FÜR NEUE MUSIK ZÜRICH
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26.01.2007  20:15  Theater am Gleis, Winterthur

Musica Aperta

Hans-Peter Frehner „white, uni, sonor“ (2006) UA Fl, Kl, Vl, Pf

Bruno Stöckli „7 Entretiens“ (2004) Fl, Kl, Vl, Pf

Lukas Langlotz „ohne Titel 1 – Trio“ (2006) Fl, Kl, Vl,

Morton Feldman "Durations I" Fl, Vl, Vc, Pf


ensemble für neue musik zürich
Hans-Peter Frehner Flöte
Manfred Spitaler Klarinette
Viktor Müller Klavier
Urs Bumbacher Violine
Nicola Romanò Violoncello

Zum Programm:
„ensemble für neue musik zürich“ hat zum 20 Jahre-Jubiläum 2005 bei verschiedenen Komponistinnen und Komponisten Werke für das Gründungsquartett in Auftrag gegeben. Werke für die Besetzung Fl,Kl,Vl,Pf, die ohne Dirigent spielbar sind, damit wir auch als "Kleinformation" reisen können.


Lukas Langlotz (*1971)
Studierte an der Musikhochschule Basel Klavier (bei Jean-Jacques Dünki), Dirigieren (bei Wilfried Boettcher sowie Manfred Honeck) und Komposition (bei Rudolf Kelterborn). Stipendien der Hans Huber-Stiftung und der Rapp-Stiftung. Von 1996-97 Studien in Paris (Komposition bei Betsy Jolas, Kurs am IRCAM). Wichtige Einflüsse durch Gösta Neuwirth.Aufträge bedeutender Institutionen und Ensembles für zeitgenössische Musik (PRO HELVETIA, "ensemble für neue musik zürich", "europäischer musikmonat", Musikkreditkommission Basel-Stadt u.a.). Aufführungen im In-und Ausland (unter anderem an den Festivals "Music Exchange" in Sofia, "Lange Nacht der neuen Klänge" in Wien, "Internationale Ferienkurse" in Darmstadt), mehrere Radioaufzeichnungen. Unterrichtet an der AMS Muttenz und an der Musikhochschule Basel. Gibt Konzerte als Dirigent (vor allem zeitgenössische Musik, regelmässige Zusammenarbeit mit dem "ensemble für neue musik zürich") und als Pianist (Schwerpunkt Begleitung von Vokalmusik).

„Ohne Titel 1(Trio)“ (2006) für Fl,Kl,Vl,
Work(s) in progress für das ensemble für neue musik zürich
„Ohne Titel“ soll eine Reihe von Kompositionen für das ensemble in der Besetzung Flöten, Klarinetten, Violine, Klavier werden. Eine Art „Album“, aus dem die vier Musiker Werke auswählen können, um sie auf ihre Reisen mitzunehmen. Als erstes steht ein Trio: Drei Sätze für die drei Melodieinstrumente. Weiteres wird folgen.

Bruno Stöckli (*1960)
Bruno Stöckli studierte am Konservatorium Zürich die Instrumente Horn, Klavier, Viola und absolvierte die Kapellmeisterausbildung an der Musikhochschule Basel bei Antal Dorati, Horst Stein, Lothar Zagrosek, Ralph Weikert und Wilfried Boettcher. Er studierte Komposition bei H. U. Lehmann und nahm an Kompositions-Workshops von Mauricio Kagel und Luciano Berio teil. Er erhielt mehrere Auszeichnungen für seine Tätigkeit als Komponist sowie als Dirigent. (U. a. Kompositions-Förderpreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins, Werk- und Förderbeiträge des Kuratoriums des Kt. Aargaus, zweiter Preis am Kompositionswettbewerb der Ostschweizer Stiftung für Theater und Musik.)



„Sieben Entretiens“ (2004) für Fl,Kl,VI,Pf,

1. Toccatonaise
Unterhaltung mit Sebastian Bach (Polonaise aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena). Es dreht sich wieder mal alles um Permutationen. – Und wo von Spiegelformen die Rede ist, da ist auch Anton Webern nicht weit... Prompt huscht sein Schatten während des Gesprächs am Fenster vorbei.

2. Mit Cajkovskij
Cajkovskij’s Transkription russischer Volkslieder für Klavier zu vier Händen ist meiner Ansicht nach eine Uebersetzertätigkeit – gerade so wie die erneute Transkription seiner Musik in unsere Zeit.

3. Etude d’échauffement/Czerny à l’échaufaud
Carl Czerny: Niemand spricht seinen Namen mit heiligem Schauder aus. Aber es gibt kaum einen Pianisten, der nicht einige Sprossen seiner Karriereleiter aus echtem Czerny-Holz gefertigt hätte.

4. Ecossaise
Die Wiederholung in sich kreisender Motive zeichnet viele Musik von Franz Schubert aus. So auch diese Ecossaise, denen schnurrende Begleitung sich hier allerdings nicht mehr so recht mit den Rädchen der Melodie verzahnen will.

5. Mit Schubert II
Antwort auf einen weiteren Schubert-Tanz, der sich auf die Exposition einiger Hornquinten beschränkt. Hornquinten: Schlüssel-Konstellation in der ein nicht unbeträchtlicher Teil unserer Musikgeschichte nachklingt.

6. Fantasie über Ut Re Mi Fa Sol La
Ein spätes Echo von William Bird’s Komposition für Virginal - oder unsere vage Erinnerung an sie.

7. Choral
Ausgangsmaterial dieses Stücks war ein Akkord aus „Hyperprism“ von Edgar Varèse. Seltsamerweise ist daraus ein Choral entstanden... Was aber den Vorteil hat, dass wir wieder bei Bach angelangt wären und der gewiss ehrenwerten Tradition eine Musik mit dieser Gattung zu beschliessen. (B.St.)


Hans-Peter Frehner (*1953)
Seit 1974 kompositorische Arbeit. Habe als Flötist und künstlerischer Leiter des „ensemble für neue musik zürich“ von all den aufgeführten Werken und der Zusammenarbeit mit zahlreichen Komponistinnen und Komponisten aus zahlreichen Ländern viel gelernt und bin beeinflusst von guter U- und E-Musik aller Stilrichtungen.

„white,uni,sonor“ (2006) für Fl,Kl,Vl,Pf,

Ein Stück Unterhaltungsmusik für das Gründungsquartett des „ensemble für neue musik zürich“. Für einmal viele ganz normale Noten auf den weissen Tasten, unirhythmisch und volltönend gespielt.
20. Januar 2013
© ensemble für neue musik zürich, Gutstrasse 89, CH-8055 Zürich
T +41 (0)44 383 81 81, M +41 (0)79 207 55 92
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