FÜR NEUE MUSIK ZÜRICH
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12.12.2020  20:00  Zürich, Kunstraum Walcheturm

Doppel-CD Taufe

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Liebe Freundinnen und Freunde des ensemble für neue musik zürich
Leider fällt auch dieses Konzert den Massnahmen zur Bekämpfung von Covid19 zum Opfer. Die neuen Bestimmungen der Schweiz sind zwar noch nicht definitiv, doch sehr wahrscheinlich kann das Konzert am Samstag nicht stattfinden.
Darum verschieben wir das Tauffest für unsere beiden CDs, die zusammen mit Sebastian Gottschick entstanden sind, auf nächstes Jahr, in der Hoffnung, dass wir dann wieder entspannt musizieren und ausgelassen feiern können.

Herzliche Grüsse und bleiben Sie gesund!!
Ihr ensemble für neue musik zürich





Beide CDs sind 2020 erschienen und im Handel erhältlich.


Konzertprogramm:

Sebastian Gottschick (*1959)
Drei Gedichte und ein Dramolett von Robert Walser für Stimmen und Ensemble (2015-17)
(nach Henry Purcell, Melchior Vulpius, Johann Sebastian Bach, Richard Strauss, Richard Wagner u.v.a.)

I.   Die fünf Vokale (für Anna Viebrock)
II.  In dem Reisekorb oder Wäschekorb (für Anna Viebrock)
III. Ich wollt', ich hätte (für Anna Viebrock)
IV.  Die Jungfrau und der Befreier (für Lorenz Haas)

Charles Ives (1874-1954) 6 Lieder aus der neuen CD "Another Songbook"
Arrangement: Sebastaian Gottschick

Ann Street, Remembrance, Maple Leaves, The Cage
The See’r, Grantchester

George Gershwin (1898-1937) Suite from Porgy and Bess
Arrangement: Sebastian Gottschick

I.    Bess You Is My Woman Now
II.   Buzzard Song
III.  It Ain't Necessarily So
IV.   Oh Bess
V.    Gone, Gone, Gone
VI.   My Man's Gone Now
VII.  I Want To Stay Here (I Loves You Porgy)
VIII. There's A Boat That's Leaving Soon For New York
IX.   Summertime

Anna Trauffer        Stimme, Kontrabass
Lorenz Haas          Stimme, Schlagzeug
Jeannine Hirzel      Sopran
Niklaus Kost         Bariton
Sebastian Gottschick Leitung

ensemble für neue musik zürich
Hanspeter Frehner  Flöte
Manfred Spitaler   Klarinette
Philipp Meier      Klavier
Daniela Müller     Violine
Nicola Romanò      Violoncello




Für die meisten Komponisten ist die Auseinandersetzung mit der Musikgeschichte zweifellos ein wesentlicher Antrieb ihrer Motivation. Würde dieser Motor ausfallen oder abgeschaltet, ließe sich wohl die Kategorie des Fortschritts nicht mehr aufrechterhalten, die in der westlichen Musikgeschichte im Lauf ihrer Geschichte eine ebenso zentrale wie umstrittene Bedeutung erlangt hat. Aber auch unabhängig davon lässt sich behaupten, dass Musikgeschichte ständig thematisiert worden ist und als unaufhörlicher imaginärer Dialog zwischen den Komponisten gedacht werden kann.
Wolfgang Rathert im Booklet-Text zu „Notturni“.

Liebe Freundinnen und Freunde des ensemble für neue musik zürich
Manchmal dauert es von der Geburt bis zur Taufe so lange, daß zu deren Zeitpunkt schon wieder die nächsten Kinder unterwegs oder da sind. Jedenfalls ist das bei CDs oft der Fall – vom Konzept und der Vorarbeit über die Aufnahme und die Post-Produktion bis zur eigentlichen Veröffentlichung können leicht Jahre vergehen, und wenn sie dann endlich erschienen sind, ist man natürlich längst auch mit ganz anderem beschäftigt. Was die Freude über die Täuflinge nicht mindert. Im Mittelpunkt des Konzertes stehen also nicht so sehr die Stücke der neuen CDs, sondern zum einen eine Gruppe von Robert Walser-Vertonungen, lauter Anverwandlungen geborgter Musik, zu der die großartigen teils komischen, teils verstörenden Texte in wilder Assoziation geführt haben, von Henry Purcell bis Nina Hagen. Zum andern eine Suite aus Gershwin’s „Porgy and Bess“; auch hier gibt es zahlreiche Paten, neben fast klassischen Arrangements der Gershwin-Stücke stehen solche, die von Jazz-Musikern und ihren Porgy-Versionen inspiriert sind, oder auch direkte Transkriptionen dieser Versionen: Dank besonders an Gil Evans und Miles Davis sowie an Ella Fitzgerald und Nina Simone.
Und Dank an Sie, liebe Freundinnen und Freunde des ensemble für neue musik zürich, wir freuen uns sehr, wenn Sie, trotz allem, mit uns feiern!
Sebastian Gottschick
10. Dezember 2020
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