vorträge in Middelburg
Silvio Gesell Die Freiwirtschaft
J.W.von Goethe Anweisungen für Schauspieler
Pierre Joseph Proudhon Organisation des Kredits und der Circulation und
Lösung der sozialen Frage
Walt Whitman Leaves of Grass
Brian Wilson Caroline, no
Slavoij Zizek Zeit der Monster
Adalbert Stifter Kinder lieben den Schnee

Mit Musik von

Johann Sebastian Bach, Bela Bartók, Ludwig v. Beethoven, Christoph Coburger, Doors,
Sebastian Gottschick, Karl Amadeus Hartmann, Charles Ives, Lennon/McCartney, Robert Schumann,
Richard Wagner, Brian Wilson


Die Projektionen sind Reproduktionen einiger von Christian Boltanski für die Installation „Les Suisses morts“ verwendeter Bilder aus Traueranzeigen in der Zeitung »Le Nouvelliste du Valais«.


Das „Collateral Murder – Wikileaks – Iraq“ – Video ist ohne Tonspur aus YouTube kopiert und beschnitten.


Die Form folgt „Weekend“ von J.L. Godard.


Wir danken für die Unterstützung:
Alfred und Ilse Stammer – Mayer Stiftung, Bildwurf, Hat Hut Records Ltd., Gönnerinnen und Gönner

Stadt Zürich Kultur, FACHSTELLE KULTUR KANTON ZÜRICH, ERNST GÖHNER STIFTUNG,
Fondation Nestlé pour l’Art, DRS 2 (Mitschnitt am 21.5.2011)
         

April

         
24.04.2011
23.04.2011
22.04.2011
16.04.2011
15.04.2011
14.04.2011
20:00
20:00
20:00
20:00
20:00
20:00
  Zürich, Theaterhaus Gessnerallee
Zürich, Theaterhaus Gessnerallee
Zürich, Theaterhaus Gessnerallee
Luzern, Südpol
Luzern, Südpol
Luzern, Südpol

KEYNER NIT (UA am 14.4.2011)
Kammeroper von Mathias Steinauer

Ein multiperspektivisches Drama für 7 SängerInnen, Live-Comic und Kammerensemble

Eine ironisch bissige Satire über die Kette der Gewalt und den Kreislauf von Unterdrückung
nach Texten von L. Malerba, St. Benni und J.O. de la Mettrie

Im Rahmen des Fumetto - Internationales Comix Festival
Infos, Vorverkauf und Reservation:
www.sudpol.ch, +41 41 318 00 40
www.gessnerallee.ch, +41 44 225 81 11
www.startickets.ch

Komposition und Libretto: Mathias Steinauer
Musikalische Leitung: Jürg Henneberger
Regie: Sven Holm
Dramaturgie: Malte Ubenauf

Sängerinnen und Sänger:
Catriona Bühler
Katia Guedes
Javier Hagen
Michael Hofmeister
Robert Koller
Bini Lee-Zauner
James Cleverton

ensemble für neue musik zürich
Urs Bumbacher/Violine
Hans-Peter Frehner/Flöte, Piccolo, Bassflöte
Lorenz Haas/Schlagzeug
Viktor Müller/Klavier
Lorenz Raths/Horn
Nicola Romanò/Violoncello
Manfred Spitaler/Klarinette, Bassklarinette, Altsaxophon
Dominik Blum/Hammond, Clavinet

Comiczeichner: Ulrich Scheel
Bühnen-Kostümbildnerin: Elisa Limberg
Korrepetition: Saori Tomidokoro
Regieassistenz: Christine Cyris
Musikalische Assistenz: Vincente Larrañaga
Dramaturgieassistenz: Ines Hu
Sounddesign / Ton: David Bollinger
Lichtdesign / Technische Leitung: Christoph Senn
Videodesign: Lisa Böffgen
Produktionsleitung: Nathalie Buchli, Kulturist GmbH

Eine Produktion von Kulturist GmbH in Coproduktion mit Fumetto Internationales Comix Festival Luzern, Südpol Luzern und Theaterhaus Gessnerallee, Zürich
www.kulturist.ch, www.fumetto.ch, www.sudpol.ch, www.gessnerallee.ch
         

Februar

         
24.02.2011 17:00   Zürich, ETH, Auditorium Maximum

Diplomfeier, ETH-Zürich, Departement Architektur

Lennon/McCartney: Arr. Sebastian Gottschick
"for no one"
"and your bird can sing"
"she said she said"
"a day in my life"

Anna Trauffer
"grey winds"
„lover“

Brian Wilson/Arr.S.Gottschick
„god only knows“
         

ARCHIV 2010

   

November

         
 6.11.2010
 5.11.2010
20:30
20:30
  Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm

DIE KONZERTE BEGINNEN UM 20:30! KASSA/BAR OFFEN AB CA. 19:45

Beyond Black & White
EIN AUDIOVISUELLES KONZERT NACH ROBERT LAX

Musik/Hans-Peter Frehner
Videoinstallation/Eliane Binggeli
Elektronik/Turntables/Sebastian Hofmann
Gäste: Anna Trauffer/Kontrabass/Stimme, Philipp Schaufelberger/E-Gitarre,
Raphael Camenisch/Saxophon


Hans-Peter Frehner/Flöte, Manfred Spitaler/Klarinette, Viktor Müller/Keyboard,
Lorenz Haas/Schlagzeug, Urs Bumbacher/Violine, Nicola Romanò/Violoncello,
         

Oktober

         
30.10.2010 20:00   Zug, Casino

JUBILÄUMSKONZERT MIT WIM-ZUG

ZUG, CASINO

Improvisationen über
„La vie en rouge“ von Edison Denissow und „Yellow Axis“ von Noriko Hisada
Mit Jeannine Hirzel/Sopran, Jürg Henneberger/Leitung,

WIM Zug: Brigitt Aschwanden/Sprache, Marian Arbenz/Stimme, Barb Wagner/Piano/Sampling,
Werner Iten Tuba/Percussion/Stimme, Florian Nussbaumer/Trompete, Thomas Probst/Cello,
Christof Zurbuchen/Klarinetten, Christian Bucher/Schlagzeug, Daniel Heller/Tabla,
Pelayo Arrizabalaga/Saxophon/Bassklarinette /Turntable

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler Klarinette
Viktor Müller Klavier
Lorenz Haas Schlagzeug/Stimme
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello
 
         

August

         
28.08.2010 20:30   Zürich, Kunstraum Walcheturm

Brouillage / Bruitage
James Joyce als musikalische Inspiration

Sa, 28.8.2010
20:30 Kunstraum Walcheturm Zürich



ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler Klarinette
Viktor Müller Klavier
Lorenz Haas Schlagzeug/Stimme
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello
Anna Trauffer Kontrabass/Stimme
Philipp Schaufelberger el.Gitarre
Daniel Mouthon Stimme


Michael Heisch
«Brouillage/Bruitage», Zyklus von instrumentalen Solokompositionen.

„Proteus“ für Kontrabass (1999, revidiert 2002),
„Hades“ für Klavier (2000, revidiert 2003), UA
„Penelope“ für Altflöte (2003) UA
„Circe“ für Schlagzeug (2010) UA

Intermezzi/Konzepte/Improvisationen (UA)
von Philipp Schaufelberger, Anna Trauffer,
Daniel Mouthon, Nicola Romanò, Hans-Peter Frehner,

Das Konzert wird am 14. Oktober ab 22.35 Uhr in der Sendung CH-Musik auf DRS2 gesendet.
         

April

         
24.04.2010 21:00   Odessa, Philharmonie

21.00 Shadowboxing ~ 60`
A musical scenic course by Michael Heisch and Daniel Mouthon
in collaboration with the ensemble für neue musik zürich (CH)
performed by
Jeannine Hirzel voice
Kathrin Ritz boxer
Irene M.Wrabel boxer (actress)
Michael Heisch boxer
Tobias Berger boxer
Luigi Archetti visual performer
Johan Herak light / scenography
AND
ensemble für neue musik zürich(CH)
Hans-Peter Frehner flute
Manfred Spitaler clarinet
Viktor Müller keyboard
Lorenz Haas percussion
Urs Bumbacher violin
Nicola Romanò cello



Shadow Boxing – a Musical and Scenic Course

By Michael Heisch and Daniel Mouthon in cooperation with the “ensemble für neue musik zürich”


Michael Heisch and Daniel Mouthon create a musical and scenic course during which the regulatory systems of music/art and boxing/sport clash, each with their specific physicality, rhythm, and potential.

Punches and fight sequences contrast with tonal fields, arias, songs, and the literary stream of words. Continuities between art, fight, and everyday life are disturbed by moments of displacement and zones of the indefinite:

Who is fighting? Who is playing? Is it a left hook or a pause for breath?
When will the figure tumble – into someone or onto the floor…?

“Shadow Boxing” breaks new ground detaching the run-of-the-mill techniques of boxing and instrumental music from their virtuosity and formulating them anew.
The tried and trusted is ousted from its conventional context and, within hybrid constellations, is tested as to its social potential. Within the scenic arena “Shadow Boxing” examines how boxing and musical competencies fit together, how they fare on common ground, and whether they might even bring over a sense of hitherto unknown techniques and possibilities.

“Shadow Boxing” follows no conventional narrative order, nor does it tell a story proper, and the scene presents no peep-show situation. The classical division of roles – the boxer here and the musician there – is lost as the play unfolds.

Broadly speaking “Shadow Boxing” resembles a tableau vivant – single miniature scenes developing out of the moment, then fading and congealing once again in a new image.

In the most scurrilous moments the performative situations remind us perhaps of Erwin Wurm’s “one-minute-sculptures”, although the musical and scenic action follows no end in itself but a narrative track.

In its reference to the social potential “Shadow Boxing” is a musical-cum-combative hybrid defined by the confrontation with texts by Giorgio Agamben and Robert Walser. They form the backdrop of the scene in which “potential and reality, potency and act become one.”
         
         
24.04.2010 17:00   Odessa, Philharmonie

17.00 ensemble für neue musik zürich (CH)
Katharina Rosenberger (CH) scatter (2008) ~ 7`30`` 10’
Noriko Hisada (JP) Yellow Axis (2008) ~ 9` 13’
Karmella Tsepkolenko (UA) AUM-Quintet (1993) ~ 14`

Best Short Works for efnmz 25 Years Anniversary
Olena Sierova (UA) the mystical clock
Mathias Steinauer (CH) Ein Karussell im Bayol-Stil
Alfons Karl Zwicker (CH) Hommage à Jean Baudrillard
Karmella Zepkolenko (UA) Ensemble-Momento
Volodymyr Runchak (UA) SEXtet with music

Yuriy Ishchenko (UA) Greetings from Ukraine
Daniel Fueter (CH) Encore
Bruno Stöckli (CH) Melodie in d
Thomas Müller (CH) Geburtstagsgruss mit Hi-Hat-Schaukel
Beat Fehlmann (CH) Sextett
Serhiy Pilyutikov (UA) Phalange

performed by
ensemble für neue musik zürich (CH)
Hans-Peter Frehner flute
Manfred Spitaler clarinet
Viktor Müller piano
Lorenz Haas percussion
Urs Bumbacher violin
Nicola Romanò cello
Jeannine Hirzel soprano
Andreas Brenner artistic director
 
         
         
23.04.2010 21:30   Odessa, Philharmonie

KONZERT - GRAND SZENE 3
21.30 ensemble für neue musik zürich as King Ubu’s Farewell Ensemble III (CH)
Hans-Peter Frehner (CH) Lines (2009) ~ 16`
Dominique Girod (CH) Sextett (2007) ~ 16`19’
Lukas Langlotz (CH) Ohne Titel II: Hommage (2008/09) ~ 17`
performed by
ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner flute
Manfred Spitaler clarinet
Viktor Müller piano
Sebastian Hofmann percussion
Urs Bumbacher violin
Nicola Romanò cello
Andreas Brenner artistic director
         
         
18.04.2010
17.04.2010
16.04.2010
15.04.2010
20:00
20:00
20:00
20:00
  Schaffhausen, Haberhaus
Basel, Box Club Basel
Zofingen, Forum Siegfried
Mels, altes Kino

Uraufführung
«Schattenboxen» (2009/10)
Ein musikalisch-szenischer Parcours
von Michael Heisch und Daniel Mouthon
in Zusammenarbeit mit dem ensemble für neue musik zürich

„Boxen hat grundsätzlich nichts Spielerisches, nichts Helles, nichts Gefälliges an sich. In seinen intensivsten Momenten ist es (…) das Leben selbst und kaum ein blosser Sport.“ Joyce Carol Oates: „Über Boxen“.

SCHATTENBOXEN setzt Boxen in Szene als Ausnahmezustand sozialer Interaktion. Im musikalischszenischen Parcours überlagern sich „Boxen“ und „Musik“ als je eigene Regelsysteme mit ihren spezifischen Körperlichkeiten, Rhythmen und Potentialitäten.
Schlagfolgen und Kampfverläufe kontrastieren mit klanglichen Feldern, Arien, Songs und dem Wortstrom des Literarischen. Kontinuitäten zwischen Kunst, Kampf und Alltag werden irritiert von Momenten der Verrückung und Zonen des Unbestimmten:
Wer kämpft? Wer spielt? Hakenschlag oder Atempause? Wo beginnt das Terrain der Auseinandersetzung? Wann kippt die Figur – in eine andere oder auf die Bretter…?

Jeannine Hirzel Gesang
Sandra Steiner Boxen
Katrin Ritz Boxen
Irene M. Wrabel Boxen
Luigi Archetti visueller Performer/Soundscapes

ensemble für neue musik zürich:
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler Klarinette
Viktor Müller Keyboard
Lorenz Haas Perkussion
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello

Johan Herak Licht / Bühne
Katja Rey Kostüme
Nelly Rodriguez Video-Dokumentation

Tobias Gerber Boxen, Dramaturgie
Michael Heisch Boxen, Komposition
Daniel Mouthon Moderation, Komposition

         
         
14.04.2010 20:00   St. Gallen, Grabenhalle

Uraufführung
«Schattenboxen» (2009/10)
Ein musikalisch-szenischer Parcours
von Michael Heisch und Daniel Mouthon
in Zusammenarbeit mit dem ensemble für neue musik zürich

„Boxen hat grundsätzlich nichts Spielerisches, nichts Helles, nichts Gefälliges an sich. In seinen intensivsten Momenten ist es (…) das Leben selbst und kaum ein blosser Sport.“ Joyce Carol Oates: „Über Boxen“.

SCHATTENBOXEN setzt Boxen in Szene als Ausnahmezustand sozialer Interaktion. Im musikalischszenischen Parcours überlagern sich „Boxen“ und „Musik“ als je eigene Regelsysteme mit ihren spezifischen Körperlichkeiten, Rhythmen und Potentialitäten.
Schlagfolgen und Kampfverläufe kontrastieren mit klanglichen Feldern, Arien, Songs und dem Wortstrom des Literarischen. Kontinuitäten zwischen Kunst, Kampf und Alltag werden irritiert von Momenten der Verrückung und Zonen des Unbestimmten:
Wer kämpft? Wer spielt? Hakenschlag oder Atempause? Wo beginnt das Terrain der Auseinandersetzung? Wann kippt die Figur – in eine andere oder auf die Bretter…?

Jeannine Hirzel Gesang
Sandra Steiner Boxen
Katrin Ritz Boxen
Irene Wrabel Boxen
Luigi Archetti visueller Performer/Soundscapes

ensemble für neue musik zürich:
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler Klarinette
Viktor Müller Keyboard
Lorenz Haas Perkussion
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello

Johan Herak Licht / Bühne
Katja Rey Kostüme
Nelly Rodriguez Video-Dokumentation

Tobias Gerber Boxen, Dramaturgie
Michael Heisch Boxen, Komposition
Daniel Mouthon Moderation, Komposition
 
         
         
11.04.2010
10.04.2010
 9.04.2010
 8.04.2010
 7.04.2010
20:00
20:00
20:00
20:00
20:00
  Zürich, Kunsthaus Vortragssaal
Zürich, Kunsthaus Vortragssaal
Zürich, Kunsthaus Vortragssaal
Zürich, Kunsthaus Vortragssaal
Zürich, Kunsthaus Vortragssaal

Uraufführung
«Schattenboxen» (2009/10)
Ein musikalisch-szenischer Parcours
von Michael Heisch und Daniel Mouthon
in Zusammenarbeit mit dem ensemble für neue musik zürich

„Boxen hat grundsätzlich nichts Spielerisches, nichts Helles, nichts Gefälliges an sich. In seinen intensivsten Momenten ist es (…) das Leben selbst und kaum ein blosser Sport.“ Joyce Carol Oates: „Über Boxen“.

SCHATTENBOXEN setzt Boxen in Szene als Ausnahmezustand sozialer Interaktion. Im musikalischszenischen Parcours überlagern sich „Boxen“ und „Musik“ als je eigene Regelsysteme mit ihren spezifischen Körperlichkeiten, Rhythmen und Potentialitäten.
Schlagfolgen und Kampfverläufe kontrastieren mit klanglichen Feldern, Arien, Songs und dem Wortstrom des Literarischen. Kontinuitäten zwischen Kunst, Kampf und Alltag werden irritiert von Momenten der Verrückung und Zonen des Unbestimmten:
Wer kämpft? Wer spielt? Hakenschlag oder Atempause? Wo beginnt das Terrain der Auseinandersetzung? Wann kippt die Figur – in eine andere oder auf die Bretter…?

Jeannine Hirzel Gesang
Sandra Steiner Boxen
Katrin Ritz Boxen
Irene M. Wrabel Boxen
Luigi Archetti visueller Performer/Soundscapes

ensemble für neue musik zürich:
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler Klarinette
Viktor Müller Keyboard
Lorenz Haas Perkussion
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello

Johan Herak Licht / Bühne
Katja Rey Kostüme
Nelly Rodriguez Video-Dokumentation

Tobias Gerber Boxen, Dramaturgie
Michael Heisch Boxen, Komposition
Daniel Mouthon Moderation, Komposition

         

März

         
21.03.2010
20.03.2010
19.03.2010
17:00
19:00
19:00
  Zürich, Kulturmarkt
Zürich, Kulturmarkt
Zürich, Kulturmarkt

25 JAHRE ENSEMBLE FÜR NEUE MUSIK ZÜRICH

IM KULTURMARKT, ZÜRICH
Gebäude: 
Der Kulturmarkt befindet sich im Zwinglihaus, einer ehemaligen Kirche, an der Kreuzung Aemtlerstrasse/Kalkbreitestrasse. Das Gebäude ist mit "Kulturmarkt" angeschrieben.
Öffentlicher Verkehr
Mit dem Bus (http://www.vbz.ch/) 
Linie 32 oder 33, Haltestelle Zwinglihaus
Mit dem Tram (www.vbz.ch) 
Linien 9 oder 14, Haltestelle Goldbrunnenplatz

FREITAG, 19.03.2010

BAR/RESTAURANT OFFEN AB 17:30

ERÖFFNUNGSKONZERT 19:00

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöten
Manfred Spitaler/Klarinetten
Lorenz Haas/Schlagzeug
Viktor Müller/Klavier
Urs Bumbacher/Violine
Nicola Romanò/Violoncello
Daniel Mouthon/Moderation


Reality Hacking No 202
Dr. René Karlen, Präsidialdepartement der Stadt Zürich
Edu Haubensak, „Fanfare ohne Blech“
Dr. Thomas Gartmann, Pro Helvetia
Katharina Rosenberger, „Luftsprung-Fanfare“
Urs Senn, Gönner und Donator
Daniel Fueter, „Encore“
Leitung: Sebastian Gottschick

Dieter Ammann, Violation für Solocello und Ensemble
Solist: David Riniker, Violoncello
Leitung: Jürg Henneberger
****

Yuri Ishchenko, „Greetings from Ukraine“
Volodymyr Runchak, „SEXtet with music“
Karmella Zepkolenko, „Ensemble-Momento“
Olena Sierova, „the mystical clock“
Serhiy Pilyutikov, „Phalange“

Lukas Langlotz, "Champs Changeants" für Klavier solo UA
Solist: Jürg Henneberger, Klavier

Alfons Karl Zwicker, „Hommage à Jean Baudrillard“
Alfred Zimmerlin, „Minutenspirale“
Thomas Müller, „Geburtstagsgruss mit Hi-Hat-Schaukel“
Martin Schmid, „one by each – the haiku book, haiku 25“
Leitung: Andreas Brenner

Franz Furrer Münch, „Quintett“ für Sopran und Ensemble UA
Barbara Böhi/Sopran
Leitung: Sebastian Gottschick
****

Urban Mäder, „ahhhhh“
Bruno Stöckli, „Melodie in d“
Hans Ulrich Lehmann, „Albumblatt“

Sebastian Gottschick, „Partita“ UA neue Fassung
Leitung: Sebastian Gottschick
****

Max E. Keller, „ich, du, wir“
Martin Lorenz, „Derivate 02“
Sebastian Hofmann, Turntables/Electronic
freiflug
Manfred Spitaler cl, Stefan Baumann vcl

NIK BAERTSCH’S RONIN:
Nik Bärtsch: piano, composition, Sha: bassclarinet, contrabassclarinet, Andi Pupato: percussion, Kaspar Rast: drums
Björn Meyer: ebass
„Orchestrated Moduls“ von Nik Bärtsch
New Chamber Funk II
für Kammer-Ensemble, Piano, Ebass, Drums & Percussion
****

MIR
Industrial heavy noise music



DANIEL BUESS hits skin and metal resonances

MICHI ZAUGG pulls triggers and red buttons

PAPIRO touches sensitive strings




SAMSTAG, 20.03.2010

BAR/RESTAURANT OFFEN AB 17:30

KONZERTE AB 19:00


ensemble für neue musik zürich spielt:
Hans-Peter Frehner/Flöten
Manfred Spitaler/Klarinetten
Claudio Flückiger/Horn
Lorenz Haas/Schlagzeug
Viktor Müller/Klavier
Urs Bumbacher/Violine
Daniela Müller/Violine
Nicola Romanò/Violoncello
Anna Trauffer/Kontrabass
Leitung: Sebastian Gottschick und Jürg Henneberger

Hans-Joachim Hespos, „Baff
Valentin Marti, „Erekh“
Jochen Neurath, „Glückwünsche“
Michael Reudenbach, „Oh, yes!“
Yôko Nakamura, „Zürich (by sogetto cavato)"
Leitung: Jürg Henneberger

Noriko Hisada, Prognostication für fl, 2vl, pf, kb
X-Quartett
Raphael Camenisch: Saxophone, Jürg Henneberger: Klavier, Aleksander Gabrys: Kontrabass, Daniel Buess: Schlagzeug
Alex Buess, Metatron
Hans-Peter Frehner, Splash I/II/III UA

Maia Ciobanu, Elite Manifesto 2“
Fred Popovici, „New Sound Tracks“
Felix Baumann, „2efnmz5“

Charles Ives/Hugo Wolf/Lennon/McCartney Lieder EA
Jeannine Hirzel und Daniel Mouthon, Moderation/Stimme
Leitung: Sebastian Gottschick

Alfred Schweizer, „Mosaik“
Peter Wettstein, „Signatur“
Stefan Signer, „Highmatt“
Giancarlo Nicolai, „was denkt ein Fisch der ins Aquarium kommt“

X-Quartett
Stephan Wittwer Lego


MAT-DOWN
Outer Space Odor
Matthias Spillmann: tp, flh, effects, Lionel Friedli: drums, Dave Gisler: guitar, effects

Anna Trauffer/Philipp Schaufelberger
Some Country-Songs and it’s Deconstructions.....

Trau Schau Fremo (Trauffer,Schaufelberger,Frehner,Mouthon
Aus „Sebald Abverkauf“ und „schlafen in wien“

King Ubu’s Farewell Ensemble II
Hans-Peter Frehner Songs&Melodies 1- 4
Lucas Niggli, „RUN revisted“
Hans-Peter Frehner Songs&Melodies 5 -14
Daniel Mouthon, Vocals

Abtanz und Feier mit
Los Dos,
das sind Han Sue Lee und Lou Caramella. Auch bekannt als Hansueli Tischhauser und Luca Ramella. Zusammen lassen sie die Voodoo-Puppen tanzen und destillieren eine Handvoll Spass zu einer Flasche voll selbstgebrannter Hochprozentsmusik. Der Boogie tanzt, der Boogie rockt, der Boogie rollt weiter.









Sonntag, 21.03.2010

Konzert-Serenade 17:00 – 19.30
Bar offen ab 16:00

ensemble für neue musik zürich spielt:
Hans-Peter Frehner/Flöten
Manfred Spitaler/Klarinetten
Lorenz Haas/Schlagzeug
Viktor Müller/Klavier
Urs Bumbacher/Violine
Nicola Romanò/Violoncello
Jeannine Hirzel/Sopran
Sebastian Gottschick/Leitung

Mondrian Ensemble Basel
Daniela Müller, Violine,
Petra Ackermann, Viola,
Martin Jaggi, Violoncello
Gast: Helena Bugallo, Klavier


Junghaee Lee, „Together“
Daniel Hess, „Tango 1b“
Noriko Hisada, „56 Sekunden“

Edward Rushton, Three Dreams für Vox und Ensemble UA

Lukas Langlotz, „Prélude à l’avenir de l’ensemble“

Michel Roth (*1976) verinnerung (2002/03) für Klaviertrio (aus dem Zyklus über drei Bilder von Piet Mondrian)
****

Dominique Girod, „fir de iarbã“
Cécile Marti, „Zwei kreisende Einblicke“
Mathias Steinauer, „Ein Karussell im Bayol-Stil“

Bruno Stöckli, Kikakokú für Vox und Quintett EA

Beat Fehlmann, „Sextett“
Benjamin Lang, „Glimmering“
Michael Heisch, „How would Lubitsch have done it?“

Martin Jaggi (*1978) plod on für Klavierquartett (2007)


TRIO WWU
Chris Wiesendanger, Piano , Christian Weber, Bass, Dieter Ulrich, Schlagzeug,
Intermezzi Freie Improvisation über gespielte Stücke des Programm’s
         

Februar

         
 6.02.2010 20:15   Winterthur, Theater am Gleis

Werke von

Hans-Peter Frehner

„Lines“ (2009) Fl,Kl,Perc,Pf,Vl,Vc UA revidierte Fassung

Martin Schmid

„Piano Sonata Nr.1“ Pf solo UA

Dominique Girod

„Sextett“ (2007) Fl,Kl,Pf,Perc,Vl,Vc UA revidierte Fassung

Lukas Langlotz

„ohne Titel II: Hommage“ (2008/09) Fl,Kl,Perc,Pf,Vl,Vc


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler Klarinette
Viktor Müller Piano
Sebastian Hofmann Percussion
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello

Andreas Brenner Leitung
         

ARCHIV 2009

   

November

         
23.11.2009
22.11.2009
21.11.2009
20.11.2009
19.11.2009
20:00
17:00
20:00
20:00
20:00
  Basel, Gare du Nord
Bern, ONO
Zürich, Kunsthaus Vortragssaal
Luzern, Matthäuskirche
Zofingen, Forum Siegfried

Katharina Rosenberger (CH)
„scatter“ für Sextett (2009) UA

Ada Gentile (I)
„piccolo studio da concerto“ für Klavier solo (2004) EA

Carmen Maria Cârneci (RUM)
„OMENS – Thesaurós“ für Sextett (2009) UA

Liza Lim (AUS)
„Sonorous Body“ für Klarinette solo (2008) EA

Noriko Hisada (J)
„Yellow Axis“ für Sextett UA (2009) UA


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler Klarinette
Viktor Müller Piano
Lorenz Haas Percussion
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello


Bruno Stöckli Leitung
         

Oktober

         
29.10.2009 20:00   Zürich, Kunsthalle

Kunsthalle-Special:
Giacinto Scelsi, Graf von Ayala Valvai (1905-1988) www.scelsi.it
war ein Komponist, der sich weigerte, Noten zu schreiben. Seine Kompositionen, die sich oft um wenige Töne drehen, entstanden in Improvisationen, die er von Assistenten transkribieren liess.
Eine kleine Hommage:
„ensemble für neue musik zürich“ bespielt die Räume der Kunsthalle Zürich

Pwyll (1954) für Flöte solo
Maknongan (1976) für Kontrabassklarinette solo
Ko-Lho (1976) für Flöte und Klarinette
Hyxos (1995) für Altflöte und Schlagzeug
To the Master (1974) für Violoncello und Klavier
Le fleuve macique (1957/77) für Violoncello
Aitsi (1974) für Piano solo
aus: Divertimento N. 2 (1957) für Violino Solo
aus: Canti del Capricorno (1962/72) für Stimme und Schlagzeug


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, Flöte
Manfred Spitaler, Klarinette
Viktor Müller, Piano
Lorenz Haas, Percussion
Urs Bumbacher, Violine
Nicola Romanò, Violoncello

Kornelia Bruggmann, Sopran
         

September

         
11.09.2009 19:30   Kunsthaus Zürich Vortragssaal

Musikpodium der Stadt Zürich

ENSEMBLE FÜR NEUE MUSIK ZÜRICH
Solist: Maurice Steger, Blockflöte
Viviane Chassot, Akkordeon
Leitung: Lukas Langlotz

Franz Furrer-Münch (*1924):
Entfalten -verweilen (Symphonische Blätter 7) (2007/08) UA - Konzert für Blockflöte (in F) und Kammerensemble

Spiegel in Wachs (1992, rev 2005) für Flöte und Klarinette

Weiter Kompositionen von
BERNHARD LANG, CHRISTOPH NEIDHÖFER, HEINZ HOLLIGER, MICHEL ROTH,
ISABEL KLAUS (neues Werk - 2009 - für Akkordeon Solo - UA ).
 
         

Juli

         
 2.07.2009 19:00   Zürich, Härterei (Maagareal)

UA Variations 5,6,7, von Hans-Peter Frehner

zum 20 Jubiläum Architekturbüro Gigon/Guyer


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler Klarinette
Viktor Müller Piano
Lorenz Haas Percussion
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello
 
         

Juni

         
11.06.2009 18:00   Uni Zürich, Aula

Abschlussfeier "Executiv Master in Arts Administration (EMAA)
Aula der Universität Zürich

Beat Fehlmann *1974 (Diplomand Executive Master)

UA "Tragödie" (Version mit Klavier)
Prolog-Parados-Stasimon-Epeisodion-Exodus

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler Klarinette
Viktor Müller Piano
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello
 
         

Mai

         
10.05.2009
 9.05.2009
 8.05.2009
 7.05.2009
20:00
20:00
20:00
20:00
  Luzern, Matthäuskirche
Zürich, Kunsthaus Vortragssaal
Basel, Gare du Nord
Zofingen, Forum Siegfried

Hans-Peter Frehner
Prolog: Symmetrie 3 (1992/2008) Klavier Solo UA
„Lines“/Sextett Nr. 3 (2009) Fl,Kl,Perc,Pf,Vl,Vc UA

Urban Mäder
„Ballast“ (2009)
gestaut - dickflüssig - überschwappend Fl,Kl,Perc,Pf,Vl,Vc UA

Lukas Langlotz
„ohne Titel II: Hommage“ (2008/09) Fl,Kl,Perc,Pf,Vl,Vc UA



ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler Klarinette
Viktor Müller Piano
Sebastian Hofmann Percussion
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello


Andreas Brenner Leitung

Wir danken herzlich für die Unterstützung: Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich,
PRO HELVETIA, FA BS/BL, GGG Basel , Kanton Luzern, Artephila Stiftung, SIS Schweizer Interpreten Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Alfred und Ilse Stammer-Mayer Stiftung, Forum
Siegfried Zofingen, Radio DRS2, Gönnerinnen und Gönner
         

März

         
 7.03.2009
 6.03.2009
 5.03.2009
20:00
20:00
20:00
  Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zürich, Kunstraum Walcheturm
Zofingen, Forum Siegfried

Neue Musik und Jazz
„ensemble spielt „Folksongs“ von Luciano Berio und “La vie en rouge“ von Edison Denissov
Gesang: Jeannine Hirzel Leitung: Jürg Henneberger
WWU (Chris Wiesendanger/Piano, Christian Weber/Bass, und Dieter Ulrich/Schlagzeug,) improvisieren jeweils direkt eine Jazzversion der einzelnen Lieder.


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler Klarinette
Lorenz Haas Percussion
Kathrin Bamert Harfe
Viktor Müller Piano
Urs Bumbacher Violine
Muriel Schweizer Viola
Nicola Romanò Violoncello

Jeannine Hirzel Mezzosopran
Jürg Henneberger Leitung

WWU
Chris Wiesendanger Piano
Christian Weber Kontrabass
Dieter Ulrich Schlagzeug



Das Trio WWU reagiert, interagiert und interveniert auf die Musik von Berio/Denissow. Das Trio beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Liedern und Songs aus unterschiedlichsten Quellen. Es wird den Liedern auf den Leib gefühlt, dem inneren Geschmack der Songs nachgespürt. Die Musik wird weitergedacht, der musikalische Kon-Text wird zur Triebfeder, zum Energiestoss. Die Musik wird unterstrichen, die Musik wird durchgestrichen, aber auch aufgelöst. Das Eine wird zum Anderen: etwas Neues entsteht im Ineinander."
         

Februar

         
23.02.2009 17:15   ETH Zürich, Auditorium Maximum

Antrittsvorlesung Architektur und Kunst
Karin Sander

ensemble für neue musik zürich
spielt:
in höchsten tönen
Ensemble von Spielern, die sich darum bemühen, ihrem Instrument - gleich welcher Art - die höchsten Töne zu entlocken.

Jeder Spieler sollte mit seinem Instrument immer wieder versuchen, den
Anlauf von den nächst darunter liegenden Tönen zu nehmen, um dann
eventuell über das technisch Mögliche an Tonhöhe noch hinauszukommen, also den höchsten sicher kontrollierbaren Ton sowie die nächst höheren nicht mehr kontrollierbaren Töne zu spielen.

Die Lust daran, völlig unmögliche Tonhöhen zu erreichen bestimmt das
Stück sowie die unterschiedlichen Tempi der Tonabfolgen, die sich aus
technischer Sicht ergeben. Während zum Beispiel die Streicher versuchen, den höchsten Ton so lange wie möglich zu halten und dabei wimmernd noch höher zu rutschen, setzen die Bläser durch das Atmen den Ton immer wieder neu an, sie überblasen, pfeifen und fiepen. Die Schlagzeuger berühren ihr schrillstes Metall, kratzen und schlagen, während das Spinett und das Klavier sich in den Gesamtklang monoton einfügen. Ihr Anschlag lässt den Ton immer wieder aufleben und verklingen oder erneuert ihn noch schnell bevor er ausklingt. Die Sänger, eingesungen, versuchen mit ihren Stimmen hohe und immer noch höhere Töne zu erreichen, Obertöne oder Doppeltöne.
Alle Spieler hören sich und versuchen gemeinsam, höchste Höhen bzw.
Klangintensität zu erzeugen, die so lange wie möglich aufrechterhalten
werden soll. Dann bricht das alles zusammen und das Stück endet.
KS
 
         
         
 7.02.2009
 6.02.2009
 5.02.2009
 4.02.2009
 3.02.2009
20:00
20:00
20:00
21:00
20:30
  Zürich, Kunsthaus Vortragssaal
Mels, altes Kino
Basel Gare du Nord
St.Gallen, Grabenhalle
Zug, Chollerhalle

ensemble für neue musik zürich
Feat.King Ubu’s Farewell Ensemble II


spielt:

New Songs & Melodies
Eine Suite für 2 Stimmen,
fl,kl,sx,tp,el.git,p,perc,drums,keyb,vl,vc,kb,
Konzept, Komposition von Hans-Peter Frehner

Gesang: Kornelia Bruggmann und Anna Trauffer

Orchester: „ensemble für neue musik zürich“
Hans-Peter Frehner, Flöten, Leitung
Manfred Spitaler, Klarinetten
Lorenz Haas,Percussion
Viktor Müller, Keyboard
Urs Bumbacher,Violine
Nicola Romanò, Violoncello
&Friends
Raphael Camenisch, Saxophone
Matthias Spillmann, Trompete/Flügelhorn
Lucas Niggli, Drumset
Philipp Schaufelberger, el.Gitarre
Anna Trauffer, Kontrabass


Willy Strehler Sound/Technik
         

ARCHIV 2008

   

Dezember

         
14.12.2008
13.12.2008
12.12.2008
17:00
20:00
20:00
  Basel, Gare du Nord
Zürich, Kunsthaus Vortragssaal
Boswil, alte Kirche

WALSER/WÖLFLI/HÖLDERLIN
MUSIK VON JOHANNES HARNEIT



6 Stücke nach Hölderlin (1990)
I Der Frühling II Der Sommer III Der Mensch IV Der Sommer
V ohne Titel VI Der Winter

Kanons nach Robert Walser
Ehrfurcht - Schälle (Quadrupelkanon)(2003-2005)
Lebensbahn (Doppelkanon)(2008) UA
Das alles (einfacher Kanon)(1990)

III. Kantate "Die Menschen sind Engel und leben im Himmel" (2001)
nach Adolf Wölfli und Johannes Bader



ensemble für neue musik zürich:
Hans-Peter Frehner/Flöten, Manfred Spitaler/Klarinetten,
Lorenz Haas/Schlagzeug, Viktor Müller/Klavier, Daniela Müller/Violine,
Muriel Schweizer/Viola, Nicola Romanò/Violoncello

Sopran: Jeannine Hirzel
Mezzosopran : Gudrun Pelker
Leitung: Johannes Harneit
         

November

         
22.11.2008 20:00   Kunsthalle Zürich (Limmatstrasse 270)

"for the friends"
Portrait Martin Schmid


Teil I

„for the friends I“ für Klavier solo, (UA)
"haiku” für Klavier, Klarinette, Viola und Violoncello,
„earthsongs“, 4 Stücke für Violoncello solo, (UA)

Teil II
“for the friends II” für Gitarre solo, (UA)
“returning home”, 4 Stücke für Klavier, Gitarre, Streichquartett, Flöte, Klarinette und Perkussion,(UA)

Teil III
„for the friends III“ für Ensemble (UA)
„as I went on“ für Viola und Klarinette,(UA)


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöten
Manfred Spitaler Klarinetten
Lorenz Haas Schlagzeug
Viktor Müller Klavier
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello

Daniela Müller Violine
Genevieve Camenisch Viola
Admir Doçi Gitarre

Andreas Brenner Leitung
         

Oktober

         
26.10.2008
25.10.2008
24.10.2008
17:00
20:00
20:00
  Basel, Gare du Nord
Luzern, Matthäuskirche
Zürich, Kunsthaus Vortragssaal

zum 85. Geburtstag von Franz Furrer-Münch
Portraitkonzert mit 2 UA


„Spiegel in Wachs“ für fl,kl
„Canzona“ für sop, fl,kl,perc,pf,vl,vc
„Mouvments“ (2004) für 4 Pauken und kleine Schlaginstrumente
„Musik für Violoncello Solo“ (2007) UA
„verweht“ (2007) UA für sop,vc,perc pf

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöten
Manfred Spitaler Klarinetten
Lorenz Haas Schlagzeug
Viktor Müller Klavier
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello

Barbara Böhi Sopran
Sebastian Gottschick Leitung

Nachdem wir 1992 in Hong-Kong zum ersten Mal ein Werk des Schweizer Komponisten
Franz Furrer-Münch gespielt hatten, stellten wir ihn 1993 erstmals zusammen mit dem
Musikpodium der Stadt Zürich in einem Portrait vor. Im Mai 2000 zusammen mit dem
SSE und der Sängerin Rosmary Hardy ein zweites Mal. Es entstand seit dem ersten
Kennenlernen und Aufführen seiner Musik eine enge künstlerische Zusammenarbeit
und Freundschaft mit diesem wunderbaren Komponisten. Ueber diese Zeit haben
wir viele seiner Werke uraufgeführt und spielten seine Werke auch immer auf unseren Konzerttourneen; u.a. in Hong-Kong, Tokyo, Bayreuth, Bamberg etc. und natürlich
immer wieder in Zürich und Basel.

Im Vorfeld seines 85. Geburtstages im kommenden März möchten wir Franz Furrer-Münch
eine spezielle Hommage mit einem weiteren Portrait-Konzert widmen. Zwei Uraufführungen:
„verweht“ ist der Sängerin Barbara Böhi gewidmet, sie ist die Solistin in diesem Konzert und
„Musik für Violoncello Solo“ wird von Nicola Romanò gespielt.
         
         
 4.10.2008 20:00   Radowanhalle, Yppenplatz, 1160 Wien

www.ensemblefuerstaedtebewohner.com

Lieder von Charles Ives, Hugo Wolf und Lennon/McCartey
In Bearbeitungen von Sebastian Gottschick
Sebastian Gottschick „Partita“ EA

Mit Jeannine Hirzel und Christian Wittmann ,Gesang
Leitung: Sebastian Gottschick
         

Mai

         
31.05.2008
30.05.2008
29.05.2008
20:00
20:00
20:00
  Kunsthalle Zürich
Zofingen, Forum Siegfried
Gare du Nord, Basel

Jochen Neurath - Konzertstück für Ensemble

alte und neue Werke

ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner Flöten
Manfred Spitaler Klarinetten
Lorenz Haas Schlagzeug
Viktor Müller Klavier
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello

Jürg Henneberger Leitung
         

April

         
 6.04.2008
 5.04.2008
 4.04.2008
17:00
20:00
20:00
  Boswil, alte Kirche
Zürich, Kunsthaus Vortragssaal
Luzern, Marianischer Saal

Schöne Lieder II
von Charles E. Ives und anderen
(Bearbeitungen für Kammerensemble: Sebastian Gottschick)

Scenes of my childhood are with me
Ives
Tom Sails Away
The Things Our Fathers Loved
(and the greatest of these was Liberty)
Down East
Old Home Day
Ives
All The Way Round and Back
... he liked to watch the funny things a-going
Ives
The See'r
Grantchester
Lennon / McCartney    A Day In My Life
Wolf                  Im Frühling
Ives                  The Housatonic At Stockbridge
Sebastian Gottschick  Sextett (2007/2008)(UA)

Today we do not choose to die or dance, but to live and walk
Ives
At the River
Walking
General William Booth Enters Into Heaven
Gyp the Blood or Hearst - which is worst?

I know what it's like to be dead

Lennon / McCartney
She Said She Said
Ives
Like A Sick Eagle
No.96 (Romanzo di Central Park)
Lennon / McCartney
Here There and Everywhere

Silence is pleased
Ives    From the "Incantation"
Wolf    Um Mitternacht
Ives    Evening

ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner   Flöte
Manfred Spitaler     Klarinette
Lorenz Raths         Horn
Viktor Müller        Piano
Lorenz Haas          Percussion
Urs Bumbacher        Violine
Nicola Romanò        Violoncello
Anna Trauffer        Kontrabass

Jeannine Hirzel      Gesang
Christian Wittmann   Gesang

Sebastian Gottschick Leitung
         

Januar

         
26.01.2008
25.01.2008
20.01.2008
20:00
20:00
17:00
  Basel, Gare du Nord
Basel, Gare du Nord
Schaffhausen, Sommerlust

Opera Portabile „Jack in the Box“
Musik von Michael Heisch, Beat Fehlmann und Benjamin Lang
Mit Jeannine Hirzel und Markus Matheis
Regie Daniel Mouthon

Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler Klarinette
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello
         

ARCHIV 2007

   

Dezember

         
11.12.2007
 8.12.2007
 7.12.2007
20:00
20:00
20:00
  Basel, Gare du Nord
Zürich, Kunsthaus Vortragssaal
Zofingen, Forum Siegfried

Junge Komponierend III

Alla Zagaykevych
„Air Mechanics“ (2005)für fl,kl,perc,pf,vl,vc

Elvira Garifzyanova
„in Infinitum“ (2003) für kl,vc,pf

Heera Kim
„Nabi“ (2007) UA für fl,kl,perc,pf,vl,vc

Dominique Girod
„Sextett“ (2007) UA für fl,kl,perc,pf,vl,vc

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöten
Manfred Spitaler/Klarinetten
Lorenz Haas/Schlagzeug
Viktor Müller/Klavier
Urs Bumbacher/Violine
Nicola Romanò/Violoncello

Jürg Henneberger/Leitung/Klavier



Alla Zagaykevych
Wurde in Kiew am staatlichen Tschajkowskyj-Konservatorium (heute die Nationale Musikakademie der Ukraine), in der Klasse für Komposition und Orchestrierung bei Prof.Jurij Ischtschenko ausgebildet. 1995-1996 studierte sie Musikinformatik am IRCAM in Paris. Zur Zeit ist sie als Dozentin des Instituts für Komposition an der Nationalen Musikakademie der Ukraine sowie als Lehrerin der Lyssenko-Musikschule tätig. Alla Zagaykevych arbeitet sowohl in akademischen Musikgenres (Symphonie-, Kammer-, elektroakustische Musik, Kammeroper) als auch in modernen Multigenres (audiovisuelle Installierungen, Performances). Sie schreibt auch Musik für Filme, organisiert und leitet mehrere Projekte für elektronische Musik in der Ukraine, einschließlich der „Elektroakustik 2003,2005,2006“, „EM-Vision 2005,2007“. Ihre Werke werden von bekannten ukrainischen und ausländischen Interpreten, unter anderem von dem Nationalen Symphonieorchester der Ukraine, „Kyjiwska Kamerata“, und Ensembles aus Frankreich, Kanada, Österreich, Holland, Deutschland und der Schweiz aufgeführt.

Air Mechanics, Air Mechanics II
Die Luft… Grenzenlos veränderliche Bewegung der körperlosen Substanz… Transparenz… Leichtigkeit… Atmen… Wind… Aufschwung und Fallen… Die Komposition wurde von A. Zagaykevych im Jahr 2005 geschaffen.
Die Prinzipien, auf denen dieses Stück beruht, wurden früher von der Autorin in ihrem Werk “Gravity” für zwei Cellos ausprobiert. Man kann es als das Streben der Komponistin nach einer individuellen Klangfarbe, nach der Darstellung in einer Musikkomposition der polymorphen Struktur des sich ständig bewegenden Luftstromes deuten.
“Air mechanics” ist ein intuitives, impulsives Improvisationsstück.
I. Rakunowa A.Z.


Elvira Garifzyanova
wurde in Russland in eine Musikerfamilie geboren. Studium an der speziellen Musikschule für hochbegabte Kinder am Konservatorium in Kazan (Russland) Klavierspiel bei Prof. Irina Dubinina (Klavierschule von Jakow Zak und Lev Oborin - Moscow) und Komposition bei Prof. Alexander Rudenko (Kompositionsschule von Albert Leman - Kazan/Moscow). Staatskonservatorium in Russland mit zwei Diplomen mit Auszeichnungen bei den gleichen Professoren. Ein Studium in der Aspirantur (Postgraduiertenstudium:Klavierspiel und Komposition) in Russland. Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, welches sie mit Bestnote abschloss. Sie ist Preisträgerin des Wettbewerbs für junge Komponisten (Russland 1990), des DAAD-Wettbewerbs (Deutschland 2004), des „Primer Premio del conkurso international de Composicion para organo "Catedral del Buen Pastor de Donostia - San Sebastian" 2007 (Spain). Sie wurde durch das DAAD—Stipendium, die Stipendien der Peter Fuld -Stiftung, der Mozart-Stiftung, der Paul-Sacher-Stiftung, das Kompositionsstipendium Cite Internationale des Arts“ in Paris ausgezeichnet. Es folgten Uraufführungen ihrer Kompositionen und Auftritte als Pianistin in Russland, Deutschland, in der Schweiz und Spanien. Nach diversen Masterklassen und –kursen setzte sie ihr Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich bei Prof. Isabel Mundry (Computermusik - Gerald Bennett und German Toro-Perez, Orchesterleitung - Marc Kissoczy) fort. Gleichzeitig begann sie ein Promotionsstudium in den Fächern Musikwissenschaft und Musikpädagogik an der Musikhochschule Frankfurt am Main bei Prof. Dr. Peter Ackermann. Zusammenarbeit mit Carin Levine , Peter Veale, Pascal Gallois, dem Hilliard-Ensemble (GB), dem Sinfonieorchester des SW-Rundfunk. Aufträge für das Hilliard – Ensemble (GB) und das Tonhalle-Orchester (Kammermusik) Zürich.

"In Infinitum":
„In Infinitum“ ist ein lateinisches Wort und bedeutet Endlosigkeit, Grenzenlosigkeit.
Es gibt unmerkliche Übergänge zwischen Endlichkeit und Ewigkeit, zwischen Hoffnung und Trauer, Vergänglichkeit und Erinnerung.
Das relativ kurze Stück thematisiert die Dauer eines ganzen Lebens oder einer ganzen Geschichte. Es durchläuft die Stationen einer schwebenden Zeit der Entstehung (die Geburt), eines Lebenslaufes (die menschliche Existenz) und mündet in einer Endlosigkeit (Rückkehr, Beruhigung). Die drei Stationen spiegeln sich in der musikalisch dreiteiligen Form:
Die erste: Entstehung und Entwicklung bis zu einer „lokalen“ Kulmination. Die zweite: Durchführung und Verdichtung neuer musikalischer Elemente bis zur Hauptkulmination des Stückes. Die dritte: Rückkehr und Epilog. Die Komposition beginnt mit den Tönen b, c ,h, die für das gesamte Stück prägend werden. Drei Instrumente - Klavier, Klarinette und Violoncello - entfalten unterschiedliche Klangebenen und semantische Funktionen. Das Klavier thematisiert einen Grund, von dem ausgehend die Entstehung beginnt, die Klarinette thematisiert die menschliche Stimme und das Violoncello übernimmt eine vermittelnde Rolle zwischen Klavier und Klarinette. Es gibt dem Werk einen inneren Zusammenhalt. Am Ende der Komposition vereinigen sich alle drei Instrumente in der hohen Lage. Dabei gestalten das Klavier und das Violoncello für die Klarinette einen Weg zur Endlosigkeit - übrig bleibt ein stark reduzierter Klang, der allmählich verschwindet und eine schwebende „Frage“ in der Luft stehen lässt.
E.Z.

Heera Kim
geboren 1976 in Seoul, Südkorea) studierte Komposition und Musiktheorie in Kyung-Hee Universität in Seoul, anschließend bei York Höller (Komposition) und Hans Ulrich Humpert (elektronische Komposition) an der Hochschule für Musik Köln. Sie war Preisträgerin von Forum Ost&West Preis und dem Walter Witte Kompositionswettbewerb. Sie nahm an verschiedenen Workshops u.a YCM in Apeldoorn 2006 und teil. Im Oktober 2007 wurden ihre elektronische Sprachkomposition 'Nam' beim 'Sound and Relation-Days of new music' in Sofia, Bulgarien aufgeführt.
Zu ihren Kompositionen gehören Solowerke für verschiedene Instrumente, Ensemblemusik bis hin zur elektronischen- und Orchestermusik. Seit 2007 studiert sie Komposition bei Prof. Wolfgang Rihm und Musiktheorie bei Michael Reudenbach.

"NABI"(deutsch: Schmetterling)
Die Idee zu meinem neuen Stück entstand durch die Konfrontation mit einer chinesischen Dichtung.
Der Poet Zhuang Zhou erzählte von einem Traum, in welchem er zum Schmetterling verwandelt worden war. In diesem Traum sei er sehr glücklich und zufrieden gewesen. Als er plötzlich aufwachte, konnte er gar nicht mehr unterscheiden, ob er nun ein Schmetterling sei, oder ob der Schmetterling geträumt habe, dass er Zhuang Zhou sei.
Um diesen Gedanken musikalisch auszudrücken und zu verstärken, wurde erst das Wesen eines Schmetterlings fokusiert; eine 3-4 fache Tonrepetition im pp-p wird als das Hauptmotiv des Schmetterlings dargestellt. Im Lauf des Stückes wird es mit verschiedenen Klangfarben beleuchtet, variiert und entwickelt.
Mit sechs Instrumenten versuchte ich ,eine misteriöse Klangatmosphäre aufzubauen, quasi ein imaginärer Raum, in welchem der Zuang Zhou die Schmetterlingswandlung hätte erfahren haben können.
H.K.

Dominique Girod
wurde 1975 in Winterthur geboren. Er studierte Jazz und klassischen Kontrabass bei J.-F. Jenny-Clark an der Ecole Normale und an der American School of Modern Music in Paris, anschliessend Kontrabass bei Andreas Cincera, Komposition bei Michaël Jarrell und elektronische Musik und Theorie bei Gerald Bennett an der Hochschule in Zürich.
Dominique Girod spielte Jazz und improvisierte Musik mit verschiedenen Bands, u. a. Day & Taxi und dem Chris Wiesendanger Trio, schrieb Kompositionen für verschiedene Besetzungen und war 2004 Stipendiat des Landys & Gyr Ateliers für Komposition in London.
Seit 2001 unterrichtet Dominique Girod Kontrabass am Zürich Konservatorium Klassik und Jazz und an der ZHdK.

Sextett
Mit diesem Sextett habe ich versucht, mir klarer zu werden, was "ein Stück zu schreiben" heute bedeutet. Dabei spielte die Musik des 18. Jahrhunderts, mit der ich mich in den letzten Jahren intensiv auseinander gesetzt habe, eine gewisse Rolle. Gleichzeitig war es aber auch eine erneute Kontaktaufnahme mit meiner eigenen kompositorischen Sprache, die durch ebendiese grosse Faszination für die Musik vergangener Jahrhunderte etwas in den Hintergrund gedrängt wurde. Dabei habe ich auf zwei alte Skizzen zu unvollendeten Stücken zurückgegriffen, die nun die Grundmauern dieses Sextetts bilden.
         

November

         
30.11.2007
22.11.2007
20.11.2007
15.-  
16.112007
20:00
17:30
17:30
20:00
  Baden, Theater im Kornhaus
Zürich, Silberkugel
Zürich, Silberkugel
Zürich, Kulturmarkt

Opera Portabile „Jack in the Box“
Musik von Michael Heisch, Beat Fehlmann und Benjamin Lang
Mit Jeannine Hirzel und Markus Matheis
Regie Daniel Mouthon

Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler Klarinette
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello
         
         
 6.11.2007 19:00   Moskau, International Performing Center

Hans-Peter Frehner
„Engelchen“ (2004)
Nach dem Text „die Jesus-Sünde“ von Isaak Babel
2 vox, fl, kl, pf, perc, vl, vc
Video von Eliane Binggeli

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner  Flöten
Manfred Spitaler    Klarinetten
Viktor Müller       Klavier
Lorenz Haas         Schlagzeug
Urs Bumbacher       Violine
Nicola Romanò       Violoncello

Dorothea Schürch    Stimme
Daniel Mouthon      Stimme

Eliane Binggeli     Video
Silvia Werder       Assistenz
Johan Herak         Technik/Video

Lukas Langlotz      Musikalische Leitung
         

Oktober

         
25.10.2007 19:30   Helmhaus, Zürich

Ausstellung Peter Regli
im Helmhaus 14. Sept. - 11. Nov. 2007

same same - but different

UA RH 237 Noriko Hisada

Reality Hacking Nr 237 UA neues Werk von Noriko Hisada
Reality Hacking Nr 202 (2003)
Reality Hacking Nr 226 (2004)
Reality Hacking Nr 247 (2006)

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, Flöten
Manfred Spitaler, Klarinetten
Viktor Müller, Klavier
Lorenz Haas, Percussion
Urs Bumbacher, Violine
Nicola Romanò, Violoncello
         
         
 7.10.2007
 6.10.2007
17:00
20:00
  Barsinghausen, alte Zeche
Hannover, altes Magazin

Opera Portabile „Jack in the Box“
Musik von Michael Heisch, Beat Fehlmann und Benjamin Lang
Mit Jeannine Hirzel und Markus Matheis
Regie Daniel Mouthon

Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler Klarinette
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello
         

September

         
 1.-  
 4.09.2007
19:00   Genf, Theater du Grütli, Black Box

La BATIE - Festivale de Genève www.batie.ch
01.09.07 21.00 Genf Théâtre du Grütli, black box
02.09 19.00 black box
03.09 19.00 black box
04.09 21.00 black box
 
         

August

         
30.08.2007
29.08.2007
20:00
22:00
  Theaterspektakel, Zentral
Theaterspektakel, Zentral

Songs & Melodies
für zwei Stimmen und grosses Ensemble

Hans-Peter Frehner
Komposition, Konzept, Libretto

Andres Bosshard
Klangarchitektur

Kornelia Bruggmann
Gesang

Hans-Peter Frehner/Flöten/Leitung
Manfred Spitaler/Klarinetten
Raphael Camenisch/Saxofone
Philipp Schaufelberger/E-Gitarre
Viktor Müller/Klavier/Fender-Rhodes
Iva Sanjek/Ondes Martenot
Lucas Niggli/Drumset
Lorenz Haas/Percussion
Urs Bumbacher/Violine
Nicola Romanò/Violoncello
Anna Trauffer/Kontrabass, Gesang



SCHWERPUNKT: MEHR ALS MUSIK Das „ensemble für neue musik zürich“ sucht immer wieder gezielt die Zusammenarbeit mit bildenden und darstellenden Künstlern und überrascht mit musikalischen Ereignissen für Aug und Ohr. Dieses Jahr öffnet Ensemble-Leiter Hans-Peter Frehner seinen musikalischen Zettelkasten und «outet» sich als verhinderter Schlagersänger und Rockfan. In einer raffinierten Klangarchitektur von Andres Bosshard bringt er zusammen mit der Jodlerin Nadja Räss und der Sängerin Kornelia Bruggmann diese «Frühwerke» zur Aufführung.

Neugierde, Genauigkeit und eine kreative Offenheit gegenüber verschiedenen Musikgattungen und Kunstgenres zeichnen das 1985 gegründete „ensemble für neue musik zürich“ aus. Am Eröffnungsanlass des 25. Theater Spektakels zum Beispiel sorgte das Orchester in einer Produktion mit dem Zürcher Künstler Peter Regli unter dem Titel «Reality Hacking 212» für eine perfekte Überraschung: Auf kongeniale Weise begleitete das Septett von der Seebühne aus ein Ballett von tutenden Dampfschiffen auf dem Zürichsee. Ungewohnte Wege beschreitet das Ensemble auch in diesem Jahr. Der künstlerische Leiter, Hans-Peter Frehner, greift hierfür tief in den Fundus seiner vergangenen und gegenwärtigen Lieblingsmusiken. Dabei ist es nicht unwesentlich zu wissen, dass Frehner in jungen Jahren Schlagersänger werden wollte und in den frühen Siebzigern der Rockmusik verfiel, aber diese Karriere, wie er meint, «zu wenig konsequent verfolgte». Die «naiven und neoromantischen Musikskizzen aus dieser Zeit» (O-Ton Frehner) hat er mit einer Collage aus Gedankensplittern, Zitaten und alltäglichen Textfragmenten unterlegt und erweckt sie nun mit dem auf elf MusikerInnen erweiterten Ensemble zum Leben. Stimmkräftig unterstützt werden die «Idealisten im Dienst neuer Töne» bei diesem Projekt von der Jodlerin Nadja Räss, eine der herausragenden Künstlerinnen der neuen Schweizer Volksmusikszene, und der Zürcher Sängerin Kornelia Bruggmann, die sich als Interpretin von Neuer Musik einen Namen gemacht hat.
Der ebenfalls in Zürich lebende Klangarchitekt Andres Bosshard (Klangturm Expo 02) wird das akustische Erlebnis um eine räumliche Dimension erweitern, indem er das Klangmaterial aus Live-Musik, Stimme, Sprache und vorproduziertem Sound, auf präzisen Wegen durch virtuelle Klangräume bewegt. Damit trifft die musikalisch-performative Grenzüberschreitung des „ensembles für neue musik zürich“ einen der Programmschwerpunkte im Kern: Sie ist klangsinnlich, mehrdimensional und über-raschend unerhört. Mehr als Musik eben. (jwy/esc)
Mitglieder des „ensemble für neue musik zürich“ spielen auch in der Uraufführung der Videooper «X – Suite filante» von Katharina Rosenberger & Ivan Talijancic in der Roten Fabrik, Aktionshalle, FR 17. bis SO 19.08. (siehe Seite ??).

NEUE MUSIK/POP, URAUFFÜHRUNG
SPRACHE Deutsch
DAUER 70 Minuten
INTERNET www.ensemble.ch

UNTERSTÜTZUNG Fachstelle Kultur Kanton Zürich.
         
         
18.-  
21.08.2007
20:00   Rote Fabrik, Aktionshalle

Theaterspektakel Zürich

X Suite filante
Video Oper

Komposition: Katharina Rosenberger

Regie: Ivan Talijancic

Video: Antonio Giacomin
Dramaturgie: Iva Sanjek
Bühne: Spela Ursic, Nejc Batistic
Kostüme : Silvio Vujicic
Licht: Claude Hidber
Produktion: Thomas Keller (Verein Freqwerk),
Produktionsleitung Videoteil: Georg Bringolf

Sylvia Nopper(Sopran)
Leslie Leon (Mezzosopran)
Leila Pfister (Mezzosopran)
Erika Latta(Spiel)

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Fl
Raphael Camenisch/Sx
Daniela Müller/Vl
Nicola Romanò/Vc
Anna Trauffer/Kb




L`s Alltagsroutine, ihr eintöniges Dasein wird durch den zufälligen Fund eines Tagbuchs, das auf unheimliche Weise ihr Leben widerspiegelt, aus der Bahn geworfen. Fasziniert von täglichen Ritualen der rätselhaften Tagebuchschreiberin beginnt sie in ihre Fusstapfen zu treten und die Autorin des Tagebuchs nachzuahmen. L`s Leben steigert sich dadurch zur Besessenheit eines gewagten Doppelspiels von folgen und verfolgt werden. Ihre Wirklichkeit erscheint ihr allmählich als gespenstisches Déjà-vu und gipfelt in L`s mysteriösem Verschwinden.
Inspiriert durch die Arbeiten der französischen Konzeptkünstlerin Sophie Calle bringen die Schweizer Komponistin Katharina Rosenberger und der New Yorker Regisseur Ivan Talijancic (WaxFactory) in ihrer Video-Oper verschiedene Bühnensprachen auf Kollisionskurs: Indem sie Videobilder mit theatraler Aktion sowie live Instrumentalmusik und Gesang kombinieren, wird Musik sichtbar und Raum hörbar. Drei Sängerinnen und das ensemble für neue musik zürich fungieren auf der Bühne wie ein moderner Chor und stehen im Dialog mit dem auf eine doppelte Leinwand projizierten Videogeschehen.
Die Triebfeder des Plots, das Lesen eines fremden Tagebuchs, stellt das Überschreiten von Schranken der Intimsphäre dar. Unsere globalisierte Kontrollgesellschaft veräussert zusehends das Private in den Medien, sodass sich die Grenzen von privat und öffentlich verwischen. Im Zeitalter von Computerspielen wie Second Life im Internet, erforscht dieses Projekt das Verhältnis von Virtualität und individueller Realität durch die Verbindung von klanglicher, theatraler und filmischer Präsenz mit Textfragmenten von Jean Baudrillard und Sophie Calle.



Theaterspektakel Zürich

Auszug auf youtube

         

Juli

         
12.07.2007 18:30   MHT, Grosser Saal

Koloratur II von Johannes Harneit

ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner Flöten
Manfred Spitaler Klarinetten
Lorenz Haas Schlagzeug
Viktor Müller Klavier
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello

Johannes Harneit Klavier/Leitung

Johannes Harneits Koloratur für 6 Instrumente und Soloklavier (2002)
basiert auf den 6 „Esterházy“-Sonaten (1774) Joseph Haydns.
Das Soloklavier spielt diese in der vorgegebenen Reihenfolge (von 1-6),
die 6 Instrumente spielen einzelne Töne der Sonaten immer dann mit,
wenn sie auf übergeordnete Zusammenhänge sich beziehen.
Die Sonaten werden als eine zusammenhängende Werkgruppe aufgefasst,
die erst bei durchgehendem Vortrag sich erschließt.
Die Komposition in Sechsergruppen (wie auch bei Mozarts Haydn
gewidmeten Streichquartetten, der sie diesem nur vollständig vortragen
wollte - und noch bei Beethovens ersten Streichquartetten) wurde
bei Haydn durch engste thematische Verklammerung der Einzelwerke
zu einem Spiel über die Autonomie der Kunstwerke:
diese sind auch beim Einzelvortrag vollständig, aber mitnichten
abgeschlossen! „Koloratur“ versucht, die Sonaten durch jeweilig
verschiedene Einfärbung auch dann kenntlich zu machen, wenn sie
in anderen Sonaten wieder (bzw. bereits) erscheinen. Die einzelnen
Instrumente entsprechen einzelnen Sonaten:
I Schlagzeug
II Violine
III Flöte
IV Klarinette
V Violoncello
VI Klavier

Hamburg, Februar 2007, Johannes Harneit
         

Juni

         
 9.06.2007
 8.06.2007
20:00
20:00
  Radiostudio, Zürich
Gare du Nord, Basel

Werke von Luigi Nono

Polifonica – Monodia – Ritmica (1950)
6 strumenti e percussione (fl,cl,Bcl,sx,hn,pf,perc)

Risonanze erranti. Liederzyklus a Massimo Cacciari (1986)
Mezzosoprano, Flauto, Tuba, 5 Percussionisti e live electronics

„Hay que caminar“ soñando (1989)
2 Violini



ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner Flöte
Lars Heusser Klarinette
Lanet Flores Bassklarinette
Raphael Camenisch Saxophon
Lorenz Raths Horn
Leo Bachmann Tuba
Lorenz Haas Schlagzeug
Raphael Christen Schlagzeug
Martin Lorenz Schlagzeug
Ivan Manzanilla Schlagzeug
Sebastian Hofmann Schlagzeug
Viktor Müller Klavier

Ariadne Daskalakis Violine
Sebastian Gottschick Violine


Jeannine Hirzel Mezzosopran
Johannes Harneit Leitung

Holger Stenschke Live Elektronik
Andreas Werner Aufnahme
         

Mai

         
27.05.2007
26.05.2007
25.05.2007
20:00
20:00
20:00
  Kiev, The House of Scientist
kiev, Hall of the Philharmonics
Kiev, Hall of the Philharmonics

"Youth Music Forum 2007" Kiev

Konzert 1

Hall of the Conservatories

Lukas Langlotz „ohne Titel 1(Trio)“ (2007), UA fl,kl,vl
Bruno Stöckli „7 Entretiens“ (2004) fl,kl,vl,pf
Sergey Pilyutikov „Halley“ (2006), UA kl,vl,vc,pf
Mouthon/Schürch Solo – Performance

Konzert 2

Hall of the Philharmonics

Hans-Peter Frehner „Engelchen“ (2004)
Nach dem Text „die Jesus-Sünde“ von Isaak Babel
2 vox, fl, kl,pf,perc,vl,vc,


Konzert 3

The House of Scientist

Max E. Keller "gebündelt und ausfasernd" (2007), UA fl,kl,vl,pf,
Michael Jarrell „ASSONANCE II“(1989) bass-cl
Yelena Serova „die Herbstküste“ (2006), UA fl,vc,pf,perc
Morton Feldman "Durations 1" (1961) afl,vl,vc,pf

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöten
Manfred Spitaler Klarinetten
Lorenz Haas Schlagzeug
Viktor Müller Klavier
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello
Dorothea Schürch Stimme
Daniel Mouthon Stimme
Lukas Langlotz Leitung
 
         

April

         
15.04.2007
14.04.2007
13.04.2007
17:00
20:00
20:00
  alte Kirche Boswil
Kunsthalle Zürich
Gare du Nord, Basel

19.45/16.45 Konzerteinführung durch Johannes Harneit

Bruno Stöckli
"Fall" (1996/2000) für Hn,Vc,Pf UA
„L.A.C.(V3)“ (2001/04) für Streichtrio UA
"Bribes" (2001) für Va,Vc,Pos,Tuba,Pf UA
„Sieben Entretiens“ für (2004) Fl,Kl,Vl,Pf
„Dekaphonie“ (2007) UA für Fl,Kl,Hn,Pos,Tub,Vl,Va,Vc,Pf,Perc
mit einem Film des bildenden Künstlers Rolf Winnewisser

ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner/Flöten
Manfred Spitaler/Klarinetten
Lorenz Raths/Horn
Theo Banz/Posaune
Marc Unternährer/Tuba
Lorenz Haas/Schlagzeug
Viktor Müller/Klavier
Urs Bumbacher/Violine
Christian Zgraggen/Viola
Nicola Romanò/Violoncello

Johannes Harneit/Leitung



Fall (1996)

Einfall – 1 Fall – ein Fallen – Unfall und Abfall – schliesslich der Gerichtsfall: Anfang allen Zerlegens und Teilens.
„Fall“ ist ein Versuch über das Unmittelbare, die Realpräsenz des Klangs.
(Das Zufallen einer elementaren Geste. - Deren rituelle Wiederholung. - Die Aufhebung der Zeit im einen, einzigen Ton, dem Einton: Unison. Das Ein-tönige als Verkörperung des Aus-zeitigen.)

Bribes (2001)

„Bribes“ (frz.), Brocken. – (Gut möglich, dass Kierkegaards „Philosophische Brocken“ dem Namen Pate standen.)
Hier ist die Musik auf ihre elementarsten Bestandteile reduziert: den isolierten Ton und die ihn umgebende Pause. Präsenz und Absenz von Klang stehen gleichberechtigt nebeneinander: das eine bedingt das andere.
Dies lenkt unser Ohrenmerk auf die Qualität des Klangs (wie auch des Nichtklangs): seine physischen Eigenschaften treten in den Vordergrund. Wir erwägen gleichsam sein spezifisches Gewicht, ertasten die Struktur seiner Oberfläche, fühlen seine Temperatur etc.


L.A.C. (V3)
Streichtrio (2001-2003/04)

L.A.C. (V3) – (eine Permutation der drei Instrumentennamen Vl. Va. Vc.) – ist ein weiterer Versuch über die Unmittelbarkeit.

Es handelt sich um eine Art Pseudo-„ecriture automatique“: nichts soll dargestellt werden, als die Funktionsweise unseres Gedächtnisses selbst: Erinnerungen kommen und gehen – einige werden festgehalten, vorgehalten, andere tauchen ungefragt auf, drängen sich von selbst in den Vordergrund; einiges verknüpft sich nach logischen Kriterien, anderes folgt sich aus blosser Manie.

Musik, die sich bewegt: doch scheinbar ohne Ziel – die wartet, lauscht, die ein paar Schritte tut, bald zögernd, bald entschlossen, mal vorwärts, mal rückwärts, auch zur Seite – und wieder wartet, lauscht...

Wir versuchen zu erinnern, was war. Wir möchten ahnen, was sein wird. Deshalb nehmen wir für gewöhnlich Zuflucht zu REPRODUKTIONEN des Vergangenen, der PLANUNG des Kommenden.

(n+1)-Form: Schritt für Schritt (Viertelnote auf Viertelnote)

Jeder neue Schritt ist immer auch der letzte Schritt.


7 Entretiens (2004)
Sieben Unterhaltungen

1. Toccatonaise
Mit Sebastian Bach (Polonaise aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena).
Es dreht sich wieder mal alles um Permutationen. – Und wo von Spiegelformen die Rede ist, da ist auch Anton Webern nicht weit... Prompt huscht sein Schatten während des Gesprächs am Fenster vorbei.

2. Mit Cajkovskij
Cajkovskij`s Transkription russischer Volkslieder für Klavier zu vier Händen ist meiner Ansicht nach eine Uebersetzertätigkeit – gerade so wie die erneute Transkription seiner Musik in unsere Zeit.

2. Etude d`échauffement/Czerny à l`échafaud
Carl Czerny: Niemand spricht seinen Namen mit heiligem Schauder aus. Aber es gibt kaum einen Pianisten, der nicht einige Sprossen seiner Karriereleiter aus echtem Czerny- Holz gefertigt hätte.

4. Ecossaise
Die Wiederholung in sich kreisender Motive zeichnet viele Musik von Franz Schubert aus. So auch diese Ecossaise, deren schnurrende Begleitung sich hier allerdings nicht mehr so recht mit den Rädchen der Melodie verzahnen will.

5. Mit Schubert II
Antwort auf einen weiteren Schubert-Tanz, der sich auf die Exposition einiger Hornquinten beschränkt. Hornquinten: Schlüssel-Konstellation in der ein nicht unbeträchtlicher Teil unserer Musikgeschichte nachklingt.

6. Fantasie über Ut Re Mi Fa Sol La
Ein spätes Echo von William Bird`s Komposition für Virginal – oder unsere vage Erinnerung an sie.

7. Choral
Ausgangsmaterial dieses Stücks war ein Akkord aus „Hyperprism“ von Edgard Varèse. Seltsamerweise ist daraus ein Choral entstanden... Was aber den Vorteil hat, dass wir wieder bei Bach angelangt wären und der gewiss ehrenwerten Tradition, eine Musik mit dieser Gattung zu beschliessen.



Dekaphonie (2006)

In „Dekaphonie“ ist wieder ein gewisses konstruktives, operatives Vorgehen zugelassen. Der isolierte Ton (Unison) tritt vermehrt in harmonische Verbände („Akkorde“) ein oder fügt sich zu melodieähnlichen Gebilden.
Die Skalierung des Tonraums ist übrigens von der Obertonreihe über dem Grundton B abgeleitet – so wie er zu Beginn von allen Instrumenten exponiert wird und zum Schluss als rekapitulierender Septakkord im Klavier nachhallt – was zur Folge hat, dass hier auch Vierteltonschritte Verwendung finden. Das Klanggeschehen selber aber vermischt spektrales und dodekaphones Gedankengut in reichlich unorthodoxer Weise.

Rolf Winnewisser liess sich von meiner appoximativen Klavierversion dieser Musik zu einem Film inspirieren und kreierte – in Umkehrung des handelsüblichen Verfahrens – für einmal eine „Filmspur“ zur Musik.
Es handelt sich allerdings – unnötig darauf hinzuweisen, wer die Arbeitsweise von diesem Künstler kennt – nicht um eine Untermalung der Musik, sondern um ein eigenständiges Gebilde, das mit der Musik in einen freien Dialog tritt.
         

Januar

         
26.01.2007 20:15   Theater am Gleis, Winterthur

Musica Aperta

Hans-Peter Frehner „white, uni, sonor“ (2006) UA Fl, Kl, Vl, Pf

Bruno Stöckli „7 Entretiens“ (2004) Fl, Kl, Vl, Pf

Lukas Langlotz „ohne Titel 1 – Trio“ (2006) Fl, Kl, Vl,

Morton Feldman "Durations I" Fl, Vl, Vc, Pf


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler Klarinette
Viktor Müller Klavier
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello

Zum Programm:
„ensemble für neue musik zürich“ hat zum 20 Jahre-Jubiläum 2005 bei verschiedenen Komponistinnen und Komponisten Werke für das Gründungsquartett in Auftrag gegeben. Werke für die Besetzung Fl,Kl,Vl,Pf, die ohne Dirigent spielbar sind, damit wir auch als "Kleinformation" reisen können.


Lukas Langlotz (*1971)
Studierte an der Musikhochschule Basel Klavier (bei Jean-Jacques Dünki), Dirigieren (bei Wilfried Boettcher sowie Manfred Honeck) und Komposition (bei Rudolf Kelterborn). Stipendien der Hans Huber-Stiftung und der Rapp-Stiftung. Von 1996-97 Studien in Paris (Komposition bei Betsy Jolas, Kurs am IRCAM). Wichtige Einflüsse durch Gösta Neuwirth.Aufträge bedeutender Institutionen und Ensembles für zeitgenössische Musik (PRO HELVETIA, "ensemble für neue musik zürich", "europäischer musikmonat", Musikkreditkommission Basel-Stadt u.a.). Aufführungen im In-und Ausland (unter anderem an den Festivals "Music Exchange" in Sofia, "Lange Nacht der neuen Klänge" in Wien, "Internationale Ferienkurse" in Darmstadt), mehrere Radioaufzeichnungen. Unterrichtet an der AMS Muttenz und an der Musikhochschule Basel. Gibt Konzerte als Dirigent (vor allem zeitgenössische Musik, regelmässige Zusammenarbeit mit dem "ensemble für neue musik zürich") und als Pianist (Schwerpunkt Begleitung von Vokalmusik).

„Ohne Titel 1(Trio)“ (2006) für Fl,Kl,Vl,
Work(s) in progress für das ensemble für neue musik zürich
„Ohne Titel“ soll eine Reihe von Kompositionen für das ensemble in der Besetzung Flöten, Klarinetten, Violine, Klavier werden. Eine Art „Album“, aus dem die vier Musiker Werke auswählen können, um sie auf ihre Reisen mitzunehmen. Als erstes steht ein Trio: Drei Sätze für die drei Melodieinstrumente. Weiteres wird folgen.

Bruno Stöckli (*1960)
Bruno Stöckli studierte am Konservatorium Zürich die Instrumente Horn, Klavier, Viola und absolvierte die Kapellmeisterausbildung an der Musikhochschule Basel bei Antal Dorati, Horst Stein, Lothar Zagrosek, Ralph Weikert und Wilfried Boettcher. Er studierte Komposition bei H. U. Lehmann und nahm an Kompositions-Workshops von Mauricio Kagel und Luciano Berio teil. Er erhielt mehrere Auszeichnungen für seine Tätigkeit als Komponist sowie als Dirigent. (U. a. Kompositions-Förderpreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins, Werk- und Förderbeiträge des Kuratoriums des Kt. Aargaus, zweiter Preis am Kompositionswettbewerb der Ostschweizer Stiftung für Theater und Musik.)



„Sieben Entretiens“ (2004) für Fl,Kl,VI,Pf,

1. Toccatonaise
Unterhaltung mit Sebastian Bach (Polonaise aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena). Es dreht sich wieder mal alles um Permutationen. – Und wo von Spiegelformen die Rede ist, da ist auch Anton Webern nicht weit... Prompt huscht sein Schatten während des Gesprächs am Fenster vorbei.

2. Mit Cajkovskij
Cajkovskij’s Transkription russischer Volkslieder für Klavier zu vier Händen ist meiner Ansicht nach eine Uebersetzertätigkeit – gerade so wie die erneute Transkription seiner Musik in unsere Zeit.

3. Etude d’échauffement/Czerny à l’échaufaud
Carl Czerny: Niemand spricht seinen Namen mit heiligem Schauder aus. Aber es gibt kaum einen Pianisten, der nicht einige Sprossen seiner Karriereleiter aus echtem Czerny-Holz gefertigt hätte.

4. Ecossaise
Die Wiederholung in sich kreisender Motive zeichnet viele Musik von Franz Schubert aus. So auch diese Ecossaise, denen schnurrende Begleitung sich hier allerdings nicht mehr so recht mit den Rädchen der Melodie verzahnen will.

5. Mit Schubert II
Antwort auf einen weiteren Schubert-Tanz, der sich auf die Exposition einiger Hornquinten beschränkt. Hornquinten: Schlüssel-Konstellation in der ein nicht unbeträchtlicher Teil unserer Musikgeschichte nachklingt.

6. Fantasie über Ut Re Mi Fa Sol La
Ein spätes Echo von William Bird’s Komposition für Virginal - oder unsere vage Erinnerung an sie.

7. Choral
Ausgangsmaterial dieses Stücks war ein Akkord aus „Hyperprism“ von Edgar Varèse. Seltsamerweise ist daraus ein Choral entstanden... Was aber den Vorteil hat, dass wir wieder bei Bach angelangt wären und der gewiss ehrenwerten Tradition eine Musik mit dieser Gattung zu beschliessen. (B.St.)


Hans-Peter Frehner (*1953)
Seit 1974 kompositorische Arbeit. Habe als Flötist und künstlerischer Leiter des „ensemble für neue musik zürich“ von all den aufgeführten Werken und der Zusammenarbeit mit zahlreichen Komponistinnen und Komponisten aus zahlreichen Ländern viel gelernt und bin beeinflusst von guter U- und E-Musik aller Stilrichtungen.

„white,uni,sonor“ (2006) für Fl,Kl,Vl,Pf,

Ein Stück Unterhaltungsmusik für das Gründungsquartett des „ensemble für neue musik zürich“. Für einmal viele ganz normale Noten auf den weissen Tasten, unirhythmisch und volltönend gespielt.
         

ARCHIV 2006

   

Dezember

         
10.12.2006
 9.12.2006
 8.12.2006
17:00
20:00
20:00
  Gare du Nord, Basel
NEU: Kunsthaus Zürich
Forum Siegfried, Zofingen (Vorpremière)

Junge Komponistinnen und Komponisten II

Uraufführungen von
Martin Skalsky "America"
Cécile Marti "Würfel"
Juhee Chung "Piece for 6 Players"
Martin Jaggi "SPAM"

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöten,
Manfred Spitaler/Klarinetten,
Lorenz Haas/Schlagzeug,
Viktor Müller/Klavier,
Urs Bumbacher/Violine,
Nicola Romanò/Violoncello

Sebastian Gottschick/Leitung:

Martin Skalsky
1977 in Zürich geboren. Nach der Matura Studium der Musikwissenschaft, Wirtschaft und Informatik an der Uni Zürich. Gesangsstudium bei Kris Vail (Zürich) und Franz Lukasovsky (Wien). Seit 2001 Studium an der Musikhochschule Zürich bei Mathias Steinauer (Komposition), Gerald Bennett (Komposition und Musiktheorie), Thomas Müller (Musiktheorie) und André Bellmont (Filmmusik).
Einladung zum Komponistenforum des Internationalen Festivals junger Künstler Bayreuth 2002 und 2003, unter anderem mit Cristobal Halffter, Krisztof Meyer und James Clarke. Kompositionsworkshops mit Wolfgang Rihm, Isabel Mundry und Alvin Lucier. Einladung des Stückes „Condule(e)r a Vuk“ an das Schweizerische Tonkünstlerfest 2005.
Werke von Martin Skalsky wurden bereits in verschiedenen Ländern zur Aufführung gebracht, u.A. in der Schweiz, iDeutschland, Liechtenstein, Ungarn und Brasilien. Im Januar 2006 führte das Ensemble ö! das Stück „Gesellschaft – ein Ausschnitt“ während ihrer Amerika-Tournee in San Francisco, Washington und New York auf.

„America“ (2006)
„America“: In diesem Stück geht es nicht um Politik, wie es ein Titel wie „America“ in der heutigen Zeit vielleicht suggerieren mag. Es geht nicht darum, eine Meinung loszuwerden, eine solche jemandem aufzudrängen oder jemanden in seinem Denken zu bestätigen. Das ist nicht meine Aufgabe als Komponist. Es geht nicht um eine Bewertung von Amerika. Auch wenn das Stück bewusst Denkräume offen lässt, möchte ich darin primär einen Wahrnehmungszustand von mir musikalisch ausdrücken, der nur in und durch Amerika möglich geworden ist. Mit diesem Gedanken arbeitet das Stück. Er wird in verschiedenen Variationen durch das Stück gewoben, die jedoch nicht rein auf einer strukturellen, sondern vor allem auf einer sinnlichen Ebene funktionieren.(MS)


Cécile Marti
Geboren 1973 im Zürcher Oberland. Seit dem achten Lebensjahr grosse Begeisterung an der Musik, insbesondere für die Geige.Bald ergaben sich erste Kontakte mit neuer Musik, welche für mich eine unwiderstehliche Anziehungskraft besass. Diese war mir Ansporn, tiefer in die Musik hinein zu horchen und am gehörten auf eigene Art weiter zu arbeiten.
Musikalische Ausbildung am Konservatorium Zürich. Unterrichtstätigkeit seit dem siebzehnten Altersjahr.
Gegenwärtig Kompositionsstudium bei Dieter Ammann an der Musikhochschule Luzern.

„Im Würfel“ (2006)
„Meine Gestalt besteht einzig aus geraden Linien und ebenen Flächen, welche sich in symmetrischer Anordnung rechtwinklig verhalten. Jede Seite, jede Linie gleicht der anderen. Schnittpunkt gegenüber Schnittpunkt. So also ruhe ich in mir. Setze ich mich in Bewegung, kann ich leicht ins Rotieren geraten. Mein Bewegungsweg ist dabei nicht immer voraussehbar, da ich mir stets mehrere Möglichkeiten des Richtungswechselns offen halte. Den Weg nehme ich immer über die Linie oder meine Eckpunkte. Also, wenn ich nicht auf einer Fläche ruhe, so bewege ich mich linear“.
Soweit aus der Sicht des Würfeldaseins. Seine ihm innewohnende Gestalt, ist Anhaltspunkt der musikalischen Transformierung.
Das Ensemble folgt als kompakte Bewegungseinheit entlang den Linien charakteristischer Figurationen. Der Weg führt von der Objektbeschreibung zu deren Bewegungsmechanismen hin zu spielerisch-gestischen Formulierungen. Drehbewegungen, Rotierungen um die eigene Achse, stufenweises Vorrücken über Tonebenen, Strukturierungen durch Pulse, Zergliederungsphasen, tänzerische Bewegungsmomente, um einige Aspekte zu nennen, ziehen sich als Themenbänder durch das Stück. (CM)








Juhee Chung
Studierte Musiktheorie an der Ewha Woman’s University in Seoul. Am Berklee College of Music erlangte sie den Bachelor in Komposition, an der Musikhochschule Frankfurt das Kompositionsdiplom bei Isabel Mundry. Danach absolvierte sie ein Aufbaustudium an der Hochschule Musik und Theater Zürich in Komposition bei Isabel Mundry und in Computermusik bei Gerald Bennett.
Sie besuchte Meisterkurse bei Michael Jarrell, Klaus Huber, Jonathan Harvey und Detlev Müller-Siemens. Ihre Werke wurden an mehreren Musikfestivals aufgeführt, unter anderem am Daegu Festival für Zeitgenössische Musik in Korea, dem Autumn Music Festival in Budapest, dem 42. Darmstädter Sommerkurs und dem Festival International des Musiques et Créations Electroniques in Bourges.
In den USA erhielt sie den Boston Symphony Hall Award, 2005 wurde ihr an der 15. Internationalen Sommerakademie Prag-Wien-Budapest der erste Preis überreicht. Zur Zeit ist Chung an der Ewha Woman’s University in Seoul als Dozentin für Komposition tätig.

„Piece for 6 Players“ (2006)
Meine ursprüngliche Idee für dieses Stück geht von der Zahl 6 aus. Es ist für sechs Instrumente geschrie-ben, und jedem dieser Intrumente ist ein individueller musikalischer Charakter zugeteilt, der jeweils durch ein eigenes Muster repräsentiert wird. Das Stück ist nach den Proportionen 3 : 1 : 2 : 5 : 0.5 : 2.5 unterteilt und diese Zahlen spielen auch für die Harmonik eine Rolle. Die sechs Teilen sind durch die Abfolge der Muster charakterisiert und in jedem Teil werden die sechs verschiedenen Muster gereiht, überlagert, oder gemischt. Im Verlauf des Stückes kann der Charakter eines Musters mehr oder weniger hervortreten, aber ein wesenhafter Kern bleibt immer erhalten.(JC)


Martin Jaggi
Martin Jaggi wurde 1978 in Basel geboren. Er spielt seit seinem 7. Lebensjahr Violoncello. Ersten Kompositionsunterricht erhielt er bei seinem Vater, dem Komponisten Rudolf Jaggi. 1995 bis 1996 nahm er Kompositionsstunden bei Rudolf Kelterborn. Ab 1996 studierte er an der Musikhochschule Basel Violoncello bei Reinhard Latzko und Komposition bei Detlev Müller-Siemens und schloss 2000 mit dem Lehrdiplom ab. Anschliessend studierte er bei Walter Grimmer an der Musikhochschule Zürich, wo er 2002 das Konzertdiplom mit Auszeichnung erlangte. Seine Studien wurden ergänzt durch Meisterkurse bei Claude Starck, Colin Carr und Ivan Chiffoleau (Violoncello) sowie bei Marc-André Dalbavie und
Helmut Lachenmann (Komposition). Zur Zeit absolviert er ein Aufbaustudium für Komposition bei
Manfred Stahnke an der Musikhochschule Hamburg.
Als Komponist konnte sich Martin Jaggi in der Schweiz bereits einen guten Namen machen. Seine Werke wurden mehrfach vom Radio ausgestrahlt und in Europa und Kanada aufgeführt. Im Rahmen des "Euro-päischen Musikmonat 2001" war ihm ein eigenes Portrait-Konzert (Composer of the week) gewidmet. Zuletzt erhielt Jaggi u.a. Kompositionsaufträge vom Sinfonieorchester Basel, dem A-Devantgarde Festival München, der Pro Helvetia, dem Ensemble Phoenix Basel, der CoutKoutKun-Stiftung Thessaloniki und dem „ensemble für neue musik zürich“.
Martin Jaggi trat als Solist mit Orchestern und Kammerensembles in der Schweiz, in Deutschland, Italien, Frankreich, Paraguay und Russland auf und hat Aufnahmen für Radio DRS, Espace 2 und France Culture realisiert. Er ist Mitglied im „Mondrian Ensemble“ und Solocellist im Festival Orchester Basel und in der basel sinfonietta

„Spam für 6 Instrumente“ (2006)
„Spam“ ist eine Vokabel aus der wunderbaren Welt der angelsächsischen sogenannten „Four-Letter-Words“, jener Chiffren, die besonders negative Weltsichten aufs Bündigste zusammenfassen. „Spam“ ist die Abkürzung für „Send Phenomenal Amounts of E-Mail“ respektive „Send Personally Annoying E-Mails“ respektive „Seek Perilous Animal-Milk“ respektive „Siroup-Pirates Are Moles“ und eine aus dem elektronischen Alltag bestens bekannte Erscheinung. „Spam“ ist auch minderwertiges, in Blechdosen konserviertes Frühstücksfleisch („spiced ham“), das seit 1936 mit Erfolg industriell hergestellt wird und sich immer wachsender Beliebtheit erfreut. Ein Höhepunkt dieser Entwicklung kommt zum Ausdruck in dem Loblied, das lauthals Wikinger in den frühen siebziger Jahren zur Ehre von „Spam“ sangen („Spam spam spam spam! Lovely spam! Wonderful spam!“). Bei falschem Gebrauch werden „Spam“-Dosen gefährlich. In Burma ist „Spam“ (genau gleich ausgesprochen) ein Beschwörungswort, von dem niemand weiss, was es bewirkt. Andere mögliche Kombinationen der Buchstaben von „Spam“ lauten: „Masp“, „Amps“, „Pasm“. Ich empfinde alle Kombinationen als Wohllaut. Ähnliche Worte sind „Spum“, „Aspim“, „Skum“ und „Spöam“. Auch sie gefallen mir ganz gut. Das Wort „Spam“ kann in andere Sprachen transliteriert werden, zum Beispiel ins Ungarische: „Szpem“.
„Spam“ ist eine feine Sache. Ich wollte, meine Musik wäre ein bisschen wie „Spam“.(MJ)


Sebastian Gottschick, Leitung
Geboren in Düsseldorf, studierte Geige, Komposition und Dirigieren in Köln, Berlin, Hamburg und an der Juilliard School in New York. Als Dirigent arbeitete er zuletzt zusammen mit Ensembles und Orchestern wie dem Klangforum Wien, den Düsseldorfer Symphonikern, den Rundfunksinfonieorchestern Warschau, Berlin, München und Stuttgart, der Nordwestdeutschen Philharmonie, der Basel Sinfonietta, der Athelas Sinfonietta Kopenhagen, der Orquesta Filarmonica de Gran Canaria und dem Ensemble Modern. Von 1994 bis 1999 war er Künstlerischer Leiter des Ensemble Oriol Berlin, das unter seiner Leitung zu einem der führenden Kammerorchester in Deutschland wurde, mit einem weitgefächerten Repertoire vom Frühbarock bis zur jüngsten Moderne. 1994 – 2003 war er Musikalischer Leiter der Neuen Opernbühne Berlin, mit deren Produktionen er in Madrid, Lissabon und auf Gran Canaria gastierte. Als Operndirigent war er außerdem zu Gast u.a. am Theater Basel, an der Berliner Kammeroper und am Teatro La Fenice in Venedig. 2004 leitete er zusammen mit Johannes Harneit und Anna Viebrock die Produktionen „Geschwister Tanner“ und „Ohne Leben Tod“ am Zürcher Schauspielhaus und am Berliner Hebbeltheater. Seit 2005 ist er Musikalischer Leiter des „ensemble für städtebewohner“, das in Wien in den nächsten vier Jahren Musiktheaterproduktionen realisieren wird.
Als Geiger und Bratscher widmet sich Sebastian Gottschick vor allem der Kammermusik; er ist Mitglied des 1994 aus dem Ensemble Oriol hervorgegangenen Manon Quartett Berlin. Zur Zeit betreut er vertretungsweise eine Violinklasse an der Kölner Musikhochschule. CD-Auf-nahmen u.a. mit dem Ensemble Oriol, dem Manon-Quartett, dem Ensemble Moments Musicaux und der Athelas Sinfonietta sind bei IPPNW Concerts, ambitus, Erato und DaCapo erschienen. Gottschicks Aufnahme der Werke Matthias Ronnefelds wurde 2000 mit einem dänischen „Grammy“ ausgezeichnet.

Das 1985 gegründete ensemble für neue musik zürich widmet sich ausschliesslich dem zeitgenössischen Musikschaffen. Die sechs Musiker planen und konzipieren ihre Programme in eigener Regie. Im Bedarfsfall wird die Stammformation um zusätzliche SängerInnen und InstrumentalistInnen erweitert. Jahrelange, kompromisslose und selbstbestimmte Arbeitsweise sowie eine unkonventionelle Programmgestaltung führte schliesslich zum Erfolg. Jedes Projekt, jede künstlerische Entscheidung und auch die finanziellen Vermarktungsrisiken werden von den Musikern gemeinsam getragen. Zu den besonderen Anliegen des ensemble für neue musik zürich zählt die Förderung noch nicht etablierter, junger Komponistinnen und Komponisten aus dem In- und Ausland. In über 200 Uraufführungen von Werken, die meistens im Auftrag des ensembles entstanden und diesem gewidmet sind, finden sich in den Programmen Komponistenporträts von George Crumb, Liza Lim, Noriko Hisada, Hanspeter Kyburz, Franz Furrer-Münch, Dieter Ammann, Johannes Harneit, Elliott Carter, Ysang Yun, Hans Joachim Hespos etc. sowie weitere thematische Konzepte. Das ensemble hat sich in den vergangenen Jahren mit seiner „Theaterabteilung“ dieSZENEzürich über die Landesgrenzen hinaus mit Projekten von P.M.Davies („Mad Queen, mad King“), Daniel Mouthon („Finnabout“, „l’empire des choses“, „Ghostdriver“ und „Air à l’en verre“) einen Namen gemacht. Durch die überaus erfolgreiche Zusammenarbeit mit Joachim Schlömer („Höllenbild“), Herbert Wernicke („lustige Witwe“), Albrecht Hirche („Aufstand der Schwingbesen“), und Anna Viebrock („Geschwister Tanner“) haben sie modernes, zeitgemässes Musiktheater realisiert. Das ensemble konzertiert erfolgreich in Europa, Zentralasien, China, Hongkong, Japan, Australien und wurde an wichtige Festivals eingeladen. Zahlreiche CD-Produktionen und viele Radio-Aufnahmen bei DRS II, Radio Kiew, Radio Odessa, Hongkong RTHK, BR, WDR etc
         

Oktober

         
28.10.2006 11:00   Kunsthalle Zürich (Limmatstrasse 270)

Musik von Morton Feldman
For Christian Wolff (1986) for Flute, Piano, Celesta
For John Cage (1982) for Violin
For Aaron Copland (1981) for Violin, Piano
Piano (1977) for Piano
Duration I (1961) for Altoflute, Violin, Cello, Piano

Hans-Peter Frehner Flöte
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello
Viktor Müller Klavier
Jürg Henneberger Klavier


Die Musik wird ununterbrochen während der ganzen Öffnungszeit 11 - 17 Uhr gespielt.

Morton Feldman

Morton Feldman wurde am 12. Januar 1926 in New York geboren. Im Alter von zwölf Jahren studierte er mit der Busoni-Schülerin Madame Maurina-Press Klavier; ihr verdankt Feldman seine lebhafte Musikalität. Bevor er 1941 mit Wallingford Riegger Komposition zu studieren begann, schrieb er kurze, von Scriabin beeinflußte Klavierstücke. 1944 wurde Stefan Wolpe sein Lehrer; sie verbrachten jedoch sehr viel mehr Zeit mit Diskussionen über Musik. 1949 fand dann die ausschlaggebende Begegnung statt: Feldman traf John Cage, und damit begann eine für die Entwicklung der amerikanischen Musik in den Fünfzigerjahren entscheidende Zusammenarbeit. Cage war es, der Feldman Vertrauen zu seinen eigenen Ideen gab; daraus erwuchsen völlig intuitive Kompositionen. Er arbeitete nie mit irgendwelchen identifizierbaren Systemen, sondern schritt von Augenblick zu Augenblick, von einem klang zum nächsten. Zu seinen Freunden während der Fünfzigerjahre in New York gehörten die Komponisten Earle Brown und Christian Wolff, die Maler Mark Rothko, Philip Guston, Franz Kline, Jackson Pollock, Robert Rauschenberg und der Pianist David Tudor. Insbesondere die Maler beeinflußten Feldman bei seiner Suche nach einer eigenen, unmittelbare körperlicheren Klangwelt. Daraus ergaben sich Experimente mit graphischer Notation: PROJECTION 2 gehört zu den frühesten derartigen Partituren. In diesen Werken wählen die Spieler ihre Noten aus vorgegebenen Registern und Zeitstrukturen. Feldman war jedoch mit den Freiheiten, welche diese so stark von der Improvisation abhängigen Kompositionen den Interpreten zugestanden, nicht zufrieden und gab zwischen 1953 und 1958 die graphischen Notationen wieder auf. Doch die genaue Notation, welche er in dieser Zeit an deren Stelle setzte, fand er wiederum zu eindimensional, und so kehrte er für zwei Orchesterwerke - ATLANTIS (1958) und OUT OF LAST PIECES (1969) - zur Graphik zurük. Gleich nach diesen erschien eine Reihe von Instrumentalwerken mit dem Titel DURATIONS, in welchen die Tonhöhen genau festgelegt sind, die Interpreten aber gleichzeitig die Freiheit haben, ihre eigenen Dauern - innerhalb eines vorgegebenen Grundzeitmaßes - wählen zu können.

1967 begann die Zusammenarbeit zwischen Feldman und der Universal Edition mit der Veröffentlichung seiner letzten graphisch notierten Partitur, IN SEARCH OF AN ORCHESTRATION. Es folgte ON TIME AND THE INSTRUMENTAL FACTOR (1969), in welchem er erneut zur genauen Notation zurückkehrte. Mit Ausnahme von zwei Werken in den frühen Siebzigerjahren, behielt er von nun an die Kontrolle über Tonhöhe, Rhythmus, Dynamik und Dauer bei.

1973 erreichte Feldman eine Anfrage der University of New York in Buffalo, die Edgar Varese-Professur zu übernehmen; er hatte sie für den Rest seines Lebens inne.

Seit den späten Siebzigerjahren nahmen seine Kompositionen an Länge in einem solchen Grade zu, daß das zweite Streichquartett bis zu fünfeinhalb Stunden dauern kann. Es war besonders der Umfang dieser Werke, der zu Kontroversen Anlaß gab, doch Feldman war jederzeit glücklich, wenn er versuchen konnte, seine dahinter stehenden Gedanken zu erläutern:

"Meine ganze Generation hielt sich an die 20- bis 25-Minuten-Stücke. Das war unsere Uhr. Wir alle kannten sie und wußten mit ihr umzugehen. Sobald man aber einsätzige 20- bis 25-Minuten-Stücke hinter sich läßt, entstehen andere Probleme. Bis zu einer Stunde Dauer denkt man über die Form nach, doch nach eineinhalb Stunden zählt der Umfang. Form is leicht - einfach die Gliederung von Dingen in Teile, doch Umfang ist eine andere Angelegenheit. Man muß das ganze Stück überblicken - dazu bedarf es einer erhöhten Art der Konzentration. Vorher waren meine Stücke wie Objekte; jetzt sind sie wie sich entwickelnde Dinge."
Neun einsätzige Kompositionen von Feldman dauren mehr als eineinhalb Stunden.
Eines seiner letzten Werke, PALAIS DE MARI von 1986, ist mit einer Dauer von zwanzig Minuten fur eine späte Komposition ungewöhnlich kurz. Grund dafür war ein Auftrag von Bunita Marcus; für sie schrieb er ein Werk, das alle Dinge, die er in den sehr langen Stücken gemacht hatte, zusammenfassen und in ein kürzeres einbringen sollte. Da sie seine Zeitvorstellung kannte, bat sie ihn um ein zehnminütiges Werk, ahnend, daß es wohl die doppelte Länge haben werde.

Im Juni 1987 heiratete Morton Feldman die Komponistin Barbara Monk. Im Alter von einundsechzig Jahren starb er am 3. September 1987 in seinem Heim in Buffalo.
 
         

September

         
30.09.2006
30.09.2006
19:30
21:30
  Teil I, Kunsthaus Zürich Vortragssaal
Teil II, Kunsthaus Zürich Vortragssaal

Doppelkonzert zur Saisoneröffnung 2006/07
Samstag, 30. September 2006 im Kunsthaus Zürich, Vortragssaal

19.30 Teil 1
Gérard Pesson - le gel, par jeu (1991)
Fl., Klar., Horn, Pf., Perc., Vl., Vcl.

Johannes Schöllhorn/Stefan Wolpe - about the seventh (2002)
Fl., Klar., Pf., Perc., Vl., Vla., Vcl.

Cornelius Schwehr - aber die schönheit des gitters (1993)
Fl., Klar., Pf., Perc., Vl., Vla., Vcl.

Johannes Schöllhorn - berstend-starr (1991/92)
Fl., Klar., Pf., Perc., Vl., Vla.,Vcl.

Georges Aperghis - la nuit en tête (2000)
Sopran, Fl., Klar., Pf., Perc., Vl., Vcl.

Petra Hoffmann Sopran
Sebastian Gottschick Leitung

Intermezzo
Jochen Neurath « cum grano salis » UA (2006)
für 8 Spieler und zwei Dirigentenp

21.30 Teil 2
Johannes Harneit EXILES – UA (2006)
„the same all zurichschicken!“
nach deutschen Texten von James Joyce

Wobine Bosch Tanz
Christian Wittmann Schauspiel

Jürg Henneberger Joker
Johannes Harneit Leitung

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöten
Hansruedi Bissegger Klarinetten
Lorenz Haas Schlagzeug
Viktor Müller Klavier
Urs Bumbacher Violine
Sebastian Gottschick Viola
Lea Boesch Viola
Nicola Romanò Violoncello
Lorenz Raths Horn

Wir danken herzlich für die Unterstützung: Stadt Zürich Kultur, Fondation Nestlé pour l’Art partenariat, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, MIGROS-KULTURPROZENT und unseren Gönnerinnen und Gönner
Flügel: Bachmann Wetzikon, Licht: Stage Connenction, Foto: Niklaus Spoerri





Gérard Pesson
Nach einem Universitätsstudium an der Philosophischen Fakultät der Sorbonne (mit Musikwissenschaft) war Gérard Pesson Schüler der Kompositionsklassen von Betsy Jolas und Ivo Malec am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris, wo er zwei erste Preise in den Fächern Analyse und Komposition erhielt. 1986 gründet er die Zeitschrift für zeit-genössische Musik Entretemps. Im selben Jahr wird er Produzent bei France Musique.
Erster Preis in Toulouse 1986 für Les Chants Faëz und Preisträger des Wettbewerbs "Opéra autrement" mit Beau Soir, die 1989 konzertant am Festival d'Avignon uraufgeführt und 1990 szenisch im Rahmen des Festivals Musica wiederholt wurde. Von 1990 bis 1992 war er Stipendiat der Villa Medici in Rom.
Seine Werke wurden von mehreren Ensembles und Orchestren in Frankreich und weltweit gespielt: Ensemble Fa, 2e2m, Ensemble Intercontemporain, L'Itinéraire, Ensemble Modern, ensemble recherche, Ictus, Alter Ego, Accroche Note, Erwartung, Orchestre National de Lyon, Orchestre National d'Ile-de-France, etc. Seine Oper Forever Valley, Kompositions-auftrag von T&M, wurde im April 2000 im Théâtre des Amandiers de Nanterre uraufgeführt. Gérard Pesson arbeitet zur Zeit an einer neuen Oper L'Astrée, (Kompositionsauftrag der Stuttgarter Oper für 2006).


Gérard Pesson «Le Gel, par jeu « (1991)
Fl.,Klar.,Horn,Pf.,Perc.,Vl.,Vcl.

Le Gel, par jeu et les Cinq Poèmes de Sandro Penna ont été écrits en Italie et sont le résultat de deux découvertes poétiques, deux rencontres capitales : Sandro Penna, poète contemporain mort à Rome en 1977, et Emily Dickinson, poétesse américaine née en 1830 dans le Massachusetts. Leur oeuvre, apparemment si différente, n'était la commune profondeur et une tranquille gravité, est liée dans mon souvenir à la ville de Rome et aux jardins de la Villa Médicis que je voyais des fenêtres de mon cabinet de travail.Ayant renoncé au sous-titre, je dois une explication de ce Gel, par jeu. Il s'agit d'une danse macabre, ou, pour être plus exact, d'une suite de petites danses fantômatiques, de tableaux grinçants etlicifuges.
La danse macabre est le seul genre gai qui soit aussi profond. Je n'ai pas renoncé au petit attirail qu'il impose : les lattes de bois percutées qui figurent traditionnellemen l'entrechoquement des os ; mais au xylophone un peu «repéré», j'ai préféré le marimba basse plus mystérieux et plus feutré. Le dies irae est inclu, comme il se doit, mais de façon tellement cryptique que j'ai moi-même déjà oublié l'opération complexe en quoi a consisté sa greffe.
Cette musique est spectrale à sa manière puisqu'y défilent des fantômes. Elle est toute vertébrée de chromatismes (les ossements de nos pauvres échelles), précipitée, traversée de courants d'air et de raclements. Siciliennes, valses, augures printaniers en bandeaux, les danses à mesure se glacent et se figent. Cette musique est ma première expérience dans le strictement continu, dans ce qu'on appelait jadis le style concitato.Le titre de l'oeuvre est la traduction libre (Guy Jean Forgue) d'un vers d'Emily Dickinson, ange provincial du Massachusetts, qui passa sa vie à suivre des enterrements, génie fulgurant à peine incarn qui avait transcendé il y a plus d'un siècle les deux sujets de toute danse macabre - et de celle-ci (panique et ironie) : The Frost beheads it at it's play.





Johannes Schöllhorn
Geboren 1962 in Murnau, studierte in Freiburg bei Klaus Huber, Emanuel Nunes und Mathias Spahlinger Komposition, Musiktheorie bei Peter Förtig und besuchte Dirigierkurse bei Peter Eötvös. Er arbeitet mit zahlreichen internationalen Ensembles zusammen und erhielt Kompositionsaufträge u. a. von mehreren Rundfunkanstalten und dem Französischen Kultusministerium. Johannes Schöllhorn erhielt einige internationale Kompositionspreise und war 1995 Gewinner des Comitée de Lecture des Ensemble Intercontemporain, für das 1997 sein "Rondo" für Violine und Kammerorchester entstand. Seine Kammeroper "La trilogie minuscule" wurde oftmals in Paris und an verschiedenen Orten Frankreichs gespielt und hatte 1997 an der Opera de Bastille Premiere. Neben seinen eigenen Kompositionen beschäftigt sich Johannes Schöllhorn intensiv mit den verschiedenen Aspekten musikalischer Bearbeitung, u.a. hat er eine eigene Version von "...explosante-fixe..." von Pierre Boulez erarbeitet. Johannes Schöllhorn war Leiter des Ensembles für Neue Musik an der Musikhochschule Freiburg (bis 2004) und unterrichtete von 1995-2000 an der Hochschule für Musik und Theater Winterthur-Zürich. Seit 2001 ist er Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Johannes Schöllhorn unterrichtete mehrmals am Kompositionsseminar der Fondation Royaumont (F) und gab u.a. Kompositionskurse beim Ictus-Seminar (B), bei der Irino-Foundation (Japan), beim Bartók-Festival (HU), am Conservatory of Music in Tianjin und am Central Conservatory in Beijing (China).


Johannes Schöllhorn/Stefan Wolpe „about the seventh“ (2002)
Fl,Kl,Pf,Perc,VI,Va,Vc

„about the seventh“ ist eine Bearbeitung der gleichnamigen Gruppe von 5 Stücken aus Stefan Wolpes „music for any instruments“ aus den Jahren 1945/46. Von den ursprünglich fünf zweistimmigen Stücken sind nur vier erhalten, so dass für die Bearbeitung ein fünfter Satz im Stile Wolpes komponiert wurde. Jeder Satz wurde dreimal instrumentiert, wobei in der Stilistik der Bearbeitung mit den reichlich unsicheren Kategorien „Nähe“ und „Distanz“ zur Musik Wolpes auf möglichst vielfältige Weise gespielt wurde. Die daraus resultierenden fünfzehn Sätze wurden daraufhin planvoll in neuer Reihenfolge durcheinander gemischt. Das Ziel war eine prismatische Konstellation der Miniaturen, in denen die neu entstandenen Blickwinkel auf die Musik Wolpes sich gegenseitig neu beleuchten sollten. In diesem Sinne gilt auch für about the seventh der Satz John Bergers: „(...) umfasst der Akt der Annäherung an einen gegebenen Moment von Erfahrung sowohl die genaue Untersuchung (Nähe) als auch das Vermögen, Zusammenhänge herzustellen (Distanz). (John Berger - SauErde)


Cornelius Schwehr
1953 in Freiburg/Breisgau geboren
1970-74 Theorie- und Kompositionsunterricht bei Walter Heck (Freiburg)
1975-81 Studium an der Musikhochschule in Freiburg in den Fächern:
Komposition (Klaus Huber) Theorie (Peter F¨ortig) Gitarre (Denise Lavenchy)
1981-83 Kompositionsstudium bei Helmut Lachenmann an der Musikhochschule in Stuttgart
1981-95 Lehrauftrag im Fach Musiktheorie an der Musikhochschule in Freiburg
1986-89 Musiktheorie-Lehrauftrag an der Musikhochschule in Karlsruhe
1989-95 Lehrer für Musiktheorie und Komposition an der Musikhochschule in Winterthur/Schweiz* seit 1995 Professor für Komposition und Musiktheorie an der Musikhochschule in Freiburg





Cornelius Schwehr „aber die Schönheit des Gitters“ (1993)
Fl,Kl,Pf,Perc,VI,Vla,Vcl

„aber die Schönheit des Gitters“ für Kammerensemble (1992) ist als Auftragswerk für die Wittener Tage für Neue Kammermusik des folgenden Jahres geschrieben worden, in deren Mittelpunkt Film/Musik-Projekte standen, und wurde gemeinsam mit dem Regisseur Didi Danquart konzipiert, mit dem Schwehr bereits öfter zusammengearbeitet hatte. Um zu vermeiden, nur gegenseitige Vorgaben zu erfüllen, entstand bei diesem Projekt die Musik, "bevor nur ein einziges Bild aufgenommen war. Der Film entstand, ohne dass dem Filmemacher auch nur das Geringste von der Musik hätte zu Ohren kommen können. Dennoch: das Ergebnis ist kein blind und taub Zusammengesetztes. Wir haben uns, im Vorfeld unserer Arbeit, in der Absicht besprochen, in den Inhalten angenähert, in der Struktur zunächst auf eine bestimmte Dauer von 15 Minuten geeinigt und dann unsere Arbeit verschränkt. [...] Der Filmemacher und der Komponist finden also ein Netz vor, welches, bevor ihre Arbeit eigentlich begonnen hat, schon über sie gezogen ist." Gemeinsam ist beiden Verläufen somit lediglich ein Zeitplan, was im Konkreten auch bedeutet, dass die Bilder des Films (Gesichter, die als Portraitphotos neueren Aufnahmen, die abgefllmt wurden, gegenüber gestellt werden) und die Musik einander nie direkt "kommentieren" oder illustrieren, sondern ihre eigene Deutung derselben Problemstellung geben: "Der Filmemacher behauptet (in seinem Film), dass gesellschaftliche Veränderungen direkt in den Gesichtern der betroffenen oder handelnden Personen abzulesen sind. Der Komponist behauptet (in seiner Musik), dass Antipoden (sklavisch auf einander bezogen) nur existent sind in Form des (jeweils) Andersseins, letztlich identisch - nicht mehr voneinander zu unterscheiden - sind. […] Es schien uns sinnvoll, unsere bei den Behauptungen zu überblenden."
Logischerweise ist die unabhängig entstandene, d.h. autonomen Gesetzen folgende Musik auch losgelöst vom Film "gültig" und für sich aufführbar. Bereits das erste Hören lässt zwei deutlich kontrastierende Teile (Antipoden?) erkennen: Anfänglich werden Liegeklänge oder -töne - meist leise, nur wenig artikuliert vorgestellt - von sehr kurzen Impulsakzenten unterbrochen, bevor die Liegeklänge durch Gegenverläufe belebt werden und sich ihnen zunehmend klein gliedrige, "gerasterte" Repetitionselemente hinzugesellen oder mit ihnen abwechseln. Ab der zeitlichen Mitte des Stücks etabliert sich eine Gegenwelt, die von quasi "farbigen Schatten" konstituiert wird und in der die Geräusche immer etwas präsenter sein sollen als die erkennbaren Tonhöhen - Spielen mit dem Bogenholz oder auf dem Steg bei den Streichern, beim Klavier im Innern des Instruments (an der Saitenumwicklung oder den Stimmstiften) erzeugte Klänge und auch hier das Treten und Loslassen der Pedale, bei den Bläsern Klappengeräusche und fast nur aus Luft bestehende Töne amalgamieren sich zu einer schwebend gehaltenen Zuständlichkeit, die unter ihrer Oberfläche bewegt erscheint.



Johannes Schöllhorn „berstend-starr“ (1991/92)
Fl,Kl,Pf,Perc,VI,Vla,Vcl

"Das Dilemma jeden Versuchs, schnelle Bewegung fotografisch sichtbar zu machen, ist bereits unlösbar im Prinzip der Fotografie angedeutet. Denn Fotografieren ist ein bildliches Festmachen von Abläufen. Absurderweise werden also Geschwindigkeiten oder Bewegung am Besten dadurch ersichtlich, dass sie >eingefroren< werden."
(du - die Zeitschrift der Kultur: Geschwindigkeit - der überhitzte Augenblick)

"berstend-starr" ist ein Ausarbeitung der ersten Version von Pierre Boulez' offenem Form-Konzept "..explosante-fixe...", die in dem vorgefundenen Material - zwischen Regeltreue und gezielter Vermeidung ungeschriebener Gesetze - eine eigene Klangwelt findet.
"Wie können wir wissen, wovon der Schatten ein Schatten ist?" (L. Wittgenstein)




Georges Aperghis
Geboren 1945 in Athen als Sohn eines Bildhauers und einer Malerin, lebt seit 1963 in Paris. Er studierte autodidaktisch Musik. Begegnungen mit dem Dirigenten Konstantin Simonovitch, dem Ensemble Instrumental Paris und der Schauspielerin Edith Scob, die er 1965 heiratete, brachten ihn mit musikalischen Kreisen und der Theaterwelt in Kontakt. Kompositionen von John Cage und Mauricio Kagel beeindruckten ihn. 1971 entstand Aperghis' erstes Musiktheaterstück für zwei Frauenstimmen, Laute und Violoncello. 1976 gründete er die multimediale Theatergruppe Atelier Théâtre et Musique (ATEM) in Paris, deren oft mit absurden Elementen arbeitende Aufführungen vom gesellschaftlichen Alltag inspiriert sind und erst während der Proben entstehen. Neben szenisch-gestischen Werken schrieb Aperghis zahlreiche Kompositionen für Konzert und Oper.


Georges Aperghis „La Nuit en tête“ (2000)
pour violon, violoncelle, flûte, clarinette, piano percussion et soprano

« Les rumeurs de la nuit de carnaval s'éteignent, le carillon de la tour sonne six heures » nous dit Schumann. La Nuit en tête devait être un «nocturne», non pas nuit mais appréciation personnelle de la nuit, en tête ou entêtée, à la tête de ou dans la tête, image multiple et inattendue, un peu à la Char, fuyante encore dès que le compositeur tente d'en saisir l'idée. « Le projet était d'écrire cinq ou six mouvements brefs se développant indépendamment puis de les laisser s'enchevêtrer les uns dans les autres, l'oreille ne devant plus différencier les couleurs distinctives de chacun ».
La nuit en tête :sans doute faut-il entendre ce titre, non pas comme la transcription a posteriori d'une nuit imaginaire, programmée et calculée de tête dans ses effets, mais plutôt comme la nomination étonnée de ce qui s'est écrit, là, en tâtonnant du bout des doigts et depuis le corps à corps de l'écriture, dans un entêtement qui n'a rien à voir avec un volontarisme conscient. Il faut l'entendre au sens où l'on dit aussi d'une mélodie qu'elle est entêtante, ou entêtée : insistante, obsédante, comme une douleur lancinante dans le corps.
La nuit en tête, ce sont, selon les mots de Georges Aperghis1 ,des « agglomérats de sensations » : « jeux d'enfants », « processions nocturnes », « états d'âme furtifs ». Et ces agglomérats sont mobiles (« comme des sables mouvants »), portés par une harmonie elle-même « glissante » entre des « accords connus » et des quarts-de-ton qui lui confèrent d'étranges irisations2. C'est, dit-il encore, l'inscription d'une intense « énergie », d'une « trépidation permanente, mais comme étouffée dans l'obscurité ».
Peter Szendy










Jochen Neurath
Geboren 1968 in Celle. Kompositionsstudium in Berlin und Hamburg. Seitdem freischaffende Tätigkeit als Komponist, Dirigent, Pianist und Arrangeur. Lebt in Berlin.
2001 – 2006 „Composer in Residence“ der Staatsoper Hannover. 2001 Schauspielmusik zu Nicolas Stemanns „Orestie“-Inszenierung am Schauspiel Hannover. 2003 Mitarbeit und Mitwirkung bei Christoph Marthalers Projekt „Lieber Nicht“ an der Volksbühne Berlin. 2008 UA der Oper „Agrippina” an der Staatsoper Stuttgart.
Werke für Orchester, Solo- und Ensemblemusik, Lieder, Schauspielmusiken.


Jochen Neurath „cum grano salis“ UA (2006) für 8 Spieler und zwei Dirigenten

Johannes Harneit
Der Komponist, Dirigent und Pianist Johannes Harneit studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Nach Engagements am Staatstheater Oldenburg und am Schiller-theater NRW Wuppertal/Gelsenkirchen war er von 2001 - 2006 Musikdirektor an der Staats-oper Hannover. Er dirigierte an der Bayerischen Staatsoper München, am Bremer Theater sowie bei den Rundfunkorchestern des NDR, WDR und SWR, dem Dänischen Rundfunk-orchester Kopenhagen und ist ständiger Gastdirigent beim Kairo Symphony Orchestra. In der Spielzeit 2006/07 wird er Chefdirigent des Belgrader Nationaltheaters. Er erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge, unter anderem von der Hamburgischen Staatsoper, der Alten Oper Frankfurt und dem Ensemble Scharoun und Einladungen nach Zürich, Basel und Berlin. Im Grenzbereich neuen Musiktheaters gab und gibt es eine intensive Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Herbert Wernicke, Christoph Marthaler und Anna Viebrock. Von seinen Werken sind u.a. das Violinkonzert (UA 2000, Christian Tetzlaff gewidmet), die Kammeroper „idiot“ (UA Theater Basel 2001), die Zeitoper „Der jüngste Tag ist jetzt“ (UA Hannover 2003), das Orchesterwerk „Schwingen“ (UA Montepulciano 2003) zu nennen. Seit Herbst 2003 ist Johannes Harneit zudem Chefdirigent der Sinfonietta Leipzig. An der Staatsoper Hannover dirigierte Harneit u.a. Luigi Nonos Oper „Unter der großen Sonne von Liebe beladen“ (Regie: Peter Konwitschny), die von der „Opernwelt“ als beste Aufführung des Jahres 2004 ausge-zeichnet worden ist. 2005 erhielt die Uraufführung von Hans-Joachim Hespos’ „iOPAL“, ebenfalls unter seiner Leitung, von der „Opernwelt“ die gleiche Auszeichnung. Die Stuttgarter Philharmoniker brachten das Konzert für Cello und Orchester im April 2006 zur Uraufführung und im Mai 2006 debütierte Johannes Harneit beim Ensemble Modern. Beim diesjährigen Beethoven-Fest in Bonn kam zudem seine Beethoven-Skizzen zur Uraufführung. An der Staatsoper Stuttgart wird er 2007/08 die musikalische Leitung von Paul Dessaus Oper „Lancelot“ in der Inszenierung von Peter Konwitschny übernehmen.




„EXILES“ (2006) UA Johannes Harneit
„the same all zurichschicken!“ nach deutschen Texten von James Joyce

In Zürich begegnen sich vertriebene Sprache (englisches Deutsch in FINNEGANS WAKE –
das von James Joyce selbst eingearbeitete - keine Uebersetzungen) und verbannte Musik, heimatlose Geste.
Die Zukunft wird vorbereitet.
J.H.











Jürg Henneberger wurde 1957 in Luzern (CH) geboren. Er studierte an der Musikakademie Basel bei Jürg Wyttenbach und an der Hamburger Hochschule für Musik und darstellende Kunst bei Klauspeter Seibel und Christoph von Dohnànyi.
Henneberger machte sich sehr bald als Spezialist für Neue Musik einen Namen, was ihm Engagements bei den führenden Ensembles dieser Sparte eintrug. Die Gründung eines eigenen Ensembles, des "Ensemble Phoenix Basel", war letztlich die Konsequenz daraus. Hier lassen sich mit ausgesuchten Musikern eigene Ideen adäquat umsetzen.
Neben diesem Schwerpunkt seines Schaffens ist Jürg Henneberger ein weithin sehr gefragter künstlerischer Leiter grosser Opernproduktionen des mehrheitlich zeitgenössischen Repertoires. Hervorzuheben sind hier die Einstudierungen am Theater Basel "Aus Deutschland" von Mauricio Kagel und "Satyricon" von Bruno Maderna in der Regie Herbert Wernickes (eingeladen ins Teatro "La Fenice" Venedig), sowie die Produktionen unter der Regie von Christoph Marthaler "The Unanswered Question" (eingeladen zum Deutschen Theatertreffen Berlin 1998) und "20th Century Blues", sowie die Schweizer Erstaufführung der Oper "Die Soldaten" von Bernd Alois Zimmermann. Am Staatstheater Hannover leitete er 2002 Alban Bergs "Lulu". Seit 1989 ist Jürg Henneberger Dozent für Partiturspiel, Kammer-musik und Interpretation Zeitgenössischer Musik an der Musikhochschule Basel, seit 1998 Präsident der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (IGNM) Basel.
Jürg Henneberger dirigiert das "ensemble für neue musik zürich" regelmässig seit 1989.
Als Pianist tritt er insbesondere als Liedbegleiter und Kammermusiker auf.



Petra Hoffmann (* in Schwäbisch-Gmünd) ist eine international tätige Sopranistin sowie eine bekannte deutsche Interpretin zeitgenössischer Werke.Sie erhielt ihre Gesangsausbildung bei Prof. Elsa Cavelti an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Ergänzend studierte sie bei Charles Spencer, Paul Esswood und Sir John Eliot Gardiner.
In zahlreichen Gastverträgen unter anderem als Blondchen (Entführung aus dem Serail), Frasquita (Carmen), Lenio (Griechische Passion), Zerlina (Don Giovanni), Königin der Nacht (Zauberflöte) wurde sie u.a. an die Opéra de la Monnaie Bruxelles, das Theater Basel, die Opera Real Madrid, das Teatro Nacional de São Carlos, Lissabon, die Staatsoper Stuttgart, das Bayerische Staatsschauspiel Marstall und an das Teatro La Fenice, Venedig verpflichtet. Als gesuchte Interpretin zeitgenössischer Werke ist Petra Hoffmann regelmäßig bei inter-nationalen Festivals wie den Salzburger Festspielen, La Biennale di Venezia, Steirischer Herbst, Festwochen Luzern, Wien Modern, ‘musica viva‘ München, Ruhrtriennale, Milano Musica sowie in Japan zu Gast.
Ihre rege Konzerttätigkeit führte zu einer künstlerischen Zusammenarbeit mit Maurizio Pollini sowie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Gustav Mahler Jugend-orchester, Klangforum Wien, Ensemble Modern und dem ensemble recherche unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Ingo Metzmacher, Peter Eötvös, Frieder Bernius, Antonio Pappano, Kwamé Ryan, Emilio Pomarico, Sylvain Cambreling und Mark Foster.
CD-, TV- und Rundfunkproduktionen dokumentieren das breitgefächerte Repertoire der Sopranistin.





Wobine Bosch, Tänzerin/ Bewegungsschauspielerin, geboren 1969 in den Niederlanden. Ausbildung an der Kunsthochschule Amsterdam, Moderne Theaterdans und am Merce Cunningham Studio, New York. Nach ihrer Ausbildung tanzte sie in “de Rotterdamse Dansgroep”. Danach arbeitete sie in Holland mit unterschiedlichen Choreografen (Piet Rogie, Wim Kannekens und Karin Post). Von 1998 bis 2000 tanzte sie für “Dansgroep de Meekers, Rotterdam” (Arthur Rosenfeld). Für Arthur Rosenfeld und Ana Teixido machte sie die Endregie in „So much to do“ (2004) und „Till we lose it“ (2006). Mitwirkung im Tanzfilm “Höhenluft” von Annick Vroom und “Het Hans Hof Ensemble“ (Filmfestival Utrecht 2005). Seit 1995 ständige Zusammenarbeit mit dem Choreografen Jan Pusch in Hamburg: Choreografien „Scope“, „Until the cows come home“, „Siësta“ und „Into the blue“ (mit Gastspielen in Süd-Amerika, Russland, Indien).
Auf Kampnagel arbeitete sie mit unterschiedlichen Künstlern und Theatermachern zusammen. 2002 spielte sie “Major Tom” im gleichnamigen Stück von Regisseur/Bühnen-bildner Christian Wiehle.
Seit 1996 arbeitet sie regelmässig für ’Opera Silens’ (Hamburg) mit Regisseur Hans-Jörg Kapp. Sie war zu sehen in „Gunshotkatas“, „Satie Amnesie“, „Amnesie International“, „Aqua aqua aqua aqua“, „Park Dark“ und in 2006 „See my songs“ im Altonaer Museum. Weiter tanzte sie in Berlin bei MS Schrittmacher, Martin Stiefermann (2000-2001), am Stadtstheater Krefeld-Mönchengladbach (2002) und 2005 in „Now has been“ von Victoria Hauke, Kunst-haus Hamburg. Letztes Jahr arbeitete sie zum ersten Mal mit Johannes Harneit für sein Stück „Räuber“ in der Opera Stabile in Hamburg zusammen.



Christian Wittmann, Schauspieler und Regisseur
Geboren 1967 in München, lebt in Berlin.
89-94 Ensemblemitglied am Staatstheater Bremen, Bühnen der Hansestadt Lübeck, sowie am Schauspielhaus Wien. Danach Gastengagements/Gastspiele u.a. Münchener Kammerspiele, Wiener Festwochen, FFT Düsseldorf, Schauspielhaus Düsseldorf, Volksbühne/Prater Berlin, Sophiensäle Berlin, Renaissancetheater Berlin, Theater Affekt Berlin, Hebbeltheater Berlin, Theaterhaus Gessnerallee Zürich, Theater am Neumarkt Zürich, Landestheater Linz, Bayerisches Staatsschauspiel München, ensemble für städtebewohner wien, donaufestival 02, ruhrtriennale 03, Theatre Le Maillon Strassbourg, Theaterikesää Tampere Finnland, Festspielhaus Hellerau, Moussonturm Frankfurt/Main, ausserdem diverse Engagements bei Film und Fernsehen.
Regiearbeiten in Bremen, Berlin und Linz.
2006 Zusammenarbeit mit Sebastian Gottschick und Johannes Harneit bei der Oper „idiot“ am Schauspielhaus Wien.



Sebastian Gottschick, Leitung
Geboren in Düsseldorf, studierte Geige, Komposition und Dirigieren in Köln, Berlin, Hamburg und an der Juilliard School in New York. Als Dirigent arbeitete er zuletzt zusammen mit Ensembles und Orchestern wie dem Klangforum Wien, den Düsseldorfer Symphonikern, den Rundfunksinfonieorchestern Warschau, Berlin, München und Stuttgart, der Nordwestdeutschen Philharmonie, der Basel Sinfonietta, der Athelas Sinfonietta Kopenhagen, der Orquesta Filarmonica de Gran Canaria und dem Ensemble Modern. Von 1994 bis 1999 war er Künstlerischer Leiter des Ensemble Oriol Berlin, das unter seiner Leitung zu einem der führenden Kammerorchester in Deutschland wurde, mit einem weitgefächerten Repertoire vom Frühbarock bis zur jüngsten Moderne.
1994 – 2003 war er Musikalischer Leiter der Neuen Opernbühne Berlin, mit deren Produktionen er in Madrid, Lissabon und auf Gran Canaria gastierte. Als Operndirigent war er außerdem zu Gast u.a. am Theater Basel, an der Berliner Kammeroper und am Teatro La Fenice in Venedig. 2004 leitete er zusammen mit Johannes Harneit und Anna Viebrock die Produktionen „Geschwister Tanner“ und „Ohne Leben Tod“ am Zürcher Schauspielhaus und am Berliner Hebbeltheater. Seit 2005 ist er Musikalischer Leiter des „ensemble für städtebewohner“, das in Wien in den nächsten vier Jahren Musiktheaterproduktionen realisieren wird.
Als Geiger und Bratscher widmet sich Sebastian Gottschick vor allem der Kammermusik; er ist Mitglied des 1994 aus dem Ensemble Oriol hervorgegangenen Manon Quartett Berlin. Zur Zeit betreut er vertretungsweise eine Violinklasse an der Kölner Musikhochschule. CD-Auf-nahmen u.a. mit dem Ensemble Oriol, dem Manon-Quartett, dem Ensemble Moments Musicaux und der Athelas Sinfonietta sind bei IPPNW Concerts, ambitus, Erato und DaCapo erschienen. Gottschicks Aufnahme der Werke Matthias Ronnefelds wurde 2000 mit einem dänischen „Grammy“ ausgezeichnet.


Das 1985 gegründete ensemble für neue musik zürich widmet sich ausschliesslich dem zeitgenössischen Musikschaffen. Die vier Musiker planen und konzipieren ihre Programme in eigener Regie. Im Bedarfsfall wird die Stammformation um zusätzliche SängerInnen und InstrumentalistInnen erweitert. Jahrelange, kompromisslose und selbstbestimmte Arbeitsweise sowie eine unkonventionelle Programmgestaltung führte schliesslich zum Erfolg. Jedes Projekt, jede künstlerische Entscheidung und auch die finanziellen Vermarktungsrisiken werden von den Musikern gemeinsam getragen. Zu den besonderen Anliegen des ensemble für neue musik zürich zählt die Förderung noch nicht etablierter, junger Komponistinnen und Komponisten aus dem In- und Ausland. In über 200 Uraufführungen von Werken, die meistens im Auftrag des ensembles entstanden und diesem gewidmet sind, finden sich in den Programmen Komponistenporträts von George Crumb, Liza Lim, Noriko Hisada, Hanspeter Kyburz, Franz Furrer-Münch, Dieter Ammann, Johannes Harneit, Elliott Carter, Ysang Yun, Hans Joachim Hespos etc. sowie weitere thematische Konzepte. Das ensemble hat sich in den vergangenen Jahren mit seiner „Theaterabteilung“ dieSZENEzürich über die Landesgrenzen hinaus mit Projekten von P.M.Davies („Mad Queen, mad King“), Daniel Mouthon („Finnabout“, „l’empire des choses“, „Ghostdriver“ und „Air à l’en verre“) einen Namen gemacht. Durch die überaus erfolgreiche Zusammenarbeit mit Joachim Schlömer („Höllenbild“), Herbert Wernicke („lustige Witwe“), Albrecht Hirche („Aufstand der Schwingbesen“), und Anna Viebrock („Geschwister Tanner“) haben sie modernes, zeitgemässes Musiktheater realisiert. Das ensemble konzertiert erfolgreich in Europa, Zentralasien, China, Hongkong, Japan, Australien und wurde an wichtige Festivals eingeladen. Zahlreiche CD-Produktionen und viele Radio-Aufnahmen bei DRS II, Radio Kiew, Radio Odessa, Hongkong RTHK, BR, WDR etc
         

Mai

         
 6.05.2006 20:00   Bukarest

Tore Takemitsu Between Tides (1993) Vl,Vc,Pf
Bruno Stöckli „Sieben Entretiens“ für Fl,Kl,Vl,Pf
Noriko Hisada "aus dem Höllenbild" Pf solo
Stefan Niculescu „Echos“ Vl solo
Lukas Langlotz „Ohne Titel 1 (Trio)“ Fl,Kl,Vl,

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöten
Manfred Spitaler Klarinetten
Viktor Müller Klavier
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello
 
         
         
 6.05.2006 20:00   Bukarest

Mathias Steinauer „Klangfäden.Einzeln“ op.17.1 1999/2005 Fl,Kl,Perc,Pf,Vl,Vc
„Rumori Cardiaci“op.19 1996 für Fl, Kl, Vl, Vc, Pf
Franz Furrer-Münch „Legenden/Melismen“ 2004 für Vc, Marimba und Perc
Fred Popovici „In-con-sequences II“ für Ensemble und sons electronique UA
Maia Ciobanu „3 Commentaires“ für Ensemble UA

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöten
Manfred Spitaler Klarinetten
Lorenz Haas Schlagzeug
Viktor Müller Klavier
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello

Bruno Stöckli Leitung
 
         

April

         
22.04.2006 16:00   Odessa, Festival 2days2nights

"Engelchen" UA

ein musiktheatralisches Werk von Hans Peter Frehner nach einem Text von Isuak Babel mit Bildern von Eliane Binggeli.

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner fl Manfred Spitaler kI / Viktor Müller p / Lorenz Haas perc / Urs Bumhacher vI / Nicola Romano ye / Dorothea Schürch, Daniel Mouthon, Stimmen / Eliane Binggeli, Video / Silvia Werder, Assistenz / Johan Herak, Technik
Lukas Langlotz, musikalische Leitung

Das "Engelchen Projekt" basiert auf dem Text "Die Jesus Sunde" von lsaak Babel und wird in konzertanter Fonts mit Bild aufgeführt. Eliane Binggeli zeigt Videos von Landschaftsfahrten, in die sie zeitlich interveniert und in denen sie durch Veränderungen der herkömmlichen Bewegungsabläufe neue Kontinuitäten schafft. Die Bewegungen der Bilder werden so der Musik entsprechend strukturell variiert. Die Musik ist von Haus Peter Frehner nach strengen Regeln ans dem Text transkribiert. So liefern die Buchstaben den Rhythmus und die Harmonie, und die Worte erzeugen die Melodik. Zu diesen Musik Bild Verläufen werden von den improvisierenden Stimmakrobatlnnen Dorothea Schürch (Anna) und Daniel Monthon (Jesus) Dialogfragmente aus dem Text rezitiert. Die musikalische Gesamtform wird bestimmt durch die sprachliche Abfolge im Text.


Pressespiegel

Kyiver Nachrichten
Samstag, 29 April 2006

„Die Kunst, offen für Experimente“

.....Die Miniopera „Engelchen“ aufgeführt vom ensemble für neue musik zürich war ein hinreissendes Werk aus zeitgenössischen Quellen, mit einem anspruchvollen philosophischen Hintergrund. Dieses musiktheatralische Werk, nach Motiven von Isaak Babels Erzählung „Die Sünde Jesu“, stammt aus der Feder von Hans-Peter Frehner
v
13. Mai 2006. Abendspiegel ( Nr.18), Kyi

„Die Avantgarde hören – und verstummen“ aus Begeisterung (anm. der red.)

Unbedingt zu erwähnen ist das konkurrenzlose ensemble für neue musik zürich mit der Aufführung des musikalischen Dramas „Engelchen“ nach Isaak Babels Erzählung “Die Sünde Jesu“.


11.Mai, 2006. Den’ (Der Tag )-Kyiver Zeitung
Unvergessliche Emotionen rief Hans-Peter Frehners Werk „Engelchen“, nach Motiven aus Isaak Babels Erzählung „Die Sünde Jesu“ hervor, mit dem das „Konzert-Szene 3“ eröffnet wurde.
Die bildhaft dargestellte „Liebesentwicklung“ zwischen Anuschka und Sergej, interpretiert vom ensemble für neue musik zürich (schweiz), wurde mit einem solchen subtilen Humor und stilistischem Durchhaltevermögen dargestellt, dass man sich ob freiwillig oder auch nicht, von der ersten Minute an, ins Spielgeschehen eingesogen fühlte. Mit ihrem Können demonstrierten die Solisten Andrea Schürch und Daniel Mouton ein derart grosses Können ,
dass sie spielend ein ganzes Operntheater ersetzen konnten.


28 April, 2006. Der Kyiver Telegraf
Das 12. Festval der zeitgenössischer Musik in Odessa

.....So wie die künstlerische Leiterin des Festivals 2D2N, Karmella Tsepkolenko an der Pressekonferenz vorausgesagt hat, wird die Kammeroper „Engelchen von Hans-Peter Frehner nach der Erzählung von Isaak Babels „Die Sünde Jesu“, aufgeführt vom ensemble für neue musik zürich, bestimmt die dominierende Rolle im Festivalprogramm einnehmen.........
Karmellas Prognose hat sich durchaus bewahrheitet: In den Tagen vor Ostern, wurden „Das Engelchen“ wie auch „Der Knabe zeichnet eine Weinachtbaum mit Jesus“ ,mit ihrer ganz eigensinnigen Dramaturgie genau so vom der Zuhörer aufgenommen. Um dem Publikum das Verstehen der Werke zu erleichtern, wurden die Texte von Babel und Dostojevski als Booklet auf die Zuhörerplätze verteilt.
Die Vokalkunst („Engelchen“), glänzend vorgeführt von Dorothea Schürch und Daniel Mouton zeigte eine Meisterleistung des „neuen Sprechgesangs“ mit der virtuos ausgeführten Verbindung zwischen Gesang, Rezitativen, Ausrufen und dramatischem Flüstern.
 
         
         
21.04.2006 23:30   Odessa, Festival 2days2nights

1.Konzert am 21.4.06

Bruno Stöckli „Sieben Entretiens“ für Fl,Kl,Vl,P
Lukas Langlotz „Ohne Titel 1 (Trio)“ Fl,Kl,Vl,
Noriko Hisada „aus Dem Höllenbild“ P solo

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöten
Manfred Spitaler Klarinetten
Viktor Müller Klavier
Urs Bumbacher Violine
 
         
         
 8.04.2006
 7.04.2006
20:00
20:00
  Basel, Gare du Nord
Zürich, Kunsthaus Vortragssaal

Mathias Steinauer "Klangfäden.Einzeln" op17.1 UA 1999/2005 für Fl, Kl, Perc, Pf, Vl, Vc / "Rumori Cardiaci " op.19 1996 für Fl, Kl, Vl, Vc, Pf
Lukas Langlotz "Ohne Titel 1 (Trio)" UA 2006 Fl,Kl,Vl,
Bruno Stöckli "7 Entretiens" 2004 für Fl, Kl, Vl, Pf,
Franz Furrer-Münch "Canzone" für Singstimme und Kammerensemble UA 2006 für Sop, Fl.Kl,Vl,Vc,Pf,Perc

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, Flöten / Manfred Spitaler, Klarinetten / Lorenz Haas, Schlagzeug / Viktor Müller, Klavier / Urs Bumbacher, Violine / Nicola Romanò, Violoncello

Barbara Böhi, Sopran
Bruno Stöckli, Leitung

Eine ensemble für neue musik Produktion
         

Februar

         
 5.02.2006
 4.02.2006
20:00
20:00
  Gare du Nord, Basel
Vortragssaal, Kunsthaus Zürich

Eine Doppel CD-Taufe mit ensemble für neue musik und WWU.

Ein Konzert mit neuer Musik und Jazz.

"Prognostication" (hat[now]ART 163) / "We concentrate." (hatOLOGY 626)

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, Flöten
Hansruedi Bissegger, Klarinetten
Lorenz Haas, Schlagzeug
Viktor Müller, Klavier
Urs Bumbacher, Violine
Daniela Müller, Violine
David Riniker, Violoncello
Aleksander Gabrys, Kontrabass

Bruno Stöckli, Leitung
Jürg Henneberger, Leitung und Klavier

WWU We concentrate.
Chris Wiesendanger, Klavier
Christian Weber, Kontrabass
Dieter Ulrich, Schlagzeug

Eine ensemble für neue musik zürich Produktion
         

ARCHIV 2005

   

Dezember

         
18.12.2005 17:00   Jugendstiltheater, Wien

Schöne Lieder 1


Ein Benefizkonzert des ensemble für städtebewohner mit dem ensemble für neue musik zürich


im Jugendstiltheater
Baumgartner Höhe 1
1140 Wien
am So.,18.Dezember 2005
um 17h



Charles Ives
Lieder

Christoph Coburger
Sextett

Matthias Ronnefeld
„Sieben Lieder nach dem Hohelied“

Matthias Ronnefeld
Sextett op.2


Gudrun Pelker/Mezzosopran:

Sebastian Gottschick/Musikalische Leitung:

ensemble für neue musik zürich und Gäste:
Hans-Peter Frehner/Flöte
Hansruedi Bissegger/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Nicola Romanò/Violoncello
Viktor Müller/Klavier/Celesta
Lorenz Haas/Perkussion
Lorenz Raths/Horn
Anna Trauffer/Kontrabass



Der Reinerlös dieser Veranstaltung wird dem Ausbildungs- und Kulturprojekt Paqarina in Yanahuara - Cusco – Peru zur Verfügung gestellt . Das Ausbildungs - und Kulturprojekt Paqarina repräsentiert ein Modell der „Hilfe zur Selbsthilfe“ mit ganzheitlichem Charakter, so wie es vielen Gesellschaftsstrukturen in Ländern des Südens noch entspricht. Das Besondere des Projekts liegt in der bewussten Verbindung der Errungenschaften der wissenschaftlichen Forschung mit den traditionellen Wurzeln der Anden, um wieder ein Gleichgewicht mit der Natur herzustellen.


Ihre Karten reservieren Sie bitte telefonisch unter
Ö Ticket: +43(01) 96096

Charles Ives-Lieder

„The See’r“ (Charles Ives)
An old man with a straw in his mouth
sat all day long before the village grocery store;
he liked to watch the funny things a-going by!

Christoph Coburger „Sextett 1“ (1988)

I. Ein Loch. Mit allem darin, was Gegenstand sein kann. Unfertiges; nur Gefundenes. Man sitzt zusammen und erinnert sich: “Als Punk noch ging...“ Virtuos geistern Meinungen durch den Raum. Melodisch Sinnhaftes trifft pragmatisch Druckvolles. Vereinbarungen sind lediglich als Abkadenzrudimente zu erkennen. Irgendwie fehlt ein Bandleader.

II. Beharrung. Jeder versucht, dem Schlagwerker etwas die Arbeit zu erleichtern. Die gut gemeinten Vorschläge sind eigentlich immer die Gleichen. So geht Mancher auf die Suche nach etwas Bedeutungslosem und merkt nicht, dass die Stimmung steigt.

III. Besuch. Versuch einer Beschwingung. Fast kommt so etwas wie einsichtige Einheit auf. Da... kommt jemand aus dem Fundus. Einer, der noch die Wurzeln kennt. Der noch weiß, wie es war mit den Alten. Da können dann alle mit. Kurz. Das septettige Wesen verschwindet wieder und hinterlässt zaghaftes Fragen.
Christoph Coburger

Berührung
Da das Sitzen, hier der Blick, und nichts
dazwischen, das passiert, nur Spannung, Ort
inmitten Sitz, Blick, Nichts und da und dort,
passieren tut nur das Dazwischen, tut
zwischen Nichts und Blick und Sitzen, tut
nichts ist da dazwischen, nichts
ist da passiert, zwischen da und dort
Sitzen, Blick und nichts und dann Tut-tut
ein Platzda-Blitz-Trara
zuckt durch, flutet, sprießt,
kracht und knallt, es rumst,
die Knochen, der Oktober
keilen sich die Fliegen, Fruchtfleisch
reif, es klafft. Pfirsichbaum,
und alles will
und will zusammenrauschen.
Jetzt sofort sich kollidieren,
rammen, bumsen, zugehören
und alles will
und will und will und will
Zusammenhang. Franzobel


„Down East“ (Charles Ives)
Songs!
Visions of my homeland,
come with strains of childhood,
Come with tunes we sang in schooldays
and with songs from mother’s heart;

Way down east in a village by the sea,
stands an old, red farmhouse that watches o’er the lea;
All that is best in me,
lying deep in memory,
draws my heart where I would be,
nearer to thee.

Ev’ry Sunday morning, when the chores were almost done,
from that little parlor sounds the old melodeon,
„Nearer my God to Thee, nearer to Thee;“
With those strains a stronger hope
Comes nearer to me.








Matthias Ronnefeld
„Sieben Lieder nach dem Hohelied Salomos“ op. 5b (1979)
Mezzosopran,Fl,Kl,Hrn,Cel,Vn,Kb
I (Hoheslied 9,2))
Ich schlafe, aber mein Herz wacht.
Da ist die Stimme meines Freundes, der anklopfet:
"Tue mir auf, liebe Freundin, meine Schwester, meine
Taube, meine Fromme,
denn mein Haupt ist voll Taues
und meine Locken voll Nachttropfen."
II (2,5)
Erquicket mich mit Blumen
und labet mich mit Äpfeln,
denn ich bin krank vor Liebe.
III (1,7)
Sage mir an, du, den meine Seele liebet,
wo du weidest, wo du ruhest im Mittage,
daß ich nicht hin und hergehn müsse bei den Herden
deiner Gesellen.
(4,16)
Stehe auf, Nordwind, und komm, Südwind,
und wehe durch meinen Garten,
daß seine Wurzeln triefen!
Mein Freund komme in seinen Garten
und esse seiner edlen Früchte.
IV (7,7)
Wie schön und lieblich bist du,
du Liebe voller Wonne!
V (3,2)
Ich will aufstehn und in der Stadt umhergehen
In den Gassen und Straßen
und suchen, den meine Seele liebet.
Ich suchte, aber ich fand ihn nicht.
VI (17,3)
Dein Schoß ist wie ein runder Becher,
dem nimmer Getränke mangelt.
Dein Leib ist wie ein Weizenhaufen,
umsteckt mit Rosen.
VII (8,1)
O daß du mir gleich einem Bruder wärest,
der meiner Mütter Brüste gesogen!
Fände ich dich draußen,
so wollte ich dich küssen,
und niemand dürfte mich höhnen!

Walking (Charles Ives)
A big October morning,
the village churchbells
the road along the ridge;
the chestnut burr and sumach,
the hills above the bridge
with autumn colors glow.

Now we strike a steady gait,
walking towards the future,
letting past and present wait,
we push on in the sun,
Now hark!
Something bids us pause!

(down the valley, - a church, - a funeral going on.)
(up the valley, a road-house, - a dance going on.)

But we keep on a-walking,
tis yet not noonday,
the road still calls us onward,
today we do not choose to die or to dance,
but to live and walk.

„Tom Sails Away“ (Charles Ives)
Scens from my childhood are with me,
I’m in the lot behind our house upon the hill,
a spring day’s sun is setting,
mother with Tom in her arms is coming towards the garden;
the lettuce rows are showing green.

Thinner grows the smoke o’er the town,
stronger comes the breeze from the ridge.
This after six, the whistles have blown,
the millk train’s gone down the valley.
Daddy is coming down the hill from the mill,
We run down the lane to meet him.

But today!
In freedom’s cause Tom sailed away
for o’ver there!
Scenes from my childhood are floating before my eyes.

Matthias Ronnefeld „Sextett“ op.2 (1979)
Für Fl, Kl, Pno, Sz, Vl und Vc

Matthias Ronnefeld hat nicht lange nach seiner eigenen Sprache gesucht. In seinen zwölf vollendeten Werken, geschrieben zwischen dem zwanzigsten und dem siebenundzwanzigsten Lebensjahr, verdichtet sich gleich die existenzielle Erfahrung eines ganzen Lebens.
Bereits mit zwanzig schrieb er das Sextett, nach einem kurzen Andante op.1, das wie eine Vorstudie zum grossen Stück wirkt. Die Affinität zur Wiener Schule, insbesondere der Harmonik Alban Bergs, ist unüberhörbar – Ronnefeld, halb Däne, halb Deutscher, war immer sehr stolz auf seine Wiener Herkunft – verbindet sich aber mit der souveränen Beherrschung der neueren Kompositions- und Spieltechniken wie etwa den Klangschichtungen György Ligetis. Der 1. Satz ist wie eine kurze Ouvertüre: ein D-Dur Akkord entfaltet sich in seine und deren Obertöne. Der 2. Satz beschreibt eine kahle, kalte Landschaft, fast reglos. Im kurze Zeit später enstandenen Trakl-Lied „An Mauern hin“ benutzte Ronnefeld das gleiche Material wie im 3. Satz des Sextetts: ein „alter Weg“ entlang an Mauern und „tausendjähr’gen Eichen“. Ein Dreiton-Ostinato, das sich allmählich verabschiedet, bildet den Untergrund für eine „endlose Melodie“, die sich durch die Instrumentenstimmen spinnt, bis sich in einem verzweifelten Ausbruch die Klarinette in dem dreitönigen Motiv festbeisst: auswegslos. Der kurze 4. Satz, „sehr zart im Ausdruck“, ist von Webernscher Dichte. Formbildend für den grossangelegten 5. Satz sind eine unruhig schwirrende Klangfläche und Bruchstücke von Kinderliedern, die in der Mitte des Satzes alle durcheinander zitiert werden. Die darauf folgende Steigerung kulminiert in einem dramatischen Tamtam-Crescendo, das bis an die Schmerzgrenze geht. Aus dessen Nachhall taucht die Coda auf, wie eine tiefmelancholische Reminiszenz, die Momente aus den ersten vier Sätzen zitiert.
S.G.

III.
from „The Housatonic at Stockbridge“
(Robert Underwood Johnson)
"Contented river! in thy dreamy realm -
The cloudy willow and the plumy elm.

Thou beautiful! From every dreamy hill
What eye but wanders with thee at thy will...

Contented river! and yet over-shy
To mask thy beauty from the eager eye;
Hast thou a thought to hide from field and town?
In some deep current of the sunlit brown...

Ah! there's a restive ripple, and the swift
Red leaves - Septembers firstlings - faster drift:

Wouldst thou away! dear stream! Come, whisper near!
I also of much resting have a fear;
Let me tomorrow thy companion be
By fall and shallow to the adventurous sea!"


Charles Ives Geboren1874 in Danbury, Connecticut, gestorben 1954. Studium der Musik an der Yale-Universität, daneben Tätigkeit als Organist. Danach führte Ives über 20 Jahre lang ein Doppelleben: Tagsüber war er Versicherungskaufmann, nachts und an den Wochenenden und in den Ferien war er Komponist. Er schrieb Sinfonien, symphonische Dichtungen, Klavier- und Kammermusik, Chorwerke, Orgelkompositionen und über 100 Lieder.
Dabei reicht die Klangpalette vom raffiniert einfachen Kirchenlied bis hin zu auf dem Konzert-flügel kaum noch realisierbaren Klangkomplexen. Ives experimentierte mit Vierteltönen, Überlagerung verschiedener Tonarten und verschiedenen Tempi und integrierte populäre Musik in seine Kompositionen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Werke kaum und dann auch oft noch schlecht aufgeführt. Gesundheitliche Gründe zwangen Ives um 1918 das Komponieren ganz aufzugeben und er kümmerte sich fortan nur noch und ziemlich erfolgreich um das Versicherungsgeschäft.
Charles Edward Ives fühlte sich frei von allen Zwängen des Musikbetriebs und in seinen Kompositionen war er frei von allen Dogmen. So wurde er – nach seinem Tode – von den jüngeren Kollegen entdeckt, aufgeführt, bewundert und verehrt, als die Entwicklung der musikalischen Avantgarde an ihrem Dogmatismus zu ersticken drohte. Als Alternative zur totalen Determination blieb nicht allein die totale Indetermination oder das Schweigen (John Cage 4’33’’) sondern auch die Offenheit und Freiheit des Charles Ives, jeden Augenblick genau das Richtige zu tun. Oder, wie Ives selbst es sagte: »Jeder sollte die Chance haben, nicht übermäßig beeinflusst zu werden.«
Manfred Niehaus in: MaerzMusik, Programmbuch, Berliner Festspiele (Hg), 2004.

Christoph Coburger hat bei Ulrich Leyendecker in Hamburg Komposition studiert. Er arbeitet als Komponist und Regisseur mit vielen verschiedenen Institutionen und Ensembles. Seine bisherigen Opern: „Weils Kind schlafen will“ (Text: Franzobel), „Null Tote“ (Text: Baudrillard) und „Zwischenfälle“ (Text: D. Charms) sind im Auftrag des Linzer Landestheaters, der Ruhrtriennale und der „neueoperwien“ entstanden. Darüber hinaus schreibt Christoph Coburger für den Konzertsaal, das Radio und zuletzt für einen Film von Dominik Graf. Zusammen mit der Bühnenbildnerin Sabine Mader und dem Dirigenten Sebastian Gottschick leitet er das „ensemble für städtebewohner“ Berlin/Wien.
Am 29.6.05 wird „Puppen“ – 10 Veränderungen für automatische Orgel und 4 Schauspieler unter der musikalisch-szenischen Leitung von Coburger in Zürich am Neumarkt uraufgeführt.
Er lebt bei Berlin und in Wien.

Matthias Ronnefeld (1959-1986)
Geboren 1959 in Wien als Sohn des Komponisten und Dirigenten Peter Ronnefeld und der Pianistin Minna Ronnefeld. Matthias Ronnefeld lebte in Deutschland, Wien, Kopenhagen und von 1978 bis zu seinem Tod 1986 in Hamburg. Violinunterricht bei Alice Harnoncourt 1966-69, Klavier bei H.D. Koppel 1974-76 und Komposition bei P. Norgard 1973-76. 1978-80 studierte Matthias Ronnefeld Komposition bei G. Ligeti. 1982 gewann er den 1.Preis beim Kompositions-Wettbewerb Hitzacker. Kompositionsaufträge vom Bayrischen Rundfunk, Norddeutschen Rundfunk und der IGNM Mannheim.

Gudrun Pelker erhielt nach Abschluss des Schulmusikstudiums ihre Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik in Köln und absolvierte diese mit Auszeichnung. 1988 gab sie ihr Bühnendebüt als Carmen bei den Int. Sommerfestspielen in Weikersheim. Anschließend war sie bis 1993 Ensemblemitglied des Gelsenkirchener Musiktheaters und erarbeitete sich über 30 Rollen. Von 1998 bis 2001 gehörte sie zum festen Ensemble der Oper Frankfurt. Gastengagements führten sie an die Bühnen Köln, Essen, Basel, Zürich, Wiesbaden, Hannover, zu den Schwetzinger Festspielen und den Wiener Festwochen. Sie sang u.a.
unter der musikalischen Leitung von B. Kontarsky, W. Remmert, M. Stenz und P. Carignani. und arbeitete mit Regisseuren wie W. Schroeter, Ch. Nel, P. Konwitschny und K. Horres.
Ein künstlerischer Schwerpunkt liegt in der Interpretation zeitgenössischer Musik. Dabei sang sie mit Ensembles wie "Klangforum Wien", "ensemble modern", "Musikfabrik NRW" und „ensemble für neue musik zürich“. Seit 2002 hat sie außerdem einen Lehrauftrag für Gesang an der Folkwang Hochschule in Essen.
Sebastian Gottschick, Leitung
Geboren in Düsseldorf, studierte Geige, Komposition und Dirigieren in Köln, Berlin, Hamburg und an der Juilliard School in New York. Als Dirigent arbeitete er zuletzt zusammen mit Ensembles und Orchestern wie dem Klangforum Wien, den Düsseldorfer Symphonikern, den Rundfunksinfonieorchestern Warschau, Berlin, München und Stuttgart, der Nordwestdeutschen Philharmonie, der Basel Sinfonietta, der Athelas Sinfonietta Kopenhagen, der Orquesta Filarmonica de Gran Canaria und dem Ensemble Modern. Von 1994 bis 1999 war er Künstlerischer Leiter des Ensemble Oriol Berlin, das unter seiner Leitung zu einem der führenden Kammerorchester in Deutschland wurde, mit einem weitgefächerten Repertoire vom Frühbarock bis zur jüngsten Moderne.
1994 – 2003 war er Musikalischer Leiter der Neuen Opernbühne Berlin, mit deren Produktionen er in Madrid, Lissabon und auf Gran Canaria gastierte. Als Operndirigent war er außerdem zu Gast u.a. am Theater Basel, an der Berliner Kammeroper und am Teatro La Fenice in Venedig. 2004 leitete er zusammen mit Johannes Harneit und Anna Viebrock die Produktionen „Geschwister Tanner“ und „Ohne Leben Tod“ am Zürcher Schauspielhaus und am Berliner Hebbeltheater. Seit 2005 ist er Musikalischer Leiter des „ensemble für städtebewohner“, das in Wien in den nächsten vier Jahren Musiktheaterproduktionen realisieren wird.
Als Geiger und Bratscher widmet sich Sebastian Gottschick vor allem der Kammermusik; er ist Mitglied des 1994 aus dem Ensemble Oriol hervorgegangenen Manon Quartett Berlin. Zur Zeit betreut er vertretungsweise eine Violinklasse an der Kölner Musikhochschule.
CD-Aufnahmen u.a. mit dem Ensemble Oriol, dem Manon-Quartett, dem Ensemble Moments Musicaux und der Athelas Sinfonietta sind bei IPPNW Concerts, ambitus, Erato und DaCapo erschienen. Gottschicks Aufnahme der Werke Matthias Ronnefelds wurde 2000 mit einem dänischen „Grammy“ ausgezeichnet.

Das 1985 gegründete ensemble für neue musik zürich widmet sich ausschliesslich dem zeitgenössischen Musikschaffen. Die sieben Musiker planen und konzipieren ihre Programme in eigener Regie. Im Bedarfsfall wird die Stammformation um zusätzliche SängerInnen und InstrumentalistInnen erweitert. Jahrelange, kompromisslose und selbstbestimmte Arbeitsweise sowie eine unkonventionelle Programmgestaltung führte schliesslich zum Erfolg. Jedes Projekt, jede künstlerische Entscheidung und auch die finanziellen Vermarktungsrisiken werden von den Musikern gemeinsam getragen.
Zu den besonderen Anliegen des ensemble für neue musik zürich zählt die Förderung noch nicht etablierter, junger Komponistinnen und Komponisten aus dem In- und Ausland. In über 150 Uraufführungen von Werken, die meistens im Auftrag des ensembles entstanden und diesem gewidmet sind, finden sich in den Programmen Komponistenporträts von George Crumb, Liza Lim, Noriko Hisada, Hanspeter Kyburz, Franz Furrer-Münch, Dieter Ammann, Johannes Harneit, Elliott Carter, Ysang Yun, Hans Joachim Hespos etc. sowie weitere thematische Konzepte. Das ensemble hat sich in den vergangenen Jahren mit seiner „Theaterabteilung“ dieSZENEzürich über die Landesgrenzen hinaus mit Projekten von P.M.Davies („Mad Queen, mad King“), Daniel Mouthon („Finnabout“, „l’empire des choses“, „Ghostdriver“ und „Air à l’en verre“) einen Namen gemacht. Durch die überaus erfolgreiche Zusammenarbeit mit Joachim Schlömer („Höllenbild“), Herbert Wernicke („lustige Witwe“), Albrecht Hirche („Aufstand der Schwingbesen“), und Anna Viebrock (Geschwister Tanner) haben sie modernes, zeitgemässes Musiktheater realisiert. Das ensemble konzertierte erfolgreich in Europa, Zentralasien, China, Hongkong, Japan, Australien und wurde an wichtige Festivals eingeladen. Zahlreiche CD-Produktionen und viele Radio-Aufnahmen bei DRS2, Radio Kiew, Radio Odessa, Hongkong RTHK, BR, WDR etc.
 
         
         
11.12.2005
 9.12.2005
20:00
20:00
  Basel Gare du Nord "Frauen"
Zürich, Kunsthaus Vortragssaal

Sascha Lino Lemke
„Postscriptum“ (2005) UA
Fünf Stücke für Saxophone, Ensemble & Computer

Nils Wogram
„borderland“ Posaune Solo

Matthias Ronnefeld
„Sextett op.2“ (1979)
für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Piano, Percussion


ensemble für neue musik zürich und Gäste:
Hans-Peter Frehner/Flöten
Hansruedi Bissegger Klarinetten
Viktor Müller/Klavier
Lorenz Haas/Schlagzeug
Urs Bumbacher/Violine
Nicola Romanò/Violoncello

Holger Stenschke/Audiodesign
Nils Wogram/Posaune
Raphael Camenisch/Saxophone

Sebastian Gottschick/Leitung

Sascha Lino Lemke
"Postscriptum" (2005) Fünf Stücke für Saxophon(e), Ensemble & Computer

"Postscriptum", das als Auftragswerk des "ensemble für neue musik zürich" und für Raphael Camenisch, dem das Stück gewidmet ist, entstand, besteht aus 5 kurzen Stücken. Ein jedes hat seine eigene etüdenartige
Aufgabenstellung.
I - Preludium oder: InSchrift
Das erste, inspiriert von einem anonymen, mit Bleistift an die Wände des damals baustellenartigen Festspielhauses Dresden-Hellerau gekritzelten Textes, beschäftigt sich mit verschiedenen Arten der Texttranskription: Schreibrhythmen, die Buchstabenfigur als Spatialisationsgeste, Utopie des sprechenden Instrumentalspiels, instrumentale Synthese von Sprachanalysen usw.
II - Another Study in Ancient Harmony oder: Aimez-vous Brahms?
Das zweite Stück ist eine harmonische Studie, die sich in einem bestimmten mikrotonalen Klang und dessen feinen Rückungen festbeißt. Grundidee dabei ist, daß sich die reine Quart (Verhältnis 3:4) beinahe fehlerlos in drei um einen Sechstelton "zu kleine" große Sekundschritte (Verhältnis 10:11) teilen läßt. Um diese Harmonik auszukosten, sind die Violine und das Violoncello umgestimmt und spielen hauptsächlich leere Saiten und Naturflageolets.
III - Interludium
Das dritte Stück präsentiert Ausschnitte des bereits zu Beginn benutzen, dort jedoch noch stark verfremdeten obskuren Wandtexts.
IV - Loop Study oder: Message errante
Das vierte Stück basiert auf verschiedenen Looptechniken. Dabei werden Teile des Gespielten immer wieder neu "geschnitten" und miteinander kombiniert, so daß mit der Zeit die vielstimmigen Modelle erkennbar werden, die Ausgangspunkt der Komposition waren. Durch diese unregelmäßig repetitiven Klanglandschaften irrt eine unverstandene rhythmische Botschaft.
V - Postludium oder: Noch ein Wiegenlied
Das letzte Stück greift den Schluß des anonymen Wandtextes auf, der zunächst im Dokumentarton erscheint und durch quasi unendliches analoges Kopieren (letztendlich ja auch eine Art des Transkribierens) im Rauschen verschwindet. Gleichzeitig ertönt eine skurile Berceuse, gleichermaßen Hommage an Grisey und an meine kleine Tochter und ihre zahlreichen, am Ende dann doch immer erfolgreichen Einschlafversuche. Die formale und rhythmische Struktur ist von leiernden Kassettenrekordern, springenden CD-Spielern, Maschinen, denen der Strom abgestellt wird, und anderem mehr inspiriert.


Nils Wogram „borderland“


Matthias Ronnefeld
„Sextett op.2“ (1979) für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Piano und Percussion

Matthias Ronnefeld hat nicht lange nach seiner eigenen Sprache gesucht. In seinen zwölf vollendeten Werken, geschrieben zwischen dem zwanzigsten und dem siebenundzwanzigsten Lebensjahr, verdichtet sich gleich die existenzielle Erfahrung eines ganzen Lebens.
Bereits mit zwanzig schrieb er das Sextett, nach einem kurzen Andante op.1, das wie eine Vorstudie zum grossen Stück wirkt. Die Affinität zur Wiener Schule, insbesondere der Harmonik Alban Bergs, ist unüberhörbar – Ronnefeld, halb Däne, halb Deutscher, war immer sehr stolz auf seine Wiener Herkunft – verbindet sich aber mit der souveränen Beherrschung der neueren Kompositions- und Spieltechniken wie etwa den Klangschichtungen György Ligetis.
Der 1. Satz ist wie eine kurze Ouvertüre: ein D-Dur Akkord entfaltet sich in seine und deren Obertöne. Der 2. Satz beschreibt eine kahle, kalte Landschaft, fast reglos. Im kurze Zeit später enstandenen Trakl-Lied „An Mauern hin“ benutzte Ronnefeld das gleiche Material wie im 3. Satz des Sextetts: ein „alter Weg“ entlang an Mauern und „tausendjähr’gen Eichen“. Ein Dreiton-Ostinato, das sich allmählich verabschiedet, bildet den Untergrund für eine „endlose Melodie“, die sich durch die Instrumentenstimmen spinnt, bis sich in einem verzweifelten Ausbruch die Klarinette in dem dreitönigen Motiv festbeisst: auswegslos. Der kurze 4. Satz, „sehr zart im Ausdruck“, ist von Webernscher Dichte. Formbildend für den grossangelegten 5. Satz sind eine unruhig schwirrende Klangfläche und Bruchstücke von Kinderliedern, die in der Mitte des Satzes alle durcheinander zitiert werden. Die darauf folgende Steigerung kulminiert in einem dramatischen Tamtam-Crescendo, das bis an die Schmerzgrenze geht. Aus dessen Nachhall taucht die Coda auf, wie eine tiefmelancholische Reminiszenz, die Momente aus den ersten vier Sätzen zitiert.
S.G.



Sascha Lino Lemke
Der am 10.11.1976 in Hamburg geborene Sascha Lemke studierte Komposition, elektronische Musik und Musiktheorie in Hamburg und Paris. Sein besonderes Interesse gilt mikrotonalen Fragen und der Computermusik. Zu seinen Arbeiten zählen Stücke für verschiedene kammermusikalische Besetzungen sowie Musiktheater. Er war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und wurde mit dem Kranichsteiner Stipendienpreis, dem Bachpreis-Stipendium der Stadt Hamburg und dem Dresdner Musik Stipendium ausgezeichnet. Sein Orchesterwerk „...comme une berceuse...“ wurde für die Saarbrücker Komponistenwerkstatt 2004 ausgewählt. 2004/2005 absolvierte er am Pariser IRCAM einen einjährigen Computermusik- und Kompositionskurs, den er soeben erfolgreich abgeschlossen hat.

Raphael Camenisch Saxophone
Raphael Camenisch wurde 1975 in Zürich geboren. Während seiner Gymnasialzeit gewann er den schweizerischen Solisten-wettbewerb und erhielt die Möglichkeit, als Jungstudent in der Klasse von Marcus Weiss Saxophon zu studieren. Seine Studien setzte er an der Musikhochschule Zürich bei Jean-Georges Koerper fort, wo er das Konzertdiplom mit Auszeichnung erwarb und im selben Jahr mit dem Hans Ninck Preis ausgezeichnet wurde. Weitere künstlerische Anregungen erhielt er in Meisterkursen bei Ivan Roth, Jean-Michel Goury und Kyle Horch. Er ist Gewinner verschiedener Wettbewerbe und war 2003 Solist bei den Orpheum Sonderkonzerten.
Raphael Camenisch verfolgt ein vielseitiges Engagement als Solist und Kammermusiker und hat sich als Saxophonist in einem sehr breit angelegten Repertoire von der „traditionellen“ Saxophonliteratur über romantische Transkriptionen, bis hin zur elektroakustischen Musik und freien Improvisation, vor allem als Spezialist der zeitgenössischen Musik, einen Namen gemacht. Er pflegt eine rege Konzerttätigkeit mit verschiedenen Ensembles(u.A. ensemble für neue musik zürich, Ensemble Phœnix Basel, Klangforum Wien...)

Holger Stenschke (geboren 1975 in Kaiserslautern, Deutschland) studierte drei Jahre Elektrotechnik-Toningenieur an der Technischen Universität und am Institut für Elektronische Musik der Kunstuniversität in Graz. Seit Herbst 2000 ist er im Studiengang Audiodesign am Elektronischen Studio der Musikhochschule Basel eingeschrieben. Im September 2003 begann er seine Tätigkeit als Consultant in Fabrica (dem Zentrum für Kunst und Medienkommunikation der Benetton Gruppe). In der dortigen Abteilung für Musik & Sound zeichnet er mittlerweile verantwortlich für die technisch-künstlerische Realisation von Musik-Grossevents, ist tätig als Interpret live-elektronischer Musik, Filmmusik-Komponist, Musik-Produzent und Entwickler von interaktiven Systemen.

Nils Wogram 1972 in Braunschweig geboren, begann im Alter von 12 Jahren mit einer musikalischen Ausbildung in Jazz und Klassik. Zwischen 1989 und 1992 war er mehrfacher Bundespreisträger bei „Jugend musiziert” sowie in Sonderwertungen in der Stilistik der Neuen Musik. 1989 wurde er Mitglied im Bundesjazzorchester unter der Leitung von Peter Herbolzheimer. Ein Stipendium der Universität „New School” führte Ihn 1992-1994 nach New York. Dort studierte er mit Größen wie Reginald Workman,Slide Hampton,Conrad Herwig,Buster Williams, Maria Schneider und Kenny Werner. 1994 veröffentlichte er sein Debutalbum „New York Conversations” bei Mons Records.Seit seiner Rückkehr aus New York ist Nils Wogram einer der gefragtesten Soloposaunisten Europas. Mit seinen Ensembles war er bereits auf weltweiten Tourneen unterwegs und spielte auf unzähligen renommierten Festivals wie North Sea, Willisau,Saalfelden, Berlin, Amsterdam, Madrid, Moskau, Stockholm, Sarajevo uva. 1995 erhielt Wogram ein Stipendium der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW zur Produktion seiner Quartett-CD ¸Round Trip” (Enja Records 1996). Er ist Dozent an der Musikhochschule Luzern und wird regelmäßig zu Workpshos in ganz Europa eingeladen. 1996 wurde er Preisträger des internationalen Frank Rosolino Scholarship (USA). 1997 Auszeichnung mit dem Kulturstern der Münchner Abendzeitung sowie Preisträger der„ Julius Hemphil Competition” (USA). 1998 veröffentlichte er seine zweite CD Speed Life (Enja), wurde mit dem Jazzpreis Nürnberg und dem NRW Jazzpreis ausgezeichnet. 1998 erhielt er den SWR Jazzpreis.
Zusammenarbeit mit bekannten Musikern wie Tomasz Stanko, Kenny Wheeler, Kenny Werner, Simon Nabatov, Phil Minton, Aki Takase, Fred Frith, Eugene Chadbourn, Conny Bauer und vielen anderen.

Matthias Ronnefeld (1959-1986)
Geboren 1959 in Wien als Sohn des Komponisten und Dirigenten Peter Ronnefeld und der Pianistin Minna Ronnefeld. Matthias Ronnefeld lebte in Deutschland, Wien Kopenhagen und von 1978 bis zu seinem Tod 1986 in Hamburg. Violinunterricht bei Alice Harnoncourt 1966-69, Klavier bei H.D. Koppel 1974-76 und Komposition bei P. Norgard 1973-76. 1978-80 studierte Matthias Ronnefeld Komposition bei G. Ligeti. 1982 gewann er den 1.Preis beim Kompositions-Wettbewerb Hitzacker. Kompositionsaufträge vom Bayrischen Rundfunk, Norddeutschen Rundfunk und der IGNM Mannheim.
         

Oktober

         
 5.10.2005 20:00   Zürich, Kunsthalle

Toru Takemitsu
Rain Spell (1982) fl,kl,hp,p,perc,
Sacrifice (1962) fl,hp,perc,
Toward the Sea III (1989) fl,hp,
Between Tides (1993) vl,vc,p,


Hans-Peter Frehner/Flöte
Hansruedi Bissegger/Klarinette
Viktor Müller/Klavier
Kathrin Bamert/Harfe
Lorenz Haas/Schlagzeug
Urs Bumbacher/Violine
Nicoa Romanó/Viloncello



Toru Takemitsu

Toru Takemitsu wurde am 8.10.1930 in Tokyo geboren. Nach dem Krieg entschloss er sich, Komponist zu werden und begann 1948 bei Yasuji Kiyose Kompositon zu studieren, blieb im Grunde aber Autodidakt. Im Alter von 20 Jahren debütierte er als Komponist mit dem Werk "Lento in Due Movimenti" für Klavier. Schon früh interessierte sich Takemitsu für viele nichtmusikalische Künste wie moderne Malerei, Literatur (insbesondere Dichtung), Theater und Film. Im Jahr 1951 gründete er zusammen mit anderen Komponisten und Künstlern aus den verschiedensten Bereichen die Gruppe "Experimentelle Werkstatt", eine "Mixed-Media-Gruppe", die bald für ihre avantgardistischen multimedialen Aktivitäten bekannt wurde.

Die erste öffentliche Anerkennung als Komponist erhielt Takemitsu Ende der 50er Jahre mit seinem "Requiem" für Streicher (1957). Takemitsus Interesse an verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen und sein Autodidaktentum waren prägend für seinen avantgardistischen Stil. Er bediente sich schon um 1950 des Tonbandgeräts, um aus "realen" Klängen ("musique concrète") Musik-Collagen zu schaffen ("Water Music" 1960, "Kwaidan" 1964). In den frühen 60er Jahren fanden zwei neue Elemente Eingang in Takemitsus Musik: die traditionelle japanische Musik (z.B. "November Steps", 1967, für biwa, shakuhachi und Orchester) und die Entdeckung der Natur (z.B. "ARC I", 1963, für Orchester, oder "A Flock Descends into the Pentagonal Garden", 1977, für Orchester). Auf der Weltausstellung EXPO 1970 in Osaka war er musikalischer Leiter eines Theaterprojekts ("Space Theater of Street Pavillon"). Während die Einflüsse Schönbergs und Bergs in den frühen Werken bemerkbar sind, bildet der französische Kompositionsstil (besonders der Debussys) die Basis vieler folgenden Werke. Takemitsu zeigte ebenfalls Interesse an Jazz, Chanson und Schlager und komponierte als ausgesprochener Film-Fan auch Filmmusik (z.B. "Ran", "Dodes’ka-Den"). Obwohl er sich in den elektronischen Medien und in der Filmmusik zu Hause fühlte, sind seine charakteristischsten Werke jene für Kammerensemble und großes Orchester. Die "12 Songs for Guitar" (1977), in die er Arrangements weltbekannter Pop-Klassiker einfügte, zeigen Takemitsus Sympathie für sogenannte Unterhaltungsmusik. Takemitsu konzentrierte sich fast ausschließlich auf Instrumentalmusik. Als Anhänger der "Musique concrète" benutzte er sogar in seinen elektronischen Stücken ausschließlich natürliche Klänge anstelle von elektronisch generierten.

Er lehrte Komposition an der Yale University, wurde von vielen Universitäten in den USA, Kanada und Australien als Dozent oder Composer-in-Residence eingeladen und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen (u.a. den UNESCO-IMC Music Prize 1991 und den University of Louisville Grawemeyer Award for Music Composition im Jahr 1994).

Takemitsu starb am 20.2.1996 in Tokyo. Zum Gedenken an ihn realisierte Peter Mussbach and der Berliner Staatsoper Unter den Linden 2004 das szenische Projekt "My Way of Life" bestehend aus verschiedenen Kompositionen Takemitsus.
 
         

September

         
24.09.2005
22.09.2005
20.09.2005

21:00
  Basel, DAS SCHIFF
Zürich, Moods
Mels, altes Kino

Orchestrated Moduls
New Chamber Funk II
für Kammer-Ensemble, Piano, Sampler, Ebass, Drums & Percussion

RONIN:
Nik Bärtsch: piano, composition
Sha: bassclarinet, contrabassclarinet
Andi Pupato: percussion
Kaspar Rast: drums
Björn Meyer: ebass

Gioia Scanzi: lightdesign

ENSEMBLE FÜR NEUE MUSIK ZÜRICH:
Hans-Peter Frehner: flute, bassflute
Hansruedi Bissegger: bassclarinet
Viktor Müller: sampler
Urs Bumbacher: violin
Lorenz Haas marimba, percussion
Nicola Romanò: cello

PROJEKT:
Nik Bärtschs RONIN geht für das Projekt OCHESTRATED MODULS eine Zusammenarbeit mit dem ENSEMBLE FÜR NEUE MUSIK ZÜRICH ein, um der RITUAL GROOVE MUSIC neue Klangmöglichkeiten durch die Instrumentation zu eröffnen: Räume der Imagination, des Klangs, der rhythmischen Überraschung. Verschiedene Stücke (MODULE), die RONIN sonst alleine spielt, sind für das Kammer-ensemble adaptiert und neu zusammengesetzt worden. So entsteht ein neues Stück, das zwischen erdigen Rhythmen und subtil poetischen Soundfeldern pendelt und sparsam akustische mit elektronischen Instrumenten paart. Begleitet wird die Musik durch ein Lichtdesign von Gioa Scanzi.
Die Zusammenarbeit des EfNMZ mit Nik Bärtsch ist eine Fortsetzung früherer Projekte (u.a. air à l`en verre) und das nächste abendfüllende Chamber-Funk-Projekt Bärtschs nach "MODUL RITUAL" (UA November 2004 zusammen mit dem ARTE QUARTETT.
         

Juni

         
 4.06.2005
 3.06.2005
20:00
20:00
  Basel, Gare du Nord
Zürich, Kunsthaus Vortragssaal

Schöne Lieder 1

Charles Ives
The See'r

Christoph Coburger
Sextett 1 für Fl, Kl, Hrn, Sz, Vn und Vc

Charles Ives
Down East

Matthias Ronnefeld
Sieben Lieder nach dem Hohelied Salomos für Mezzosopran,Fl,Kl,Hrn,Cel,Vc,Cb


Charles Ives
Walking
Tom Sails Away

Iannis Xenakis
Plekto für Fl, Kl, Sz, Pf, Vn , Vc

Charles Ives
The Housatonic at Stockbridge

ensemble für neue musik zürich und Gäste:
Hans-Peter Frehner/Flöte
Hansruedi Bissegger/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Nicola Romanò/Violoncello
Viktor Müller/Klavier/Celesta
Lorenz Haas/Perkussion
Lorenz Rahts/Horn
Anna Trauffer/Kontrabass

Gudrun Pelker/Mezzosopran

Sebastian Gottschick/Leitung




Charles Ives-Lieder
alle Texte: Charles Ives

The See’r Gesang,Fl,Kl,Vn,Vc
An old man with a straw in his mouth
Sat all day long before the village grocery store;
He liked to watch teh funny things a-going by!




Sextett (1988) UA Fl,Kl,Hrn,Sz,VI,Vc
I. Ein Loch. Mit allem darin, was Gegenstand sein kann. Unfertiges; nur Gefundenes. Man sitzt zusammen und erinnert sich: “Als Punk noch ging...“ Virtuos geistern Meinungen durch den Raum. Melodisch Sinnhaftes trifft pragmatisch Druckvolles. Vereinbarungen sind lediglich als Abkadenzrudimente zu erkennen. Irgendwie fehlt ein Bandleader.

II. Beharrung. Jeder versucht, dem Schlagwerker etwas die Arbeit zu erleichtern. Die gut gemeinten Vorschläge sind eigentlich immer die Gleichen. So geht Mancher auf die Suche nach etwas Bedeutungslosem und merkt nicht, dass die Stimmung steigt.

III. Besuch. Versuch einer Beschwingung. Fast kommt so etwas wie einsichtige Einheit auf. Da... kommt jemand aus dem Fundus. Einer, der noch die Wurzeln kennt. Der noch weiß, wie es war mit den Alten. Da können dann alle mit. Kurz. Das septettige Wesen verschwindet wieder und hinterlässt zaghaftes Fragen.
Christoph Coburger

Berührung
Da das Sitzen, hier der Blick, und nichts
dazwischen, das passiert, nur Spannung, Ort
inmitten Sitz, Blick, Nichts und da und dort,
passieren tut nur das Dazwischen, tut
zwischen Nichts und Blick und Sitzen, tut
nichts ist da dazwischen, nichts
ist da passiert, zwischen da und dort
Sitzen, Blick und nichts und dann Tut-tut
ein Platzda-Blitz-Trara
zuckt durch, flutet, sprießt,
kracht und knallt, es rumst,
die Knochen, der Oktober
keilen sich die Fliegen, Fruchtfleisch
reif, es klafft. Pfirsichbaum,
und alles will
und will zusammenrauschen.
Jetzt sofort sich kollidieren,
rammen, bumsen, zugehören
und alles will
und will und will und will
Zusammenhang. Franzobel





Down East Gesang,Fl,Kl,Hrn,Sz,Pf,Vn,Vc,Kb
Songs!
Visitons of my homeland,
come with strains of childhood,
Come with tunes we sang in schooldays
And with songs from mother’s heart;

Way down east in a village by the sea,
stands an old, red farmhouse that watches o’er the lea;
All that is best in me,
lying deep in memory,
draws my heart where I would be,
nearer to thee.

Ev’ry Sunday morning, when the chores were almost done,
from that little parlor sounds the old melodeon,
„Nearer my God to Thee, nearer to Thee;“
With those strains a stronger hope
Comes nearer to me.




Sieben Lieder nach dem Hohelied Salomos
Opus 5b (1981) Mezzosopran,Fl,Kl,Hrn,Cel,Vn,Kb

I (Hoheslied 9,2)
Ich schlafe, aber mein Herz wacht.
Da ist die Stimme meines Freundes, der anklopfet:
"Tue mir auf, liebe Freundin, meine Schwester, meine
Taube, meine Fromme,
denn mein Haupt ist voll Taues
und meine Locken voll Nachtropffen."

II (2,5)
Erquicket mich mit Blumen
und labet mich mit Äpfeln,
denn ich bin krank vor Liebe.

III (1,7)
Sage mir an, den meine Seele liebet,
wo du weidest, wo du ruhest im Mittage,
daß ich nicht hin und hergehn müsse bei den Herden
deiner Gesellen.

(4,16)
Stehe auf, Nordwind, und komm, Südwind,
und wehe durch meinen Garten,
daß seine Wurzeln triefen!
Mein Freund komme in seinen Garten
und esse seiner edlen Früchte.

IV (7,7)
Wie schön und lieblich bist du,
du Liebe voller Wonne!

V (3,2)
Ich will aufstehn und in der Stadt umhergehen
In den Gassen und Straßen
und suchen, den meine Seele liebet.
Ich suchte, aber fand ihn nicht.

VI (17,3)
Dein Schoß ist wie ein runder Becher,
dem nimmer Getränke mangelt.
Dein Leib ist wie ein Weizenhaufen,
umsteckt mit Rosen.

VII (8,1)
O daß du mir gleich einem Bruder wärest,
der meiner Mütter Brüste gesogen!
Fände ich dich draußen,
so wollte ich dich küssen,
und niemand mehr dürfte mich höhnen!




Walking Gesang,Fl,Kl,Sz,Pf,Vn,Vc,Kb
A big October morning,
the village churchbells
the road along the ridge;
the chestnut burr and sumach,
the hills above the bridge
with autumn colors glow.

Now we strike a steady gait,
walking towards the future,
letting past and present wait,
we push on in the sun,
Now hark!
Something bids us pause!

(down the valley, - a church, - a funeral giong on.)
(up teh valley, a road-house, - a dance going on.)

But we keep on a-walking,
‚tis yet not noonday,
the road still call us onward,
today we don not choos to die or to dance,
but to live and to walk.



Tom Sails A way Gesang,Kl,Hrn,Sz,Pf,Vn,Vc,Kb
Scens from my childhood are with me,
I’m in the lot behind our house upon the hill,
a spring day’s sun is setting,
mother with Tom in her arms is coming towardes the garden;
the lettuce rows are showing green.

Thinner grows the smoke o’er the town,
stronger comes the breeze from the ridge.
This after six, the whistles have blown,
the millk train’s gone down the valley.
Daddy is coming down the hill from the mill,
We rundown the lane to meet him.

But today!
In freedom’s cause Tom sailed away
For o’ver there!

Scenes from my childhood are floating beforme my eyes.




Plekto (1993) Fl,Kl,Sz,Pf,Vc,Vc
Iannis Xenakis befasste sich während seiner ganzen Schaffenszeit mit der räumlichen Komponente der Musik. Strukturen aus der Architektur werden auf die musikalischen Parameter übertragen und auf ihre Raumwirkung geprüft. Xenakis’ Musik gehört mitunter zum Kompromisslosesten, was die Musik des 20. Jahrhunderts zu bieten hat: Seine Musik ist geprägt von nahezu brachialer Konsequenz, ohne auf die Schwachpunkte oder Eigenarten einzelner Instrumente einzugehen. Interpreten und Publikum können sich dieser energiegeladenen Atmosphäre nahe des „Zerreisspunktes“ nicht entziehen.



III.
from The Housatonic at Stockbridge
Robert Underwood Johnson. Gesang,Fl,Kl,Hrn,SZ,Pf,Vn,Vc,Kb

"Contented river! in thy dreamy realm -
The cloudy willow and the plumy elm.

Thou beautiful! From every dreamy hill
What eye but wanders with thee at thy will...

Contented river! and yet over-shy
To mask thy beauty from the eager eye;
Hast thou a thought to hide from field and town?
In some deep current of the sunlit brown...

Ah! there's a restive ripple, and the swift
Red leaves - Septembers firstlings - faster drift:

Wouldst thou away! dearest dream! come whisper near!
I also of much resting have a fear;
Let me tomorrow thy companion be
By fall and shallow to the adventurous sea!"





Charles Ives Geboren1874 in Danbury, Connecticut, gestorben 1954. Studium der Musik an der Yale-Universität, daneben Tätigkeit als Organist. Danach führte Ives über 20 Jahre lang ein Doppelleben: Tagsüber war er Versicherungskaufmann, nachts und an den Wochenenden und in den Ferien war er Komponist. Er schrieb Sinfonien, symphonische Dichtungen, Klavier- und Kammermusik, Chorwerke, Orgelkompositionen und über 100 Lieder.
Dabei reicht die Klangpalette vom raffiniert einfachen Kirchenlied bis hin zu auf dem Konzertflügel kaum noch realisierbaren Klangkomplexen. Ives experimentierte mit Vierteltönen, Überlagerung verschiedener Tonarten und verschiedenen Tempi und integrierte populäre Musik in seine Kompositionen. Zu seinen Lebzeiten wunden seine Werke kaum uns dann auch oft noch schlecht aufgeführt. Gesundheitliche Gründe zwangen Ives um 1918 das Komponieren ganz aufzugeben und er kümmerte sich fortan nur noch und ziemlich erfolgreich um das Versicherungsgeschäft.
Charles Edward Ives fühlte sich frei von allen Zwängen des Musikbetriebs und in seinen Kompositionen war er frei von allen Dogmen. So wurde er – nach seinem Tode – von den jüngeren Kollegen entdeckt, aufgeführt, bewundert und verehrt, als die Entwicklung der musikalischen Avantgarde an ihrem Dogmatismus zu ersticken drohte. Als Alternative zur totalen Determination blieb nicht allein die totale Indetermination oder das Schweigen (John Cage 4’33’’) sondern auch die Offenheit und Freiheit des Charles Ives, jeden Augenblick genau das Richtige zu tun. Oder, wie Ives selbst es sagte: »Jeder sollte die Chance haben, nicht übermäßig beeinflusst zu werden.«
Manfred Niehaus in: MaerzMusik, Programmbuch, Berliner Festspiele (Hg), 2004.



Christoph Coburger hat bei Ulrich Leyendecker in Hamburg Komposition studiert. Er arbeitet als Komponist und Regisseur mit vielen verschiedenen Institutionen und Ensembles. Seine bisherigen Opern: „Weils Kind schlafen will“ (Text: Franzobel), „Null Tote“ (Text: Baudrillard) und „Zwischenfälle“ (Text: D. Charms) sind im Auftrag des Linzer Landestheaters, der Ruhrtriennale und der neueoperwien entstanden. Darüber hinaus schreibt Christoph Coburger für den Konzertsaal, das Radio und zuletzt für einen Film von Dominik Graf. Zusammen mit der Bühnenbildnerin Sabine Mader und dem Dirigenten Sebastian Gottschick leitet er das ensemble für städtebewohner Berlin/Wien.
Am 29.6.05 wird „Puppen“ – 10 Veränderungen für automatische Orgel und 4 Schauspieler unter der musikalisch-szenischen Leitung von Coburger in Zürich am Neumarkt uraufgeführt.
Er lebt bei Berlin und in Wien.



Matthias Ronnefeld (1959-1986)
Geboren 1959 in Wien als Sohn des Komponisten und Dirigenten Peter Ronnefeld und der Pianistin Minna Ronnefeld. Matthias Ronnefeld lebte in Deutschland, Wien Kopenhagen und von 1978 bis zu seinem Tod 1986 in Hamburg. Violinunterricht bei Alice Harnoncourt 1966-69, Klavier bei H.D. Koppel 1974-76 und Komposition bei P. Norgard 1973-76. 1978-80 studierte Matthias Ronnefeld Komposition bei G. Ligeti. 1982 gewann er den 1.Preis beim Kompositions-Wettbewerb Hitzacker. Kompositionsaufträge vom Bayrischen Rundfunk, Norddeutschen Rundfunk und der IGNM Mannheim.







Iannis Xenakis wurde am 29. Mai 1922 in Brãila (Rumänien) geboren und wuchs in Griechenland auf, wo er ein Ingenieurstudium absolvierte. Während des 2. Weltkrieges kämpfte er in der griechischen Widerstandsbewegung gegen die deutschen Besatzer.Nach dem Krieg musste er aus politischen Gründen nach Frankreich fliehen, wo er sich schließlich niederließ; 1965 erhielt er die französische Staatsbürgerschaft. Xenakis studierte bei den französischen Komponisten Arthur Honegger, Darius Milhaud und Olivier Messiaen und wurde Assistent des Architekten Le Corbusier (1948-1960). Als Mitarbeiter Le Corbusiers entwarf er den Philips Pavillon für die Internationale Ausstellung in Brüssel 1958 – mit einer Gestaltung, in der er sich zum Teil auf sein Orchesterwerk Metastaseis für 61 Instrumente (1954) bezog.
Ein durchgängiges Element seiner Musik ist die gegenseitige Befruchtung zwischen Musik und den aus Physik, Architektur und insbesondere Mathematik stammenden Ideen. Sein Konzept der „stochastischen Musik” basiert auf mathematischen Vorstellungen (z. B. Mengenlehre, symbolische Logik und Wahrscheinlichkeitstheorie). Für seinen Kompositionsprozess bedeutete dies die Verwendung von Elementen ähnlich den aleatorischen Prinzipien von John Cage, jedoch innerhalb eines kontrollierten Rahmens, so dass das Ergebnis eine komplett notierte Musik ist. Xenakis gründete 1966 an der Sorbonne ein Institut für mathematische und automatische Musik. Ein weiteres Merkmal seiner Musik ist ihre Fähigkeit, eine Atmosphäre archaischer Ritualmusik zu erzeugen, was in seinen Vertonungen der Texte Orestie (1966), Medea (1967) und Persepolis (1971), ein zur Aufführung in den Ruinen der gleichnamigen iranischen Stadt komponiertes Tonbandstück, besonders deutlich wird. Xenakis starb am 4. Februar 2001 in Paris.
Encarta® Enzyklopädie Professional 2003




Sebastian Gottschick, Leitung (und Bearbeitung?
Sebastian Gottschick,1959 in Düsseldorf geboren, studierte Komposition, Violine und Dirigieren in Köln, Berlin, Hamburg und an der Juilliard School in New York. Von 1993 bis 1999 war er Künstlerischer Leiter des Ensemble Oriol Berlin, mit dem er ein weitgefächertes Repertoire vom frühen Barock bis zur jüngsten Moderne erarbeitete. Seit 1994 ist er einer der Musikalischen Leiter der Neuen Opernbühne Berlin, mit deren Produktionen er in Madrid, Lissabon und auf Gran Canaria gastierte. Im Februar 2003 hatte die Produktion von Madernas „Satyricon“ Premiere in der Staatsbank Berlin. Als Operndirigent war er außerdem zu Gast am Theater Basel, am Hans-Otto-Theater Potsdam und an der Berliner Kammeroper.
2001 leitete er zusammen mit Johannes Harneit am Teatro La Fenice in Venedig Kagels „Entführung aus dem Konzertsaal“ und Mozarts „Entführung“ in der Regie Herbert Wernickes.
Er arbeitete zuletzt zusammen mit Ensembles und Orchestern wie den Rundfunksinfonieorchestern Berlin, München und Stuttgart, der Basel Sinfonietta, der Nordwestdeutschen Philharmonie, dem Klangforum Wien, der Athelas Sinfonietta Kopenhagen, der Orquesta Filarmónica de Gran Canaria, dem Phoenix-Ensemble Basel, dem Basler Sinfonieorchester und dem Ensemble Modern.
Als Geiger und Bratscher widmet sich Sebastian Gottschick vor allem der Kammermusik. 1994 gründete er das Manon-Quartett, das 1997 als Quartet in Residence beim Tanglewood Festival eingeladen war. Bereits 1989 hat das Ensemble Moments Musicaux unter Gottschicks Leitung den ersten Teil der Werke Matthias Ronnefelds („I Hear The Drummer Strike The Sky“) aufgenommen; 2000 folgte der zweite Teil („Am Abend tönen die herbstlichen Wälder“) mit der Athelas Sinfonietta Kopenhagen, der 2001 einen dänischen „Grammy“ gewann. Gottschick betreut außerdem die Herausgabe sämtlicher Werke Ronnefelds beim dänischen Verlag SAMFUNDET



Gudrun Pelker erhielt nach Abschluss des Schulmusikstudiums ihre Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik in Köln und absolvierte diese mit Auszeichnung. 1988 gab sie ihr Bühnendebüt als Carmen bei den Int. Sommerfestspielen in Weikersheim. Anschließend war sie bis 1993 Ensemblemitglied des Gelsenkirchener Musiktheaters und erarbeitete sich über 30 Rollen. Von 1998 bis 2001 gehörte sie zum festen Ensemble der Oper Frankfurt. Gastengagements führten sie an die Bühnen Köln, Essen, Basel, Zürich, Wiesbaden, Hannover, zu den Schwetzinger Festspielen und den Wiener Festwochen. Sie sang u.a. unter der musikalischen Leitung von B. Kontarsky, W. Remmert, M. Stenz und P. Carignani. und arbeitete mit Regisseuren wie W. Schroeter, Ch. Nel, P. Konwitschny und K. Horres.
Ein künstlerischer Schwerpunkt liegt in der Interpretation zeitgenössischer Musik. Dabei sang sie mit Ensembles wie "Klangforum Wien", "ensemble modern Frankfurt", "Musikfabrik NRW" und „ensemble für neue Musik Zürich“. Seit 2002 hat sie außerdem einen Lehrauftrag für Gesang an der Folkwang Hochschule in Essen.
         

März

         
26.03.2005
24.03.2005
20.03.2005
19.03.2005
13.03.2005
12.03.2005
20:00
20:00
20:00
20:00
20:00
20:00
  Schauspielhaus Zürich, BOX
Schauspielhaus Zürich, BOX
Schauspielhaus Zürich, BOX
Schauspielhaus Zürich, BOX
Schauspielhaus Zürich, BOX
Schauspielhaus Zürich, BOX

“Geschwister Tanner” von Robert Walser

Regie
Anna Viebrock

Musik
Johannes Harneit

Spiel
Bettina Stucky
Stefan Kurt
Hans-Peter Frehner
Hansruedi Bissegger
Urs Bumbacher,
Viktor Müller
Sebastian Gottschick,
 
         

Februar

         
26.02.2005
25.02.2005
20:00
20:00
  Basel, Gare du Nord
Zürich, Kunsthaus Vortragssaal

Abendprogramm:
Jubiläumskonzert 20 jahre ensemble für neue musik zürich

Freitag, 25. Februar 2005 um 19.30 Uhr im Kunsthaus Zürich, Vortragssaal

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte
Hansruedi Bissegger Klarinette
Lorenz Haas Perkussion
Viktor Müller Klavier
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello
Sebastian Gottschick Viola
David Riniker Violoncello solo
Jürg Henneberger Leitung und Klavier


Jacques Wildberger „Quartetto“ für Fl,Kl,Vl,Vc,
Bruno Stöckli „Sieben Entretiens“ für Fl,Kl,Vl,P UA
Franz Furrer-Münch „Legenden/Melismen“ für Vc, Marimba und Perc UA
Johannes Harneit „Ehrfurchtgebietend“ für Sextett UA

Laudatio: Daniel Fueter

Hans-Peter Frehner „Waldvögelein II“ für Sextett UA
Noriko Hisada „Progression“ für Klavier EA
Bernd Alois Zimmermann „Sonate für Viola Solo ... an den Gesang eines Engels“
Jochen Neurath „ad-hoc I-III“ für Fl,Kl,VI,Va,Vc,P,Perc UA

Peter Regli Reality Hacking Nr.202/205/212/226

CD-Taufe: hat(now)ART 158
Dieter Ammann „Violation“ für Violoncello und Sextett

Essen und Trinken


Jacques Wildberger
Geboren 3.1.1922 in Basel. Musikalische Ausbildung am Basler Konservatorium, anschließend Kompositionsstudien bei Wladimir Vogel. 1959-66 Dozent an der Badischen Hochschule für Musik in Karlsruhe (Komposition, Analyse und Instrumentation), 1967 Aufenthalt in Berlin als Stipendiat des DAAD, dann bis Herbst 1987 Lehrer für Komposition, Satzlehre, Analyse und Instrumentation an der Berufsabteilung der Musik-Akademie der Stadt Basel. Lebt in Riehen bei Basel. 1960 Preis des Lions Club Basel, 1965 Stereo-Preis der deutschen Rundfunkindustrie, 1981 Komponistenpreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins, 1987 Kulturpreis der Gemeinde Riehen.

„Quartetto“ (1952) Fl,Kl,VI,Vc
Als Gesellenstück schrieb Wildberger 1952 das „Quartetto per flauto, clarinetto, violino e violoncello“, das im gleichen Jahr anlässlich der „Darmstädter Ferienkurse” uraufgeführt wurde. „Das Werk ist in der Methode der Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen komponiert, ohne dass mir dieser Systemzwang die Freiheit der Entscheidung aus der Hand nimmt. (J.W.)

Bruno Stöckli
Bruno Stöckli (1960) studierte am Konservatorium Zürich die Instrumente Horn, Klavier, Viola und absolvierte die Kapellmeisterausbildung an der Musikhochschule Basel bei Antal Dorati, Horst Stein, Lothar Zagrosek, Ralph Weikert und Wilfried Boettcher. Er studierte Komposition bei H. U. Lehmann und nahm an Kompositions-Workshops von Mauricio Kagel und Luciano Berio teil. Er erhielt mehrere Auszeichnungen für seine Tätigkeit als Komponist sowie als Dirigent. (U. a. Kompositions-Förderpreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins, Werk- und Förderbeiträge des Kuratoriums des Kt. Aargaus, zweiter Preis am Kompositionswettbewerb der Ostschweizer Stiftung für Theater und Musik.)

„Sieben Entretiens“ (2004) Fl,Kl,VI,P
Mit Sebastian Bach (Polonaise aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena). Es dreht sich wieder mal alles um Permutationen. – Und wo von Spielformen die Rede ist, da ist auch Anton Webern nicht weit... Prompt huscht sein Schatten während des Gesprächs am Fenster vorbei.

Cajkovskij’s Transkription russischer Volkslieder für Klavier zu vier Händen ist meiner Ansicht nach eine Uebersetzertätigkeit – gerade so wie die erneute Transkription seiner Musik in unsere Zeit.

Carl Czerny: Niemand spricht seinen Namen mit heiligem Schauder aus. Aber es gibt kaum einen Pianisten, der nicht einige Sprossen seiner Karriereleiter aus echtem Czerny-Holz hätte.

Die Wiederholung in sich kreisender Motive zeichnet viele Musik von Franz Schubert aus. So auch diese Ecossaise, denen schnurrende Begleitung sich hier allerdings nicht mehr so recht mit den Rädchen der Melodie verzahnen will.

Antwort auf einen weiteren Schubert-Tanz, der sich auf die Exposition einiger Hornquinten beschränkt. Hornquinten: Schlüssel-Konstellation in der ein nicht unbeträchtlicher Teil seiner Musikgeschichte nachklingt.

Ein spätes Echo von William Bird’s Komposition für Virginal- oder unsere vage Erinnerung an sie.

Ausgangsmaterial dieses Stücks war ein Akkord aus „Hyperprism“ von Edgar Varèse. Seltsamerweise ist daraus ein Choral entstanden... Was aber den Vorteil hat, dass wir wieder bei Bach angelangt wären und der gewiss ehrenwerten Tradition eine Musik mit dieser Gattung zu beschliessen. (D.St.)


Franz Furrer-Münch
Geboren 1924.Musikalische Ausbildung am Koservatorium Basel. Naturwissenschaftliche Studien und Tätigkeit an der ETH Zürich. Musikwissenschaftliche Vorlesungenan der Universität Zürich (Prof.Dr.Kurt von Fischer, Paul Müller). Studienaufenthalte in Deutschland, u.a. Studio für elektronische Musik in Frei-
burg i.Br. und Bennington Vermont USA, Forschungstätigkeit am Electrooptical Sciences-Center State University of New York at Stony Brook N.Y. (1969/71). Freischaffend seit 1989.

„Legenden/Melismen“ (2004)
„Legenden/Melismen“ für Violoncello, Marimbaphon und Perkussion sind im übertragenen Sinn als Chriffren klanglicher Konstellationen (melische Dichtung) gemeint. (F.F.M)


Johannes Harneit
Geboren 1963 in Hamburg, studierte er Komposition bei Prof. Günther Friedrichs und Dirigieren bei Klauspeter Seibel an der Hamburger Musikhochschule. 1986 gewann er den 1. Preis beim Kompositionswettbewerb in Hitzacker. Zahlreiche Kompositionsaufträge unter anderem von der Hamburgischen Staatsoper, der alten Oper Frankfurt, dem NDR Hannover, der IGNM Basel und dem Ensemble SCHAROUN. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn seit 1992 mit dem Ensemble Oriol (Berlin) und seit 1993 mit dem ensemble für neue musik zürich. 1990 war er einer der ersten Stipendiaten auf Schloss Solitude (Stuttgart).
Seit 1998 enge Zusammenarbeit mit den Regisseuren Christoph Marthaler und Herbert Wernicke im Grenzbereich des neuen Musiktheaters. Im Februar 2000 Uraufführung seines für Christian Tetzlaff geschriebenen Violinkonzertes mit dem SWR Sinfonieorchester Freiburg/Baden Baden unter Sylvain Cambreling, im April 2001 folgte die US-Premiere unter Ingo Metzmacher, 2001 Uraufführung der Kammeroper „idiot“ unter Jürg Henneberger im Theater Basel. Im Frühjahr 2002 im Rahmen des Festivals „Heidelberger Frühling“ wurde Harneit mit mehreren Werken porträtiert. Nach der Uraufführung des Eröffnungskonzertes begleitete dieses Werk die Künstler auf einer längeren Europatournee. Am 27. April 2002 die Live-Komposition „in vain“ im Schauspielhaus Zürich mit dem Klangforum Wien (Regie: Anna Viebrock, Leitung: Sylvain Cambreling). Am 7. Mai 2002 kam in Paderborn die Exposition für Orchester mit der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford unter der Leitung von Sebastian Gottschick zur Uraufführung. Am 7. Juni folgten die Drei Intermezzi zu Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ beim Festival Feldkirch. Johannes Harneit lebt und arbeitet in Hamburg und ist seit der Saison 2001 Musikdirektor am Niedersächsischen Staatstheater in Hannover.
Seit Sommer 2002 werden seine Werke exklusiv von den Sikorski Musikverlagen Hamburg betreut.

„Ehrfurchtgebietend“ (2005)
freier Doppelkanon nach zwei Gedichtvarianten von Robert Walser .
Jürg Henneberger und dem ensemble für neue musik zürich zur Erinnerung an die langjährige Freundschaft gewidmet.
„Das ensemble für neue musik zürich und Jürg Henneberger waren die Ersten, die meine Lieder aufgeführt haben.“ (J.H.)


Hans-Peter Frehner
Geboren 1953.Seit 1974 kompositorische Arbeit. Autodidakt. Ich habe in langjähriger Arbeit mit dem „ensemble für neue musik zürich“ von all den aufgeführten Werken und der Zusammenarbeit mit vielen Komponisten und Komponistinnen aus zahlreichen Ländern viel gelernt und bin beeinflusst von guter U- und E-Musik aller Stilrichtungen.

Waldvögelein II (2004) Fl,Kl,VI,Vc,P,Perc.
Waldvögelein II ist eine Bearbeitung für Sextett meines Chorliedes Waldvögelein I (UA im Sommer 02 mit „vocativ zürich“), die ich dem „ensemble“ zum Zwanzigsten wünsche: in einem dreistimmigen Waldvögellied ein „Jödeli“ und ein paar „Söleli“, ein gemeinsames Nachsinnen über Vergangenes und ganz kurz zuallerletzt eine kleine Aufmunterung für zukünftige Taten....... (H.P.F.)


Noriko Hisada
Geboren 1963 in Tokyo. Bereits mit vier Jahren begann sie mit Klavierspielen, und im Alter von 15 Jahren mit dem Kompositionsunterricht. Sie studierte bei Joji Yuasa und Shigeaki Saegusa am Tokyo College of Music, an dem sie 1988 ihr Abschlussdiplom in Komposition erhielt und seither auch unterrichtet. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen: 1986 55th Music Competition of Japan, 3. Preis in Komposition; 1987 Nagoya Culture Promotion Prize; 1990 1. Preis beim Premio Valentino Bucchi; 1996 Moeck Verlag Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb Kazimierz Serocki für "Pursuit" für Violoncello und Streichorchester. Noriko Hisada ist Mitglied des Japanischen Komponistenverbandes und der Japanischen Gesellschaft für Neue Musik.

„Progression“ (1993)
Eine Ausschreibung der Japanischen Gesellschaft für Neue Musik mit der Aufgabe, ein Stück für Klavier Solo zur schreiben, war der Ausgangspunkt für diese Komposition. Die Dauer von zwei Minuten war vorgegeben. „Mich interessierte an dieser Aufgabe „Solo“ und „Kurzzeit“ und ich versuchte, die ganzen Ausdruckmöglichkeiten des Klaviers in eben zwei Minuten auszuloten.“ (N.H.)


Bernd Alois Zimmermann
Bernd Alois Zimmermann wurde am 20.3.1918 in Bliesheim bei Köln geboren. Nach 1937 studierte er an der Hochschule für Musik in Köln Schulmusik, Musikwissenschaft und Komposition bei Heinrich Lemacher und Philipp Jarnach. Von 1957 an leitete er eine Kompositionsklasse sowie ein Seminar für Film- und Rundfunkmusik an der Kölner Musikhochschule. Zimmermann war Stipendiat der Villa Massimo in Rom (1957 und 1963), erhielt 1960 den Großen Kunstpreis von Nordrhein-Westfalen, wurde 1965 zum Mitglied der Berliner Akademie der Künste ernannt und im Jahr 1966 mit dem Kunstpreis der Stadt Köln ausgezeichnet. Sein Werk umfasst Kompositionen für Orchester (u.a. eine Sinfonie, Ballettmusik und Solokonzerte), seine berühmte Oper "Die Soldaten" und andere Vokalwerke, Kammermusik, Sololiteratur sowie elektronische Musik. Die Premiere seiner Oper "Die Soldaten" (komponiert 1958 bis 1960 nach dem Prinzip der "pluralistischen Klangkomposition") im Jahr 1965 in Köln war ein sensationeller Erfolg. Ein weiteres weltweit bekanntes Werk ist das "Requiem für einen jungen Dichter" (1969 durch den WDR Köln uraufgeführt). Obwohl die Anzahl seiner Kompositionen überschaubar ist, hat sich Zimmermann mit seinem Schaffen eine Schlüsselposition in der Geschichte der deutschen Nachkriegs-Musik gesichert. Er absorbierte nicht nur die serielle Musik und die Strenge der Darmstädter Avantgarde, sondern kombinierte diese Einflüsse auch in einzigartiger Weise mit Jazz-Elementen und Zitaten historischer Komponisten - und zwar in einer Manier, die auf verblüffende Art und Weise Idee und Technik der Postmoderne vorwegnimmt. Am 10.8.1970 schied Zimmermann in Groß-Königsdorf bei Köln freiwillig aus dem Leben.

Sonate für Viola Solo (.... an den Gesang eines Engels) (1955)
Zimmermanns Sonate für Viola Solo entstand im Jahre 1955. Ihr Untertitel „... an den Gesang eines Engels“ lehnt sich an den des Bergschen Violinkonzerts an, das „Dem Andenken eines Engels“ gewidmet ist. Wie dort, steht auch hier am Ende ein Choral: „Gelobet seist du, Jesu Christ“. Das Stück basiert auf einer Zwölftonreihe, dessen zwei Hexachorde symmetrisch aufgebaut sind. Symmetrien, im Kleinen wie im Großen, im Rhythmischen und Melodischen, bestimmen die gesamte Sonate. Der Choral wird während der vielfältigen (streng organisierten, aber quasi improvisatorisch vorgetragenen) Verwandlungen der Reihe immer wieder bereits motivisch angedeutet und gewissermaßen immer mehr eingekreist. Am Schluß erscheint er in seiner Urgestalt und wird kunstvoll mit der Zwölftonreihe verwoben.


Jochen Neurath
Geboren 1968 in Celle. Kompositionsstudium in Berlin und Hamburg. Seitdem freischaffende Tätigkeit als Komponist, Dirigent, Pianist und Arrangeur. Lebt in Berlin.
Seit 2001 „Composer in Residence“ der Staatsoper Hannover, wo die Uraufführung der Oper „Agrippina“ für die Saison 2005/06 vorbereitet wird. 2001 Schauspielmusik zu Nicolas Stemanns „Orestie“-Inszenierung am Schauspiel Hannover. 2003 Mitarbeit und Mitwirkung bei Christoph Marthalers Projekt „Lieber Nicht“ an der Volksbühne Berlin.

Ad-hoc I-III (2004) Fl,Kl,VI,Va,Vc,P,Perc
Diese 3 Stücke sind für den realen Moment der Aufführung konzipiert und bewegen sich im Grenzbereich des Kreativen, den der Autor als Teil des kollektiven Komponisten NeuNoNeit auszuloten begann. (J.H.)

Peter Regli
Seit drei Jahren arbeitet Peter Regli mit dem ensemble für neue musik zürich an spartenübergreifenden Projekten. Bis heute sind aus dieser Zusammenarbeit fünf Werke entstanden. (RH Nr. 202, 205, 209, 212; 226). Drei Kompositionen wurden nach der Ur-Aufführung im Centre d'Art Contemporain Genf, (Juni 2003), in der Kunsthalle Winterthur (Nov. 2003) und im Centre Culturel Suisse in Paris (Dez. 2003) aufgeführt. Im Herbst 2004 eröffnete Reality Hacking mit dem ensemble für neue musik zürich das 25. Theater Spektakel Zürich mit der Uraufführung von RH Nr. 212. Im Auftrag der Hochschule der Künste Bern wurde für das 125. Jubiläum des Kunstmuseums Bern RH Nr. 226 realisiert. Weitere Projekte sind in Arbeit.

Reality Hacking Nr. 202/205/212/226


Dieter Ammann
Geboren 1962. Seit frühester Jugend musikalische Betätigung in Form von Hausmusik. Mit 5 Jahren erster Klavierunterricht, später auf autodidaktischem Weg Trompete, während des Gymnasiums (nebst Klavier) auch Gitarre. Ab 1982 Studium an der Musikhochschule Luzern. Parallel dazu 1983-84 Jazzschule Bern (allgemeine Abteilung), 1986 Aufenthalt in Berlin als freischaffender Musiker (v.a. improvisierte Musik), 1988-92 Studium für Theorie und Komposition an der Musikakademie Basel. Professur für Kompositionan der Musikhochschule Luzern. Ab 1990 Beginn der Kompositionstätigkeit, Meisterkurse bei W. Rihm, W. Lutoslawski, D. Schnebel, N. Castiglioni. In den 80er Jahren Auslandtourneen als sideman oder mit eigenen Formationen (z.B. Jazzfestivals Köln, Antwerpen, Willisau, Lugano etc.). Diverse Plattenaufnahmen. Diverse Auszeichnungen und Stipendien (zum Beispiel 1. Preis am int. Wettbewerb „Young composers in Europe“ Leipzig, 1. Preis am Kompositionswettbewerb „Niederrheinischer Herbst“. Hauptpreis am „International Competition for Composers“ (in honor of Luciano Berio) der IBLA-Foundation New York, Franz Liszt-Stipendium der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ und der Weimar 1999 Kulturstadt Europa GmbH) u.a..Schreibt wenig, weil langsam.

„Violation“ (1999)
Violoncello Solo, Flöte,Klarinette, Violine, Violoncello, Piano, Percussion
(Auftragswerk von ensemble für neue musik zürich und David Riniker)
„für Yolanda“
Das Stück behandelt auf eine direkte, fast physische Art und Weise verschiedene Grade der Annäherung und Abstossung zwischen Individuum und Kollektiv. Dabei werden vielerlei „soziologische Zustände“ evoziert, welche von Massenbildung (wo die Lautäusserung des Individuums verunmöglicht ist) über Ausbildung von Untergruppen bis zur totalen Vereinzelung reichen. Dieser stete Wechsel von Beziehungsfäden, aus welchen ein permanent changierendes Beziehungsnetz resultiert, treibt die Musik quasi von innen heraus vorwärts.
Bezüglich des musikalischen Materials gibt es Verwandschaften zu dem letztes Jahr entstandenen Streichtrio „Gehörte Form“, welches auf der Ebene der oben erwähnten „Ausbildung von Untergruppen“ bei den Streichern in Erscheinung tritt. Ein weiteres Zitat, diesmal aus „piece for cello“ zeigt das Individuum in einem Moment, wo es sich angesichts seiner Verunsicherung monologisch auf ihm Vertrautes, Bekanntes zurückbesinnt. (D.Ammann)


Wir danken herzlich für die Unterstützung: Präsidialdepartement der Stadt Zürich, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Fondation Nestlé pour l’Art Partenariat, PRO HELVETIA, SIS Schweizerische Interpreten-Stiftung, Familien-Vontobel-Stiftung, Zürcher Kantonalbank, Radio DRS II, Gönnerinnen und Gönner

Aufnahme von Radio DRS II , Sendung am Mittwoch, 16. März 2005 21 Uhr auf DRS 2


Kleine Laudatio 25. Februar 2005 von Daniel Fueter
20 Jahre ensemble für neue musik zürich

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebes, jubilierendes ensemble für neue musik zürich

Ein Lobgesang wäre angesagt, die Mendelssohnsche Partitur skelettiert von Daniel Mouthon, ein zwanzigfaches Happy Birthday in extreme Lagen getrieben von Annette Schmucki, ein Festspiel choreographiert von Joachim Schlömer, und was geschieht: Ein einsamer Laudator steht vor Ihnen, ringt nach Worten, schweizerische Nationaldichter wie Robert Walser und Thomas Hürlimann im Nacken. Ich besinne mich auf mein Handwerk und greife zu Bleistift und Notenpapier und schreibe eine winzige Partitur für die heute auftretende Besetzung, welche das schwer in Worte zu Kleidende wenigstens musikalisch deutlich machen soll. Ich apelliere an ihre musikalische Vorstellungskraft.
Es ist ein einigermassen zuverlässiger Weg, ein Musikstück vom Bass her aufzubauen. Das Tonmaterial ist gegeben: b-a-es-es. Also das Fundament des Geburtstagskuchenstückleins: ein viertaktiges Samba-Ostinato für zwei Celli, col legno battuto: b-a-es / es-b-a / es-es-b / a-es-es. In der grossen Oktave. Denn da ist ein grosses Geheimnis des ensembles verborgen. Die Celli flüstern leise im Bass, nebenbei und doch eindringlich vom Wesentlichen: Insistieren, am Ball bleiben, spielerisch vorwärtsgehen, unbeirrbar, bei aller Ernsthaftigkeit tänzerisch locker. Wir bleiben dran, behauptet eine Zürcher Zeitung. Das ensemble lebt den Slogan. Allen Widerständen zum Trotz.
Der Kampf ums Geld, der Krampf mit der Organisation, das Nachgreifen bei Komponistinnen und Komponisten, die zu spät liefern, all diese alltäglichen Schwierigkeiten werden gemeistert, vor Ort und im Back Office. Das ensemble ist getragen vom ostinaten Puls. Viertel 160. Das Tempo von Chopins Revolutionsetüde. Wir hier in Zürich sind unendlich dankbar für diese Energie.

Die Bratsche mischt sich ein. Spricht auch von sich: Tremolierend. Die Buchstaben T und R betrachten sich damit als erledigt, bleiben fürs Wort Bratsche also b-as-c-h-e zurück, je fünf Viertel lang. Pianississimo. Oktavierend zu den Celli ums eingestrichene c kreisend. Ein zitternder, langgezogener Melodiewurm, der sich in den Schwanz beisst. Auch eine Flaschenpost. Die Botschaft: ein stets erneuertes Erfolgsrezept. Verordnet sind: grosser Atem und stete Unruhe. Antizyklisch behauptet sich das ensemble über Jahrzehnte, mit kleinen personellen Veränderungen. Und wächst immer exemplarischer zu dem heran, was es von Anfang weg mit seinem Namen als Programm behauptet hat: zum Ensemble.
Die Vision braucht den langen Schnauf und die vibrierende, tremolierende Belebung, eine innere Unruhe, die das Bild lebendig erhält und die Erstarrung ins selbstgefällig Dogmatische verhindert. Das ist der Tenor im Gerüstsatz, der Kern. Das ist das, was wir alle hier am ensemble bewundern.
Die Geige, ge-i-ge-e, kommt dazu: Ein kleiner Forteakzent. Dann subito pianissimo. Doppelgriff: leere Saite g und die grosse Sexte e eingestrichen.
Auch das eine Selbstdarstellung. Sehr langsamer Abstrich, über sechs Takte, sul tasto beginnend, wechselnd auf sul ponticello und zurück und dabei das e um einen Viertelton Richtung eis anhebend, und wieder zurück zur grossen Sexte g-e. Aufstrich, wieder mit kleinem Akzent beginnend, dasselbe, wieder sechs Takte. Was soll das?
Der Spagat ist gemeint. Der Spagat zwischen den Stilen. Das ensemble interessiert und engagiert sich in allen Richtungen. Die grosse Sext öffnet den Raum. Zum Beispiel: Die grossen alten Komponisten der Schweizer Musik im Dialog mit eigenwilligen jungen Frauen aus aller Welt. Das ensemble lässt sich in keinen Raster einordnen. Wir alle staunen über diese Spannweite, nicht im Sinne des modischen und unverbindlich-zufälligen Cross-overs, sondern über einen Weitblick, der grosszügige und phantasievolle Akzeptanz gegenüber Musik jeglichen Zuschnitts beweist.

Ein Paukenschlag. Aber nicht banal kraftmeierisch, sondern mit asiatischem Flair. Also ein Gongschlag. Subtil in den Streicherteppich gesetzt. Das ensemble ist immer wieder für Überraschungen gut. Mit links angeschlagen. Neuentdeckungen, die Präsentation von Komponistinnen und Komponisten, die hierzulande kaum bekannt oder vergessen waren, ohne Rücksicht auf das Rating der Grosskritiker, des Feuilletons überhaupt, sind in den Programmen des ensembles gleichzeitig überraschend und die Regel. Das Netz der Musikfänger im Ensemble ist weit über alle Grenzen ausgespannt. Und selten bleibt es bei der Beschränkung auf ein Werk: Porträts werden geboten, Wiederbegegnungen ermöglicht.
Der Gongklang wird gepflegt. Also mit dem Handbecken in der rechten Hand den Nachklang durch zarte Berührungen modulieren. Und nach Lust und Laune wieder einen überraschenden, aber nicht etwa banal-mainstreamig-lauten Gongschlag plazieren, sondern einen, der das feine Gespür für das Notwendige und den dramaturgisch richtigen Moment verrät. Die innovative Programmation des ensembles macht uns riesig Spass.
Ein veritabler Paukenschlag war 1999 die Gründung des Vereins „ensemble für neue musik zürich/SZENE“. Er hallt nach, bis heute und in die Zukunft. „Nachklänge aus dem Theater“. Das Klavier beginnt zart zwei Oktaven höher als im Original Robert Schumanns Stück aus dem Jugendalbum anzutupfen.
Das Theatralische ist zwar eine alte Liebe des ensembles, aber sie bleibt erfrischend jung. Bruchstücke: Im Wechsel drei und sieben Achtel in der Chronologie des Stücks, immer von 10 Achteln Pause unterbrochen. Achtel gleich Viertel. Tempo 160. Nach acht Takten zum Anfang zurückkehren, die beiden Pedale niedergedrückt halten.
Die Fragmente klingen fremdartig in der Umgebung der Streicherklänge. Es braucht Mut, als Musiker sich aufs fremde Terrain der Szene vorzuwagen. Das ensemble hat den Mut. Es formuliert auf eigene Weise und ganz konkret, was mit Transdisziplinarität gemeint ist, und unterstreicht damit die Aktualität seiner Arbeit. Der Mut ermuntert uns alle, Ängstlichkeiten abzustreifen und ein neues Musikverständnis zuzulassen.
Der Mut hat eine Basis: das unverwechselbare Profil der einzelnen Mitglieder, die richtige Mischung von Eigenwilligkeit und Teamgeist, von Gelassenheit und feu sacré. Ein einzigartiger Cocktail, dem als wichtigste Ingredienz die Bereitschaft aller beigemixt ist, immer wieder neue Spieltechniken, neue Spielweisen, neue Ästhetiken sich anzueignen. Die Bassklarinette gibt ein bescheidenes Beispiel, gesellt sich mit den bisher nicht erwähnten Tönen der Skala f, ges, des in der kleinen Oktave im Samba-Rhythmus zu den Celli: blosses Klappengeräusch, Slap, doppel-, tripel-, flatterzüngig, mit Glissandi und was sonst zu drei Tönen alles zu sagen ist.

Uns sagt der Klarinetten-Part: jahrzehntelang haben die einzelnen Ensemblemitglieder sich immer grössere Kompetenzen im Umgang mit neuer Musik angeeignet, sich immer wieder - allen Verlockungen, ausgetretenere Pfade zu gehen, zum Trotz - neuen Herausforderungen gestellt. Kurz: Es wurde viel gearbeitet, einzeln und gemeinsam. Das verdient unsere höchste Anerkennung. Und hat auch Anerkennung weit über die Landesgrenzen gebracht. Um es marcato auszudrücken: Die Arbeit ist nicht nur transdisziplinär sondern interkontinental geworden.
Und jetzt, ausgehend vom zweigestrichenen e, und dahin immer wieder zurückkehrend und darauf ausklingend – also der Typographie des Wortes Ensemble folgend – flicht die Flöte eine improvisierte Linie in die rhythmisierte Fläche. Sie steht für die Offenheit des ensembles. Immer wieder wird – ausgehend von der Kernbesetzung - die Kooperation mit neuen Köpfen gesucht: bezüglich des Dirigates, der Inszenierung, aber auch der instrumentalen Bereicherung. Da ist keine abgeschottete Sekte am Werk, da wirkt eine Neugierde nicht nur im fachlichen sondern auch persönlichen Bereich Wunder. Und das macht berechtigte Hoffnung, dass auch die Zukunft des Ensembles von Innovationsgeist getragen sein wird. Wir alle hier zählen darauf. Damit ist die kleine Partitur fertiggestellt.

Wenn jetzt die innerlich gehörte Musik ins al niente verklingt – die Laudatio soll den Ablauf des Programms mit durchaus ernster zu nehmenden Partituren nicht unnötig lang aufhalten - , ist das kein Symbol für Rückzug, sondern für ein Atemholen in der Stille für immer neue Taten.
Die Stille gibt mir Gelegenheit vom spielerischen und etwas hilflosen Versuch, die besonderen Qualitäten des ensembles zu schildern, dezidiert, ernsten Sinnes und abschliessend zum eigentlichen Auftrag vorzustossen. Ich gratuliere in unser aller Namen. Ich habe es persönlich vor langer Zeit schon in schriftlicher Form getan und will mich nicht wiederholen. Kurz und knapp also:
Ich gratuliere dem ensemble für neue musik zürich – und damit schliesse ich alle Mitglieder der letzten zwanzig Jahre mit ein und ganz besonders natürlich auch Elisabeth Märkli, welche die Männerriege zähmt und die Fäden in der Hand hält - , ich gratuliere dem ensemble zu zwanzig Jahren erfolgreicher, im Wortsinn bedeutender Arbeit für die Neue Musik.
Elisabeths Name sei als einziger ausdrücklich erwähnt. Im Übrigen nehme ich das Wort ensemble ernst und nenne keine Namen.
Ich habe Energie und Mut des ensembles erwähnt,
ich habe der Bewunderung für langen Atem und Lebendigkeit Ausdruck gegeben,
ich habe von Phantasie und Innvationslust des ensembles gesprochen,
von der Anerkennung, die wir dem Können, aber auch dem Insistieren schulden,
vom intelligenten Genuss, den das spartenübergreifende und überraschende Wirken des ensembles am Puls der Zeit uns vermittelt
Ich schliesse, indem ich dem auch schon erwähnten Gefühl der Dankbarkeit noch einmal mit Nachdruck Ausdruck gebe.
Liebes ensemble für neue musik zürich. Deine 20 jährige Arbeit war ein riesiges Geschenk. Bitte beschenke uns weiter.

Zürich, 12.2.05 DF
 
         

ARCHIV 2004

   

November

         
12.11.2004
11.11.2004
20:00
20:00
  Basel, Gare du Nord
Bern, Konservatorium

Hwang-Long Pan LABYRINTH - PROMENADE 12’ Taiwan (1945) for sextett (1998/2000)

Britta Byström STRAPATS 11’ Sweden
(1977) for sextett (2002)

Mauricio Rodriguez SIGNANS ONIRICUM 9’ Mexico (1976) for chamber ensemble (2002)


Kee-Yong Chong MOURNING THE MURDER 12’ Malaysia (1971) OF AN OLD BAYAN TREE
for chamber ensemble (2002)


Friedrich Jaecker LÄNDLER 11’ Germany
(1950) for chamber ensemble (2001)

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, flute
Hansruedi Bissegger, clarinet
Christoph Luchsinger, trumpet
Viktor Müller Klavier
Lorenz Haas und Ivan Manzanilla, percussion
Urs Bumbacher, violin
Daniel Hess, viola
Stefan Thut, violoncello
Sebastian Gottschick, conductor
         

Oktober

         
22.10.2004
21.10.2004
20:00
20:00
  Kunsthalle Zürich
Gare du Nord, Basel

"Engelchen" UA

ein musiktheatralisches Werk von Hans Peter Frehner nach einem Text von Isaak Babel mit Bildern von Eliane Binggeli.

ensemble für neue musik zürich
Lara Stanic fl
Hansruedi Bissegger kl
Viktor Müller pf
Lorenz Haas perc
Urs Bumhacher vl
Nicola Romanò vc

Dorothea Schürch Stimme
Daniel Mouthon, Stimme

Eliane Binggeli, Video
Silvia Werder, Johan Herak, Assistenz

Lukas Langlotz, musikalische Leitung
         

September

         
19.09.2004
18.09.2004
17.09.2004
17:30
20:00
20:00
  Denkruam Hirzenberg, Zofingen
Gare du Nord, Basel
Museum Bellerive, Zürich

Alfred Wälchli. Ein Portrait

Leitung: Bruno Stöckli
Lesung: Michael Schacht - Philip Malony

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Fl
Hansruedi Bissegger/Kl
Urs Bumbacher/Vl
Stefan Thut/Vc
Lorenz Haas/Perc
Viktor Müller/Pf
         

August

         
27.08.2004 15:00   Bern, Kunstmuseum

125 Jahre Kunstmuseum Bern

Reality Hacking RH226

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Fl
Hansruedi Bissegger/Kl
Urs Bumbacher/Vl
Stefan Thut/Vc
Lorenz Haas/Perc
Viktor Müller/Pf
 
         
         
12.08.2004 20:00   Theaterspektakel Zürich, Seebühne

25 Jahre Theaterspektakel Zürich

Eröffnungsakt auf der Seebühne

Reality Hacking RH212

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Fl
Hansruedi Bissegger/Kl
Urs Bumbacher/Vl
Stefan Thut/Vc
Lorenz Haas/Perc
Viktor Müller/Pf

Rede: Bundesrat Moritz Leuenberger
         

Juli

         
 8.07.2004 20:00   Zürich, Kunsthaus Vortragssaal

Vernissage Urs Fischer

Musik von Garrick Jones/arr.Frehner

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Fl
Hansruedi Bissegger/Kl
Urs Bumbacher/Vl
Viktor Müller/Pf
 
         

Juni

         
19.06.2004   Architekturmuseum Basel, Eröffnung

Eröffnung/Vernissage

Dieter Ammann "Violation" fl,kl,vl,vc,p,perc,

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Fl
Hansruedi Bissegger/Kl
Urs Bumbacher/Vl
Claude Hauri/Vc
Lorenz Haas/Perc
Viktor Müller/Pf

Martin Jaggi/Vc solo
Jürg Henneberger/Leitung
 
         
         
16.06.2004   Architekturmuseum Basel, Eröffnung

Das Museum im Rohbauzustand – Rohbauzustand in der Musik.
Die Musiker „betönen“ und „erspielen“ die noch leeren Räume.
Wege kreuz-und queren sich. Wege führen parallel und“parabel“.
Ton steht – Raum geht.

Feine Klänge erobern die noch nicht fertigen Räume und hinterlassen Spuren an den noch unbehandelten Oberflächen der Wände, Decken und Böden.

ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner/Fl
Hansruedi Bissegger/Kl
Urs Bumbacher/Vl
Viktor Müller/Pf
         
         
12.06.2004
11.06.2004

  Museum Bellerive, Zürich
Gare du Nord, Basel

Johannes Harneit "Koloratur II", Thööne "Meehr" UA fl,kl,p,perc,vl,vc,solo p,


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Fl
Hansruedi Bissegger/Kl
Urs Bumbacher/Vl
Stefan Thut/Vc
Ivan Manzanilla/Perc
Viktor Müller/Pf

Johannes Harneit/Leitung
         
         
 4.06.2004 20:00   Musikhochschule HMT, Zürich

Juhee Chung "Tinnitus" UA fl.kl,vl,vc,
Patrick Frank "get up-stand up" UA picc,kbkl,p,perc,vl,vc
Jürg Lindenberg "Braks" UA afl,bkl,p,vl,vc
David Jarzynski "Constructions" UA picc,kl,p,vl,vc
Martin Skalsky "Condule(e) a Vuk" UA fl,kl,perc,p,vl,vc
Markus Burri "Motus et Quies" UA fl,kl,p,mar,vl,vc,
David Sonton-Caflisch "Gelb-Orange" kl,vc,p,

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Fl
Manfred Spitaler/Kl
Urs Bumbacher/Vl
Stefan Thut/Vc
Matthias Eser/Perc
Viktor Müller/Pf
Leitung/Kursleitung Marc Kissocky,
Studierende: Matthias Benedikt Müller, Olivera Barac, Simon Gaudenz
 
         

Mai

         
 9.05.2004
 7.05.2004

  Gare du Nord, Basel
ZKO-Haus, Zürich

Hans Werner Henze "Sonate"
Edison Denissow "La vie en rouge"
Elliott Carter "Triple-Duo"

Maja Hermann/Sop

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Fl
Hansruedi Bissegger/Kl
Urs Bumbacher/Vl
Beat Schneider/Vc
Lorenz Haas/Perc
Viktor Müller/Pf
Jürg Henneberger/Leitung
         

Februar

         
21.02.2004   Box Musiktheater Nr.13, Zürich

"Geschwister Tanner" von Robert Walser
Regie: Anna Viebrock, Musik: Johannes Harneit


Bettina Stucky
Stefan Kurt

Sebastian Gottschick

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöten
Hansruedi Bissegger/Klarinetten
Urs Bumbacher, Violine
Viktor Müller/Klavier
         
         
 9.-  
11.02.2004
  "6 Tage Oper" Düsseldorf

Gastspiel "kein blasser Schimmer"

ensemble für neue musik zürich/dieSZENEZürich
und Theater Kontrapunkt Düsseldorf präsentieren:

„Kein blasser Schimmer“
Musiktheater für Sehende und Nicht-Sehende

Uraufführung und Première am 10. Januar 2003 um 20.00 Uhr
im ewz-Unterwerk Selnau Zürich

Musik Matthias Heep
Libretto Norbert Ebel

Musikal. Leitung
Lukas Langlotz und Jürg Henneberger

Inszenierung und Licht Frank Schulz
Bühne Stefanie Lenkewitz
Kostüme Jan Kocman
Technischer Leiter Hans-Jürgen Müller

Christiane Oeppert Sopran
Robert Koller Bariton

Annette Bieker Schauspielerin
René Peier Schauspieler

Regieassistenz und Abendspielleitung Ariane Rindle
Beleuchtung und Ton Christian Renggli
Statisterie Sereina Wirz und Isabelle Brunner

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, Flöten
Hansruedi Bissegger, Klarinetten
Urs Bumbacher, Violine
Martin Zeller, Violoncello
Viktor Müller, Klavier
Ivan Manzanilla, Schlagzeug
 
         

Januar

         
27.01.2004   Salon in der BOX, Zürich

"Schnee von gestern"

Johannes Harneit
Jochen Neurath
Stefan Kurt
Sebastian Gottschick

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöten
Hansruedi Bissegger/Klarinetten
Urs Bumbacher, Violine
Viktor Müller/Klavier
 
         

ARCHIV 2003

   

Dezember

         
 5.12.2003   Paris, Centre Culturel Suisse RH202/205

Peter Regli, Reality Hacking 202/205

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Fl
Hansruedi Bissegger/Kl
Urs Bumbacher/Vl
Stefan Thut/Vc
Lorenz Haas/Perc
Viktor Müller/Pf
         

November

         
21.11.2003
19.11.2003

  ZKO-Haus, Zürich
Basel Gare du Nord

Carmen Maria carneci "Semanterion-Toaca" fl,kl,vl,vc,p,perc,
Jacqueline Fontyn "Sul Cuor della Terra" fl,kl,vl,vc,p,
Ada Gentile "Zapping" fl,kl,vl,va,
Junghae Lee "Infiltration" fl,vc,perc, UA
Liza Lim "Veil" fl,kl,tp,p,perc,vl,vc,
Noriko Hisada "Prime" fl,kl,p,perc,vl,vc,


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Fl
Hansruedi Bissegger/Kl
Martin Albrecht/Tp
Urs Bumbacher/Vl
Daniel Hess/Va
Stefan Thut/Vc
Lorenz Haas/Perc
Viktor Müller/Pf
Lukas Langlotz/Leitung
         
         
 8.11.2003 20:00   Winterthur, Kunsthalle

RH 202/205

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Fl
Hansruedi Bissegger/Kl
Urs Bumbacher/Vl
Stefan Thut/Vc
Lorenz Haas/Perc
Viktor Müller/Pf
         
         
 1.11.2003 20:00   Basel, Gare du Nord

Hans-Peter Frehner, Flöte
Urs Bumbacher, Violine
Stefan Thut, Violoncello
Lorenz Haas, Percussion
Viktor Müller, Piano
ZOOM:
Lucas Niggli, Schlagzeug
Philipp Schaufelberger, El.Git.
Claudio Puntin, Klarinetten
Nils Wogram, Posaune

Phil Minton, Vocals
Leo Bachmann, Tuba
         

Oktober

         
28.10.2003
27.10.2003
26.10.2003
25.10.2003
24.10.2003
23.10.2003
20:00
20:00
20:00
20:00
20:00
20:00
  Lausanne, Onze-Plus
Zürich, JazzNoJazz
Karlsruhe, Jubez
Saignelegier, Café du Soleil
Mels, altes Kino
Milano, CCS

Hans-Peter Frehner, Flöte
Urs Bumbacher, Violine
Stefan Thut, Violoncello
Lorenz Haas, Percussion
Viktor Müller, Piano
ZOOM:
Lucas Niggli, Schlagzeug
Philipp Schaufelberger, El.Git.
Claudio Puntin, Klarinetten
Nils Wogram, Posaune

Phil Minton, Vocals
Leo Bachmann, Tuba
         

September

         
13.09.2003 20:00   Parma, Theatro del 14.Jh

Parma Festival Traiettorie

Dieter Ammann
“the freedom of speech” fl,kl,p,perc,vl,vc,

Nadir Vassena
“Triptych-Crucifixion” vl-solo,fl,vc,kl,p,

Bruno Stöckli
“Getönt” fl,kl,p,perc,vl,vc,
“Rest” fl,kl,vl,vc,p,

Liza Lim
“diabolical birds” fl,kl,p,vib,vl,vc,


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöten
Hansruedi Bissegger/Klarinetten
Urs Bumbacher, Violine
Martin Zeller/Violoncello
Viktor Müller/Klavier
Daniel Stalder/Schlagzeug

Lukas Langlotz/Leitung
         
         
 5.09.2003 20:00   Zürich, Kunsthalle

George Crumb

Cello Sonata
Four Madrigals
Vox Balenae
11 Echoes of Autumn
Dream Sequence


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöten
Hansruedi Bissegger/Klarinetten
Johanna Baer/Harfe
Urs Bumbacher, Violine
Stefan Thut/Violoncello
Käthi Steuri/Kontrabass
Viktor Müller/Klavier
Lorenz Haas/Schlagzeug

Barbara Böhi/Sopran
         

August

         
 7.08.2003 20:00   Davos, Kongresszentrum

18.Davos-Festival
Dieter Ammann “Violation”
Gustav Mahler “Lieder eines fahrenden Gesellen”


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöten
Hansruedi Bissegger/Klarinetten
Urs Bumbacher/Violine
Martin Zeller/Violoncello
Viktor Müller/Klavier
Daniel Buess/Schlagzeug

Martin Jaggi/Violoncello Solo
 
         

Juli

         
11.07.2003 20:00   Genf Centre d’Art Contemporain


RH No 202/No 205 (www.realityhacking.com)
regli,frehner,bissegger,bumbacher,thut,haas,müller

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöten
Hansruedi Bissegger/Klarinetten
Urs Bumbacher/Violine
Stefan Thut/Violoncello
Viktor Müller, Klavier
Martin Lorenz/Schlagzeug
         

Juni

         
 1.06.2003 20:00   Basel Gare du Nord

Portrait-Konzert

Nadir Vassena
“macchine da guerra,fanti e cavallieri”

“Aqua:come perduto nel mare un bambino…”

“rivolto verso terra – rivorso verso il mare

“luoghi d’infinito andare” UA

“Triptych-Crucifixion”



ensemble für neue musik zürich

Hanspeter Frehner/Flöte
Hansruedi Bissegger/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Charlotte Hug/Viola
Andreas Fuchs/Violoncello
Raffael Bietenhader/Kontrabass
Markus Hochuli/Gitarre
Viktor Müller/Klavier
Thomas Klee/Schlagzeug

Jürg Henneberger/Leitung
         

Mai

         
23.05.2003 20:00   Zürich, ZKO-Haus

Portrait-Konzert

Nadir Vassena
“macchine da guerra,fanti e cavallieri”

“Aqua:come perduto nel mare un bambino…”

“rivolto verso terra – rivorso verso il mare

“luoghi d’infinito andare” UA

“Triptych-Crucifixion”



ensemble für neue musik zürich

Hanspeter Frehner/Flöte
Hansruedi Bissegger/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Charlotte Hug/Viola
Andreas Fuchs/Violoncello
Raffael Bietenhader/Kontrabass
Markus Hochuli/Gitarre
Viktor Müller/Klavier
Thomas Klee/Schlagzeug

Jürg Henneberger/Leitung
         

April

         
 5.04.2003 20:00   Muri, Klostersaal

162. Konzert 5.April 2003 Muri
Bruno Stöckli “Getönt”
“Rest”
Mathias Steinauer “Rumori cardiaci”
Liza Lim “diabolical birds”
Dieter Ammann “freedom of speech”
Johannes Harneit “auf ebener Bahn” UA


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöten
Hansruedi Bissegger/Klarinetten
Urs Bumbacher, Violine
Martin Zeller/Violoncello
Viktor Müller, Klavier
Martin Lorenz/Schlagzeug

Johannes Harneit/Leitung
         

März

         
28.03.2003
27.03.2003
20:00
20:00
  Basel Gare du Nord
Zürich, Semper-Aula ETH

Matthias Ronnefeld
-“Grodek”EA sop.mezzo,ob,kl,vl,kb,p,perc,
-“Trakl Lieder”EA sop,mezzo,pos,kl,vl,kb,p,perc
Franz Furrer-Münch
“..hier auf dieser Strasse…” sop,fl,vc,perc
Andrea L.Scartazzini
“im Traum hab ich mit dir geredet, Göttin Kypris” mezzo, ens.


Barbara Böhi/Sopran
Gudrun Pelker/Mezzosopran

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöten
Hansruedi Bissegger/Klarinetten
Peter Vögeli/Oboe
Joachim Tanner/Posaune
Urs Bumbacher, Violine
Stefan Thut/Violoncello
Käthi Steuri/Kontrabass
Viktor Müller, Klavier
Lorenz Haas/Schlagzeug

Sebastian Gottschick/Leitung
         

Januar

         
10.01.2003 20:00   Zürich, EWZ Selnau

ensemble für neue musik zürich/dieSZENEZürich
und Theater Kontrapunkt Düsseldorf präsentieren:

„Kein blasser Schimmer“
Musiktheater für Sehende und Nicht-Sehende

Uraufführung und Première am 10. Januar 2003 um 20.00 Uhr
im ewz-Unterwerk Selnau Zürich

Musik Matthias Heep
Libretto Norbert Ebel

Musikal. Leitung
Jürg Henneberger am 10.1., 15.1. und 18. 1.03

Lukas Langlotz am 11.1., 14.1. und 17.1.03

Inszenierung und Licht Frank Schulz
Bühne Stefanie Lenkewitz
Kostüme Jan Kocman
Technischer Leiter Hans-Jürgen Müller

Christiane Oeppert Sopran
Robert Koller Bariton

Annette Bieker Schauspielerin
René Peier Schauspieler

Regieassistenz und Abendspielleitung Ariane Rindle
Beleuchtung und Ton Christian Renggli
Statisterie Sereina Wirz und Isabelle Brunner

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, Flöten
Hansruedi Bissegger, Klarinetten
Urs Bumbacher, Violine
Martin Zeller, Violoncello
Viktor Müller, Klavier
Ivan Manzanilla, Schlagzeug
 
         

ARCHIV 2002

   

November

         
24.11.2002
23.11.2002
20:00
19:00
  Basel Gare du Nord
Schiffbau Zürich

das ensemble für neue musik zürich zu Gast in der Schiffbau-Halle und im Gare du Nord

Johannes Harneit, Op.17 KOLORATUR UA
(Joseph Haydn: 6 Esterhazy-Sonaten)

Anna Viebrock, Einrichtung

ensemble für neue musik zürich:
Hans-Peter Frehner/Flöte
Toshiko Sakakibara/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Stefan Thut/Violoncello
Viktor Müller/Klavier
Matthias Eser/Schlagzeug
Jürg Henneberger/Klavier und musikalische Leitung




Jacob Haringer schrieb in einem Gedicht: „es war zu schwer, Jacob Haringer zu sein“.

Arnold Schönberg, der Haringer einst vertonte, sagte bei seiner Musterung,
er habe der Komponist Schönberg sein müssen, da niemand anderes es habe machen wollen.

Joseph Haydn war der Urvater der klassischen, also auch der modernen Musik.
Die Komponisten haben nur sein eigentliches Erbe gar nicht erkannt:
JH konzipierte nämlich RIESENFORMEN (meist in 6erZyklen),
deren Einforderung aber der Zukunft überlassen blieb.
Die Komponisten richteten sich in der Folge gewissermassen
nur in einzelnen Vierteln der Haydnschen Grossstädte ein –
Mozart war der letzte, der das Spiel auch versuchte: seine Haydn-Quartette sind eine Antwort auf die Haydn-Zyklen, die seit Op. 9 sämtlich als RIESENWerke aufzufassen sind.

Am Modell der 6 Esterhazy gewidmeten Sonaten versucht die
KOLORATUR
nun, lediglich durch Einfärbung der Haydn-Sonaten die RIESENFORM hervorzuheben.
Hierfür werden keine eigenen Töne verwendet; Nur die jeweilige Instrumentenfarbe weist auf
Zusammenhänge innerhalb des Zyklus hin:
Die MONA LISA wird nach dem Rasieren geröngt...

Keine“Bearbeitung“, keine „Analyse“, aber vielleicht doch ein eigenes Stück
(ohne J.H. zu nahe zu treten...)



Johannes Harneit
Geboren 1963 in Hamburg, studierte er Komposition bei Prof. Günther Friedrichs und Dirigieren bei Klauspeter Seibel an der Hamburger Musikhochschule.
1986 gewann er den 1. Preis beim Kompositionswettbewerb in Hitzacker.
Zahlreiche Kompositionsaufträge unter anderem von der Hamburgischen Staatsoper, der alten Oper Frankfurt, dem NDR Hannover, der IGNM Basel und dem Ensemble SCHAROUN.
Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn seit 1992 mit dem Ensemble Oriol (Berlin) und seit 1993 mit dem ensemble für neue musik zürich.
1990 war er einer der ersten Stipendiaten auf Schloss Solitude (Stuttgart).
Seit 1998 enge Zusammenarbeit mit den Regisseuren Christoph Marthaler und Herbert Wernicke im Grenzbereich des neuen Musiktheaters.
Im Februar 2000 Uraufführung seines für Christian Tetzlaff gechriebenen Violinkonzertes mit dem SWR Sinfonieorchester Freiburg/Baden Baden unter Sylvain Cambreling, im April 2001 folgte die US-Premiere unter Ingo Metzmacher , 2001 Uraufführung der Kammeroper „idiot“ unter Jürg Henneberger im Theater Basel.
Im Frühjahr 2002 im Rahmen des Festivals „Heidelberger Frühling“ wurde Harneit mit mehreren Werken porträtiert. Nach der Uraufführung des Eröffnungskonzertes begleitete dieses Werk die Künstler auf einer längeren Europatournee. Am 27. April 2002 die Live-Komposition „in vain“ im Schauspielhaus Zürich mit dem Klangforum Wien (Regie: Anna Viebrock, Leitung: Sylvain Cambreling). Am 7. Mai 2002 kam in Paderborn die Exposition für Orchester mit der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford unter der Leitung von Sebastian Gottschick zur Uraufführung. Am 7. Juni folgten die Drei Intermezzi zu Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ beim Festival Feldkirch.
Johannes Harneit lebt und arbeitet in Hamburg und ist seit der Saison 2001 Musikdirektor am Niedersächsischen Staatstheater in Hannover.
Seit Sommer 2002 werden seine Werke exklusiv von den Sikorski Musikverlagen Hamburg betreut.
         

Oktober

         
 4.10.2002 20:00   Kunsthalle Zürich (Limmatstrasse 270)

JOHN CAGE – revisited
Statt Cage „wieder spielen“ und „wieder hören“ eher: ihn, die Töne & Klanggebilde „besuchen“ – da er doch mehr Wert auf die Musik, als auf seine Kompositionen legte.

Diverse One’s,Two’s.Three’s...Four,.Five....Music for Eleven.....Credo in US,Concert for Piano and Orchestra (1957/58), Six Melodies, Thirteen Harmonies,The Wonderfull Widow of Eighteen Springs/Nowth upon Nacht/She is Asleep,..aus den Songbooks....und andere....

„ensemble für neue musik zürich“

Hans-Peter Frehner/Flöten
Hansruedi Bissegger/Klarinetten
Raphael Camenisch/Saxofone
Urs Bumbacher/Violine
Andreas Fuchs/Violoncello
Matthias Eser/Perc
Daniel Buess/Perc
Daniel Stalder/Perc
Viktor Müller/Klavier
Daniel Mouthon/Vox

Jürg Henneberger/Klavier/Ltg.
         

Juli

         
13.07.2002 16:00   Tente Centenaire Biel

EXPO 02

Dieter Ammann “Violation” Solocello,fl,kl,vl,vc,p,perc,
Luciano Berio “O King” für sop,fl,kl,vl,vc,p,
Arnold Schönberg “Brettl Lieder” sop und ensemble


ensemble für neue musik zürich:
Hans-Peter Frehner/Flöte
Hansruedi Bissegger/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Martin Zeller/Violoncello
Viktor Müller/Klavier
Daniel Buess/Perkusssion

David Riniker/Solocello
Sylvia Nopper/Sopran

Jürg Henneberger/Leitung
 
         

März

         
17.03.2002
15.03.2002
20:00
20:00
  Gare du Nord, Basel
Kunsthaus Zürich Vortragssaal

Thomas Müller “Komma” für sop,p,perc und Streicher UA

Andréas Stauder “Concerto Grosso” für ensemble und Kammerorchester UA


ensemble für neue musik zürich:
Hans-Peter Frehner/Altflöte
Hansruedi Bissegger/Klarinette
Lars Heusser/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Claude Hauri/Violoncello
Viktor Müller/Klavier
Daniel Buess/Perkusssion
Daniel Stalder/Percussion

Jeannine Hirzel/Sopran

Jürg Henneberger/Leitung
         
         
 3.03.2002 20:00   Kunsthaus Zürich Vortragssaal

Johannes Harneit
“Robert Walser Lieder”
"6 Lieder nach Hölderlin op.5” EA

Matthias Ronnefeld
"Sextett op.2” EA



ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner/Flöten
Hansruedi Bissegger/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Andreas Fuchs/Violoncello
Viktor Müller/Klavier
Daniel Stalder/Perkusssion

Gudrun Pelker/Mezzosopran
Maja Tabatadze/Sopran
Alois Riedel/Tenor

Jürg Henneberger/Leitung
         

ARCHIV 2001

   

Dezember

         
 1.12.2001 20:00   Zürich, Kunsthaus Vortragssaal

Daniel Hess
„Canzoni“ 1993
„Gesänge der Sappho“ 2001 UA

Noriko Hisada
„Landscape“ 1992
„Prime ?“ 2001 UA


ensemble für neue musik zürich
Hans Peter Frehner/Flöte
Hansruedi Bissegger/Klarinetten
Urs Bumbacher/Violine
Daniel Hess/Viola
Andreas Fuchs/Violoncello
Viktor Müller/Piano
Daniel Stalder/Percussion

Jürg Henneberger/Leitung



Daniel Hess
1965 in Zürich geboren.Viola-Studium in Zürich, Luzern und Jerusalem. 1985 1. Preis Kompositionswettbewerb in Reinach/BL mit einem Streichquartett. 1991 Uraufführung der 1. Sinfonie unter Jost Meier in Biel. 1996 Auszeichnung für Kinderstücke (Nepomuk-Verlag).


Noriko Hisada
Geboren 1963 in Tokyo. Studium am Tokyo College of Music bei Joji Yuasa und Shigeaki Saegusa. Nachdiplom-Studium in Komposition 1988. Seit 1988 ist sie selber Dozentin an dieser Schule und Mitglied des Tokyo College of Music. Sie ist Mitlglied der japanischen Gesellschaft für zeitgenössische Musik und des japanischen Komponistenverbandes.

Daniel Hess

„Canzoni“ 1993 (UA in Kiew)
Das meiste Kompositionsmaterial stammt aus einem unvollendeten Streichquartett (Lamentazione). Terzgeschichtete Akkorde und tonale Tonreihen versuchte ich mit meiner persönlichen Tonsprache (begrenzte Aleatorik) zu verbinden. Weitläufige, lyrische Lieder werden zum Teil solistisch vorgetragen. Kontrastrierend ein schneller Mittelteil (parallel traditionell wie auch aleatorisch notiert), indem die Thematik der Canzoni zu ganz anderen musikalischen Aussagen verarbeitet werden.
(Auftrag ensemble für neue musik zürich)


„Gesänge der Sappho“ 1999/2001 UA
Die „Gesänge der Sappho“ sind Reflexionen aus ihren Gedichten, es sind aber auch Betrachtungen und Erinnerungen an das Leben. Abschied und Trennung sind lyrische Grundsituationen, die von Sappho exemplarisch gestaltet worden sind. Eine Art Rückschau an das Leben, wie es Sappho so eindrücklich in einem ihrer Gedichte ausdrückte:

Der Mond ist hinabgesunken
Hinab die Plejaden. Mitte
Der Nacht und vorbei die Stunde
Ich liege allein im Dunkel.

Daneben haben auch Dichtungen zum Kult der Aphrodite zentrale Bedeutung; Jugendschönheit, Liebessehnsucht, das blühende Leben der Natur, Hochzeitslieder ua..

So tanzten einst Kreterinnen leichten Fusses im Takt
Um den lieblichen Altar
Und trafen gelinde auf zart erblühendes Wiesengrün

(Auftrag ensemble für neue musik zürich)


Noriko Hisada

„Landscape“ 1991 (UA in Hong-Kong)
Diese Komposition wurde 1991 für das ensemble für neue musik zürich geschaffen. Ich fand, dass die Intensität und Ausdrucksfülle der Aufführung halfen, einen wichtigen Aspekt meiner Musik zu verdeutlichen: eine intensive Wahrnehmung der fast unendlich vielen Möglichkeiten, nach denen sich Tonfolgen ausrichten. In dieser Arbeit wurde der Versuch unternommen, unterschwellige und verspielte Bezüge von Tonfolgen in eine klare Form zu bringen.
(Auftrag ensemble für neue musik zürich)


„Prime ?“ 2000/2001 UA
Dieses Stück habe ich im Auftrag von Herr und Frau Senn für das ensemble für neue musik zürich, komponiert. Die einzelnen Instrumente treten auch solistisch in Erscheinung, wobei ich versuchte, Stärken und Charakter der jeweiligen Instrumente zur Geltung zu bringen.
         

November

         
21.11.2001
20.11.2001
20:00
20:00
  kantonsschule Stadelhofen
Kantonsschule Stadelhofen

50 Jahre Kammersprechchor Zürich

Martin Derungs
die Lieder des Prinzen Vogelfrei UA

Felix Baumann
Nah/Hautnah UA

Kornelia Bruggmann/Sop
Martina Schucan/Vc
Martina Fausch/Sop
Luiz Alves da Silva/C-Ten


Kammersprechchor Zürich und ensemble für neue musik zürich
Bernhard Erne/Leitung
Tillmann Braun/Sprachregie
         

Oktober

         
26.10.2001 20:00   Zofingen

Hermann Haller
Pièce en forme de fantasie fl,pf

Liza Lim
diabolical birds fl,kl,p,vib,vl,vc

Dieter Ammann
“the freedom of speech” sextett

“Violation” vc-solo fl,kl,vl,vc,p,perc

ensemble für neue musik zürich:
Hans-Peter Frehner/Altflöte/Piccolo
Hansruedi Bissegger/Klarinette/Bassklarinette
Urs Bumbacher/Violine
Claude Hauri/Violoncello
Viktor Müller/Klavier
Daniel Buess/Perkusssion

David Riniker/Violoncello solo

Jürg Henneberger/Leitung
         
         
14.10.2001 20:00   Port Fairy City Hall

Port Fairy Spring Festival Australia

Johannes Harneit
Copyright solop,fl,kl,vl,vc,p,perc, UA

ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner/Flöten
Hansruedi Bissegger/Klarinetten
Urs Bumbacher/Violine
Claude Hauri/Violoncello
Viktor Müller/Klavier
Daniel Buess/Perkusssion

Jürg Henneberger/Leitung
 
         
         
13.10.2001 20:00   Port Fairy City Hall

Port Fairy Festival Australia

Christoph Neidhöfer
neues Werk UA sop, 2 ensembles

Dieter Ammann
Violation solovc,fl,kl,vl,vc,p,perc,

Liza Lim
diabolical birds fl,kl,vl,vc,vib,p,

ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner/Flöten
Hansruedi Bissegger/Klarinetten
Urs Bumbacher/Violine
Claude Hauri/Violoncello
Viktor Müller/Klavier
Daniel Buess/Perkusssion

Jürg Henneberger/Leitung
 
         
         
10.10.2001 20:00   Musicacademy Melbourne

Masterclass in Australia

Katy Abbott
Sunburnt Aftertones flfl,kl,vl,vc,p,perc,

Matthew Orlovich
Savage Coast fl,kl,vl,vc,p,perc,

Andrian Pertout
Renascence fl,kl,vl,vc,p,perc,

Bryony Marks
11/9 fl,kl,vl,vc,p,perc

Bruno Stöckli

getönt fl,kl,vl,vc,p,perc,

Rest fl,kl,vl,vc,p,

Dieter Ammann
the freedom of speech fl,kl,vl,vc,p,perc,

ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner/Flöten
Hansruedi Bissegger/Klarinetten
Urs Bumbacher/Violine
Claude Hauri/Violoncello
Viktor Müller/Klavier
Daniel Buess/Perkusssion

Jürg Henneberger/Leitung
 
         
         
 9.10.2001   Musicacademy Melbourne

Masterclass in Australia

Kristian Ireland
“traces-fragment fl,kl,vc,perc

Matthew Orlovich
Savage Coast fl,cl,vl,vc,p,perc,

Lorenzo Capitano
Qartet No1 fl,kl,vl,vc

Timothy McKenry
if my heart were a cannon fl.kl,vl,vc,p,perc,

Nicholas Ng
Cameomorphoses Suzy Wong goes to the sea fl,vl,vc,perc,

Daniel Salecich
Nightmusic fl,kl,vl,vc,p

Nathan Baird
Lament II fl.vl,vc,p,

ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner/Flöten
Hansruedi Bissegger/Klarinetten
Urs Bumbacher/Violine
Claude Hauri/Violoncello
Viktor Müller/Klavier
Daniel Buess/Perkusssion

Jürg Henneberger/Leitung
 
         

September

         
 8.09.2001
 7.09.2001
20:00
20:00
  Gare du Nord, Basel
Kunsthaus Zürich Vortragssaal

Windspiel
Kohelet-Betrachtungen für Sopran, Ensemble und Zuspielbänder
(1998-2000) Uraufführung

Lukas Langlotz (*1971)

I
„entfernt“
Sopran, Ensemble, Zuspielband

II
„Kerben“
Violine und Pianoforte

III
„Rad“
Sopran und Ensemble

IV
„Gitter“
Sopran, Ensemble, Zuspielbänder


Text: Buch „Kohelet“ aus dem ersten Testament in hebräischer Originalsprache und in der
Verdeutschung von Martin Buber und Franz Rosenzweig (aus: „ Die Schriftwerke“, 4. Band
der Verdeutschung der „Schrift“. Titel des Buchs bei Martin Buber: „Das Buch Versammler“)

ensemble für neue musik zürich:
Hans-Peter Frehner, Altflöte und Piccolo
Hansruedi Bissegger, Klarinette und Bassklarinette
Urs Bumbacher, Violine
Claude Hauri, Violoncello
Viktor Müller, Klavier
Anton Kernjak, Keyboard
Lorenz Haas, Perkusssion

Barbara Böhi, Sopran

Leitung : Jürg Henneberger

Zuspielbänder:
Eva Müller, Sprecherin; Daniel Goldberger und Eylon Kindler, Sprecher;
Jeannine Hirzel, Mezzosopran; Elektronik Tanja Müller


Lukas Langlotz wurde 1971 in Basel geboren. Seine musikalische Ausbildung
erhielt er an der dortigen Musikhochschule in den Fächern Klavier (bei Jean-Jacques
Dünki), Dirigieren (bei Wilfried Boettcher sowie Manfred Honeck) und Komposition
(bei Rudolf Kelterborn). Weitere Studien führten ihn von 1996-97 nach Paris (Komposition
bei Betsy Jolas). Er erhielt Aufträge bedeutender Institutionen und Ensembles für zeitge-nössische Musik (PRO HELVETIA, ensemble für neue musik zürich, Düsseldorfer Ensemble, „europäischer musikmonat“ u.a.). Neben seiner kompositorischen Tätigkeit gibt er Konzerte
als Dirigent und Pianist.
         

Juli

         
 5.07.2001   Kirche St.Jakob, Zürich

Mitternachtskonzert

Max Kowalski
„pierrot lunaire op.4“
Nach Texten von Albert Giraud, übersetzt von Otto Erich Hartleben in einer Bearbeitung für Mezzospran, Fl,Kl,VI,Vc, Klavier von Johannes Schöllhorn (1992)

1 Gebet an Pierrot 2 Raub 3 die Estrade 4 der Dandy
5 Moquerie 6 Sonnen Ende 7 Nordpolfahrt 8 Colombine
9 der Mondfleck 10 die Laterne 11 Abend 12 Heimfart

Jeannine Hirzel und ensemble für neue musik zürich
Leitung: Jürg Henneberger


Robert Schumann
Lieder aus op.146 für Chor à capella

1 Der Traum 2 Sommerlied 3 gute Nacht

vocativ zürich Leitung: Heini Roth


Mauricio Kagel
„Mitternachtsstük“ ( I. – III. 1980-81 IV. 1986)
Für Stimmen und Instrumente über vier Fragmente aus dem Tagebuch von Robert Schumann

I. Mitternachtsstük
II. Mitternachtsstük aus Selene
III. Nachtphaläne in der Selene
IV. Altarblatt


Martina Bovet Sopran,
Jeannine Hirzel Mezzosopran,
Jean-Jacques Knutti Tenor,
Rudolf Ruch Bariton,

vocativ zürich und ensemble für neue musik zürich:

Hans-Peter Frehner Flöte,
Hansruedi Bissegger Klarinette,
Marc Unternährer Tuba,
Xenia Schindler Harfe,
Viktor Müller Klavier/Harmonium/Celesta,
Matthias Eser und Lorenz Haas Schlagzeug;
Urs Bumbacher Violine,
Martin Zeller Violoncello,

Leitung: Jürg Henneberger

www. ensemble.ch und www.vocativ.ch
         

Mai

         
27.-  
 9.06.2001
20:00   Kunsthaus Zürich Vortragssaal

GIACOMETTI ... Spiel ja, Erotik ja, unruhig ja, Zerstörer ja, ja
von Carmen Maria Cârneci UA (neue Fassung)


mit Ensemble Phoenix Basel und ensemble für neue musik zürich,
leitg. Henneberger
Gesang:
Leila Pfister, Jeannine Hirzel, Franziska Welti, Frederic Gindraux, Paolo Vignoli, Robi Koller, Helmut Seidenbusch, Rudolf Ruch,

GIACOMETTI ... Spiel ja, Erotik ja, unruhig ja, Zerstörer ja, ja
von Carmen Maria Cârneci

Kammeroper nach Texten von Alberto Giacometti, zusammengestellt von
Carmen Maria Cârneci

Konzertante Uraufführung der zweiten Version mit „Palast um 4 Uhr morgens“
am 27. Mai 2001 im Kunsthaus Zürich, Grosser Vortragssaal
weitere Aufführungen am 29.Mai, 7. Juni, 8.Juni und 9.Juni 2001 um 20.15 Uhr


Im Auftrag von „dieSZENEzürich“ hat die Komponistin und Dirigentin Carmen Maria Cârneci
ein weiteres Bild (Palast um 4 Uhr morgens) zu ihrer Kammeroper über den Bildhauer Alberto Giacometti (1901-1966) komponiert, und die erste Version, die im Auftrag der Oper der Stadt
Bonn 1994/95 entstanden ist, ganz revidiert!
Das Libretto, das sie selbst - collagenhaft - erarbeitet hat, basiert im wesentlichen auf autobiografischen und theoretischen Texten des Bildhauers, doch geht es hier vielmehr um
eine Künstlerthematik als um eine theatralische Biografie. Durch Giacometti, einfach „der Künstler“ genannt, wird ein synthetisches Porträt des Künstlers (als gequälten Sisyphos der Moderne?), ein „Modus vivendi“ und ein mögliches Modell des Schaffensvorganges dargestellt. Umgeben von einer Reihe von Figuren – Menschen aus Giacomettis Leben (seine Frau Annette, sein Bruder Diego, sein Biograph und Freund John Lord) oder lebendig gewordenen Kunstwerken („L‘Homme sous la pluie, l’homme qui marche, Grande femme de Venice usw.) und dem erfundenen „Blinden“, ein „alter ego“ von Giacometti auch der Inszenator seiner Arbeitswelt, lässt sich der Künstler von Spiel und Erotik (Eros) inspirieren oder von seiner Unruhe zur Zerstörung gegenüber seinem eigenen Werk treiben.
Die Bildreihenfolge selbst stellt eine wellenförmige Steigerung dar, von der Entdeckung der Figuren im Atelier (Ouverture) durch die Modellsitzung (der Kopf) und eine Episode des persönlichen Lebens (Palast um 4 Uhr morgens), weiter durch die Vorstellung einzelner Figuren (Personages) und einiger Kompositionen (ebenfalls steigend von „uomo e donna“, „vier Frauen auf Sockel“ zum Delirium in „der Käfig“ (Places/Orte) bis zur Schlüsselfeststellung des Künstlers: „der Versuch ist alles. Wie wunderbar!“ (Femme de Venice).
M.C.Cârneci
         

April

         
 7.04.2001 20:00   Schiffbau Zürich, Montagehalle

Hauskonzert in der Montagehalle
das ensemble für neue musik zürich zu Gast im Schiffbau

Jochen Neurath
“Hälfte des Lebens” UA p,ensemble

Johannes Harneit
“3.Kantate” UA sop,verstimmte Instr,Nenner,Zähler

NeuNoNeit
“Ikl non Igi” UA 6Musiker,3 Dirigenten

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner, Flöten
Hansruedi Bissegger, Klarinetten
Urs Bumbacher, Violine, Viola
Christoph Hampe, Violoncello
Viktor Müller, Klavier, Celesta
Matthias Eser, Schlagzeug, Celesta

Melanie Walz: Sopran

Jürg Henneberger: Leitung, Klavier, Celesta

Jochen Neurath: Zähler
Johannes Harneit: Nenner
Anna Viebrock: Einrichtung


Jochen Neurath: Zähler
Johannes Harneit: Nenner
Anna Viebrock: Einrichtung

Das Konzert (1h) soll und darf „erwandert“ werden. (so leise wie möglich)

Kay Ivo Nowack: KINEIN für Cello und ensemble wird aufgeschoben....

NeuNoNeit: Ikl non Igi für 6 Musiker

Jochen Neurath: Hälfte des Lebens Capriccio für Klavier und andere Instrumente

Verstimmung: darf aus der Nähe ertrachtet und behört werden
(ca. 10 Minuten) Piccolo, grosse Flöte und Bassflöte 3/4-Ton tiefer
Altflöte 1/4-Ton tiefer
Es-Klarinette und Bassklarinette 1/4-Ton tiefer
A-und B-Klarinette normal
Streicher: Scordatur
Violine: I/II 1/4-Ton höher III 5/4-Ton tiefer IV 1/4-Ton höher
Viola und Violoncello: I 1/4-Ton höher II 1/4-Ton tiefer III/iV 5/4-Ton tiefer
Klavier: e‘ 1/4-Ton höher und f‘ 1/4-Ton tiefer

Johannes Harneit: III. Kantate (op.15) (Johannes Baader/Adolf Wöfli)
für Sopran, verstimmte Instrumente, Zähler und Nenner

Alle Werke sind dem ensemble für neue musik zürich gewidmet
 
         

Januar

         
13.01.2001
12.01.2001
20:00
20:00
  Kantonsschule Stadelhofen
Gare du Nord, Basel

Kammerorchester Basel und ensemble für neue musik zürich

Hans Peter Frehner, Flöte
Hansruedi Bissegger, Klarinette
Urs Bumbacher, Violine
Samuel Brunner, Violoncello
Viktor Müller, Klavier
Matthias Eser, Schlagzeug
Jürg Henneberger Leitung
Posaunen:
David Bruchez, Dirk Amrein, Roman Uschenko

1. Teil
Christoph Neidhöfer (*1967):
"Glimpses" (Auf den Spuren eines Programms) für Streichorchester (1999

Andrea Scartazzini (*1971)
"Pollux" für Kammerorchester (Uraufführung der Neufassung 1999/2000

Dieter Ammann (*1962):
"Grooves – fitting one" für Kammerorchester UA
Auftragskomposition des Europäischen Musikmonats 2001)

2. Teil

Thomas Müller (*1953):
"Gehen, Fragment"
für Violine, Violoncello und Klarinette (1989)

"Quintett" (J’en ai perdu le souvenir)
für Flöte, Klarinette, Vio¬line, Violoncello und Klavier (1997)

“Zwei Sequenzen:Stehstelle/Gehstelle“
für Klarinette, Violine, Violoncello, Klavier und drei Posaunen (1993)


Christoph Neidhöfer

"Glimpses" (Auf den Spuren eines Programms) für Streichor¬chester (1999, Kompositionsauftrag der Stadt Zürich)
Wie die Klangwelt von Schönbergs "Verklärter Nacht" auf die Ohren des frühen 20. Jahrhunderts gewirkt haben
mochte, ist aus einhundertjähriger Distanz nur bedingt nacherlebbar. Und die heftige Diskussion, die sich seinerzeit
im Zusammenhang mit dem Programm des Werkes entzündete, ist längst in weite Entfernung gerückt. Meine Ohren
sind im letzten Drittel des letzten Jahrhunderts grossgeworden, und ich kann nicht umhin, in der "Verklärten Nacht"
Schönbergs spätere Entwicklung über die freie Atonalität hin zur Dodekaphonik, oder gar die Ausstrahlung auf
spätere Komponisten, welche von Schönbergs Musik beeinflusst waren, mitzudenken.
In "Glimpses" nahm ich mir vor, die verschiedensten Assoziationen, die sich mir beim Hören der "Verklärten Nacht"
einstellen, zu reflektieren und kompositorisch zu kommentieren. Das Klangmaterial des Schönbergschen Originals
wird punktuell aufgegriffen und systematisch transformiert – quasi in mehreren Schritten weiter "verklärt" – und in
eine Gestik übergeführt, welche mit dem spätromantischen Pathos der "Verklärten Nacht" nur noch wenig gemein
hat. Kurze "Flashbacks" rufen dieses Pathos aber immer wieder in Erinnerung.
"Glimpses" ist Howard Griffiths und dem Zürcher Kammerorchester gewidmet. (Ch.N.)


Andrea Scartazzini

"Pollux" für Kammerorchester (1999, Kompositionsauftrag von PRO HELVETIA, Schweizer Kulturstiftung /
Neufassung 2000) Kastor und Pollux, Söhne des Zeus, verbringen nach Kastors Tod abwechselnd einen Tag im
Schattenreich, einen im Götterolymp, um nicht voneinander getrennt in entferntesten Sphären leben zu müssen.
Der Titel "Pollux" verheisst indes nicht Programmusik, sondern steht als Ausdruck einer Zwillingsbeziehung
(Verwendung ähnlichen Materials) zwischen dieser Komposition und dem vorangegangenen Klaviersextett. Ferner
thematisiert er (eben in Anlehnung an die Sage) Gegensätzliches wie Licht und Schatten, Bewegung versus
Stillstand, (Gem)Einsamkeit (Solo/Tutti).
Das Stück ist Rudolf Kelterborn in Dankbarkeit gewidmet. (A.S.)


Dieter Ammann

"Grooves – fitting one" für Kammerorchester (Auftragskomposition des Europäischen Musikmonats 2001)
"Groove" (Furche, Rille) findet in seinen unterschiedlichen Bedeutungen Niederschlag in diesem Werk. Furchen,
welche einmal (direkt hörbar) auftauchen, um dann wieder abzu¬tauchen und subkutan weiterzuwirken, können sein:
eine feste Tonfolge, die grosse Teile des Stücks durchzieht (sei es Horizontal oder als Zusammenklang), fixierte
Rhythmus¬strukturen oder auch die Instrumentation, beispielsweise der unversöhnbar scheinende Dualismus von
Bläsern und Streichern. Im umgangssprachlichen Sinn meint Groove auch einen fühlbaren metrischen Puls: solche
Pulsierungen treten immer wieder in Erscheinung.
Mit "fitting" ist eine schon länger im Zentrum des kompositorischen Schaffens stehende Montagetechnik gemeint,
welche sich in diesem Werk nicht nur auf Satzstrukturen, sondern auch auf unterschiedliche Zeitverläufe erstreckt –
quasi ein Übereinanderlagern verschiedener "Grooves".


Thomas Müller

"GEHEN, Fragment" für Violine, Violoncello und Klarinette (1989, Auftragswerk des "ensemble
für neue musik zürich")
"GEHEN, Fragment" ist der Versuch, mittels streng verquerer Satztechnik absolut verbrauchtem Klangmaterial und
entleerten syntaktischen Redewendungen, also "Schrott", eine Art expressiver Substanz abzugewinnen, welche sich
auf eine nicht einwandfrei funktionierende Vitalität beruft. Strukturelle Abläufe im Kleinen wie im Grossen sind
dem entsprechenden Text "Gehen" von Thomas Bernhard nachempfunden: Denken, also Gehen, Gehen, also
Denken... eine Unmöglichkeit, welche vielleicht doch irgendwann mal in Heiterkeit umschlägt. (Th.M.)
Gehen. In Gang kommen, absichtslos. Stillstand. Schlendern (beiläufig gezwungen). Stillstand. In Gang kommen,
gehen. Gehen. Keine Rettungsanker, keine Landschaft, die Bäume kahl: der Wind weht: flussaufwärts neue
Gedanken. (Thomas Bernhard).


"QUINTETT" (J’en ai perdu le souvenir) für Flöte, Klarinette, Vio¬line, Violoncello und Klavier
(1997, Auftragswerk des "ensemble für neue musik zürich")
Neben einer elementaren Rhythmik sind einerseits Quarten, Quinten und grosse Terz/kleine Sekunde favorisiert,
andererseits geistern Reste von Periodik und kadenziellen Vorgängen aus Franz Schubert's Lied "Ave Maria"
herum, welches mittels verschiedener Verzerrungsmöglichkeiten (Verhallung, harmonische Austrocknung, zeitliche
Komprimierung/Zerdehnung usf.) natürlich nicht wiederzuerkennen ist, sondern als eine Art Steinbruch diente. Die
quasi "buchstabierende" Art der Notation (jeder Sekundenschlag ist ein Takt, bei einfachster rhythmischer
Unterteilung bzw. Notation von Tönen längerer Dauer) will den Klang so in einer elementaren Auffassung von Zeit
festnageln, dass er noch einmal seine alte Leuchtkraft entfaltet, ohne gleich verbrauchten syntaktischen Mustern zu
verfallen. (Th.M.)


ZWEI SEQUENZEN“: Stehstelle/Gehstelle“ für Klarinette, Violine, Violoncello, Klavier und drei
Posaunen. (1993, Auftrag der Musikkommission Basel Stadt)
Das Gegensatzpaar der „Zwei Sequenzen“ sind Musik polemischer Ausrichtung. „Stehstelle“ vermeidet jegliche
Prozessualität durch konsequente Verhinderung von möglichen logischen, also linearen Formbezügen. Maximal
zwei Sekunden dauernde Hyperaktivität setzt gerichtete Energie frei, welche durch die folgende Zeitstauung an ihrer
emphatischen Entfaltung gehindert werden. Ihre innere, instrumental bedingte labile Fluktuation setzt der quasi
unterdrückten „Aussage“ so einen zwar ungerichteten, aber expressiv aufgeladenen Erwartungsraum entgegen.
„Gehstelle“ realisiert äussere Bewegung als eigentliche innere Statik. Die charakteristisch „kurlige“ Laufbewegung
besteht aus einer derart diffusen inneren Zusammensetzung und rythmisch eindimensionalen Laufrichtung, dass sich
die Musik kaum zu mehr als einem potentiell nicht endenden Auftakt zu einem bissigen Etwas verfestigen kann. Zur
Vermittlung von Kampfgeist und Erhabenheit gleichermassen prädestiniert, stehen die drei schlaffen Posaunen
zwischen Stuhl und Bank, in ihrer Art affirmative Finalwirkung möglicherweise unterlaufend.


Christoph Neidhöfer
Geboren 1967. Studium an der Musikhochschule Basel mit den Hauptfächern Komposition (Rudolf Kelterborn), Musiktheorie (Roland Moser), Klavier (Jean-Jacques Dünki) und Dirigieren (Wilfried Boettcher). Als Fulbright-Stipendiat setzte Christoph Neidhöfer seine Studien in den USA an der Harvard University fort, wo er sich insbesondere musiktheoretischen Studien bei David Lewin widmete und 1999 mit einer Dissertation über das Spätwerk von Igor Strawinsky promovierte. Für seine kompositorische und pianistische Tätigkeit erhielt Christoph Neidhöfer verschiedene Preise und Auszeichnungen, unter anderem Kranichsteiner Musikpreis Darmstadt 1994 (Klavierduo), erster Preis beim Orchester-Kompositionswettbewerb in Besançon 1994, Stipendienpreis der Darmstädter Ferienkurse 1996 und Akiyoshidai International Composition Award, Japan, 1997. Von 1994 bis 1999 lehrte Christoph Neidhöfer an der Harvard University als Teaching Assistant musiktheoretische Fächer. Seit 1999 ist er Dozent für Musiktheorie und Komposition an der McGill University in Montréal (Canada).

Andrea Scartazzini
Geboren 1971. Studium der Germanistik und Italianistik an der Universität Basel. Kompositionsstudium bei Rudolf Kelterborn, Basel, und Wolfgang Rihm, Karlsruhe. 1999/2000 Studiensemester an der Royal Academy of Music London (Stipendium der Zuger Kulturstiftung Landis & Gyr). Mehrfach Zeichen der Anerkennung, so u.a. die Jakob Burckhardt Auszeichnung der Johann Wolfgang von Goethe Stiftung Basel, der Studienpreis der Ernst von Siemens Stiftung München und der Kulturförderpreis der Alexander Clavel Stiftung. Aufführungen im In- und Ausland, u.a. an den Salzburger Osterfestspielen 2000. Im September 2001 Uraufführung eines Werkes durch Jürg Henneberger und das Ensemble Phœnix Basel im Rahmen des „Lucerne Festival“.

Dieter Ammann
Geboren 1962. Seit frühester Jugend musikalische Betätigung in Form von Hausmusik. Mit 5 Jahren erster Klavierunterricht, später auf autodidaktischem Weg Trompete, während des Gymnasiums (nebst Klavier) auch Gitarre. Ab 1982 Studium an der Musikhochschule Luzern. Parallel dazu: 1983-84 Jazzschule Bern (allgemeine Abteilung), 1986 Aufenthalt in Berlin als freischaffender Musiker (v.a. improvisierte Musik), 1988-92 Studium für Theorie und Komposition an der Musikakademie Basel (R. Moser, D. Müller-Siemens). Ab 1990 Beginn der Kompositionstätigkeit, Meisterkurse bei W. Rihm, W. Lutoslawski, D. Schnebel, N. Castiglioni. In den 80er Jahren Auslandtourneen als Sideman oder mit eigenen Formationen (z.B. Jazzfestivals Köln, Brüssel, Willisau, Lugano etc.). Diverse Plattenaufnah¬men. Diverse Auszeichnungen und Stipendien (Hauptpreis am "International Competition for Com¬posers" [in honour of L. Berio] der IBLA-Foundation New York/Ragusa, 1998 Gewinner des Franz Liszt-Stipendiums der Hochschule für Musik "Franz Liszt" und der Weimar 1999 Kulturstadt Europa GmbH).Schreibt wenig, weil langsam.

Thomas Müller
Geboren 1953. 1974 Studium der Kirchenmusik an der ASK in Luzern; gleichzeitig Klavierlehrdiplom bei Bernhard Billeter am Konservatorium Luzern. 1976 Kurzstudium bei Hans Ulrich Lehmann, 1977-79 Kompositionsstudium bei Helmut Lachenmann an der MHS Hannover; dort auch Kurse in elektro¬akustischer Musik bei Ladislav Kupkovic. 1981-83 Studien bei Klaus Huber an der MHS Freiburg im Breisgau. 1980-83 Lehrdiplom für Theorie und Komposition bei Jacques Wildberger an der MHS Basel. Diverse Förderungsbeiträge und Auszeichnungen;
1992 und 1997 Werkjahre der Stadt Zürich. 1993 Conrad Ferdinand Meyer-Preis. 1988-97 Mitarbeit in der experimentellen Konzeptionsgruppe "Schief¬rund" zusammen mit Hans-Niklas Kuhn und Peter Sonderegger von alter/neuer Musik mit aktuellen Beiträgen aus geistesgeschichtlichen und verwandten ästhetischen Bereichen zu Denken und Handwerk; enorm öffnender und prägender Einfluss.
 
         

ARCHIV 2000

   

Dezember

         
 8.-  
31.122000
20:00   Theaterhaus Gessnerallee Zürich

AUFSTAND DER SCHWINGBESEN
Operette in zwei Akten
Uraufführung

Musik: Daniel Fueter
Libretto: Thomas Hürlimann
Musikalische Leitung: Jürg Henneberger
Regie: Albrecht Hirche

am 8. Dezember 2000 um 20 Uhr im Theaterhaus Gessnerallee

In Aufstand der Schwingbesen erzählen Thomas Hürlimann und Daniel Fueter wieder einmal ganz neu die Geschichte von der Liebe und ihrem Verfallsdatum, von der emotionalen Versehrtheit und, weil es eine Operette ist, ihrer Ueberwindung. Und das ensemble für neue musik zürich bewegt sich auf dem Plüschterrain der altehrwürdigen Operette, als sei das überhaupt nicht befremdlich.


Er: David Thorner
Sie: Jeannine Hirzel
Die Dinge: Luiz Alves da Silva
Martina Bovet
Eva Nievergelt
Sylvia Nopper

Das Orchester und
viel Geräusche „ensemble für neue musik zürich“
Hans-Peter Frehner
Hansruedi Bissegger
Urs Bumbacher
Alexander Kionke
Viktor Müller
Matthias Eser/Daniel Buess


Kostüme/Dramat.: Katrin Krumbein

Bühne: Alain Rappaport

Spielort: Theaterhaus Gessnerallee (Co-Produktion)

Produktion: Hans-Peter Frehnr/Lisbeth Märkli (Verein ensemble für
neue musik zürich/SZENE


Premiere: 8. Dezember, 20 Uhr
Weitere Spieldaten: 9., 13., 15., 16., 19., 20., 28., 29., 30., 31. Dezember


ensemble für neue musik zürich/DIE SZENE ZÜRICH
 
         

August

         
24.08.2000 20:00   Lenzburg

Richard Meale (AUS)
incredible Floridas EA

Liza Lim
-Veil fl,kl,tp,p,perc,vl,vc
-Diabolical birds fl,kl,p,perc,vl,vc,
-the Heart’s Ear flkl,2vl,va,vc

frehner,bissegger,gilfry,müller,haas,bumbacher,müller,zgraggen,brunner
leitg. Henneberger

ensemble für neue musik zürich

Hans Peter Frehner/
Flöte
Hansruedi Bissegger
/Klarinette
Bill Gilfry/Trompete
Urs Bumbacher
/Violine
Christian Zgraggen/Viola
Samuel Brunner
/Violoncello
Viktor Müller
/Piano
Lorenz Haas/Perkussion


Jürg Henneberger/Leitung
         

Juni

         
19.06.2000
18.06.2000
17.06.2000
20:00
20:00
20:00
  Kirche, La Chaux de Fonds
Basel, Casino Festsaal
Kantonsschule Stadelhofen

Peter Gahn (D) mit geliehener Aussicht für Ensemble UA
Andrea Scartazzini (CH) in Giro für drei Instrumentalgrupen UA
Hanspeter Kyburz (CH) Diptychon für zwei Ensembles EA
NeuNoNeit (D) Sinfoniae IX Heimspiel J.H und dem ensemble zum 15.UA
Nadir Vassena (CH) come danze di pietra corpi d’aqua für ensemble UA
Iannis Xenakis (G) Alax für 3 Ensembles

Ensemble für neue musik zürich, Ensemble Phoenix Basel, Nouvel Ensemble Contemporain La Chaux de Fonds, leitg. henneberger, monot
         
         
 8.06.2000 20:00   Konservatorium, Zürich

Diplom Konzert Raphael Camenisch

Hanspeter Kyburz "Cells" Sx-solo, flob,kl,2perc,p,vl,va,vc,kb

Raphael Camenisch/Saxophohn
Hanspeter Frehner/Flöte
Bruno Luisoni/Oboe
David Hefti/Klarinette
Daniel Buess/Schlagzeug
Thomas Dobler/Schlagzeug
Michael Arbenz/Klavier
Urs Bumbacher/Violinr
Patrick Jüdt/Viola
Samuel Brunner/Violoncello
Dominique Girod/Kontrabass

Jürg Henneberger/Leitung
         

Mai

         
27.05.2000 20:00   Kunsthaus Zürich Vortragssaal

Franz Furrer Münch
“..hier auf dieser Strasse, von der sie sagen, das sie schön sei..” 1993
Singstimme,fl,vc,4Pauken
“von weit/schreiben ins Meer” 1999 UA Stimme,fl,kl,vl,vc,p,4perc
“von dort nach dort” percensemble,p,mharm

ensemble für neue musik zürich
Hans Peter Frehner/
Flöte
Hansruedi Bissegger
/Klarinette
Urs Bumbacher
/Violine
Samuel Brunner
/Violoncello
Viktor Müller
/Piano

Schweizer Schlagzeug Ensemble
Matthias Eser
/Percussion
Lorenz Haas/Percussion
Martin Lorenz/Percussion
Thomas Dobler/Percussion

Rosmarie Hardy/Sopran

Edwin Hostettler/Mundharmonika

Jürg Henneberger/Leitung
         
         
 7.05.2000
 5.-  
 5.05.2000
11:00
19:30
  Zürich, blinde kuh
Zürich, blinde kuh

Dialog II im Dunkel
Konzept Matthias Eser

ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner/Flöte
Hansruedi Bissegger/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Samuel Brunner/Cello
Viktor Müller/Piano
Matthias Eser/Percussion
 
         

März

         
 5.-  
11.03.2000
20:00   SEV Halle Zürich

Das Höllenbild

Regie:Joachim Schlömer,
Leitung Jürg Henneberger/Johannes Harneitarneit,
Bühne: Jens Kilian,
Licht: Lutz Deppe

Meiji Makino/Vox
Tetsuro Kitamura/Vox
Jean Knutti/Vox
Jean-Guillaume Weis/Tanz
Silja Clemens/Spiel

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöte
Hansruedi Bissegger/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Samuel Brunner/Violoncello
Matthias Eser/Percussion
Viktor Müller/Piano
         

Februar

         
25.02.2000
24.02.2000
20:00
20:00
  Kunsthaus, Zürich Vortragssaal
Köln, Konzertsaal

Liza Lim
"The Heart's Ear" 1997
Flöte/Piccolo, Klarinette, 2 Violinen, Viola, Violoncello

Brian Ferneyhough
"Mort Subite" 1990
Piccolo, Klarinette, Piano, Vibraphon

Liza Lim
"Voodoo Child" 1989
Sopran, Flöte/Piccolo, Klarinette, Violine, Violoncello, Posaune, Schlagzeug, Piano

PAUSE

Liza Lim
"Diabolical Birds" 1990
Piccolo, Bassklarinette, Piano, Violine, Violoncello, Vibraphone

Harrison Birtwistle
"Songs by Myself" 1981
Sopran, Flöte/Piccolo, Klarinette, Violine, Violoncello, Posaune, Schlagzeug, Piano

Liza Lim
"Veil" 1999, Uraufführung
Flöte/Bassflöte, Klarinette/Bassklarinette, Trompete, Piano, Schlagzeug, Violine, Violoncello


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöte
Hansruedi Bissegger/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Samuel Brunner/Violoncello
Lorenz Haas/Percussion
Viktor Müller/Piano


Gäste:
Bill Gilfry Trompete
David Bruchez Posaune
Daniela Müller Violine
Monika Clemann Viola
Dominik Girod Kontrabass

Sylvia Nopper Sopran
Jürg Henneberger Leitung
Bruno Bissegger Licht
         

Januar

         
18.01.2000 20:00   Winterthur, Konservatorium

Mathias Steinauer (CH) “rumori cardiaci” op.13 (1996) fl,kl,vl,vc,p,
“omaggio ad italo calvino”op.10b (1994) kl,vl,vc,p,

hans-peter frehner/Flöte
Hansruedi Bissegger/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Samuel Brunner/Cello
Dominik Blum/Klavier
Bruno Stöckli/Leitung
         

ARCHIV 1999

   

Dezember

         
18.12.1999 20:00   kunsthaus Zürich Vortragssaal

Dieter Ammann (CH)
“notorisch motorisch” (1991) vox,vib,vl,vc,p,perc,schlz,

“Violation” (1999) UA solocello,fl,kl,vl,vc,p,perc,

”piece for cello” (1994/98) vc

”the freedom of speech” (1996) fl,kl,vl,vc,p,perc,

David Rniker/Solo Cello
,frehner,bissegger,bumbacher,brunner,müller,lorenz signer,Regula Schneider/Stimme
leitg. henneberger
ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner/Flöte
Hansruedi Bisseger/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Samuel Brunner/Violoncello
Martin Lorenz/Schlagzeug
Remo Signer/Schlagzeug
Viktor Müller/Klavier

Regula Schneider/Stimme

Jürg Henneberger/Leitung
         

November

         
26.11.1999
25.11.1999
24.11.1999
20:00
20:00
20:00
  kunsthaus, Zürich Vortragssaal
kunsthaus, Zürich Vortragssaal
Zug, Casino

50 Jahre Kammersprechchor Zürich

Daniel Mouthon (CH)
“Interview mit köstlichen”UA
Kammersprechchor und fl,kl,hn,2perc,keyb,p,egit,vl,vc,

Hans-Peter Frehner/Flöte
Hansruedi Bisseger/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Samuel Brunner/Violoncello
Matthias Eser/Scxhlagzeug
Remo Signer/Schlagzeug
Nik Bärtsch/Klavier
Philipp Schaufelberger/E-Gitarre

Bernhard Erner/Leitung
Richard Merz/Sprachregie
         

Oktober

         
 7.10.1999 20:00   Kunsthaus Zürich Vortragssaal

ensemble für neue musik zürich

Hans Peter Frehner/Flöte
Hansruedi Bissegger/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Samuel Brunner/Violoncello
Viktor Müller/Piano

Gäste:
Lorenz Haas/Percussion
Markus Hochuli/Gitarre solo
Monika Clemann/Viola
Dirk Amrein/Posaune
Bill Gilfry/Trompete
Johannes Schöllhorn/Sprecher

Leitung/Jürg Henneberger


Bruno Stöckli
„Getönt“ UA
Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Piano, Percussion

„Rest“ UA
Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Piano



Johannes Schöllhorn
„berstend-starr“
Flöte, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello, Piano, Percussion¨

Damenstimmen
für Sprecher und Klavier

„Tiento“ EA
Gitarre solo, Flöte, Klarinette, Trompete, Posaune, Piano, Violine, Violoncello



Bruno Stöckli

Bruno Stöckli (1960) studierte am Konservatorium Zürich Horn, Klavier
und Bratsche. Er absolvierte die Kapellmeisterausbildung an der Musik-
Hochschule Basel und studierte Orchesterleitung u.a. bei Antal Dorati,
Horst Stein und Lothar Zagrosek. Parallel dazu besuchte er Kompositions-
kurse bei H.U.Lehmann und nahm an Kompositions-Workshops von
Mauricio Kagel und Luciano Berio teil. Er erhielt mehrere Auszeichnungen
für seine Tätigkeit als Komponist sowie als Dirigent.

„getönt“
Flöte, Bassklarinette, Violine, Violoncello, Klavier Percussion
gewidmet dem ensemble für neue musik zürich von Bruno Stöckli

Nr. 1 Qin
Nr. 2 Augenblick
Nr. 3 Flatterbinse
Nr. 4 36 Dinge
Nr. 5 Zwei Albumblätter für Yaoshan Weiyan (751 – 834)
Nr. 6
Nr. 7 Gruss an A. Webern (1883 – 1945)
Nr. 8 für W. Schulze (1913-1951)
Nr. 9
Nr. 10


„Rest“
Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello,Piano

Nr. 1 – 4



Pause



Johannes Schöllhorn
Geboren 1962 in Murnau, studierte bei Klaus Huber, Emanuel Nunes und Mathias Spalinger Komposition, Musiktheorie bei Peter Förtig und besuchte mehrere Dirigierkurse bei Peter Eötvös. Er erhielt mehrfach Preise und Auszeichnungen bei Kompositionswettbewerben und war Stipendiat der H. Strobel-Stiftung des SWF, der Gaudeamus Foundation und der Kunststiftung Baden Württemberg. Er unterrichtet Komposition, Musiktheorie und Kammermusik an der Musikhochschule Winterthur und ist Leiter des Ensembles für Neue Musik an der Musikhochschule Freiburg. Erhielt Aufträge von „ensemble recherche“, Ensemble Modern,franz. Kulturministerium, WDR, ensemble intercontemporain

„berstend-starr“
Flöte, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello, Piano, Percussion

Das Dilemma jeden Veruschs, schnelle Bewegung fotografisch sichtbar zu machen, ist bereits unlösbar im Prinzip der Fotografie angedeutet. Denn Fotografieren ist ein bildliches Festmachen von Abläuten. Ab surderweise werden also Geschwindigkeit oder Bewegung am Besten dadurch ersichtlich, dass sie >eingefroren < werden.
(du – die Zeitschrift der Kultur: Geschwindigkeit – der
überhitzte Augenblick)
Das Begriffspaar „berstend-starr“ bildet den Ausgangspunkt der Arbeit. Die inneren Spannungen des Titels, die gegensei-tige Abhängigkeit der Begriffe „berstend“ & „starr“ wurde durch eine regeltreue, aber den ungeschriebenen Gesetzen der Boulezschen Asthetik entgegenstehende Interpretation zum Gegenstand des Stücks. Verletzt werden diese Gesetze nicht durch simples Nichtbeachten, sondern es werden aus dem Material Dinge hervorgelockt, die scheinbar nicht darin stecken und dem ungeschriebenen Regelwerk offenkundig widersprechen. Ziemlich pauschal formuliert war dabei das Ziel der Arbeit, die „Starre“ der Boulezschen Vorlage durch „Starre“ zum „Bersten“ zu bringen, ähnlich wie in C.D. Friedrichs „Eismeer“ die Eisschollen so zusammengepresst werden bis sie zerbrechen. Dabei treffen sich Komponist und Bearbeiter auf imaginäre Weise, widersprechen und bestätigen sich, - oder gehen einfach aneinander vorbei. Dazu tritt eine weitere Person, Andre Breton, der nicht nur über sein Begriffspaar „berstend-starr“ zu einem Katalysator der Arbeit wurde, so dass endlich sich wohl circa dreierlei Asthetiken im Stück finden lassen:
„Wie können wir wissen, wovon der Schatten ein Schatten ist?“
H. Wittgenstein)

„Damenstimmen“
für Sprecher und Klavier

„(...) Sie sass unter ihrem von Picasso gemalten Portrait in der Rue de Fleurus und erzählte ausgiebig, die Strümpfe bis auf die Knöchel heruntergerollt, eine prachtvolle, feierliche Kamee an ihrem prachtvollen, feierlichen Busen, so, solide und selbstsicher wie ein Fels, mit einem Gesicht, das >nahezu< unvergänglich war. Als eine der ersten hatte sie Picasso und die Musik Schönbergs und Mahlers gewürdigt. Jetzt gestand sie „eine Schwäche für Hemingway“ und, in geringerem Masse, für die liebenswürdige Geschmeidigkeit Sherwood Andersons ein. Sie umgab sich mit unbekannten Jungen, die literarische Ambitionen hatten. In erster Linie förderte sie sich selbst. So sagte sie: „Ich und Jenry James....“
Djuna Barnes – Klagelied auf das linke Ufer, in:
Paris, Joyce, Paris)



„Tiento“
für Gitarre solo, Flöte, Klarinette, Trompete, Posaune, Piano, Violine, Violoncello

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts fand die noch junge Entwicklung der „reinen“ Instrumentalmusik im Prinzip der Fantasie (wie bei der Fuge kann man bei der Fantasie weniger von einer äusserlich festen Form als von einem durch das ganze Stück wirksamen Prinzip sprechen) zu einen wichtigen Höhepunkt. Vor allem die Fantasien über die Töne des Hexachords (mit dem cantus firmus „ut re mi fa sol la“) und anderen häufig auftretenden cantus firmus eröffneten sich dem Komponisten ungeahnte, neue Möglichkeiten.
Im Zentrum meines Stücks steht zunächst der Begriff des „tiento“ (span., von tenar befühlen, tasten, suchen): die leichte Berührung der Saite, des Instruments, der Instrumente untereinander und – damit zusammenhängend – die verschiedensten Transformationen gitarrentypischer Artikulationsweisen. Vom Soloinstrument Gitarre, dessen Klangfarbe eine Brücke zur Lautenmusik der Spätrenaissance bildet, ist die gesamte Faktur der übrigen Instrumente abgeleitet. Sie wird zum beweglichen Zentrum des Ensembles, von dem unterschiedlichste Fäden zu den übrigen Instrumenten gespannt werden.
Für „tiento“ wurde eine ältere Komposition quais als cantus firmus aufgegriffen und neu ausgearbeitet. Zwei Aspekte der Fantasie treten dabei in den Vordergrund: zum Einen sind die Formteile des Stücks auf historische Fantasie-Vorlagen bezogen (zum Beispiel von John Dowland, John Bull oder Robert Parsons). Diese bilden
„Referentiale“, zu denen sich das Stück auf sehr unterschiedliche Weisen in Beziehung setzt: von der Uebernahme eines Aspekts bis hin zum wörtlichen Zitat. Andererseits gibt es eine prinzipielle Beziehung, da das Stück mit der Spannung zwischen der Freiheit des Einfalls und der kunstvollen Regelbefolgung, die für die Fantasien der Spätrenaissance charakteristisch ist, arbeitet.
         

September

         
17.09.1999 20:00   Zürich, kleiner Tonhallesaal

REZITAL Werner Bärtschi

9 Uraufführungen von

Mario Beretta
Claudia Ulla Binder
Regina Irman
Hans Ulrich Lehmann
Christian Röösli
Martin Schmid
Bruno Spörri
Ulrich Stranz
Jannis Weggenmann,


ensemble für neue musik zürich
Hans Peter Frehner/
Flöte
Hansruedi Bissegger
/Klarinette
Urs Bumbacher
/Violine
Samuel Brunner
/Violoncello
Viktor Müller
/Piano
Matthias Eser
/Percussion

Bruno Stöckli/Leitung
         
         
 9.09.1999
 7.09.1999
 3.09.1999
20:00
20:00
20:00
  Guangzhou, Xinghai Concert Hall
Peking, China Conservatory
Peking, Concert Hall

CHINA TOUR

Georg Crumb “Dream Sequence” fl/kl/vl/vc/p/prc
Liza Lim (Aus) “Diabolical Birds” fl/kl/vl/vc/p/vib
Mathias Steinauer(CH) “Omaggio ad Italo Calvino” kl/vl/Vc/perc
Nadir Vassena(CH) Tryptich-Cruzifixion) solovl/fl/kl/vc/p
Wen Deqing(CH/China) “Divination” fl/kl/vl/vc/p/perc

ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner/Flöte
Hansruedi Bisseger/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Samuel Brunner/Violoncello
Matthias Eser/Schlagzeug
Viktor Müller/Klavier

Jürg Henneberger/Leitung
 
         

Mai

         
30.05.1999 20:00   Bamberg, Konzerthalle

Tage für Neue Musik Bamberg

Georg Crumb (USA)
“Dream Sequence” vl/vc/perc/gl,harm

John Cage (USA)
“five”

Thomas Müller (CH)
“Quintett” fl/kl/vl/vc/pf

Lukas Langlotz (CH)
“Fixierungen” fl/kl/vl/vc/p/perc

Elliott Carter (USA)
“Triple-Duo” fl/kl/vl/vc/p/perc


ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner/Flöte
Hansruedi Bisseger/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Samuel Brunner/Violoncello
Matthias Eser/Schlagzeug
Viktor Müller/Klavier

Jürg Henneberger/Leitung
 
         
         
20.05.1999 20:00   Kunsthaus Zürich Vortragssaal

Thomas Müller (CH)
“Vorwärts/Rückwärtsbewegungen”
“Quintett” fl/kl/vl/vc/p
“Sequenzen” kl/3pos/vl/vc/p
“percsolo” UA

Iannis Xenakis
“Tauriphanie”
“Voyage absolu des Unari vers Andromède”

ensemble für neue musik zürich
Hans Peter Frehner/
Flöte
Roland Dahinden/Pos
David Bruchez/Pos
Dirk Amrein/Pos
Hansruedi Bissegger
/Klarinette
Urs Bumbacher
/Violine
Samuel Brunner
/Violoncello
Viktor Müller
/Piano
Martin Lorenz
/Percussion

Jürg Henneberger/Leitung
         

April

         
17.04.1999
15.04.1999
13.04.1999
18:00
20:00
20:00
  Odessa, Festival 2D2N
Lviv, Konzertsaal Musikhochschule
Kiev, Philharmonie

Sergei Piljutikov (Ukr) “Quartett” kl/vl/vc/p
Jewhen Stankovytch(Ukr) “Music of the Moon Forest” vl/vc/p
Nadir Vassena (CH) “Triptych Cruzifixion” vlsolo/fl/kl/vc/p
Matthias Stainauer(CH) “Omaggio ad Italo Scalvino” kl/vl/vc/p

frehner/bissegger/bumbacher/zeller/müller/henneberger
ensemble für neue musik zürich
Hans Peter Frehner/
Flöte
Hansruedi Bissegger
/Klarinette
Urs Bumbacher
/Violine
Martin Zeller
/Violoncello
Viktor Müller
/Piano


Jürg Henneberger/Leitung
 
         

März

         
19.03.1999 20:00   Zürich, Helmhaus

EDU HAUBENSAK
gesammelte Kompositionen der 90er Jahre



ensemble für neue musik zürich
Hans Peter Frehner Flöte
Hansruedi Bissegger Klarinette
Urs Bumbacher Violine
Samuel Brunner Violoncello
Matthias Eser Percussion
Gäste
Monika Clemann Viola
Raphael Camenisch Saxophon
Sylvia Nopper Sopran

EDU HAUBENSAK
Deux Mondes 1996
Marimbaphon, Gongs
Schöner Wolf 1995
Altsasxophon, Viola
Tones 1997
Musik für 3 - 7 Instrumente Flöte, Klarinette, Saxophon, Violine, Viola, Violoncello, Percussion
Vertikale Horizonte 1998
Uraufführung Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello
Gestes 1991
Saxophon, Percussion
Streichtrio I - III 1992 -1996
Violine, Viola, Violoncello
Sechs Walserminiaturen 1996
Sopran und Violine

EDU HAUBENSAK
Geboren 1954 in Helsinki. Musikalische Ausbildung in Theorie und Komposition an der Musikakademie in Basel 1975 -79. 1984/85 Gast und Stipendiat am Istituto Svizzero in Rom. Erster Preis am Int. Komponistenseminar in Boswil 1984. Mitbegründer der Konzertreihe "Fabrikkomposition" in der Roten Fabrik Zürich (81-89). Intensive Beschäftigung mit neu gestimmten Instrumenten. Kompositions- und Meisterkurse bei Heinz Holliger und Klaus Huber. 1994 Werkjahr der Stadt Zürich. Rundfunkproduktionen. Das Werkverzeichnis umfasst vokale und instrumentale Orchesterund Kammermusik, musikszenische und radiophone Werke, sowie Konzeptkompositionen, Performances und Klanginstallationen. Lebt und arbeitet in Zürich.

Deux Mondes (1996)
Marimbaphon, Gongs

Zwei Welten, das sind in dieser Komposition zwei Zeitempfindungen oder zwei Zeitdeutungen, die mit schnell und langsam zu einfach definiert wären. Die eine Welt verlangt ein virtuoses Spielen quasi ausserhalb der Zeit, die andere Welt zeigt einen grösseren, nichtmetrisch gegliederten Zeitraum mittels räumlicher Notation. Diese horizontale Gliederung der Zeit in zwei Abschnitte -zwei Welten- wird auch im vertikalen Geschehen deutlich gemacht durch die Wahl von harten und weichen Schlegeln, den beiden Klangfarben Marimba und Gong, die teilweise ausserhalb des temperierten Systems erklingen. Dashochkomplexe Obertonspektrum der Gong kreuzt sich mit dem deutlich engeren,aber spezifischeren der Marimba... geschlagenes Holz, geschlagenes Metall - "Deux Mondes".

Schöner Wolf (1995)
Altsaxophon, Viola

Grosse Augen in fragenden Gesichtern: "Schöner Wolf" als Titel eines Musik- stücks ist ungewohnt. Dem bösen Wolf in unseren Märchen, dem Wolf im Hund, der Wolfsmutter, der Bestie, dem Wolf im Schafspelz usw. begegnete man seit je mit vagem Vertrauen. Das ambivalente Gefühl von Freund und Feind zeigt sich auch in diesem Duo für Altsaxophon und Viola. Das Heterogene der Be- setzung , die deutlich verschiedenen Klagfarben sollten sich idealerweise in neuen Intervallen mischen. Die um 1/3 Ganzton erhöhte Grundstimmung der Viola ergibt eine ungewohnte vertikale Farbe. Das kreisende der Komposition - - ihre Horizontalität - lässt die einzelnen Töne in ständig erneuertem Licht er- scheinen. Wolfstöne, oder genauer der Wolfston eines Instrumentes, auch die Wolfsquinte sind als Begriffe in der Musikterminologie seit der Renaissance bekannt. Im Duo "Schöner Wolf" gibt es scheinbar reine und unreine, scheinbar richtige und falsche Töne, sicher aber schöne "verschmutzte " Wolfsquinten, die man früher verwarf. Lassen wir sie kreisen.

Tones (1997) Musik für 3 - 7 Instrumente
Flöte, Klarinette, Saxophon, Violine, Viola, Violoncello, Percussion

Tones - Einzeltöne - eingepackt in Stille - isolierte Zeit : eine Musik, die vollständig in sich selbst ruht, ein statisches, aber bewegtes Gebilde, das jede horizontal entfaltende und vertikal gleichzeitge Klangbildung zulässt.

Vertikale Horizonte (1998) Uraufführung
Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello

Auftragswerk des ensemble für neue musik zürich Eine Musik sich vorzustellen, die grundsätzlich von der herkömmlichen Stimmung der Instrumente abweicht, ist für mein Komponieren zentral geworden. Das Quartett "Vertikale Horizonte" für Flöte, Klarinette, Violine und Violoncello besteht aus zwei Luftsäulen und acht schwingenden Saiten, deren Grundstimmung gegeneinander verschoben und verändert wurde. Die konsonantesten Intervalle, die Oktave und die Quint sind in dieser Komposition die konstitutiven musikalischen Elemente. Die scheinbare lineare Einfachheit wird durch die individualisierte Stimmung in komplexere Zusammenhänge gestellt. Diese paradoxen Differenzen sind in der vertikalen, harmonischen Qualität besonders deutlich als Veränderungen der Farbigkeit wahrnehmbar und eröffnen neue Horizonte . . .

Gestes (1991)
Saxophon, Percussion

Gestes deutet auf das Einzelne, Abrupte, Einfache, Schnörkellose, Kurze, Wache Entwicklungslose, Hervorschnellende, Abgespeckte und stille Konzentrat im Moment.

Streichtrio I, II III (1992-1996)
Violine, Viola, Violoncello

Die Frage nach dem richtigen oder falschen Ton ist bei Streichern eine Alltäglichkeit. Beim Spiel auf den imaginären eingeübten Skalen, werden temperierte und reine Inter- valle im kammermusikalischen Zusammenspiel intoniert und erprobt. Die Skordatur des Streichtrios I verlangt eine Veränderung der Grundstimmung von Violine und Violoncello. Die Violine stimmt ihre Saiten 33 cents oder ein Sechstelton höher als die Viola, während das Violoncello die Saiten um denselben Wert tiefer als die Bratsche stimmt. In diesem Kontext ist kein Intervall zwischen den Instrumentalisten herkömmlich vertraut. Das bewusste Verharren in der gewohnten Spielweise erzeugt im vertikalen harmonischen Hörresultat neue Konstellationen des Zusammenklangs. In Streichertrio II und III verändern die Interpreten die Stimmung ihrer Instrumente fortlaufend während des Spiels. Das teilkontrollierte Herunter- und Heraufstimmen aller 12 Saiten ergibt ständig sich verändernde harmonische Situationen, die an jedem Konzert und in jeder Probe anders ausfällt. Langsame Entwicklungen, Glissandi und leere Saiten konstituieren die Textur der drei Kompositionen.

Sechs Walserminiaturen (1996)
Sopran und Violoncello

Robert Walsers Aphorismen - er nennt sie Sätze - tauchten mir unverhofft während der nächtlichen Lektüre zwischen seinen Prosastücken auf. Die an einem Tag entstandenen kompositorischen Skizzen wurden graphisch und verbal fixiert (gezeichnet), später aus- gedeutet (kristallisiert) und in eine präzise Notation gesetzt. Der Interpretation des Textes entsprechend sind die melodischen Schritte der Frauenstimme oftmals mikrotonal, in kleinsten Intervallen auszuführen. Die Violine wird für die sechste Miniatur umgestimmt und es erscheinen neue, abgründige harmonische Situationen und Reibungen zwischen den Saiten und dem Gesang. Walsers Texte in Musik zu setzen, sie in die Höhe zu heben und deren Tiefe auszuhalten, erfüllte mich mit einer "sehr feinen Freude".
         
         
 7.-  
15.05.1999
20:00   Gare du Nord, Basel

Lustige Witwe

Regie H.Wernicke

Theater Basel

frehner/bissegger/bumbacher/brunner/eser/haas/müller/harneit/henneberger
 
         

Januar

         
22.01.1999 20:00   Konservatorium, Zürich

Hanspeter Kyburz “Danse Aveugle” fl/kl/vl/vc/p
“Cells” sxsolo/fl/ob/kl/p/2perc/vl/va/vc/kb
“Parts” fl/ob/2kl/2hn/2pos/git/hf/p/3perc/2vl/va/vc/kb

ensemble für neue musik zürich
Hans Peter Frehner/
Flöte
Urs Bumbacher
/Violine
Samuel Brunner
/Violoncello
Matthias Eser
/Percussion

Gäste:

Matthias Arter/Oboe
Rita Meier/Klarinette
Martin Winiger/Klarinette

Lorenz Raths/Horn
Heiner Wanner/Horn
Stefan Keller/Trompete
Lukas Hering/Trompete
Theo Banz/Posaune
David Bruchez/Posaune
Raphael Camenisch/Saxophohn
Lorenz Haas/Schlagzeug
Thomas Dobler/Schlagzeug
Markus Hochuli/Gitarre
Xenia Schindler/Harfe
Michael Arbenz/Piano
Gunhild Hoelscher/Violine
Monika Clemann/Viola
Dominique Girod/Kontrabass

Markus Weiss/Saxophohn
Jürg Henneberger/Leitung
         

ARCHIV 1998

   

November

         
20.11.1998 20:00   St.Petersburg, Festival Hall

Matthias Steinauer (CH) “Omaggio ad Italo Scalvino” kl/vl/vc/p
Nadir Vassena (CH) “Tritych-Cruzifixion” vlsolo/fl/kl/vc/p
Thomas Müller (CH) “Quintett” fl/kl/vl/vc/p
Francesco Hoch (CH) “Suite Palomar” fl/kl/vl/vc/p

ensemble für neue musik zürich

Hans Peter Frehner/
Flöte
Hansruedi Bissegger
/Klarinette
Urs Bumbacher
/Violine
Samuel Brunner
/Violoncello
Dominik Blum/Piano

Bruno Stöckli/Leitung
Jürg Henneberger/Leitung
         
         
18.11.1998
16.11.1998
14.11.1998
20:00
20:00
20:00
  Baku, Musikhochschule
Nischni Novgorod, Musikhochschule
Moskau, Tschaikovsky Konservatorium

Matthias Steinauer (CH) “Omaggio ad Italo Scalvino” kl/vl/vc/p
Nadir Vassena (CH) “Tritych-Cruzifixion” vlsolo/fl/kl/vc/p
Thomas Müller (CH) “Quintett” fl/kl/vl/vc/p
Francesco Hoch (CH) “Suite Palomar” fl/kl/vl/vc/p


ensemble für neue musik zürich
Hans Peter Frehner/
Flöte
Hansruedi Bissegger
/Klarinette
Urs Bumbacher
/Violine
Samuel Brunner
/Violoncello
Dominik Blum/Piano

Bruno Stöckli/Leitung
 
         
         
 5.11.1998 20:00   Konservatorium, Zürich

Annette Schmucki (CH) “Körperkonsistenz,Ausschnitt” fl/kl/vl/va/vc/kb/p/perc
Nadir Vassena (CH) “Triptych-Cruzifixion” UA vl solo/fl/kl/vc/p
Carmen Maria Carneci (Rum) “Semanterion(Toaca)” UA fl/kl/vl/va/vc/p/perc
Sergei Piljutikov (Ukr) “Sextett” fl/kl/vl/vcp/perc

ensemble für neue musik zürich
Hans Peter Frehner/
Flöte
Hansruedi Bissegger
/Klarinette
Urs Bumbacher
/Violine
Monica Clemann/Viola
Samuel Brunner
/Violoncello
Fumio Shirato/Kontrabass
Viktor Müller
/Piano
Dominik Blum/Piano
Matthias Eser
/Percussion
Lorenz Haas/Percussion

Carmen Maria Carneci/Leitung
         

September

         
 4.09.1998 20:00   Kunsthaus Zürich Vortragssaal

Jewhen Stankowych (Ukr) ” es geschah in der Stille nach dem verklingen des Echos..”
Fl/kl/vl/vc/p/perc
Johannes Schöllhorn/ Pierrot Lunaire op.4
Max Kowalski mezzo/fl/kl/vl/vc/p

Jewhen Stankowytch “Aussen – Innen” UA für mezzo/fl/kl/vl/vc/p/perc

frehner/winiger/bumbacher/brunner/müller/eser/ascher/Leitg. henneberger
ensemble für neue musik zürich
Hans Peter Frehner/
Flöte
Hansruedi Bissegger
/Klarinette
Urs Bumbacher
/Violine
Samuel Brunner
/Violoncello
Viktor Müller
/Piano
Matthias Eser
/Percussion

Christina Ascher/Mezzosopran

Jürg Henneberger/Leitung
         

August

         
29.08.1998 20:00   Konservatorium, Zürich

Tan Dun (Ch) Concerto for pizz.Piano and 10 instruments
Dieter Ammann (CH) Freedom of Speech

frehner/davislim/bissegger/bumbacher/clemann/brunner/shirato/hochuli/schindler/
lorenz/müller/Leitg. Santschi/rüfli
 
         

Juni

         
28.06.1998 20:00   SEV Halle Zürich

Noriko Hisada (J) das Höllenbild szenische UA
Text nach dem Roman "Die Hölle" von Ryuhnosuke Akutagawa
deutsche Original-Fassung von Tetsuo Takeishi


ensemble für neue musik zürich
Hans Peter Frehner/
Flöte
Hansruedi Bissegger
/Klarinette
Urs Bumbacher
/Violine
Samuel Brunner
/Violoncello
Viktor Müller
/Piano
Matthias Eser
/Percussion

Naoshi Sekiguchi/Fürst
Jean Knutti/Diener/Maler

Jürg Henneberger/Leitung

Bruno Bissegger/Licht
         
         
18.06.1998 20:00   Konservatorium, Zürich

Louis Andriessen (NL) Zilver fl,cl,vl,vc,mar,vib,p,

ensemble für neue musik zürich
Hans Peter Frehner/
Flöte
Hansruedi Bissegger
/Klarinette
Urs Bumbacher
/Violine
Samuel Brunner
/Violoncello
Viktor Müller
/Piano
Matthias Eser
/Percussion

Nvart Andreassian/Leitung
         

Mai

         
28.05.1998 20:00   Kunsthaus Zürich Vortragssaal

Andreas Weixler (A) Idem III / IdemIV EA fl,cl,vl,vc,p,perc, *
Klaus Dorfegger (A) drei Gefässe EA fl,cl,vl,vc,p,perc, *
Karlheinz Essl (A) Déviation EA fl,cl,vl,vc,p,perc, *
Clemens Gadenstätter (A) Sextett, und die forts....EA fl,cl,vl,vc,p,perc, *
Georg Friedrich Haas (A) Sextett EA fl,cl,vl,vc,p,perc, *

ensemble für neue musik zürich
Hans Peter Frehner/
Flöte
Hansruedi Bissegger
/Klarinette
Urs Bumbacher
/Violine
Samuel Brunner
/Violoncello
Viktor Müller
/Piano
Matthias Eser
/Percussion

Jürg Henneberger/Leitung
         

März

         
28.03.1998 20:00   Zürich, Gewerbemuseum

Dialog im Dunkeln

Impro-Konzept: Matthias Eser

ensemble für neue musik zürich
Hans Peter Frehner/
Flöte
Hansruedi Bissegger
/Klarinette
Samuel Brunner
/Violoncello
Viktor Müller
/Piano
Matthias Eser
/Percussion
         
         
10.03.1998 20:00   Winterthur, Konservatorium

Johannes Schöllhorn (BRD) berstend starr fl,cl,vl,vc,p,perc, *
Damenstimmen sprecher/p, *
vor Augen sprecher,fl,vc,p, *
Pierrot Lunaire mezzo,fl,cl,vl,vc,p, *



ensemble für neue musik zürich
Hans Peter Frehner/
Flöte
Hansruedi Bissegger
/Klarinette
Urs Bumbacher/Violine
Samuel Brunner
/Violoncello
Viktor Müller
/Piano
Matthias Eser
/Percussion

Noriko Sato/Stimme
Johannes Schöllhorn/Stimme
Jürg Henneberger/Leitung
 
         

Januar

         
17.01.1998 20:00   Kunsthaus Zürich Vortragssaal

GEGENWARTSMUSIK VON MATHIAS STEINAUER UND DEQING WEN

Hans Peter Frehner/
Flöte,
Hansruedi Bissegger
/Klarinette,
Urs Bumbacher
/Violine
Samuel Brunner
/Violoncello,
Viktor Müller/
Piano,
Matthias Eser
/Percussion

Jürg Henneberger
/Leitung

Bruno Bissegger
/Licht

MATHIAS STEINAUER
Geboren 1959 in Basel. 1978-86 Klavier-, Theorie- und Kompositionsstudium an der Musik-Akademie Basel. 1986-88 Weiterführende Kompositionsstudien bei György Kurtàg in Budapest. Seit 1986 freischaffender Komponist und Lehrer für Musiktheorie, Kammermusik, Kurse für Neue Musik und Komposition am Konservatorium Winterthur. Sein Werkverzeichnis umfasst Orchesterwerke, Solo-konzerte, Vokal- und Kammermusik. Lebt in Corticiasca TI.

(1.) OMAGGIO AD ITALO CALVINO OP 10.2
Klarinette B, Violine, Violoncello und (teilpräpariertes) Klavier
Die drei Sätze basieren auf drei Geschichten des italienischen Schriftstellers Italo Calvino (1923-1985) über mögliche Entstehungsszenarien der Erde, welche allesamt von quasi wissenschaftlichen Zitaten ausgehen.
1.Himmel aus Stein: Die Geschwindigkeit, mit der sich die seismischen Wellen im Innern der Erde fortpflanzen, variiert je nach der Tiefe und nach der Diskontinuität des Materials, aus dem die Kruste, der Mantel und der Kern des Planeten bestehen.
2. Ohne Farbe: Bevor die Erde sich ihre Atmosphäre und ihre Ozeane ausgebildet hatte, muss sie wie ein grauer, im Raum rotierender Ball ausgesehen haben. So wie heute der Mond: wo ultraviolette Strahlen der Sonne direkt auftreffen, werden alle Farben zerstört (...)
3. Meteoriten: Nach den neuesten Theorien wäre die Erde ursprünglich ein winziger kalter Körper gewesen, der dann allmählich grösser wurde, indem er sich den Meteoritenstaub einverleibte.

(3.) RUMORI CARDIACI op.13
Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Piano
Ein kleines Nachstück für die "ersten Herzschläge" des Ensemble Oggi.musica, welches im Mai 1996 ihr erstes Konzert in Castagnola gab....
....Castagnola, ein bervorzugter, direkt am See gelegener Villenvorort von Lugano, am Fusse des Monté Bré, kam im Herbst 1995 plötzlich und unerwartet durch beunruhigende Gerüchte in die lokalen Schlagzeilen: In einem öffentlichen Park, nahe dem Friedhof, wurden in gewissen Nächten satatnische Rituale durchgeführt. Die Bevölkerung war irritiert. Neben dem Auffinden von eindeutig diabolischen Gegenstädnen (brennenden Kerzen, halben Zwiebeln und Zitronen), erhielten die Gerüchte weiter Nahrung durch die Publikation einer alten Europakarte: darauf abgebildet erschein ein fast den ganzen Kontinent bedeckender Teufel, dessen Herz sich ausgerechnet in Castagnola befindet........

DEQING WEN
Geboren 1958 in einem kleinen südchinesischen Dorf. Wen trat dann - mit zwanzig Jahren- in die Musikabteilung der Hochschule Fuijan ein um Musikpädagogik zu studieren. 1982 erhielt er sein Abschlussdipolm. Von 1984 bis 1988 war er composer in residence des Ensembles von Ninxia. 1990 erhielt er das Zertifikat für Komposition des Konsevatoriums von Beijing. Im darauffolgenden Jahr unterrichtete er Komposition und Orchestrierung an der Musikabteilung der Hochschule von Beijing. In China gewann er in Wettbewerben zwei Preise für Komposition. 1988 fand ein Konzert statt mit Werken für traditionelles chinesisches Orchester und Chor.
Im Dezember 1991 verliess Wen Deqing sein Land, um am Konservatorium Genf studieren zu können. Er erhielt 1993 den Kompositionspreis (bei Jean Balissat) und den Preis des Genfer Conseil d'Etat . Zwischen 1993 und 1994 studierte er bei Gilbert Arny Komposition am Konsveratorium von Lyon. 1996 wurde er Preisträger des Kompositionswettbewerbs des "Festival des musiques des Châteaux neuchâtelois". Wen Deqing erhält zahlreiche Kompositionsaufträge von Ensembles und verschiedenen Institutionen (wie z.B. PRO HELVETIA).

(2.) LE SOUFFLE / DER HAUCH
Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Piano, Percussion
Die Chinesen sind der Auffassung, dass yin und yang sich von Anfang an im Universum befinden und all Geschöpfe durch den qi (Lebenshauch) belebt werden. Die Musik bildet hier keine Ausnahme: dementsprechend sind c, d, e fis, gis, ais, yang, währedn cis ,dis ,f, g a h dem yin angehören. Ich habe versucht, die Dur-Sekunde, die Dur-Terz, die übermässige Quarte (wenn das darauffolgende Intervall yin ist) die Quinte, die Dur-Sexte und die Dur-Septime zusammen in der yang-Kategorie einzuordnen. Dagegen sollen die moll-Sekunde, die moll-Terz, die Quarte, die verminderte Quinte ( wenn das darauffolgende Intervall yang ist) , die moll-Sexte und die moll-Septime der yin- Kategorie zugeordnet werden. Indem ich mich von der Anordnung der 64 Hexagramme des Buchs der Wandlungen (eines Weissagungs- und Philosophiewerks, dessen älteste Teile bis in 2. Jahrhundert vor Christus reichen), und ihrer Gliederung in sechs männlichen oder weiblichen Zügen anregen liess, teilte ich dieses Werk in sechs Register und schrieb die Musik der 64 Hexagramme in der Ordnung für sechs Instrumentalisten.

(4.) DIVINATION / WAHRSAGUNG UA im Auftrag von PRO HELVETIA
Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Piano, Percussion
Das Ideal der alten Chinesen besagt, dass "Natur und Mensch eins seien". Um die Zukunft vorauszusagen, formen sich die 64 Hexagramme des Buchs der Wandlungen (Ging) aus den Kombinationen der acht Elemente Erde, Berg, Wasser, Wind Donner, Feuer, Sumpf und Himmel.
Obwohl diese Stück eine Zeremonie des Wahrsagens un die acht genannten Elemente zu beschreiben scheint, reflexiert es mehr noch die menschlichen Empfingdungen. Die Verschmelzung dieser beiden Aspekte resuliert aus einer innermusikalischen Entwicklung.
Die philosophische Theorie des Yin und Yang hat mir die Struktur des musikalischen Materials gegeben. Die Verwendung von "Instrumenten" aller Art, ungebräuchliche, aus dem alltäglichen Leben entlehnte, erlauben hier am besten, Sinngehalt auszudrücken. Denn die Musik ist allgegenwärtig!
         

ARCHIV 1997

   

Dezember

         
 4.12.1997 20:00   zürich, Kunsthaus Vortragssaal

Helmuth Bieler (BRD) Abbrüche EA fl,p,perc,
Horst Lohse (BRD) Arno Schmitts Monde EA fl,cl,vl,vc,p,
Ernst Helmut Flammer (BRD) all Ding will haben ein End EA fl,cl,vl,vc,p,perc,
Michael Reudenbach (BRD) Zählergesang UA fl,cl,vl,vc,p,perc, *
Jochen Neurath (BRD) Concertino UA fl,cl,vl,vc,p,perc, *
Kai Ivo Novack (BRD) Kovmak UA fl,cl,vl,vc,p,perc, *
NeuNoNeit (BRD) Suite-Extr’acte UA fl,cl,vl,vc,p,perc, *

frehner/bissegger/bumbacher/herrmann/müller/dobler/Leitg.henneberger

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöte
Hansruedi Bisseger/Klarinette
Thomas Dobler/Schlagzeug
Viktor Müller/Klavier
Urs Bumbacher/Violine
Claudius Herrmann/Violoncello

Jürg Henneberger/Leitung
         

Oktober

         
11.10.1997
10.10.1997
 9.10.1997
20:00
20:00
20:00
  Krakau
Lviv (UKR), Festival Contrasts
Warschau

Lukas Langlotz (CH) Fixierungen fl,cl,vl,vc,p,perc,
Franz Furrer-Münch (CH) aus dem Skizzenbuch fl,cl,vl,vc,p,perc,
Bruno Karrer (CH) Upon fl,cl,vl,vc,p,perc,
Thomas Müller (CH) Quintett fl,cl,vl,vc,p,
Sergei Pilyutikov (UKR) Sextet fl,cl,vl,vc,p,perc, *

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöte
Hansruedi Bisseger/Klarinette
Mats Eser/Schlagzeug
Viktor Müller/Klavier
Urs Bumbacher/Violine
Samuel Brunner/Violoncello

Dominik Blum/Leitung
 
         

September

         
29.09.1997 20:00   konservatorium, Zürich

Volodymir Runchak (UKR) in search of tranquillity fl,clvl,vc,p,perc,
Jewhen Stankowytch (UKR) a humble Pastoral UA vl,vc,p, *
Karmella Tsepkolenko (UKR) ewige Gleichheit der Sonnen fl,cl,vl,vc,p,perc,
Sergei Pilyutikov (UKR) Sextet UA fl,cl,vl,vc,p,perc,

ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner/Flöte
Hansruedi Bisseger/Klarinette
Lorenz Haas/Schlagzeug
Mats Eser/Schlagzeug
Viktor Müller/Klavier
Urs Bumbacher/Violine
Samuel Brunner/Violoncello

Jürg Henneberger/Leitung